Minimalismus

Alles zum Thema Permakultur, Selbstversorger, Transition Towns, Lebensgemeinschaft, Umweltschutz und Ökologischer Fußabdruck
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Peregrin
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Re: Minimalismus

#11

Beitrag von Peregrin » So 15. Mär 2020, 12:20

Hallo, Salix,

ja ein Versuch war es wert. :girlie-nick:

Das bestätigt für mich aber nur den Eindruck, dass kaum noch etwas einen materiellen Wert hat, kaum das man es einmal erworben hat. (Gut, das ich nicht auf das Geld spekuliert habe...)
Ich habe in der Uni nachgefragt, die haben daran Interesse für einen facheigenen Flohmarkt. Also hat da hoffentlich noch der eine oder andere der Studenten Freude und Nutzen dran. :)
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Bodecea
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Re: Minimalismus

#12

Beitrag von Bodecea » Fr 20. Mär 2020, 11:06

Hallo Peregrin,

von wegen alte Fachbüchern verkaufen - hast du es mal über Portale wie booklooker versucht?

Viele Grüße
Bodecea
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Maylore
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Re: Minimalismus

#13

Beitrag von Maylore » Mo 6. Apr 2020, 09:15

Vielen Dank für die Inspiration!
Durch diesen Threat habe ich endlich die Motivation gefunden, meinen Kleiderschrank so richtig auszusortieren. Ist zwar noch kein Minimalismus, aber der Grundgedanke (ein Farbschema, alles passt zu allem) hat mir so geholfen dabei. Das war längst überfällig :)
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Hekate
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Re: Minimalismus

#14

Beitrag von Hekate » So 28. Jun 2020, 13:22

Persönlich habe ich mit diesen Thema - "Minimalismus" - meine Probleme.

Aktuell halte ich es, als eine Variante vom Luxus.

Gruss

Hekate
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Re: Minimalismus

#15

Beitrag von Peregrin » So 28. Jun 2020, 15:08

Interessanter Weise ist das auch die Meinung aller Artikel über Minimalismus in großen Tageszeitungen, die ich bisher gefunden habe: Von wegen, dass sei ja nur eine Form der Selbstinszenierung und etwas für wohlstandsmüde Schnösel. (Arme Leute würden ja nicht noch das wenig, was sie besitzen, loswerden wollen.)

Finde ich interessant, wenn auch etwas gruselig, dass wirklich alle Journalisten das vertreten. Scheint irgendwie zum guten Ton zu gehören, so als hätten sie Angst, nicht als kritisch genug zu erscheinen, wenn sie einem vermeintlichen Trend etwas Positives abgewinnen können.

Ich finde das aber vergleichbar, als würden in unserer Gesellschaft Leute dafür kritisiert werden, dass sie einen Lebensstil führen, der dafür sorgt, das sie schlank werden oder bleiben - mit dem Argument, dass das etwas für reiche Schnösel wäre, denn anderswo verhungern Leute, weil die nichts zu genug zu essen haben.

Stimmt im Prinzip - ist aber ein bisschen zu kurz gedacht, diese Art der Kritik. Nur weil es Menschen gibt, die hungern, ist es nicht unmoralisch oder falsch, Energie darin zu investieren, selbst abzunehmen. (Schon gar nicht ist es eine Rechtfertigung, sich weiter zu überessen.)

(Ich mag den Vergleich sehr, da die Parallelen einem ins Auge springen. Es gibt in der Szene augenscheinlich Leute, die rastlos durch ihre Wohnungen streifen, auf der Suche nach irgendeinem Objekt, dass sie noch loswerden könnte. Das klingt für mich so ungesund wie die Leute, die das Innere aus ihren Brötchen pflücken, da sie dadurch 2 Kalorien sparen. Oder die Leute, die höchstwahrscheinlich alles der Äußerlichkeit wegen machen, anstatt des "Wohlfühlgewichts" wegen. Man muss nicht dem klassischen "Holzfußboden-und-weiße-Bettwäsche"-Mode betreiben um sich Minimalist nennen zu dürfen. Oder nur 100 Teile besitzen dürfen.

Oder in anderen Bereichen stimmt der Vergleich auch. Dinge werden meist gekauft als Ersatzbefriedigung, weil es kurzfristig glücklich macht oder von negativem ablenkt oder ähnliches. Genauso man ohne Hunger etwas isst, da das eben kurzfristig glücklich macht oder ablenkt oder sonst ein auf Dauer ungesunder Ersatz ist für etwas, das man in dem Moment nicht bekommen oder vermeiden kann.
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Re: Minimalismus

#16

Beitrag von Hekate » So 28. Jun 2020, 22:02

Da fehlt mir die Basis, der Kern.

Beispiel:
Ein Armer hat 2, 3 Paar Schuhe.
(Wenn er sie ersetzen MUSS, dann kann er es nur, wenn er von anderen was abzwackt).

Ein Wohlhabender denkt gar nicht erst darüber nach, ob er neue Schuhe braucht. Wenn sie ihm gefallen, dann kauft er sie einfach.

So jemand
=> Kann dann viele haben
=> der kann gern dann mal aussortieren und es dann Minimalismus nennen.

Jetzt kommt DER Punkt:
=> Er kann sich aber auch, wenn er der Mode des Minimalismusses müde ist.
Sich wieder viele Schuhe kaufen.
=> noch mehr
=> und noch teure.
Und das sofort!

Ein Armer kann das nicht.
Wenn er alle seine Schuhe weg gibt.
Dann läuft er barfuß!

Und das für sehr lange Zeit.
Denn sich einfach so, mal schnell ein paar Schuhe kaufen.
Geht nicht.

Und ich bleib dabei.
Minimalismus ist ein Teil des Luxuses.

Gruß

Hekate
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Re: Minimalismus

#17

Beitrag von Peregrin » Mo 29. Jun 2020, 06:18

Das man sich für etwas entscheiden kann und später wieder dagegen, wenn man merkt, dass einem das noch nicht so zusagt oder zu viel abverlangt oder was weiß ich, dass ist Fakt, aber das spricht gegen gar nichts: Weder gegen irgendeine Religion, Philosophie, politische Denkweise, Ernährungsform oder sonst etwas. (Wicca ist nicht doof, nur weil sich Praktizierende irgendwann später entschlossen haben, dann doch lieber Asatruar zu werden. ;) )

Oder um bei meinem Diät-Beispiel zu bleiben:

"Vom Abnehmen mit der Methode XY halte ich nichts! Die ist totaler Unsinn, denn wenn man will, kann man danach wieder Essen wie vorher! (Im Gegensatz zu hungernden Menschen.)" halten ich für kein Argument gegen eine bestimmte Diätform oder gar dagegen, gegen das Übel des permanenten Überkonsums (hier an Essen) mit all seinen negativen Auswirkungen anzugehen.

Hekate hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 22:02
Ein Wohlhabender denkt gar nicht erst darüber nach, ob er neue Schuhe braucht. Wenn sie ihm gefallen, dann kauft er sie einfach.
Genau dafür ist Minimalismus da. Jemand, der den für sich gefunden hat, denkt dann x-mal nach, "Brauche ich wirklich noch ein paar Schuhe?" anstatt wie die Masse der Konsumenten einfach gedankenlos dem Impuls zu folgen und die zu kaufen! :girlie-nick:
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Re: Minimalismus

#18

Beitrag von Hekate » Mo 29. Jun 2020, 11:45

Peregrin hat geschrieben:
Mo 29. Jun 2020, 06:18
Hekate hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 22:02
Ein Wohlhabender denkt gar nicht erst darüber nach, ob er neue Schuhe braucht. Wenn sie ihm gefallen, dann kauft er sie einfach.
Genau dafür ist Minimalismus da. Jemand, der den für sich gefunden hat, denkt dann x-mal nach, "Brauche ich wirklich noch ein paar Schuhe?" anstatt wie die Masse der Konsumenten einfach gedankenlos dem Impuls zu folgen und die zu kaufen!
Nein, eben nicht.
DAS MUSS ein Armer IMMER + bei ALLEN sich denken, innerlich fragen.

Kauf ich eine Breze oder einen Apfel oder billige Nudeln.
Oder kann ich mir überhaupt nichts leisten.

Ein Armer MUSS so leben.
Da ist keine Freiwilligkeit,
Keine Religion,
Keine Philosophie,
Oder was auch immer
Die Basis dazu.
Nur bittere Notwendigkeit.

Und damit ....
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Re: Minimalismus

#19

Beitrag von Peregrin » Mo 29. Jun 2020, 12:23

Och, Hekate! Lies doch noch mal, was ich geschrieben habe: Ich sprach von den Reichen (Industrielandbewohnern), nicht von den Armen.

Das die Armen keinen Minimalismus betreiben sollten/können, das ist ja wohl klar.
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Re: Minimalismus

#20

Beitrag von Hekate » Mo 29. Jun 2020, 14:52

Peregrin hat geschrieben:
Mo 29. Jun 2020, 12:23
Och, Hekate! Lies doch noch mal, was ich geschrieben habe: Ich sprach von den Reichen (Industrielandbewohnern), nicht von den Armen.

Das die Armen keinen Minimalismus betreiben sollten/können, das ist ja wohl klar.

Aus meiner persönlichen Erfahrung, da wird kein Unterschied betrieben.
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