Ahnentopf zu Samhain

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Bodecea
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#31

Beitrag von Bodecea » Di 1. Okt 2019, 16:55

Hallo Kätzchen,

fühl dich erst mal gedrückt! Es ist traurig, wenn man mit solch einem Ballast von der familiären Abstammung her durchs Leben gehen muss.

Und wie Peregrin sagte - es gibt kein "Du musst das jetzt aber so und so machen". Für mich z.B. sind, wenn ich den Ahnen gedenke, meine direkten toten Vorfahren dabei, die ich kenne (Mutter, Vater, Großmutter), solche, die ich nur vom Hörensagen kenne (andere Großeltern), aber auch Menschen, die mich direkt oder indirekt inspiriert und geprägt haben - die liebe Freundin meiner Mutter, die für mich eine Art Tante war. Meine Jugendliebe, die bzw. der letztes Jahr viel zu früh starb.

Hätte ich unter meinen direkten Vorfahren Kotzbrocken, die mich schlecht behandelt haben, würde ich sie auch nicht einladen - zumindest nicht, bis die Sache für mich gegessen und verarbeitet und erledigt ist.

Wenn andere das anders sehen oder handhaben, ist das sicher auch gut und richtig. Aber ich lad nur die an meine Tafel, die ich da auch sehen will.

Liebe Grüße
Bodecea
Tu was du willst, aber trage dann auch die Konsequenzen.

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Kätzchen2904
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#32

Beitrag von Kätzchen2904 » Do 3. Okt 2019, 19:53

Bodecea hat geschrieben:
Di 1. Okt 2019, 16:55

fühl dich erst mal gedrückt! Es ist traurig, wenn man mit solch einem Ballast von der familiären Abstammung her durchs Leben gehen muss.
Seit ich mich mit spirituellen Themen, kleinen Ritualen und vor allem der Arbeit mit Energie beschäftige, geht es mir mit diesem Ballast wie du so schön sagst etwas leichter durchs Leben. Ich hab eine gute Therapie hinter mir und kann mich jetzt wirklich bewusst und frei entfalten. Mich schränkt niemand mehr ein. Mein großes Ziel ist es mit meinem Krafttier irgendwann mal den Seelenvertrag zu lösen, den ich anscheinend mit meinen Eltern geschlossen habe. Aber bis dahin muss ich noch einiges mehr lernen.
Bodecea hat geschrieben:
Di 1. Okt 2019, 16:55

Hätte ich unter meinen direkten Vorfahren Kotzbrocken, die mich schlecht behandelt haben, würde ich sie auch nicht einladen - zumindest nicht, bis die Sache für mich gegessen und verarbeitet und erledigt ist.
Wenn andere das anders sehen oder handhaben, ist das sicher auch gut und richtig. Aber ich lad nur die an meine Tafel, die ich da auch sehen will.
Ja das sehe ich auch so. Mir sind im Nachhinein 9 Personen eingefallen, die mir viel im Leben gegeben haben und leider nicht mehr unter uns sind. Die wenigsten sind davon mit mir verwandt. Zum Beispiel habe ich auch eine ältere Schwester, die totgeboren wurde. Die hab ich leider nie kennengelernt. Lustigerweise wusste ich das aber schon bevor mir meine Mutter damals davon erzählt hat. Als würde jemand im richtigen Moment eine Weiche stellen oder sowas. Schwer zu beschreiben. Sie kenne ich ja also auch nicht aber sie ist mir trotzdem viel wert!

Ich bin euch wirklich dankbar für eure ganzen tollen Antworten. Wirklich. So viel Verständnis zu diesem Thema hab ich woanders noch nicht erlebt. <3 :thumbup:
Danke!

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Ashar Starchild
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#33

Beitrag von Ashar Starchild » Fr 4. Okt 2019, 14:25

Hi Kätzchen,

ich habe in diesem Thread bis jetzt nichts geschrieben, da ich eine gänzlich andere Vorstellung von Ahnen habe: meine Ahnen sind diejenigen, die diesen Weg - den initiatorischen - schon vor mir gegangen sind und sie können sich durchaus noch in dieser Dimension befinden.... aber dieser Satz:
Kätzchen2904 hat geschrieben:
Do 3. Okt 2019, 19:53
Mein großes Ziel ist es mit meinem Krafttier irgendwann mal den Seelenvertrag zu lösen, den ich anscheinend mit meinen Eltern geschlossen habe. Aber bis dahin muss ich noch einiges mehr lernen.
hat mich neugierig gemacht :green: mich würde interessieren, was Du denn meinst noch lernen zu müssen, bzw was Dich davon abhält, die aktuelle Zeit zu nutzen, denn meinem Gefühl nach stehen die Tore zur Anderswelt/dem Sommerland bereits sperrangelweit offen und früher wurde zu Samhain entschieden, welche Verträge (mit Knechten und Mägden) verlängert und welche beendet wurden - wäre allso der perfekte Zeitpunkt vom Jahreskreis her ... ok, vllt fühlt es sich ja dieses Jahr einfach noch nicht für Dich richtig an, aber ich würde das Auflösen der absolut zu diesem Thema passenden Qualität der Jahreszeit überlassen :hex: ;)

LG Ashar
"Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst." Jalal Ad Din Rumi

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#34

Beitrag von Hekate » Fr 4. Okt 2019, 16:32

Solche Lostage gab's mehrere im Jahr.

Z. B. ist Lichtmes auch so ein Tag.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#35

Beitrag von Kätzchen2904 » Fr 4. Okt 2019, 18:08

Ashar Starchild hat geschrieben:
Fr 4. Okt 2019, 14:25

hat mich neugierig gemacht :green: mich würde interessieren, was Du denn meinst noch lernen zu müssen, bzw was Dich davon abhält, die aktuelle Zeit zu nutzen, denn meinem Gefühl nach stehen die Tore zur Anderswelt/dem Sommerland bereits sperrangelweit offen und früher wurde zu Samhain entschieden, welche Verträge (mit Knechten und Mägden) verlängert und welche beendet wurden - wäre allso der perfekte Zeitpunkt vom Jahreskreis her ... ok, vllt fühlt es sich ja dieses Jahr einfach noch nicht für Dich richtig an, aber ich würde das Auflösen der absolut zu diesem Thema passenden Qualität der Jahreszeit überlassen :hex: ;)

Weiß nicht. Ich mache das mit den schematischen Seelenreise noch nicht so lange und möchte das erstmal besser können. Da ist mir Samhain doch etwas zu nah. Und wie Hekate schon meinte gibt es ja mehrere solcher Entscheidungspunkte. :flitz:

Aber in Wahrheit hab ich das Gefühl, dass es ein großer Teil von meiner Identität ist auch wenn ich das nicht gerne sage. Und ich glaube ich weiß einfach nicht was passiert wenn ich das loslasse. Es wäre wichtig das endlich zu schaffen aber ich merke wie sich etwas in mir dagegen wehrt.

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Hagezorn
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#36

Beitrag von Hagezorn » Sa 5. Okt 2019, 15:57

145 (7) Weißt du zu ritzen? Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden? Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten? Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du wie man senden, weißt wie man tilgen soll?

146 (8) Besser nicht gebeten, als zu viel geboten:
Die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nichts gesendet, als zu viel getilgt;
So ritzt es Thundr zur Richtschnur den Völkern.
Dahin entwich er, von wannen er ausging.

Havamal - Odins Runenlied
Dem kann ich mich nur anschließen.....
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#37

Beitrag von Kätzchen2904 » Sa 5. Okt 2019, 16:00

Tja Hagezorn. Verstehe ich leider nicht.

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Hagezorn
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#38

Beitrag von Hagezorn » Sa 5. Okt 2019, 16:09

Das ist ein Text aus dem Runenlied Odins.
Tolle Literatur!
Zählt man zu den Sprüchen der Weisheit.
Oder möchtest Du es noch einfacher?
Könnte dann aber etwas abfällig klingen.....
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#39

Beitrag von Kätzchen2904 » Sa 5. Okt 2019, 16:19

:worried: Ich habe keine Ahnung was du für ein Problem mit mir hast hagezorn. Aber ich denke wir sind beide erwachsen genug, um hier nicht abfällig zu werden oder? Und wenn du keine eigenen Worte hast, sondern sie dir leihen musst, dann kann es ja auch nicht so wichtig sein.

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#40

Beitrag von Kätzchen2904 » Sa 5. Okt 2019, 16:23

Egal. Mein Kommentar war sinnlos.
Zuletzt geändert von Kätzchen2904 am Sa 5. Okt 2019, 16:50, insgesamt 1-mal geändert.

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