Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

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izento
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Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#31

Beitrag von izento » Fr 19. Aug 2016, 08:17

Bjoern hat geschrieben:Ich weiß, ich schreibe zu lange Texte, drum hier noch einmal: die Naturwissenschaft hat überhaupt kein Interesse, die Metaphysik zu erforschen und darum geht es hier offenbar. Sie lehnt die Existenz nicht ab, es ist einfach eine andere Baustelle, drum wird es von dort auch nie eine Bestätigung oder Ablehnung geben.
Von mir auch ein knapper und kurzer Text, mit Verweis auf ausführliche Dissertationen ;)

Die "Naturwissenschaft" in Form der Astro- und Quantenphysik hat inzwischen wohl doch ein eindeutiges Interesse die Quintessenz / fünfte Kraft zu erforschen.
Dank der geringen Masse werde man wohl schon Ende 2016 wissen, ob an der mysteriösen "fünften Kraft" etwas dran ist – oder ob die Teilchenphysiker-Gemeinschaft bis zu den ersten echten Indizien einer neuen Physik noch ein bisschen weiter buckeln muss.
http://www.spektrum.de/news/skeptische- ... ft/1411686

Es mehren sich langsam die Anzeichen, daß auch die moderne Naturwissenschaft an der Entdeckung der Quintessenz als fünfte Kraft arbeiten, wie schon die alten Alchemisten das fünfte Element (Äther) zu destillieren versuchten.
Irgendwann wird man dann wohl auch akzeptieren, daß es eine z.Zt. nicht sicht- oder messbare "dunkle Energie" gibt, die überall gleichmässig verteilt ist und uns alle miteinander verbindet. Hier ein paar Erklärungsversuche (auch für Nichtphysiker):
http://www.pro-physik.de/details/articl ... issue.html
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
Follow your dreams and be TRUE to yourself.
Der alte Narr sagt: Ich bin ein alter Weiser. Der alte Weise sagt: Ich bin ein alter Narr.

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Lakeisha
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Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#32

Beitrag von Lakeisha » Fr 19. Aug 2016, 09:38

Lieber Björn,
Bjoern hat geschrieben: danke für den Beitrag! Wegen der 21 Gramm: https://de.wikipedia.org/wiki/Duncan_MacDougall (gut, dass Du sie aufgebracht hast, ich wollte schon immer mal nachrecherchieren, hab's dann aber immer vergessen)
Bitte, gern geschehen ;) Jetzt weiß ich auch wieder die genaue Grammzahl :)

Bjoern hat geschrieben:Wenn ich mit Toten in Kontakt treten kann, schließt das nicht gleichzeitig aus, dass eben diese Toten reinkarniert sind? (bzw: dann geht das relativ einfach, man nennt das dann 'reden' ;-)) Das Wiedersehen von Verblichenen nach dem eigenen Tod setzt voraus, dass man sich an einem wie auch immer gestalteten Ort trifft und wieder: niemand vorher reinkarniert ist.
Ähm, nicht ganz. Also wenn ich mich mit einem Wesen (nenne es jetzt mal neutral beim Namen) mental verbinde, bekomme ich eine Antwort. Im Laufe des "Gesprächs" stellt sich dann manchmal heraus, wo dieses Wesen ist. Manchmal ist es reinkarniert, manchmal nicht. Mir ist auch schon einmal eine Reinkarnation begegnet. Das konnte ich aufgrund von Beweisen feststellen. Hört sich wahrscheinlich jetzt ziemlich "spinnert" an. Aber ich habe eine besondere Beziehung zu Tieren, welche ich hier im Forum auch schon thematisiert habe an entprechenden Stellen. Du, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich nicht immer wissenschaftlich oder mit dem Verstand erklären lassen!

Wenn sich etwas für Dich nach Deiner Logik ausschließt, muß das nicht heißen, das es das auch für jemand anderen tut ;)
Aber es ist gut, daß Du darüber nachdenkst, denn so erschließen sich manchmal Denkweisen und wiederum dadurch Erkenntnisse, an welche man vorher noch nicht einmal gedacht hat. :thumbup:

Bjoern hat geschrieben: Akzeptieren, dass "alle Menschen sagen, irgendetwas passiert nach dem Sterben, also wird es schon stimmen" oder ich schließe daraus "In der gesamten Menschheitsgeschichte wurden alle Modelle durchgespielt, keines war erfolgreicher als die anderen, darum gibt es kein Leben nach dem Tod" Beides logische Schlussfolgerungen.
Für eine wirst Du Dich woh entscheiden müssen :nixweiss:
Nein, besser fände ich es persönlich, wenn jemand aufgrund eines weiten Wissensspektrums und persönlichen Abwägens (so tun das i.d.R. Wissenschaftler) die für sich persönlich am ehesten vertretbare Variante aus der gewonnen Überzeugung heraus vertritt.
Wie sagte man schon im Studium - alle Meinungen sind vertretbar, wenn sie nur gut genug begründet sind! ;)

Bjoern hat geschrieben:werden wir wohl allesamt überrascht sein, da unsere Vorstellungen gar nicht zutreffen können.
mh - das widerspricht sich m.E. - eine Vorstellung wird wohl schon zutreffen ;) sonst hättest Du ja schon Deine Antwort gefunden...

Entschuldige die Dauer meiner Antwort, aber ich habe in der Unmenge der Beiträge doch glatt übersehen, daß Du mich direkt angesprochen hast.

Dir auch noch alles Gute und viel Erfolg bei der Findung Deiner Antwort und Wahrheit,
ganz lieben Gruß,
blessed be,
Lakeisha
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Und: :kaffee: ;)

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Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#33

Beitrag von Rotfuchs » Fr 19. Aug 2016, 12:01

Bjoern hat geschrieben:(...) aber das geht einem arbeitendem Naturwissenschaftler auch vollkommen am Hinterausgang vorber, der macht schließlich seinen Job und der ist nicht, seine eigenen Grundlagen ständig zu hinterfragen.
Das sehe ich anders. Das Problem an der heutigen Wissenschaft bzw. dem Wissenschaftsbetrieb ist gerade dass nur pragmatische Ergebnisse geliefert werden sollen, ohne genau zu wissen was man eigentlich gerade herausgefunden hat.
Ein bisschen Wissenschaftstheorie und Demut könnte vielen (Natur-)Wissenschaftlern nicht schaden. Ich finde es auf jeden Fall immer sehr bemerkenswert wie sehr Wissenschaft von manchen Leuten als "Sport" betrieben wird und nicht aus ehrlicher Neugier auf die Welt.
Aber sorry für den OT Anteil... :)

Bjoern hat geschrieben: Jo, die simple Logik. Mit der wedele ich ja auch hier die ganze Zeit rum. Und dann gibt es den Einwand, es mit Gefühl zu versuchen, der auch seine Berechtigung hat. Und was, wenn beides zu unterschiedlichen und nicht-kompatiblen Ergebnissen kommt?
Da hast du eine sehr gute Frage gestellt. Die habe ich mir auch schon oft durch den Kopf gehen lassen... Schwierig.
Ich bin auf der einen Seite total von der "Gefühlsseite" überzeugt. Aber manches scheint mir doch nicht glaubhaft.

Ein Beispiel das ich vor ein paar Jahren erlebt habe:

Eine Frau berichtet von ihrem früheren Leben in einem ganz bestimmten Stamm an einem ganz bestimmten Ort, sie spart nicht mit detailangaben über ihre früheres Leben (welches Handwerk sie ausgeübt hat, was gegessen wurde etc.)
Danach wird bekannt dass dieser Stamm plus einige sehr wichtige Details mit sehr großer wahrscheinlichkeit dort nicht ansässig war und viele von den Kulturpraktiken tatsächlich in dieser Zeit nicht bekannt waren.
Klar ist die Archäologie alles andere als unfehlbar, aber manche Ergebnisse (vorallem in jüngerer Vergangenheit) sind schon relativ verlässlich.

Aber.. ja.. keine Ahnung. Mit der Frage hast du mich erwischt. Trotzdem denke ich dass Zauberei ohne Verstand zu Aberglauben wird.
Man darf sich vielleicht nicht einer starren Logik ergeben und muss immer auf seine Gefühle und Intuitionen achten, aber ich weigere mich schlichtweg alles zu glauben, wo kämen wir denn da hin?
"If the fool would persist in his folly he would become wise. "

dissidentin

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#34

Beitrag von dissidentin » Fr 19. Aug 2016, 19:21

Bjoern hat geschrieben:Hallo Dissidentin,

ich finde, Halluzinogene haben einen passenden Platz in diesem Thema, schließlich werden aktuell - endlich - wieder Pilze und LSD in der Forschung und Behandlung verwendet und an vorderster Stelle für/an/mit Patienten, die naher Zukunft sterben werden und auf diese Weise darauf vorbereitet werden (Angstabbau und co). Schöner Hinweis.

Sind die beiden Freunde denn auch zusammengekommen, wenn es schon gefunkt hat?

Ich weiß, ich schreibe zu lange Texte, drum hier noch einmal: die Naturwissenschaft hat überhaupt kein Interesse, die Metaphysik zu erforschen und darum geht es hier offenbar. Sie lehnt die Existenz nicht ab, es ist einfach eine andere Baustelle, drum wird es von dort auch nie eine Bestätigung oder Ablehnung geben.

Was den Zufall angeht, so scheint das eine echte Glaubensfrage zu sein - in meinem Weltbild gibt es ihn, aber ich kenne viele, die auf die Aussage mit Unglauben, Angst oder - und das macht mich dann immer rasend - mit Arroganz reagieren. *shrug* Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist, wie Du von der "Einheit aller Lebewesen" direkt zur Ablehnung des Zufalls kommst. Oder was "alle Lebewesen" mit dem menschlichen Untereinander zu tun haben. Oder, um ehrlich zu sein, was die Einheit aller Lebewesen eigentlich sein soll. "Du bist, was Du isst"? oder "Ist egal, was ich esse, wir sind sowieso schon eins"? oder "Mir tut das genauso weh, wie Dir, halt still"? oder "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, egal, wie Du zu Dir stehst"? Willst Du darauf hinaus, dass alles Leben die Qualität Leben miteinander teilt? Ich meine, das ist selbstevident, oder? Ich verstehs' echt nicht.

Mit leicht verständnislosen Grüßen - noch eine schöne Zeit!

Björn
Ich lehne den Zufall nicht ab, ich glaube allerdings nicht an Zufall, wie er von Mathematikern auf stochastischer Basis interpretiert wird. Ich finde aber auch nicht, dass das Zusammenwirken aller Wesen auf einem unveränderlichen Schicksal beruht. Ich finde, dass sich in jedem Moment die Karten neu mischen können, je nachdem wie man sich entscheidet und inwieweit man sich frei machen kann von evtl. ungelösten Konflikten. Ist man frei, spürt man auch die Freiheit von materiellen Beschränkungen, da sich die Außenwelt entsprechend wandelt.

Ich glaube, dass was uns als Individuum an Informationen zufliegen, haben direkt auch mit uns selbst zu tun, also es hat einen Sinn, warum wir das was wir wahrnehmen auch wahrnehmen. Insofern sehe ich jeden als Mittelpunkt seiner Welt, in der aber auch alle anderen, welchen er oder sie begegnet oder was sich ihm ins Blickfeld rückt eine relevante Rolle spielen und spielt.

Der Satz "Erkenne dich selbst", der nicht nur bei den Buddhisten wichtig ist, sondern auch schon in Delphi am Apollo Tempel stand, hat schon seinen Sinn, da du an dem, was du an dem dich umgebenden wahrnimmst, auch tatsächlich dich selbst erkennen kannst. Die Außenwelt kann als Spiegel deines Innenlebens wahrgenommen werden. Spannend wirds, wenn du das erkennst und durch den Spiegel gehst.

Sogenannte Synchronizitäten ergeben auch ihren Sinn, wenn du erstmal wahrnimmt, dass sie sich häufen, je näher du bei dir bist und man erkennt auch, wie sie sich je nach Befinden verändern. Insofern nehme ich die sog. materielle Realität eher als Illusion wahr, da sie sich nach meinem Befinden praktisch innerhalb meines Blickfeld ändert, je mehr ich mit mir im Einklang bin. Jedenfalls nehme ich das so wahr. Jmd. der ein rein wissenschaftliches Weltbild hat, wird dies aber sicherlich anders wahrnehmen. In seiner Welt gibts dann diese metaphysischen Phänomene wahrscheinlich nicht, er lebt dann quasi an dieser metaphysischen Welt vorbei, wenn man so will, während sein spiriteller Nachbar sich vielleicht mittendrin befindet.

Was den körperlichen Tod angeht...

Ich nehme selbst auch Fragmente und ein mich schon länger verfolgendes Traumata wahr, die zu meinen Erfahrungen in diesem Leben und meiner bisherigen Sozialisation nicht passen. Ich bekam da einige Hinweise aus dem Off, also von Personen denen ich in meinem Leben begegnete, forschte und kam sogar mal auf eine spezielle Person aus dem 17 Jahrhundert, die am Geburtstag meiner Mutter verhaftet und an meinem Geburtstag hingerichtet wurde. Da ich wie gesagt nicht an Zufall glaube, ging ich einfach nur mal interessehalber ihren Spuren nach, also begab mich mit meiner Partnerin an den Ort, an dem sie gelebt hat und hab geschaut ob ich was spüre. Natürlich hab ich was gespürt, aber das konnte auch nur deshalb sein, weil diese Geschichte während dem Trip eine Rolle spielte. Mehr Glauben oder Nichtglauben an ein Leben nach dem Tod hab ich bisher noch nicht.

Ich kenne selbst nur den Tod im Leben, also den Ichtod oder geistigen Tod, den ich schon mehrfach erfahren habe. An den Übergang nach einem körperlichen Tod erinnere ich mich nicht, daher weiß ich nicht, ob das alles so stimmt, wie es einem die alten Schriften vermitteln wollen. Ich verlass ich da eher auf die Erfarungen anderer und vertraue, dass sie schon die Wahrheit sagen. Von Buddhisten hörte ich, dass sie sich wundern sollen, dass wir uns nicht an vorherige Leben erinnern. Wenn sie das seltsam finden, vermute ich mal, dass sie sich dran erinnern und sie haben ja auch konkrete Vorgänge beschrieben, die sich während dem Übergang abspielen sollen in meinem Lieblingbuch (tibetanisches Totenbuch). Auch haben Freunde DMT als Droge probiert, welches als körpereigener Stoff auch während dem Sterben freigesetzt wird und ihre Nahtod-Erfahrungen sprechen auch für mehr als dieses biochemische Konstrukt. Ich habe auch einen Bezug zu meiner Uroma, die ich nicht mehr kennenlernte und einmal bildete ich mir ein, meine Uroma getroffen zu haben, die uns den Weg zu einer Kapelle in den Wald wies. Das war allerdings auch auf Trip und es kann auch nur eine alte Frau aus dem Dorf gewesen und der Rest Einbildung sein. Wir werdens spätestens sehen, wenns tatsächlich so weit ist, bis dahin bleibts spannend.
Zuletzt geändert von dissidentin am Fr 19. Aug 2016, 19:57, insgesamt 7-mal geändert.

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Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#35

Beitrag von Bjoern » Fr 19. Aug 2016, 19:46

Hallo Inzento,

Nur kurz - muss noch aufräumen.
Ich könnte zwar einfach einwerfen "Physiker haben sowieso ein Rad ab" (gehört zum Beruf), aber das läuft an der wirklich grundsätzlichen Feststellung vorbei, dass ein Forschungsbereich sich entweder letztlich auf die Physis/Materie und Ratio stützt, also intersubjektiv ist und wiederholbare Ergebnisse liefert oder eben nicht. So lange die Physiker mit ihren großen, teuren Spielzeugen (ja, es schwingt auch ein wenig Neid mit) nicht DVDs entwickeln (tolle Entwocklung, keine Frage, nur wenig magisch), sondern Tote beschwören, ist das eine recht deutliche Kante. Kann sein, dass die mal verschwimmt und diese Diskussion dann wirklich interessant wird, aber bis dahin kann die PR-Abteilung vom CERN irgendwelche neuen Teilchen, denen sie nachjagen, nennen, wie sie wollen. Sind immer noch nur Teilchen... Wellen... beides... halbtote Gottes-Strings oder so. Physik ist komplex aber nicht magisch.

Schöne Grüße!

Björn
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Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#36

Beitrag von Bjoern » Fr 19. Aug 2016, 19:56

Hallo Lakeisha,

Kurz und so...

Du hast gesehen, dass die 21 Gramm nur ein schlechter Mittelwert waren und das Ganze als nicht wissenschaftlich gilt? Ich mein, das hat zwar noch nie jemanden davon abgehalten, solche Fehlinformationen weiter zu verwenden, ich wollte nur darauf hinweisen...

Logik und so: ich gebe gerne zu, dass es Zusammenhänge gibt, die für mich zu komplex sind. Inzwischen dürfte ich zu alt sein und bin auf alle Fälle zu bequem, um beispielsweise Physik oder Mathe zu studieren. Ich kann auch damit leben, dass manches nicht logisch ist, nur mache ich das erst, wenn ich mit der Ratio-Pemme auf alle Fakten rumgehauen habe und noch was übrig bleibt. Habe hier nicht alle Fakten, kann ich also keine Aussage zu treffen.

Öhm... Zutreffen, Vorstellungen... aso! Jep, oder man ist einfach zu cool, um sich von irgendwas überraschen zu lassen. Das sind die Leute, deren Astralleib noch eine Sonnenbrille aufhat ;-)

Schöne Grüße!

Björn
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Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#37

Beitrag von Bjoern » Fr 19. Aug 2016, 20:10

Hallo Rotfuchs,

Kurzantwort.

Oh, mit Ethik hat die Feststellung gar nichts zu tun, dass der normale Wissenschaftler noch nie was von Popper und co gehört hat, das ist nochmal ein anderer Schuh. Wichtig, aber echt OT. Für die meisten im Wissenschaftsbetrieb ist es auch kein Sport, sondern schlicht ihr Job. Andere streichen Häuder an oder erstellen Webseiten, Wissenschaftler forschen. Zum Großteil Langeweile, wie in jedem anderen Job auch. Da gehört die Kategorie "Demut" genauso hin wie beim Kloputzen und der Börsenspekulation. Kann man machen, muss man aber nicht.

Jep, des mit den Gefühlen und der Logik. Mir geht es in RL-Gesprächen häufig so, dass mir meine Intuition ins Ohr schreit, dieses oder jenes Argument sei Käse, was mein Gegenüber gerade vorbringt und ich bin inzwischen auch so weit, zu wissen, dass ich spätestens nach einer NachtSchlaf auch logisch werde ableiten können, wo der Fehler lag, nur das bringt mir in dem Gespräch halt mal gar nix. Mit Geschichten ist das auch so eine Sache - zwischen dem ersten Mal, dass sie erzählt werden und dem x-ten Mal gewinnen sie häufig an Farbe und Detail und die Dine, die die Zuhörerschaft langweilen oder stören werden rausgelassen und am Ende hat man eine Geschichte, die sehr gut klingt und nicht mehr viel mit dem Original zu tun hat. Soweit ich weiß wird deshalb in der Geschichtsforschung auf Zeitzeugenaussagen eher verzichtet, wenn das Ereignis lang genug her ist. Das hindert natürlich das ZDF nicht daran, noch immer irgendwelche Tattergreise zum 2. Weltkrieg zu befragen aber macht dann doch nachdenklich gegenüber den Geschichten, die man erzählt bekommt und auch denen, die man erzählt.

Schöne Grüße!

Björn
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Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#38

Beitrag von Bjoern » Fr 19. Aug 2016, 20:33

Hallo Dissidentin,

Deine Posts lese ich immer mehrfach und bekomme dennoch nicht alles mit...
Joa, man kann Magie treiben, dann dreht man auch ein wenig am Rad des Schicksals oder Wahrscheinlichkeiten und das klappt mit Übung besser. Hm... ich glaube dennoch an ein chaotisches Hintergrundrauschen. Lustiger Weise eines mit roten Fäden. Jep, da ist meine Weltsicht etwas "neither-neither" ;-)

Ja, das Gegenüber ist immer ein wunderbarer Spiegel. Oder die Hölle oder so, je nach dem.

Soweit so gut. Wo ich dann allerdings nicht mehr zustimme ist, die physische Welt als Illusion zu betrachten. Ich gehe davon aus, dass sie ein Teilausschnitt der Realität ist. Und die Sache mit dem Tod zum Teil eben auch in den Ausschnitten stattfindet, die nicht völlig physisch sind.

Hm... was die Wiedergebursgeschichte angeht, so traue ich der Angelegenheit, wie sie gerne vermittelt wird nicht recht. Und das nicht erst, seit dem ich die Anthroposophenversion davon serviert bekommen habe, die meinem Erachten nach einfach extraschwerverdaulich ist. Zu unseren Vorfahren haben wir eventuell ein innigeres Verhältnis, als zu anderen Toten. Oder Tote hinterlassen Abdrücke in einer metaphysischen Matrix und als Lebender kommt mit diesen manchmal in Berührung? Je näher verwandt, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass das geschieht... und vielleicht sind diese Abdrücke auch noch mit Persönlichkeitsstrukturen und Interessen ausgestattet, die dem ehemaligen Träger entsprechen. Dann hätten wir auch Moden im Geistererleben. Alles nur Ansätze - die letzte Pilze sind schon viele Jahre her ;-)

Schöne Grüße!

Björn
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Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#39

Beitrag von dissidentin » Fr 26. Aug 2016, 03:22

Bjoern hat geschrieben:Hallo Dissidentin,

Deine Posts lese ich immer mehrfach und bekomme dennoch nicht alles mit...
ich versuch meine gedankengänge möglichst klar zu formulieren, wenn aber was unverständlich war, frag ruhig nach.
Bjoern hat geschrieben: Joa, man kann Magie treiben, dann dreht man auch ein wenig am Rad des Schicksals oder Wahrscheinlichkeiten und das klappt mit Übung besser. Hm... ich glaube dennoch an ein chaotisches Hintergrundrauschen. Lustiger Weise eines mit roten Fäden. Jep, da ist meine Weltsicht etwas "neither-neither" ;-)
da unterscheiden sich unsere weltbilder. zumindest manchmal.
ein chaotisches hintergrundrauschen kann ich in momenten, in welchen sich der sinn hinter dem chaos bemerkbar macht, nicht mehr wahrnehmen.
Ja, das Gegenüber ist immer ein wunderbarer Spiegel. Oder die Hölle oder so, je nach dem.
was verstehst du unter hölle?
Soweit so gut. Wo ich dann allerdings nicht mehr zustimme ist, die physische Welt als Illusion zu betrachten. Ich gehe davon aus, dass sie ein Teilausschnitt der Realität ist. Und die Sache mit dem Tod zum Teil eben auch in den Ausschnitten stattfindet, die nicht völlig physisch sind.
ich bin mir ?meiner/unserer? welt überhaupt nicht mehr sicher, eben weil mir die materielle basis abhanden gekommen ist. eine solche schafft ja nicht nur ketten und anhaftungen, sondern auch so etwas wie sicherheit, damit sich eben nicht emanationen einschleichen können, die verunsichern können. wissenschaftsmechaniker haben es da sicher einfacher. der geist schafft realität, nicht umgekehrt. so meine wahrnehmung. und den muss man erstmal im griff haben, flattert ja auch gern mal rum... :)

wie definierst du realität?

ich meine es gibt universelle prinzipien, die einem chaotischen universum widersprechen. jedenfalls nehm ich diese augenscheinliche objektivität subjektiv so wahr und auch andere beschreiben diese auf unterschiedliche art und weise, in verschiedenen sprachen quasi.

ich glaub jetzt zwar nicht, dass ein einzelner mensch die komplette vielfalt dieser welt überblicken kann, falls du die vielfalt mit chaos bezeichnest, aber zumindest kann er die ihn umgebenden ereignisse als sinnbezogen auf sehr persönliche art wahrnehmen, wenn er sich von angelernten interpretationen frei machen kann.

ich finde, diese angelernten bilder, wie man was zu interpretieren hat, sorgen überhaupt erstmal für das ganze chaos. macht sich ein mensch bilder, fixiert er praktisch manifestationen in seiner welt, die er nicht mehr so leicht los bekommt, es sei denn es kommen wieder stärkere bilder, die die alten bilder übertrumpfen (kollektiv gesehen ist die ablösung des religiösen weltbildes nach der aufklärung durch das wissenschaftliche ein gutes beispiel), aber es sind eben bilder ohne sicheren realitätsanspruch.

wir bekommen von klein auf weltbilder beigebracht, daher befinden wir uns in den ketten derselben, wenn man aber durch krankheit, unfall oder sonstwas unvermittelt einen bewusstseinszustand erfährt, in dem man einfach mal alles vergisst, was man gelernt hat, kann sich die welt durchaus so zeigen, wie ich es beschrieb. das kann zumindest die physischen ketten ein wenig lockern, auch wenn sich evtl. wieder neue bilder einstellen.
Hm... was die Wiedergebursgeschichte angeht, so traue ich der Angelegenheit, wie sie gerne vermittelt wird nicht recht. Und das nicht erst, seit dem ich die Anthroposophenversion davon serviert bekommen habe, die meinem Erachten nach einfach extraschwerverdaulich ist. Zu unseren Vorfahren haben wir eventuell ein innigeres Verhältnis, als zu anderen Toten. Oder Tote hinterlassen Abdrücke in einer metaphysischen Matrix und als Lebender kommt mit diesen manchmal in Berührung? Je näher verwandt, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass das geschieht... und vielleicht sind diese Abdrücke auch noch mit Persönlichkeitsstrukturen und Interessen ausgestattet, die dem ehemaligen Träger entsprechen. Dann hätten wir auch Moden im Geistererleben. Alles nur Ansätze - die letzte Pilze sind schon viele Jahre her ;-)

Schöne Grüße!

Björn
ja, das kann schon sein, also dass es auch nur so war, weil ein familiärer bezug da war und ich das so sehen wollte. bin mir da auch selber gar nicht wirklich sicher, ganz im gegensatz zu dem, was ich zu den fixierten weltbildern schrieb, da es sich da um etwas handelt, das ich schon zu oft erlebt hab und auch gezielt damit gearbeitet habe, als dass ich das noch als einbildung abtun könnte bzw. wenn es eine einbildung ist, ist sie immerhin so stark, dass sie mir viele möglichkeiten in meinem leben eröffnet hat, die ich für mich als kleine wunder interpretiere, über die ich nur noch staunen kann. befänden wir uns tatsächlich hauptsächlich in einer chaotischen-physischen welt, ist es umso faszinierender, wie geordnet und sinnbezogen auf das leben eines einzelnen kleinen menschen, quasi winziges staubkorn, ein so riesiges physisches gebilde wie das universum reagieren kann.

ich finde, es spricht zu viel dagegen, dass es vorbei ist, wenn man stirbt, es sei denn man würde eine vielzahl an seltsamen "zufällen" als einbildung abhaken, die personen beim eintreten des todes nahestehender oder anderer mitmenschen erlebt haben.

bei mir ist es auch schon jahre her, dass ich auf trip war. 16 jahre, um genau zu sein, weil ich meine letzten im milleniumjahr nahm, die aber auch die eindrucksvollsten waren. pilze konsumiere ich noch ab und an, letztes jahr im sommer zuletzt, aber nur in ganz geringen dosen, die eher subtil wirken und ich nutze sie dann auch gezielt für meine persönliche bewusstseinserweiterung.

dissidentin

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#40

Beitrag von dissidentin » Fr 26. Aug 2016, 12:56

ich find, dass er nen ganz guten ausdruck dafür gefunden hat...

https://www.youtube.com/watch?v=K4alFKmjBvg

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