Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

Benutzeravatar
Lakeisha
Beiträge: 1918
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:45
Benutzertitel: Tierflüsterin
Wohnort: GL

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#11

Beitrag von Lakeisha » Di 16. Aug 2016, 12:34

Hallo Ihr Lieben,

möchte ein paar Gedanken einwerfen, die mir zu dem Thema kommen:

Die alten Ägypter haben die Innereien entnommen und in Kanopen aufbewahrt... Körper einbalsamiert und Grabbeigaben gemacht - sie glaubten schon an ein Leben nach dem Tod....

In den frühesten Forschungen hinsichtlich des Todes und der toten Körper hat man erforscht, daß der Körper direkt nach dem Tod (gerade erst verstorben) um eine bestimmte Grammzahl leichter ist - und das ist bei allen gleich.... (wer erinnert sich an den Film Medicus???)

Wie erklärt man sich, daß Menschen von Nahtoderfahrungen erzählen oder von Außerkörperlichen Wahrnehmungen beispielsweise bei OPs?

Wie erklärt man Kontaktaufnahmen zu Verstorbenen (jetzt mal egal, welche Hilfsmittel oder wasauchimmer man dabei zu Rate zieht oder auch nicht)?

Meinereiner glaubt ganz feste an ein Leben nach dem Tod, auch daran, daß ich mir nahe stehende Tiere, Menschen etc. wiedersehe. Ebenso glaube ich an Reinkarnation.

Vermutlich muß jeder seine eigene "Wahrheit" zu dem Thema finden.
Eben weil es so viele unterschiedliche Meinungen und Religionen gibt, aus welchen einige Meinungen resultieren, denke ich, daß man vieles glauben kann, solange es für einen selbst logisch klingt.

Ganz lieben Gruß,
blessed be,
Lakeisha
Carpe diem & noctem.
Morgengymnastik:
Mit dem richtigen Fuß aufstehen, Fenster seiner Seele öffnen; vor allem was lebt verbeugen; Gesicht der Sonne zuwenden; paar Mal über den eigenen Schatten springen; sich gesund lachen.
Und: :kaffee: ;)

Benutzeravatar
Hagezorn
Beiträge: 469
Registriert: Mo 29. Feb 2016, 17:45

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#12

Beitrag von Hagezorn » Di 16. Aug 2016, 12:50

http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... enche.html
interessanter Artikel.
„Er ist weder einbalsamiert noch mumifiziert“, sagte Alexander Chatschaturow,
der in einer ZDF-Dokumentation als Leiter der Moskauer Chemisch-Technischen Universität vorgestellt wurde.
„Er hat weiche Haut, die dem Druck nachgibt.
Die Gelenke sind elastisch.
Er reagiert auf die Umgebung, nicht schnell, aber er reagiert.
Ab und zu macht er den Mund auf, ab und zu die Augen.“
Sein Blut sei geleeartig, sein Gewebe ähnele dem lebender Menschen. „Wenn ein System von sich aus aktiv ist, dann kann man sagen: Es ist lebendig“, sagte Chatschaturow. „Es ist eine Existenzform, von der wir nichts wissen, aber es ist lebendig.“ – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/3064332 ©2016
http://www.berliner-zeitung.de/wissen/m ... ms-3064332
Wer uns Denken erspart, erspart uns Schmerzen, wie ein Arzt, oder ein Drogenhändler.
Dushan Wegner

Benutzeravatar
izento
Beiträge: 1459
Registriert: Di 12. Apr 2016, 20:05
Benutzertitel: Der Meister
Wohnort: bei Herne und im Wald

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#13

Beitrag von izento » Di 16. Aug 2016, 14:22

Bjoern hat geschrieben:... es ginge alles viel einfacher und eleganter, wenn ich nicht Erfahrungen gemacht hätte, die mich eben an der rein materiellen Natur der Realtiät zwiefeln ließen.
Was hängt ihr euch alle soviel an die Materie?
Wir wissen doch inzwischen, daß die (baryonische) Materie gerade mal ca. 5% des Universums ausmacht. Die völlig unerforschte "dunkle Energie" hingegen nimmt ca. 70% ein.
Das sollte inzwischen jedem "materialistischen Nihilisten" den Wind aus den Segeln genommen haben. Ein "Nichts" gibt es nicht.

Ich habe ein paar Nahtod und "Death-Fear"-Erfahrungen hinter mir, die mir auch gezeigt haben, daß da mehr ist als nur Materie und das Nichts.
Als "spiritueller Atheist" brauche ich allerdings auch keinen Gott/Götter um mir Erklärungen für das Unerklärliche zu basteln. Die Metaphysik und die moderne Astro-und Quantenphysik bieten da deutlich pragmatischere Ansätze.
Für Interessierte hätte ich da als Buchempfehlung von Lothar Schäfer: Versteckte Wirklichkeit: Wie uns die Quantenphysik zur Transzendenz führt
Es gibt zwar einige, die daraus wiederum eine "Göttlichkeit" ableiten wollen (z.B. hier). Für mich ist das aber eher wieder eine Flucht in die alte christliche Sozialisation, als eine Erklärung für die Zusammenhänge.

Das Leben und der Tod sind in Prinzip nur zwei verschiedene Zustände unseres Daseins, die sich darin unterscheiden, daß im "Leben" die Energie "Spirit" an den fleischlichen Körper und sein "Unterbewusstsein" (biologische Software) gebunden ist. Die Art dieser Bindung und der Grund dafür wird aber noch Anlass zu längeren Diskussionen bieten.
Wenn man aber nun annimmt, daß nicht nur "lebende" Materie (Tiere, Pflanzen), sondern auch "tote" Materie (Steine, Luft, Vakuum) beseelt ist, ist alles irgendwie miteinander verbunden und ergibt nur so für mich einen Sinn.

Die ist nur ein sehr kurzer Abriss eines sehr komplexen Themas, über das man ganze Bücher(regale) schreiben kann.

dunkle Grüsse
izento
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
Follow your dreams and be TRUE to yourself.
Der alte Narr sagt: Ich bin ein alter Weiser. Der alte Weise sagt: Ich bin ein alter Narr.

Benutzeravatar
Bjoern
Beiträge: 24
Registriert: Fr 10. Jun 2016, 18:31
Wohnort: Ebersbach an der Fils

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#14

Beitrag von Bjoern » Di 16. Aug 2016, 23:19

Hallo izento,

genau der Teil "Die Art dieser Bindung und der Grund dafür wird aber noch Anlass zu längeren Diskussionen bieten." ist der, der mich interessiert. Also: wie funktionierts und was soll das Ganze? Das Übliche also ;-)

Is' zwar schon dunkel, trotzdem ganz normale Grüße von mir!
Björn
KALLISTI

Benutzeravatar
Bjoern
Beiträge: 24
Registriert: Fr 10. Jun 2016, 18:31
Wohnort: Ebersbach an der Fils

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#15

Beitrag von Bjoern » Di 16. Aug 2016, 23:22

Hallo Hagezorn,

ja das ist ja mal interessant! Wenn man aber den Mönchen glauben schenkt, off topic - er ist ja noch gar nicht tot. Den fiesesten Teil an der Geschichte finde ich die 45 Jahre Verspätung, mit der sie ihn wieder ausgebuddelt haben...

Dankeschön!

Björn
KALLISTI

Benutzeravatar
Bjoern
Beiträge: 24
Registriert: Fr 10. Jun 2016, 18:31
Wohnort: Ebersbach an der Fils

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#16

Beitrag von Bjoern » Di 16. Aug 2016, 23:50

Hallo Lakeisha,

danke für den Beitrag! Wegen der 21 Gramm: https://de.wikipedia.org/wiki/Duncan_MacDougall (gut, dass Du sie aufgebracht hast, ich wollte schon immer mal nachrecherchieren, hab's dann aber immer vergessen)
So, und jetzt zum Leben nach dem Tod: mir ist völlig klar, dass wir nicht alles verstehen können und auch nicht alles kommunizieren, aber da ich mit einem Verstand rumlaufe und mich mit anderen über einige Dinge eben doch austauschen kann, finde ich es interessant, die verschiedenen Vorstellungen, die wir so vom Nachtod haben abzuklopfen. Wenn ich mit Toten in Kontakt treten kann, schließt das nicht gleichzeitig aus, dass eben diese Toten reinkarniert sind? (bzw: dann geht das relativ einfach, man nennt das dann 'reden' ;-)) Das Wiedersehen von Verblichenen nach dem eigenen Tod setzt voraus, dass man sich an einem wie auch immer gestalteten Ort trifft und wieder: niemand vorher reinkarniert ist.
Viele - ich bin nur Biologe und will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, doch ich behaupte mal: alle Kulturen gehen auf besondere Weise mit ihren Toten um. Die meisten mit einer bestimmten Nachtodesvorstellung im Hinterkopf. Nur das geht von der Mummifizierung für die Reichen und Schönen bis zum rituellen Fraß für die Geier für alle (Zoaster), mit allen Abstufungen und Varianten und mit sehr unterschiedlichen Ideen, die sich auch mal gegenseitig ausschließen. Was mache ich denn damit? Akzeptieren, dass "alle Menschen sagen, irgendetwas passiert nach dem Sterben, also wird es schon stimmen" oder ich schließe daraus "In der gesamten Menschheitsgeschichte wurden alle Modelle durchgespielt, keines war erfolgreicher als die anderen, darum gibt es kein Leben nach dem Tod" Beides logische Schlussfolgerungen.
Hm,"Vermutlich muß jeder seine eigene "Wahrheit" zu dem Thema finden." nu, nicht mal das - man kann das Thema auch einfach komplett ignorieren und sich überraschen lassen. Nachdem es eine derartig große Anzahl von Möglichkeiten gibt und es recht wahrscheinlich scheint, dass die Realität einige Versatzstücke aus den Bereichen 'nicht verstehbar' und 'nicht kommunizierbar' und wohlmöglich 'WTF?!' besitzt, werden wir wohl allesamt überrascht sein, da unsere Vorstellungen gar nicht zutreffen können.

Dir noch alles Gute!

Björn
KALLISTI

Benutzeravatar
Bjoern
Beiträge: 24
Registriert: Fr 10. Jun 2016, 18:31
Wohnort: Ebersbach an der Fils

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#17

Beitrag von Bjoern » Mi 17. Aug 2016, 00:15

Hallo Vala Sive,

danke für Deinen Beitrag.
Wenn man sich über Dinge unterhält, finde ich es immer ganz gut, den Verstand dabei mitlaufen zu lassen. Das hilft dann auch dabei, Informationen zu kommunizieren. Es scheint eine interessante Idee zu sein, das Leben nach dem Tod zu erfühlen, aber ohne weitere Ausführungen fiele mir dafür nur eine recht entgültige Methode ein und die hat noch Zeit. Ausführungen eventuell?
Es ist die Frage, _ob_ es aus dieser noch andere Dimensionen gibt und ob Ahnen (im geisterhaften Sinn) und Götter und co tatsächlich real sind. Genau darum geht das Gespräch.
Das Gedöns mit Raum und Zeit - wo ist bitteschön ein Funken eines Nachweises, dass es nach dem Tod außerhalb von Raum und Zeit weitergeht? Wenn die Sache mit den Geisterahnen stimmt, ist das einigermaßen ortsgebunden, wenn die Sache mit der Reinkarnation stimmt, dann ist das im gleichen Zeitlauf, dem wir ständig ausgesetzt sind. Wenn das alles nicht zutrifft, dann wird es spannend, wie wir uns darüber unterhalten.
Eine Milliontausend ist übrigens eine Milliarde.
Bitte stelle den Zusammenhang zwischen Deinem Seelenmodell und Geburt und Tot her.
Das mit dem bisschen verwirren... aus irgendeinem Grund habe ich Dein Post gelesen und hatte ständig eine völlig zugekiffte weibliche Stimme dazu im Ohr. Vergib mir, wenn ich Dir da unrecht tue.
Darüber reden kann Antworten bringen oder wenigstens Denkansätze, neue Informationen, neue Techniken (eventuell Nachtodfühlen - wie auch immer?) eben Austausch. Dafür ist ja so ein Forum da und - so nehme ich an - deshalb hast Du auch hier geschrieben?

Danke für den Buchtipp.

Und noch eine schöne Zeit!

Björn
KALLISTI

Knufflon
Beiträge: 461
Registriert: Mi 3. Jul 2013, 12:16
Benutzertitel: Dr. Sun
Wohnort: der Göttin sei dank woanders als vorher!

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#18

Beitrag von Knufflon » Mi 17. Aug 2016, 07:54

Hallo wieder!

Ich glaube, dass unsere Trennung zwischen etwas geistigem und etwas körperlichem insofern ein unsinniges Konstrukt ist, als dass alles, was existiert, mit dem Urknall geboren wurde, vielleicht nicht zum ersten Mal, Stichwort Multiversum. Meiner damit kohärenten Auffassung nach ist das, was wir beseelt nennen, Grundeigenschaft jeder Materie, die sich mit höherer Entwicklung der biologischen Formen komplexer ausdrücken kann. Bis eines Tages wir intelligente Tiere da stehen und bemerken, dass wir reflektierend denken können und uns Gedanken machen können über Dinge, die vor unserem beziehungsweise nach unserem Erleben des jetzigen Momentes stattfinden.

Ich denke auch, dass die Essenzen der Personen, die vor uns gegangen sind, und mit denen wir unter Umständen Kontakt aufnehmen können, nicht identisch sind mit der Seele dieser jeweiligen Personen. So gesehen kann ich durchaus Kontakt zu meinem Vater aufnehmen, aber da die Seele etwas unendlich viel größeres ist als das, was zu seiner Lebzeit sein sozusagen geistiger Anteil war, kann es schon sein, dass diese Seele schon wieder eine inkarnative Erfahrung in einer anderen Zeit und in einem anderen Körper macht, und ich trotzdem mit dem Teil, der einmal mein Vater war, Kontakt aufnehmen kann. Wenn man das zu Ende denkt, sind wir letztlich alle eins.

Du schreibst, dass das geistige nie einen Raum eingenommen haben kann, sonst wären Leichen messbar kleiner oder leichter. Das stimmt nicht, denn zum Beispiel Magnetfelder nehmen auch für eine gewisse Zeit einen gewissen Raum ein, ohne dass nach ihrem zusammenbrechen etwas kleiner oder leichter geworden ist. In diesem Sinne ist das, was wir hier als das geistige bezeichnen, am ehesten eine weniger als das materielle verdichtete Energieform.

Nach der speziellen Relativitätstheorie sind Zeit und Raum übrigens doch untrennbar miteinander verknüpft und entstanden zusammen mit den anderen Dimensionen mit dem Urknall.

Grüße von Oliver
Love as thou wilt.

As a son of night and day, I am gray

Meine Foto-Homepage: https://www.flickr.com/photos/goldtop57/

Benutzeravatar
Vala Sive
Beiträge: 149
Registriert: Sa 23. Jan 2016, 19:24
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#19

Beitrag von Vala Sive » Mi 17. Aug 2016, 10:59

Bjoern hat geschrieben: Es ist die Frage, _ob_ es aus dieser noch andere Dimensionen gibt und ob Ahnen (im geisterhaften Sinn) und Götter und co tatsächlich real sind. Genau darum geht das Gespräch.
Das Gedöns mit Raum und Zeit - wo ist bitteschön ein Funken eines Nachweises, dass es nach dem Tod außerhalb von Raum und Zeit weitergeht?
Eine Milliontausend ist übrigens eine Milliarde.
Eine zugekiffte Stimme...? Wie soll ich das nun verstehen? :(

Es tut mir leid, aber ich glaube, wenn du einen konkreten Beweis willst, dann kannst du lange suchen. Es ist gerade der Verstand, der dir da im Weg steht. Ich könnte dir nicht mit ellenlangen Absätzen irgendwas beweisen, dass du eh nicht glaubst. Oder nur glauben möchtest. Das meinte ich auch mit fühlen. Ich bin keine begabte Lehrerin, ich denke nur, dass eine gefühlte Lösung dir mehr bringen würde. Und wie man das tut, fühlen, das weißt du ja hoffentlich. ;)

Gut, dann eben eine Tausendmillionzig Sachen. :shocked: :aufkopf:

Benutzeravatar
Rotfuchs
Beiträge: 378
Registriert: Do 14. Apr 2016, 23:05
Benutzertitel: Streuner
Wohnort: Marburg

Re: Und nach dem Tod. ...? (Achtung - lang)

#20

Beitrag von Rotfuchs » Mi 17. Aug 2016, 12:44

Hallo Björn,

ich hab mich dagegen entschieden einzelne Passagen zu zitieren, dann bleiben meine Gedanken besser lesbar und der Text zusammenhängender.

1. Zuerst einmal will ich dir danken für deine Aussagen zu "Himmel/Walhalla/Elysische Felder" etc. finde ich auch nicht unbedingt brauchbar.
Das klingt mir zu sehr nach Wunschvorstellungen von Individuen und Kulturen die durch schwere Zeiten gehen mussten und diese Bilder als Lichtblick für eine schönere Zeit gebraucht haben um weiterleben zu können.

Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen dass solche Paradiesvorstellungen nur sinnbildlich zu verstehen sind. Also dass entweder dieser paradiesische Zustand ein Geisteszustand ist den man nur im Hier-und-Jetzt-Zustand erreichen kann. Also bspw. die totale Ausgeglichenheit der Gefühle und die absolute Akzeptanz der Gegenwärtigen eigenen Lage.
Oder um von der anderen Seite zu argumentieren: Vergleicht man bspw. die mittelalterlichen Ideen von der christlichen Hölle; also Flammen, Lava, Schwefel, Schmerz und Qual etc. dann kommt das doch einer künstlerischen Darstellung von Wut- und Hassgefühlswelten relativ nahe? Man kennt doch das Gefühl "vor Wut zu kochen" oder dass einem etwas sauer aufstößt, dass jemand ein totaler Hitzkopf ist. Mir drängt sich der Gedanke auf dass viele Menschen diese Darstellung einen Tick zu wörtlich nehmen.

Eine andere Sichtweise wäre dass die Bilder von Walhalla eben auch nur Sinnbilder sind und nicht bedeuten "genau so weiter zu machen wie vorher nur in einer besseren Umgebung, ohne die negativen Aspekte".
Gehen wir davon aus dass es wirklich Götter gibt die uns nach unserem kleinen Leben auf der Erde mit einem Paradies belohnen.. warum sollte der Gott dann dem Umweg über einen "Spielplatz" mit Flüssen aus Met gehen, wenn er uns auch die höchsten aller Glücksgefühle "einfach so" ermöglichen kann, ohne die ganzen Umwege über bunte Wiesen, unsere Ahnen und 3000 Jungfrauen etc?

2. Zum Thema "Sterben und Vergehen"
Logischerweise kann unser Körper ja nicht vergehen. Genau genommen haben wir ja sowieso niemals einen fixen Körper, der ist ja immer im "werden". Wir bauen jeden Tag neue Teile davon auf und andere ab.
Und wenn wir eben Tod sind, dann baut sich der ganze Organismus eben ab. Völlig egal ob durch Mikroorganismen, Tieren, Verbrennung etc. es ist uns Menschen ja bisher nicht untergekommen dass Materie einfach so verschwindet.

Aber das klärt ja auch nicht die Frage was mit dem Geist/der Seele nach dem Tod passiert. Diesbezüglich halte ich es aber für Irrsinn dann von den berühmten 21g zu sprechen die die Seele wiegen soll. Generell ist es auch nicht einmal wirklich wissenschaftlich so materialistisch an die Thematik heran zu gehen. Wir haben einfach (noch) keine Methoden um diese Art des Seins messbar/sichtbar/etc. zu machen.
(Da fand ich den vergleich mit dem Magnetfeld auch sehr anschaulich - auch wenn wir diese Messen können)

Da können wir noch so viel über Ideen wie Quanten, parallele Welten und den Urknall reden (die by-the-way auch nur Ideen sind und keineswegs Tatsachen). Ich finde Vala Sives Aussage gar nicht so verkehrt. Wenn wir zu Lebzeiten überhaupt irgendwas über das Nachleben erfahren können, dann aller höchstens über das fühlen.

Denn diese ganze Diskussion über das "Leib-Seele-Problem" (Wo ist die Verbindung zwischen Körper und Geist? Gibt es beides Überhaupt? Ist beides eins?) Ist schon unglaublich alt, und annähernd die Hälfte aller Philosophen hat sich schon damit beschäftigt ohne dass es zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen wäre. Das hat mit der klassischen Formulierung von Descartes angefangen und hat dann zu ganz vielen verschiedenen Theorien geführt
(falls es jmd. interessiert hier ist eine kleine Übersicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Philosoph ... le-Problem)
Bjoern hat geschrieben: Ist Euch die Frage, was nach dem Tod geschieht, schon begegnet und was für Gedanken/Eindrücke/Gefühle habt Ihr dazu gehabt? Irgendwelche brillanten Lösungen? Weitere Grundmodelle, die vollkommen unter den Tisch habe fallen lassen, die aber total hilfreich sind?
Brilliant leider nicht, sonst wäre ich schon dabei ein dickes Buch darüber zu schreiben.. :-)

Aber ganz prinzipiell habe ich das Gefühl dass die Frage einfach zu beantworten wären wenn sich die Leute erst einmal Gedanken über ihr Weltbild machen würden. Kaum eine denkt darüber nach dass schon unsere Grundannahmen keine gesicherten Erkenntnisse sind. Wir wissen kaum etwas über die Welt in der wir leben (wissenschaftlich gesehen).

Trotzdem habe ich das Gefühl dass ein Großteil der Leute glaubt dass die Welt komplett entzaubert/erklärt ist und wir nur noch weitere "Nachkommastellen" ausrechnen müssen. Das ist aber bei weitem nicht der Fall. Der Materialismus (und damit z.b. die Rückführung von allen (Daseins) Fragen auf die Naturwissenschaften) ist eine philosophische Position die man gehen kann, aber auf keinen Fall gesicherte Wahrheit!

z.b. der Übergang von neuronalen Zuständen zu Erlebniszuständen ist keineswegs offensichtlich. Stichwort Qualia-Problem. Damit ist die Frage immernoch komplett offen was eigentlich Bewusstsein ist, wo es entsteht und was ggf. damit passiert wenn das Gehirn "weg" ist.

Somit komme ich wieder zu dem Schluss dass wir nur über Erfahrung und Beobachtung vielleicht der Frage näher kommen können was nach dem Tod passiert. Aber schon simple Logik schließt ja bestimmte Jenseits- und Reinkarnationsvorstellungen aus. Ohne zu behaupten dass es sowas nicht gibt!

Schönen Nachmittag noch!
:liebegrüße:
"If the fool would persist in his folly he would become wise. "

Antworten