Grundsätzliches zum christlichen Glauben

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Schneewoelfin
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#131

Beitrag von Schneewoelfin » Di 23. Mai 2017, 15:51

@ simon magus: wenn Du ein Post von mir zitierst, den ich zwar in diesem Thread gepostet habe, aber in einem anderem Kontext, dann bitte nicht aus selbigem reissen. Danke!
in dem Post aus dem Du zitiert hast, geht nämlich klar hervor, dass ich mich nämlich auf die Kirche bezog und ja, Jesus war nunmal Jude und Petrus, der den Verein gegründet hat auch - sollen wir jetzt anfangen wie die Amis?
als ich in der Schule Englisch hatte, durfte man nicht "black" people sagen, sondern "colored", dann war "colored" verpönt und "afro-americans" in uswusw ....
ich persönlich finde das übertrieben, und jede/r der mich kennt, weiß dass ich mit Diskriminierungen jeglicher Art nix am Hut habe, ich bin da völlig anders sozialisiert:
mein Großvater riskierte sein Leben, als er in seiner Mühle Juden (und andere Verfolgte) vor den Nazis versteckte - oder muss ich jetzt schreiben "Menschen mit nahöstlichem Migrationshintergrund und monotheistischer Weltanschauung" - nur wie unterscheide ich dann zwischen Muslimen und .... Juden *hach* :girlie-gfk:

Nur weil ich (hier im Forum) erwähnte, dass ich mal mit Sufis unterwegs war und mein Habibi Ägypter ist, oder mag es auch einen anderen Grund haben, empfinde ich es als unsachlich, eine ironische Äusserung in Richtung Antisemitismus zu schieben !

Dann hatte ich auch geschrieben, dass das Koranzitat mir von 5 des Hocharabischen mächtigen Menschen so übersetzt wurde, Du schreibst ich hätte wohl eine falsche Übersetzung - schade, dass Du meinen Post doppelt falsch interpretiert hast .....

ich habe den einen Sufi Sheikh angeschrieben, wegen einer Erklärung zur korrekten Übersetzung des Zitates und hoffe, er antwortet mir, dann werde ich das noch posten

LG Schnee
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izento
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#132

Beitrag von izento » Di 23. Mai 2017, 15:57

Stadteule hat geschrieben:
Di 23. Mai 2017, 13:40
izento hat geschrieben:
Di 23. Mai 2017, 12:28
Sich von der christlichen Kirche "gefangen" zu fühlen, halte ich für ein jeweils persönlich hausgemachtes "Problem".
Das ist kein persönliches, sondern ein gesellschaftliches Problem.
Das fängt schon bei der "Leitkultur" an:
Kirchliche Feiertage prägen den Rhythmus unserer Jahre. Kirchtürme prägen unsere Landschaft. Unser Land ist christlich geprägt.
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Inter ... -bild.html
Versuch' einfach mal zum Julfest/Mittwinter frei zu bekommen und dafür an Weihnachten arbeiten zu gehen.
Versuch' dich mal gegen das frühmorgentliche, sonntägliche Gebimmel der nahen Kirche zu wehren, das dich an deinem freien Tag aus dem Bett wirft.
(Bei Muezzin-Rufen hast du deutlich bessere Chancen!)

Was hat das jetzt mit dem Gefühl der "Gefangenheit" zu tun?
Wie schon erwähnt (aber leider gelöscht) bleibst du als Katholikin nach Kirchenrecht immer Katholikin, es sei denn du konvertierst zu einer anderen anerkannten Religion.
Für mich ist das eine Beschränkung meiner persönlichen Freiheit.

Und da eine "Kirche" und "christliche Politiker" unser Land prägen, wirst du mit einem anderen als einem abrahamitischen Glaubensbekenntnis immer in deiner Freiheit beschränkt werden. Das fängt schon damit an, daß du als "konfessionslos" gilst, obwohl du vielleicht initiierte Wicce bist.

Aber wenn dich diese Dinge nicht stören, so brauchen wir garnicht weiter darüber zu reden.

PS. Und pass auf, daß wenn du skyclad im Wald ein Ritual abhälst, du nicht wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses angezeigt wirst.
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
Follow your dreams and be TRUE to yourself.
Der alte Narr sagt: Ich bin ein alter Weiser. Der alte Weise sagt: Ich bin ein alter Narr.

simon magus

Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#133

Beitrag von simon magus » Di 23. Mai 2017, 16:01

@ schneewoelfin
Inwiefern hat die Tatsache, dass Petrus Jude war, etwas mit den Dingen zu tun, die Du an da an der katholischen Kirche kritisierst?
"Nahöstlicher Migrationshintergrund"... oh Mann, die Juden leben seit der Antike in Europa, hier in Bayern gab es jüdische Gemeinden, als noch die Römer das Land regierten. Spricht man da wirklich von "Migrationshintergrund"?
Glaub mir, Deine Freundschaft mit Muslimen war nicht der Grund, Deine Äußerung dahingehend zu verstehen. Es war Deine Äußerung.
Lies meine Post nochmal aufmerksam: ich habe in erster Linie den arabischen Text der Sure berichtigt. Da steht nunmal lakum ("Euch") anstatt *La ("Nicht").

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#134

Beitrag von Schneewoelfin » Di 23. Mai 2017, 16:03

PS: in meiner Interpretation meint die Bibel mit "auserwähltem Volk" diejenigen, die damals einem initiatorischen Weg folgten - das ist natürlich genausowenig historisch beweisbar, wie die Bibel auch wenige historische Fakten bietet - von daher gesehen ist es für mich, als Nichtchristin gleichwertig und wie gesagt meine persönliche Meinung.
tue sie hier nur deswegen kund, um Fehltinterpretationen meines vorangegangenen Posts zu klären
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#135

Beitrag von Schneewoelfin » Di 23. Mai 2017, 16:07

simon magus hat geschrieben:
Di 23. Mai 2017, 16:01
@ schneewoelfin
Inwiefern hat die Tatsache, dass Petrus Jude war, etwas mit den Dingen zu tun, die Du an da an der katholischen Kirche kritisierst?


weil ich "jüdischer Fischerverein" schrieb, weil der Verein von einem Juden gegründet wurde.
Stösst sich irgendjemand vllt daran, wenn man sagt: "der deutsche Fussballverein"?
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simon magus

Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#136

Beitrag von simon magus » Di 23. Mai 2017, 16:12

Schnee - hast D eigentlich mal Studien zum Wesen bestimmter Formen der Ausgrenzung etc. gelesen?
Tatsächlich kann durch das das Verknüpfen nicht zur Problematik tatsächlich gehöriger Umstände (also z.B. die Verknüpfung der Schattenseiten der Kirchen mit ihrer unendlich fernen Herkunft von einem Religionsstifter, der zufällig Jude war) eine potentiell gefährliche Situation aufgebaut werden.
Ich will es Dir mal erklären:
Angenommen, ein Mann stiehlt. Dann ist er ein Dieb. Zufällig ist dieser Mann der Enkelsohn eines Ägypters. Stehst dann im Zeitungsbericht, "Enkel eines Ägypters stiehlt", wäre das eine durchaus unzulässige Verknüpfung, die sich beim Leser dieser Nachricht herstellt. Denn dann würde der Eindruck entstehen, der Mann habe gestohlen aufgrund der Tatsache, dass sein Großvater Ägypter war.

Und die frühe Kirche war ja kein "jüdischer Fischherverein" im Sinne des "deutschen Fußballvereins". Also besteht sehr wohl ein Unterschied in der Benutzung beider Ausdrücke, so wie Du damit leider die Verknüpfung herstellst.

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#137

Beitrag von Schneewoelfin » Di 23. Mai 2017, 16:35

Nein simon, ich beziehe mein Wissen zum Thema Ausgrenzung nicht aus Büchern, sondern aus jahrelanger Praxis durch Arbeit, Freunde und meine Sozialisierung

wenn so ein Diskriminierungs Theoretiker hören würde, wie es während einer Schicht mit zB 5 Nationalitäten/Weltanschauungen abgeht :umfall: , er würde wahrscheinlich von seinen Theorien abfallen :rofl: um das mal etwas anschaulicher zu machen:
- die meisten Türkenwitze kenne ich von meinem türkischen Exmann ;)
- ein maximalpigmentierter Kongolese und ich hatten des Öfteren eine Unterhaltung, die ungefähr so verlief:
er: Frau S...., Du diskriminierst mich!!! Du sagst, ich bin schwarz!!!"
ich: "Em...., soll ich einen Termin beim Augenarzt oder Psychotherapeuten für Sie machen????"
er: "Wieso ....?"
ich: "Entweder sind Sie farbenblind, weil Sie nicht schwarz, sondern dunkelbraun sind oder Sie denken, Sie seien schwarz und da Sie es nicht sind, bilden Sie es sich ein - also Psycho Onkel!"

oder wenn es auf der Arbeit dauert, bis eine Bestellung aus der Küche kommt:
Servicemitarbeiter ( zB aus Afghanistan): "Wo bleibt.....? ist noch in Bangkok und wartet aus sein Visum....?"
Küchenmitarbeiter (zB aus Thailand): "ja, ist noch in Bangkok, hat kein Visum bekommen"

entweder man hat eine ausgrenzende Haltung oder nicht.
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simon magus

Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#138

Beitrag von simon magus » Di 23. Mai 2017, 16:49

Nun, Schneewoelfin, ich beziehe mein Wissen zum Thema Ausgrenzung ebenfalls nicht nur aus Büchern, sondern auch aus bitterer Erfahrung. Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Ich wundere mich immer wieder, wieso manche Leute da immer ein Entweder-Oder-Denken haben.
Die Situationen, die Du beschreibst, kenne ich, aber glaub mir: ES GIBT DEFINITIV EINEN UNTERSCHIED, OB MAN SOLCHE BEMERKUNGEN SELBST MACHT ODER OB ANDERE SIE MACHEN.
Und Deine Ehemann und Deine Freunde mögen Dir das durchgehen lassen (und auch da wette ich, dass sie das nicht lustig fänden, wenn Du so etwas im falschen Kontext machst), weil sie Dich kennen.
Hier im Netz kennen Dich manche vielleicht nicht, und nach den Bemerkungen von Dir könntest Du feststellen, dass Dich manche auch gar nicht mehr kennenlernen wollen.

Ich habe ebenfalls Freunde und Verwandte aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Und glaub mir: Auch und gerade wenn Du solche Bemerkungen über die Diskriminierung, die Du erfährst, selbst machst, schwingt da sehr viel Bitterkeit mit. Aber mit Deiner durch Arbeit, Freunde und Sozialisierung erworbenen enormen Sozialkompetenz weißt Du das ja vermutlich selbst.
Warum dann also Leuten weh tun?
Es läuft im interkulturellen Umgang eben nicht immer wie im Schneellrestaurant in der Schicht. Ich kenne Menschen aus der Oberschicht aus Ländern der sog. dritten und zweiten Welt, die sehr empfindlich auf solche Dialoge reagieren würden.

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#139

Beitrag von Schneewoelfin » Di 23. Mai 2017, 17:31

simon magus hat geschrieben:
Di 23. Mai 2017, 16:49
Es läuft im interkulturellen Umgang eben nicht immer wie im Schneellrestaurant in der Schicht.
ach, echt jetzt :lach:
simon magus hat geschrieben:
Di 23. Mai 2017, 16:49
Ich kenne Menschen aus der Oberschicht aus Ländern der sog. dritten und zweiten Welt, die sehr empfindlich auf solche Dialoge reagieren würden.
und das ist kein Standesdünkel..... ? Menschen in Klassen zu unterteilen ist ok, ja und nicht diskriminierend? dachte, Kasten gäbe es nur noch im Hinduismus....

also Deiner Meinung nach ist es antisemitisch "jüdischer Fischerverein" zu schreiben, aber Menschen in "Ober-" und dann daraus folgend "Unterschicht" einzuteilen, ist ok :girlie-oh-my-god:

schon klar dass diejenigen, die sich besser als andere wähnen ("Ober"schicht) darauf empfindlicher reagieren, als diejenigen für die sowieso alle Menschen gleich sind
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simon magus

Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#140

Beitrag von simon magus » Di 23. Mai 2017, 18:07

Schneewoelfin:

???

Du hast Dir darin gefallen, Dich als hemdsärmlige Praktikerin im Gegensatz zu mir, dem angeblichen Theoretiker, zu gerieren. Wundere Dich also nicht über die Antwort - hast du wirklich gedacht, es würde in einem wissenschaftlichen Institut bei Gesprächen zugehen wie von Dir oben beschrieben?

Die Einteilung in Ober-, Mittel- und Unterschicht hat nichts mit Kastendenken und nichts mit Dünkel zu tun. Liest Du eigentlich nie?

Aber ich sehe schon - wir beide kommen auf keinen gemeinsamen Nenner mehr.
Ist ja auch egal.
Da die anderen User in diesem Thread vermutlich mal wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren wollen, werde ich hier nicht weiter mit Dir diskutieren - sollte es Dich beschäftigen, können wir das per PN klären, aber ehrlich gesagt hab ich nach dem, was Du so schreibst, an einem weiteren Austausch mit Dir kein Interesse.
Ich werde hier in diesen Thread also nicht weiter reinlesen, noch mich dazu äußern. Was ich zu sagen hatte, hab ich gesagt.
Wer es bisher nicht verstanden hat, wird es auch weiterhin nicht verstehen.

Viel Spaß noch.

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