schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

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Rotfuchs
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Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#21

Beitrag von Rotfuchs » Di 18. Dez 2018, 10:01

Rafael_Chiron hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 18:40
Echte spirituelle Transformation geschieht mE sowieso niemals über den Konsum von Drogen, sondern nur durch kontinuierliche Übung; wie regelmäßige Meditation, Körperarbeit, Visualisierung, Pfadarbeit, rituelle Praxis uvm.

:liebegrüße: Rafael Chiron
und du glaubst dass Ayahausqueros keine kontinuierliche Übung in ihre Praxis stecken?
Manche Icaros (heilige Gesänge) brauchen Jahre bis der Schamane sie lernt, weil sie so Komplex sind.

Bei den Touristen hast du meine Zustimmung, das ist eher Abenteuer als spirituelle Suche.
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Hekate
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Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#22

Beitrag von Hekate » Di 18. Dez 2018, 12:58

Rotfuchs hat geschrieben:
Di 18. Dez 2018, 10:01
Rafael_Chiron hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 18:40
Echte spirituelle Transformation geschieht mE sowieso niemals über den Konsum von Drogen, sondern nur durch kontinuierliche Übung; wie regelmäßige Meditation, Körperarbeit, Visualisierung, Pfadarbeit, rituelle Praxis uvm.

:liebegrüße: Rafael Chiron
und du glaubst dass Ayahausqueros keine kontinuierliche Übung in ihre Praxis stecken?
Manche Icaros (heilige Gesänge) brauchen Jahre bis der Schamane sie lernt, weil sie so Komplex sind.

Bei den Touristen hast du meine Zustimmung, das ist eher Abenteuer als spirituelle Suche.
Das gilt aber nicht nur für diese Drogen, sondern auch fürs Trommeln, Tanzen usw.

Das was die Neo-Schamanen, ohne Stamm, machen ist was ganz anderes, als was ausgebildete StammesSchamanen, machen.

Gruß

Hekate
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
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Und das ist schon alles.

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Rafael_Chiron
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Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#23

Beitrag von Rafael_Chiron » Di 18. Dez 2018, 13:17

Rotfuchs hat geschrieben:
Di 18. Dez 2018, 10:01
Rafael_Chiron hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 18:40
Echte spirituelle Transformation geschieht mE sowieso niemals über den Konsum von Drogen, sondern nur durch kontinuierliche Übung; wie regelmäßige Meditation, Körperarbeit, Visualisierung, Pfadarbeit, rituelle Praxis uvm.

:liebegrüße: Rafael Chiron
und du glaubst dass Ayahausqueros keine kontinuierliche Übung in ihre Praxis stecken?
Manche Icaros (heilige Gesänge) brauchen Jahre bis der Schamane sie lernt, weil sie so Komplex sind.
@Rotfuchs: Ich bezog mich im Kontext auf den Spiegelartikel und was in unserer Kultur daraus gemacht wird...

Ich bezweifle nicht, dass ein Schamane einen intensiven Prozess der Ausbildung & Übung durchläuft, bis er seine Fähigkeiten voll einsetzen kann. Im seinem kulturellen Kontext hat der Ayahuasquero sicher seine angestammte Bedeutung und Funktion.

:liebegrüße: Rafael Chiron

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izento
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Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#24

Beitrag von izento » Di 18. Dez 2018, 15:28

Es geht hier in diesem Faden ja wohl auch nicht darum, daß irgendwelche ausgebildete Schamanen ihre indigenen Drogen nutzen um ihr "Bewusstsein zu erweitern". Die paar Leute werden wohl kaum zur "Ausrottung" der Pflanzen beitragen.

Es sind die Neo- oder besser Pseudo-Schamanen, die glauben ein einfacher "Rausch" mit irgendwelchen exotischen Pflanzendrogen hätte irgendwas mit "Bewusstseinserweiterung" zu tun.
Ich kenne da auch einige, die sich nie wirklich in Meditationstechniken geübt hatten, und im Rausch meinen die Anderswelt zu sehen. :wall:
Und je populärer das wird, umso mehr sind diese Pflanzen in ihrem Fortbestand gefährdet. :bös-traurig:
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
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Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#25

Beitrag von Rotfuchs » Di 18. Dez 2018, 16:27

izento hat geschrieben:
Di 18. Dez 2018, 15:28
Es geht hier in diesem Faden ja wohl auch nicht darum, daß irgendwelche ausgebildete Schamanen ihre indigenen Drogen nutzen um ihr "Bewusstsein zu erweitern". Die paar Leute werden wohl kaum zur "Ausrottung" der Pflanzen beitragen.
Da hast du vollkommen recht.

Aber mal provokant gefragt, was ist der Unterschied zwischen "Artensterben durch Drogentourismus" und wenn Arten ausgerottet werden für Palmöl/Kaffee/Erdöl-Gewinnung?

Ich habe manchmal den Eindruck dass meist gedacht wird: "Drogen sind schlecht. Weil sie verboten sind". Gesagt wird aber: "Drogen sind schlecht. Weil sie Arten ausrotten". Jedenfalls höre ich nicht so viele Menschen über unsere Lebensweise schimpfen (die das Ökosystem vernichtet) wie ich Menschen höre die etwas gegen den Konsum von anderen Menschen haben.
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Peregrin
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Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#26

Beitrag von Peregrin » Di 18. Dez 2018, 18:54

Rotfuchs hat geschrieben:
Di 18. Dez 2018, 16:27
Aber mal provokant gefragt, was ist der Unterschied zwischen "Artensterben durch Drogentourismus" und wenn Arten ausgerottet werden für Palmöl/Kaffee/Erdöl-Gewinnung?
Da gibts es keinen. Abgesehen davon, dass die Leute, die sich für entheogene Pflanzen und "spirituelle Drogentripps" interessieren, aus dem Klientel stammt, das sich für spirituell und umweltliebend hält. Das macht die Angelegenheit m.E. so irrsinnig. :aufkopf:
Silence is the language of God, all else is poor translation. — Rumi

BlackDeer

Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#27

Beitrag von BlackDeer » Sa 27. Jul 2019, 06:40

Das Grundproblem dürfte doch wohl eher sein, dass sich heute Alles und Jeder in und aus der westlichen Welt direkt "Schamane" nennt und sich dann all die "Klischees" aneignet, welche mit Schamanen eben so assoziiert werden, einschließlich bestimmter halluzinogener Pflanzen. Es ist aber auch dasselbe, wie wenn sich sämtliche "Hexen" im Internet mit Fliegenpilz und Tollkirsche identifizieren... In anderen Worten, wir reden von einem gerade gefragt gewordenen Lebensstil, um anders und exzentrisch zu sein. Wüssten diese Menschen, wieviel Leiden und Schmerz ein echtes, wenn auch nur schamaisch durchwirktes Leben so mit sich bringt, wäre das anders.

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Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#28

Beitrag von Hekate » Sa 27. Jul 2019, 11:26

Eigentlich geht es darum, ohne eigene Arbeit, was zu erreichen.

War Ende der 70iger + 80iger auch schon so.
In der aufkommenden pseudo-Hexenszene.

Und dann Ende der 80iger + 90iger
Ein weiterer Schub in der aufkommenden Pseudo-Buddistischen-Veganen Szene.

Und mit jeden Schub wird es offener und aggressiver.

Gruß

Hekate
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Re: schamanische Szene und Ausrottung von Pflanzen

#29

Beitrag von BlackDeer » Sa 27. Jul 2019, 16:15

Echt Hekate, ohne eigene Arbeit?
Woher weißt du das denn? Bist du selbstständig in dieser Szene?

Also wenn ich mir so ansehe, was ich schon für mein Überleben tun muss, ohne dass ich "Schamanin" bin oder mich "Hexe" nenne, sondern einfach als Ethnologin in diesem Fachgebiet, dann weiß ich aber, was Arbeit heißt... Und das täglich!!!
Glücklicherweise weiß ich aber auch, dass ich als antivegane Selbstversorgerin mit authentischer Verbundenheit zu unseren Wäldern nicht verhungern muss und auch nicht die Geheimnisse der Wälder kommerzialisieren muss, denn letztendlich hat alles im Leben seinen Preis, aber eben auch seinen Lohn...

Ich halte es heute eher für Geltungsbedürfnis. Ansonsten ist der Markt doch so übersättigt, dass ohne entsprechenden Einsatz vermutlich kein Gewinn zu erzielen ist.

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