Seite 1 von 2

Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Di 23. Okt 2018, 14:59
von Hekate
Wie kann man Lebensmittel - Mehr als einmal verwenden?

Helft mir mal!

Was kennt ihr?

Gruß

Hekate

:feuer:

Meine Liste folgt gleich:

:yltype:

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Di 23. Okt 2018, 15:20
von Hekate
# Kartoffeln
In der Schale kochen.
1) aus einen Teil - Kartoffelstampf/Pürree
2) aus dem zweiten Teil - Kartoffelsalat
3) aus den dritten Teil - Kartoffelteig machen, z. B. Gnocci
4) vierter Teil kalt werden lassen - Bratkartoffeln

=> reiben für Kartoffelpuffer
=> reiben für rohe Kartoffelknödeln

=> Basis für Aufläufe

(7Tage - 7 mal Kartoffel - Hauptanteil)
###

# Suppenhuhn
1) Suppenbrühe - Einlage freie Wahl
2) Fleisch - Hühnerfrikasse

# Suppenfleisch
1) Fleischbrühe - Einlage freie Auswahl
2) Fleisch - Fleischpflanzerl

###
Reis, Nudeln, Buchweizen, Quinoa, Ameranth

# -salat
# Suppeneinlage
# Aufläufe, Gratin

###

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Di 23. Okt 2018, 15:31
von Hekate
Aus meiner Femdküchenzeit kenn ich noch:

Herstellung von Brühen:

Fisch - Kopf, Gräten, Schwanz
Wild - Knochen und sonstige Reste
Usw

Und Herstellung von Sossen:

Kochen mit Wurzelgemüse braten.

Persönlich mach ich das z. B.
# mit Hühnerklein
# mit den Knochen von Koteletts



Ach ja, aus den Strüngen vom Blumenkohl + Broccoli mach ich Cremesuppen.
Dazu sammle ich sie in meinen TKS und wenn ich genug habe, wird daraus eine jeweilige Suppe.

:yltype:

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Di 23. Okt 2018, 16:43
von Hekate
# Brot/Brötchen
1) Semmelknödeln
2) Semmelknödelteig für Füllungen
(Schweinebauch, Geflügel ...)
3) Arme Ritter (Semmel)
4) Strammer Max (Brot)
5) Croûtons
6) Brotsuppe

Brotkuchen habe noch nie gesehen, nie gemacht, nie gegessen.
(Bei uns blieb nie genug, dafür übrig.)

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Di 23. Okt 2018, 19:38
von Stadteule
Quitten:
Gelee aus dem Sirup mit Dampfentsafter. Aus dem Trester Quittenbrot herstellen, indem man ihn musig püriert und dann trocknet.

Äpfel:
Aus dem Fruchtfleisch Kuchen, Saft, wasauchimmer herstellen, die Kerngehäuse mit eben genanntem Quittensirup oder anderer Flüssigkeit zu Gelee kochen. Apfel-Kerngehäuse wirken genauso gut wie Gelatine.

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Di 23. Okt 2018, 23:05
von Hekate
1) Aus Apfel- + Birnenschalen, vorher trocknen, Tee machen.
(Haben wir als Kinder immer gemacht)

2) Obsttrester mit Zucker in einer Pfanne rösten, ergibt eine Leckerei.
So essen oder zu Süßen Sachen.

3) Nusstrester, von der eigenen Nussmilch Herstellung, lässt sich getrocknet, als Mehlersatz zum Backen nutzen.

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Mi 24. Okt 2018, 15:17
von Hekate
Nasi Goreng
Ist im Ursprung auch so ein Gericht.

Es wird 1 mal viel von etwas gekocht + mehrmals davon gegessen.

Im Ursprung wird nur Öl sehr heiß gemacht, und fast nur Chilli genommen. Die im sehr heißen Öl an- + durchgebraten werden, Reis dazu und aufgewärmt.
(Gemüse kommt nicht dazu)
Es wird im Alltag, Morgens, Mittags + Abends gegessen.
=> Bei Wohlhabende kommt, z. B. zum Frühstück noch ein Spiegelei dazu. Wenn Gäste da sind, gibt es noch Fleisch dazu usw.

:girlie-hexe: :girlie-hexe: :girlie-hexe:

Es überschneidet sich mit der Resteverwertung.
Aber ist trotzdem etwas anders.

Bei Resteverwertung, habe ich z.b. 600 g Kartoffel gekocht. Weil ich einen Kartoffelsalat machen will.
Beim machen, lege ich dann 1 Kartoffel (100g) weg, um mal etwas mit Bratkartoffeln zu machen.
=> Also eher, ungeplant und ungewogen und "freiwillig".

Bei Zweitverwertung, habe ich geplant, wieviel für wieviele Leute, wieviele Mahlzeiten reichen MUSS.

Bleiben wir bei den Kartoffeln.

Da koche ich dann vielleicht 1600 g Kartoffeln.
Und nehme 400 g für Bratkartoffeln (Warmes Mittagessen am 4. Tag).
Aus 400g wird ein Kartoffelsalat (Mittagessen am 2 Tag).
Weitere 400g werden für einen Kartoffelteig durch gedrückt.
Und die letzten, für Kartoffelbrei.

Am ersten Tag gibt es vielleicht Kartoffelbrei + Fleischplanzerl 1 pro Person, (aus Fleischreste, Brotreste und sonstige Füllmenge).

Zweiter Tag:
Kartoffelsalat + 1 Bratwurst
(Wahrscheinlich, von der Vorwoche, die eingefroren ist)

Am dritter Tag, etwas aus Kartoffelteig + Salat der Saison. (Vegetarisch)

Vierter Tag:
Bratkartoffeln mit Zwiebel + Salat der Saison.
(Vegetarisch)

Damit sind dann 1600 von z. B. eines 2,5 kg Kartoffelsackes verplant.
Bleiben dann noch 600 g.

200 g gröber aufreiben, Karotten grob dazu reiben + daraus Puffer machen.
Wenn Saison ist, mit Zucchini strecken.
Mit Salat der Saison ergibt Mahlzeit Nr 5.

Tag Nr. 6
Kartoffelauflauf mit Gemüse der Saison.
+ Salat der Saison.

Tag 7
Die restlichen Kartoffel reiben rohe Kartoffelknöden daraus machen.
Dazu z. B. ein Schnitzel nehmen, halbieren, groß klopfen und dick panieren und wienerisch rausbraten.
Dazu etwas Sosse (z. B. aus eingefrorenen Dossenresten) und Salat der Saison.

(Aus dem 2. Schnitzel werden, in der nächsten Woche dann 2 weitere Gerichte)

Damit wären 2 Personen 7 Tage versorgt.

Dazu noch 2 Scheiben Brot pro Tag + Person (Morgens + Abends).

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Fr 26. Okt 2018, 13:09
von Hekate
Mein Fazit:
A) Zweitverwertung:
Ist im Normalfall fast nur mit einigen tierischen Sachen möglich.

Beispiel:
Ich habe vor 1 Hähnchenkeule zu essen.
Damit kann man davor, Hühnersuppe kochen.
Und aus dem Fleisch - Curry, Pfannengericht, Fleischpflanzerl, Fühnerfrikasse

B) Resteverwertung:
Ist im Zusammenhang von Zweitverwertung eher irreführend. Und im Grunde ein Verzicht.
(Wenn ich diese Hähnchenheule in zweimal esse)

C) Mehr kochen:
Ist im Zusammenhang von Zweitverwendung, dann total was anderes.
Ich brate x Hähnchenkeulen.
Esse eins am Sonntag.
Ein anderes am Montag.
Usw.

Persönlich finde ich andere Ansätze interessanter.

Zum Beispiel das man vermeidet, das was kaputt geht

# Obst - putzen und ein gefrieren
=> Daraus kann man dann - Kompott machen, Marmelade, in Teige füllen, Smoothys
# Gemüse - putzen, schneiden, ein gefrieren.
=> Super für vieles.
Currys, Eintöpfe, Pfannengerichte, Brühe kochen
# Käsereste ein gefrieren und für Sachen nutzen, die man überbäckt. (Auflauf, Pizza ...)
# Wichtiges Gerät => Eiswürfelschale
Bratendaftreste, Kokossaftreste, Kokosmilchreste, Sahnereste, Passierte Tomaten ...
Ein gefrieren, in Box sammeln und Würfel weise nutzen.
# Gemüsereste, Obstreste, Fleischreste, Knochen usw sammeln, ein gefrieren und nutzen.

Damit sammelt sich mit der Zeit einiges an.

Der andere Punkt wäre planen + Übersicht behalten.

Das finde ich, hat weniger den Geruch von "Verzicht".

Wobei da aber mehrere Knackpunkte sein dürfte.

a) Mit Planen, muss man sich - festlegen
b) Man brauch einen TKS/T (für 1 Person sollte es schon 2 Fächer sein, für jede weitere Person mindestens 1 weiteres Fach).
Der TKS braucht Strom. (Fast schon Anti-Bio.)
c) Anti-Rohkost. Was roh, eingefroren wurde, sollte erhitzt werden.
d) Und man sollte, zu mindestens etwas kochen können.
e) Für manche könnte ein Zeitfaktor auftauchen.
(Und zwar - in beiden Richtung.
Ja, das Putzen, schneiden usw braucht Zeit. Aber am Tag der Nutzung, entfällt das. )

Mein Fazit, also:
Zweitverwertung, kann nur bei wenigen Sachen angewandt werden.

Und man sollte es von anderen Sachen abgrenzen.
# Resteverwertung.
# Mehr kochen und mehr Gerichte
# Müllvermeidung
# "Abfall"Verwertung - Aus Gemüseschalen, Gemüsebruhe, Gemüsepulver usw. Machen.

Wobei ich einen "Verzicht" nur in dem Sinne, gut finde,
A) z. B. Keine Chia-Samen zu nutzen.
B) Zu Weihnachten keinen "frischen" Spargel zu nutzen (z.b.)

Gruß

Hekate

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Fr 26. Okt 2018, 13:38
von Peregrin
Ich glaube, ich habe einfach einen völlig anderen Background, in dem Genuss nicht an erster Stelle steht, sondern der pragmatische "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt"-Gedanke, über den ich mir noch nie weiter den Kopf zerbrochen habe, da er mir so selbstverständlich scheint.

Wenn Reste von einem Gericht bleiben, gibt's die am nächsten Tag in der selben Form schlichtweg noch mal (es sei denn, irgendeine naheliegende Variation bietet sich an, wie z.B. Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln vom Vortag) ohne das sich darüber den Kopf zerbrochen wird, was man aus denen anderes zaubern könnte. :nixweiss:

Meine Mutter war halt Nachkriegsgeneration und berufstätig, da wird nichts weggeworfen und da wird nicht lange in der Küche herumgemacht: Sachen aufwärmen und aus die Maus.


P.S. Was man aus übriggebliebenem gekochtem Gemüse gut machen kann: Bratlinge. Grob mit der Gabel pürieren und gegebenenfalls mit Paniermehl oder Getreideflocken, Ei oder Eiersatz in die richtige Konsistenz zum Braten bringen und fertig. Geschmacksvarianten gibts unendlich viele mit z.B. gehackten Nüssen oder eben Gewürzen ist schnell was verändert. Man muss ein wenig herumprobieren, um die richtige Konsistenz zu finden, damit sie nicht auseinderfallen oder innen matschig bleiben aber außen verbrannt sind - aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.

Re: Zweitverwertung von Lebensmitteln

Verfasst: Fr 26. Okt 2018, 16:25
von Hekate
Die Ende 40iger /50iger sind für die Grünen/80iger Generation - über 30 Jahre her.
Und für die Millennium/2000er Generation - über 50 Jahre her.

Tatsächlich also 70 Jahre.

Im Grunde eine andere Welt.