Lebendige Hexenküche - Milchsaures, Kombucha, Kefir, Joghurt, Käse und andere lebendige Kulturen

Solasard
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Re: Lebendige Hexenküche

#51

Beitrag von Solasard » Di 3. Okt 2017, 14:10

Es gibt auch gummistopfen mit Loch für den gärspund, die sind durch abkochen leicht steril zu machen.

Gruß Sola

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Peregrin
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Re: Lebendige Hexenküche

#52

Beitrag von Peregrin » Di 3. Okt 2017, 14:14

abendhirsch hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 20:20
PS.: Edit hat einen ganz bösen Umwandlungsfehler der Worterkennung richtiggestellt :crash:
:green: Ich hatte mich schon gefragt, wer hier mit Realnamen so einen doch sehr altmodischen Männernamen trägt ...

Solasard hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 14:10
Es gibt auch gummistopfen mit Loch für den gärspund, die sind durch abkochen leicht steril zu machen.
Das schon, aber für Gefäße mit breiten Öffnungen sind die so teuer, dass sich da meiner Meinung nach die Gummi-Gärkappen-Lösung nicht lohnt und man da doch lieber auf den klassischen Gärtopf mit Wasserrinne zurückgreifen sollte.
Ich habe mir die Korkenlösung auch nur gebastelt, da ich den Gärspund für Flaschen bereits hatte und dachte, da lässt sich doch auch was für breite Gefäße mit machen, so das man nicht noch teures Equipment dazu kaufen muss.
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Peregrin
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Re: Lebendige Hexenküche

#53

Beitrag von Peregrin » Fr 6. Okt 2017, 16:15

Hat eigentlich von euch schon mal jemand versucht, Käse mit Labkraut zu machen (du vielleicht, Stadteule?) Ich komme gerade darauf, da ich auf eine interessante Seite gestoßen bin: https://sin-die-weck-weg.de/blog/2016/0 ... h-2-teil-1
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Re: Lebendige Hexenküche

#54

Beitrag von Stadteule » Fr 6. Okt 2017, 20:53

Ah ja,. Das habe ich vor über 20 Jahren mal gemacht, weil bei meinen Eltern in der Ecke so viel echtes Labkraut wuchs. Allerdings bin ich nicht dabei geblieben, weil mich das Ergebnis nicht sooo überzeugt hat, aber vermutlich muss man sich einfach herantasten, sowohl was die beste Vorgehensweise als auch die Menge des Krauts sowie den Pflückzeitpunkt betrifft. Ich habe das recht unbedarft einfach probiert, erst offensichtlich mit zuwenig Labkraut (ganzes Kraut, oberirdische Teile), dann mit mehr und da wurde auch Quark draus, allerdings nicht so fest wie ich es inzwischen mit tierischem Lab gewöhnt bin.
Die Pflanze habe ich gleich vor dem Erhitzen mit in die Milch gegeben.


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Re: Lebendige Hexenküche

#55

Beitrag von Rafael_Chiron » Sa 7. Okt 2017, 00:23

Hallo ihr beiden,

Käseherstellung mit Labkräutern - interessantes Thema. :thumbup:

Offenbar geht es nicht nur mit dem Echten Labkraut, sondern auch mit dem Wiesenlabkraut und dem Klettenlabkraut.

Hier mal ein interessanter Link zu Querbeet vom Bayerischen Fernsehn mit praktischen Tipps und einem Videoclip zur Herstellung.

:liebegrüße: Rafael Chiron

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Re: Lebendige Hexenküche

#56

Beitrag von Peregrin » Sa 7. Okt 2017, 00:40

Rafael_Chiron hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 00:23
Offenbar geht es nicht nur mit dem Echten Labkraut, sondern auch mit dem Wiesenlabkraut und dem Klettenlabkraut.
Das geht auch mit stinknormalem Klettenlabkraut? :shocked: Wie geil ist das denn? :cool: Dann steht den Versuchen nächstes Jahr prinzipiell ja nichts mehr im Weg... :thumbup:

Wenn das Enzym bei allen Vertretern der Galium-Familie vertreten ist, kann man ja auch mal Versuche mit Waldmeister machen. Da hat man den Käse gleichzeitig auch lecker aromatisiert. :green:
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Re: Lebendige Hexenküche

#57

Beitrag von Stadteule » Sa 7. Okt 2017, 22:50

Hat jemand von Euch eigentlich schonmal erfolgreich Getreide fermentiert (abseits von Sauerteig, meine ich)? Falls ja, wärd Ihr so lieb Eure Erfahrungen mit mir zu teilen?
Mir geht es um die Fermentation für die Getreidemilchherstellung. Irgendwie schmeckt mir die "normale" Dinkel- oder Hafermilch mit Hausfrauenherstellungsweise nur so halb...


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Re: Lebendige Hexenküche

#58

Beitrag von Peregrin » Sa 7. Okt 2017, 23:23

Hi Stadteule,

meinst du so etwas wie Boza? http://landeruns.blogspot.de/2012/01/mi ... reide.html

Oder Kwas auf Brotbasis? https://www.smarticular.net/kvass-brott ... hem-rezept (Auch milchsauer vergoren aber nicht "milchartig".)

Habe ich beides noch nicht probiert, aber auf meiner To-do-Liste. ;)

Oder Rejuvelac? https://www.rohkost-leben.de/2013/03/re ... eigentlich (Nicht auf meiner To-do-Liste, sollte das wie der Brotttrunk aus dem Reformhaus schmecken. :würg: )

Was schmeckt dir an der Hafermilch denn nicht? Vielleicht kann man den von dir gewünschten Geschmack anders als mit Fermentierung erzielen?

Ich habe heute ein Rezept gelesen, das empfiehlt, Haferflocken über nach in Kombucha einweichen zu lassen (um es am nächsten Tag mit Früchten und Sahne zu essen.) Fand ich erst eine sonderbare Kombination, Kombucha und Getreide, aber beim näheren Nachdenken doch nicht so. Wäre das was für dich, da hast du den sauren Geschmack auch.

Wenn du es nicht sauer willst, aber eine selbstgemachte Pflanzenmilch: Hast du schon mal Mandelmilch oder Cashewkern-Milch gemacht? https://eatsmarter.de/gesund-leben/well ... ber-machen
Geht schnell, sehr lecker, sehr "sahnig" und "gehaltvoll" und den "Trester" kann man zur Pflanzenkäseherstellung oder ähnlichem verwenden. Nachteil: Man muss sie schnell verbrauchen, da sie sich nicht lange hält und bei den derzeitigen Preis für Nüsse und Mandeln ist das als Alltagsgetränk nicht gerade kostengünstig... :(
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Re: Lebendige Hexenküche

#59

Beitrag von Stadteule » Sa 7. Okt 2017, 23:53

Huhu Peregrin,
Ich meine die Fermentation anhand von Enzymen (Amylase, glaube ich), bei der Stärke in Zucker umgewandelt wird, wodurch die Pflanzenmilch auch ohne Zuckerzusatz (oder Datteln) süßlich schmeckt. Oder die Sojamilch nicht mehr nach Bohne schmeckt :würg:
Mandelmilch und andere Nussmilchsorten mache ich schon seit vielen Jahren selbst und finde sie lecker auf die normale Herstellungsart. Sogar wesentlich leckerer als die käuflichen Nussmilchsorten. Allerdings sind Getreidemilchsorten halt deutlich weniger Aufwand und günstiger als Nussmilchsorten - nur dass mir die selbstgemachten eben nicht sonderlich gut schmecken.

@Brottrunk: fürchterlich. Ich bin bereits seit den späten 80ern davon geheilt, als das in die Bioläden kam und Einzug in den Kühlschrank meiner Biotante hielt.
@Kwas: Mag ich sehr gerne :girlie-nick: Ich habe es schon selbst gemacht, kaufe es aber auch bequemerweise manchmal im Supermarkt.
@Boza: Danke für den Link, das kannte ich noch nicht, aber es hört sich recht lecker an. Die Geschmacks-Beschreibung erinnert mich ein bißchen an Milchkefir aus Getreidemilch.

Wie gerade erwähnt, kann man übrigens, wenn man ein erfrischendes Getränk aus Getreide herstellen möchte, auch Milchkefir in Getreidemilch ansetzen, das funktioniert recht gut und ist wie jeder Kefiransatz völlig unkompliziert.



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Re: Lebendige Hexenküche

#60

Beitrag von Peregrin » So 8. Okt 2017, 13:13

Stadteule hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 23:53
Oder die Sojamilch nicht mehr nach Bohne schmeckt

Was machst du denn üblicherweise mit deiner Milch und Ersatzmilch? Pur trinken?

Ich finde den Eigengeschmack vieler Milcharten bemerkt man kaum, wenn man sie irgendwo drin verwendet, da die anderen Zutaten den Nebengeschmack der Milch meist verdecken. (Ich glaube pur - möglichst noch bei Zimmertemperatur- trinken, würde ich Sojamilch auch nicht. Fürs Müsli oder Kochen finde ich sie aber völlig okay.)
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