Seife

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Zombie
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Re: Seife

#11

Beitrag von Zombie » So 5. Jan 2014, 14:40

Hey das wäre praktisch da hab ich sogar Kontakte. Da frag ich mal nach! Diesen Tipp kannte ich auch noch nicht, vielen dank! :)

Viele Grüße,
Zombie
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Stadteule
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Re: Seife

#12

Beitrag von Stadteule » So 5. Jan 2014, 17:11

Ehrlich gesagt ist das Ätznatron für Bäcker sogar das reinere, da es Lebensmittelqualität hat und keine bleihaltigen Trennmittel enthält, wie manchmal die technische Qualität. Ich beziehe meines vom Bäckerei-Großhandel, daher weiß ich, dass Bäcker es in unaufgelöster Form bestellen können. Nur eben der Begriff "Ätznatron" ist nichts, was sie mit ihrer Bretzellauge in Verbindung bringen. Wenn Du nach Ätznatron fragst, hörst Du "deshemmeret" oder ähnliches ;)


LG, Stadteule
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Re: Seife

#13

Beitrag von Schneewoelfin » So 5. Jan 2014, 18:09

Hi,

habe mal im Wiki nachgelesen, weil ich mich dunkel erinnerte, dass die Laugenstärke i-wie mit dem Verseifungsgrad zusammenhängt, man also nicht jede beliebige Lauge verwenden kann und fand dazu Folgendes:

"Ursprünglich bezeichnete die Verseifung lediglich die basische Esterhydrolyse von Triglyceriden, z. B. tierischen Fetten oder pflanzlichen Ölen, mit Laugen, vornehmlich Natronlauge oder Kalilauge, in der Seifensiederei. Dabei entstehen der dreiwertige Alkohol Glycerin und die jeweiligen Alkalisalze der in den Fetten verestert vorkommenden Fettsäuren. Die Salze der Fettsäuren werden Seifen genannt. Die Verseifung mit Natronlauge liefert Kernseife (eine Natriumseife, also Natriumsalze von Fettsäuren) die mit Kalilauge Schmierseife (eine Kaliumseife, also Kaliumsalze von Fettsäuren)."

LG Snowie
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Re: Seife

#14

Beitrag von Stadteule » Mo 6. Jan 2014, 14:01

Oh ja, die Laugenstärke hängt sogar ganz unmittelbar mit dem Verseifungsgrad zusammen und wird daher auch genau ausgerechnet. Dafür gibt es die Verseifungszahlen, die ich weiter oben erwähnt habe. Sie werden mit 3 Stellen nach dem Komma gerechnet und sind je nach Laugenart (NaOH, KOH oder Na2CO3, aber zu letzterem findet man in der Regel keine genauen Verseifungszahlen, weil die Verseifung mit Na2CO3 bei uns nicht mehr üblich ist) unterschiedlich, was vielleicht einen Eindruck von der benötigten Genauigkeit vermittelt :)
Aber Zombie weiß das schon :girlie-nick:


Das mit der Kernseife ist in dem zitierten Abschnitt etwas mißverständlich ausgedrückt, finde ich. NaOH ergibt zwar feste Seife und KOH Schmierseife, aber um Kernseife zu erhalten, muss man die Seife nach dem Verseifungsprozess aussalzen, so dass sich der Seifenkern von Glycerin, freien Fetten und evtl. noch anderen enthaltenen Stoffen (Farb- und Duftstoffe z.B.) trennt. Denn wie im ersten Satz des Zitats eigentlich schon treffend beschrieben wird, entsteht neben den Alkalisalzen der Fettsäuren (also der Seife) auch Glycerin und das muss man aus der Seife erst wieder entfernen, wenn man Kernseife möchte. Seife mit enthaltenem Glycerin putzt nicht sonderlich gut. Bild


LG, Stadteule
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Re: Seife

#15

Beitrag von Jandia Hulabunt » Sa 20. Jan 2018, 13:23

juhhhhuhuhuhu ! schön ge und beschrieben die UrSeifen-Herstellung, Danke NachtEule <3

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