Verbote einiger Kräuter

dissidentin

Re: Verbote einiger Kräuter

#31

Beitrag von dissidentin » Do 13. Okt 2016, 07:30

Stadteule hat geschrieben: Abgesehen davon, dass diese Studie Alkohol nicht als Platz 1 der harten Drogen einstuft, sondern als schädlichste Droge, verlinkst Du hier eine Studie, kein gültiges Ranking. Und zur Begrifflichkeit "harte" und "weiche" Drogen gibt es meines Wissens nach auch kein offizielles Ranking, sondern verschiedene Kriterien, nach denen (unterschiedlich) beurteilt wird. Schädlichkeit ist eines der Kriterien, aber eben nur eines.
Ich nehme aber zur Kenntnis, dass Du selbst Alkohol als harte Droge einstufst, was ja in Ordnung ist.
mag sein, dass es noch keine offizielle einstufung von harten und weichen drogen geben mag, aber wir wissen ja trotzdem, worum es bei einer solchen einstufung geht.
würde es eine offizielle klassifizierung geben, wäre alkohol natürlich eine der härtesten drogen und sie wird auch jetzt schon so bezeichnet.

insofern bin nicht nur ich es, die das nach persönlicher laune so einstufen würde, sondern das sind schon auch fachleute, die das tun.

https://de.wikipedia.org/wiki/Droge#Kla ... _und_weich

hier auch noch eine staffelung zur giftigkeit der stoffe, auch hier ist alkohol ganz oben...

https://de.wikipedia.org/wiki/Droge#/me ... oe2015.svg

es geht aber ja nicht um so eine wortklauberei, sondern darum wie sinnvoll es ist, das zu verbieten.
ich meine, es ist nicht sinnvoll, weder bei harten drogen wie alkohol oder heroin und schon gar nicht bei den weichen drogen bzw. den sogenannten weichen drogen, weil eben auch dein beispiel des tatsächlichen abhängigkeitspotentials selbst einer so zerstörerisch sein könnenden substanz wie alkohol zeigt, dass viele leute durchaus vernünftig konsumieren können.

Philipp_Brunswick
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Re: Verbote einiger Kräuter

#32

Beitrag von Philipp_Brunswick » Do 6. Aug 2020, 19:44

Lakeisha hat geschrieben:
So 9. Okt 2016, 11:39
Hallo Ihr Lieben,

möchte einfach mal einen Gedanken einwerfen....

Bist Du mal jemandem im Straßenverkehr begegnet, der volltrunken war?
Bist Du mal jemandem im Straßenverkehr begegnet, der vollgekifft war?

Wo ist der Unterschied? Meines Erachtens gibt es keinen - beide gefährden gleich sich und ihre Mitmenschen dadurch, daß ihre Wahrnehmung, ihre Handlungsfähigkeit sowie das Urteilsvermögen (.... Folge u.a. Selbstüberschätzung) eingeschränkt sind.

Vielleicht hat ja dieses vehemente Vorgehen gegen Drogenkonsum auch etwas mit dem Auftrag des Staates zu tun, Menschen in ihrer körperlichen Unversehrtheit zu schützen.... nicht nur die Konsumenten, sondern auch diejenigen, die indirekt oder direkt vom Handeln der Konsumenten betroffen sind.
Überdies sind die Abgründe der Menschheit in der Tat tief - Rechtsmedizin sei Dank kann man viele davon schon aufdecken. Manche Menschen kommen auf Ideen, ihren Mitmenschen Übles anzutun, daran würden "normale Menschen" (was ist eigentlich normal??) noch nicht mal im Traum denken!

Ich habe Beifuß im Kräutergarten, mein Hamster lebt auf Hanfeinstreu...was man damit alles "anstellen" könnte :girlie-gfk: :girlie-oh-my-god: ... ;)

Aber das ist nur eine Meinung von vielen und nur mal so am Rande der Diskussion eingeworfen....

Ganz liebe Grüße,
blessed be,
Lakeisha
Hallihallo,

Ich muss dort auch wiedersprechen. Es ist nicht möglich "zu bekifft" ein Auto oder ein sonstiges Fortbewegungsmittel zu nutzen. Bei Marihuana spürt man die Wirkung deutlicher und kann es erheblich besser einschätzen.
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Re: Verbote einiger Kräuter

#33

Beitrag von Peregrin » Do 6. Aug 2020, 20:59

Philipp_Brunswick hat geschrieben:
Do 6. Aug 2020, 19:44
Es ist nicht möglich "zu bekifft" ein Auto oder ein sonstiges Fortbewegungsmittel zu nutzen.
Ist es nicht etwas ... kontraproduktiv, bewustseinsverändernde Substanzen zu konsumieren, um dann einer Tätigkeit nachzugehen, die erfordert, dass man die Wirkung unterdrückt, um normal zu funktionieren und das Bewusstsein auf den Straßenverkehr zu konzentrieren?

Das betrifft eigentlich nicht nur Gras, sondern alles, bei denen die Leute auch noch stolz darauf sind, wie hoch ihre Toleranzgrenze mit einigem Training geworden ist, so dass sie bei geringen Dosen auf Alltagslevel agieren können. :aufkopf:
Silence is the language of God, all else is poor translation. — Rumi

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Re: Verbote einiger Kräuter

#34

Beitrag von Philipp_Brunswick » Fr 7. Aug 2020, 08:38

Peregrin hat geschrieben:
Do 6. Aug 2020, 20:59
Philipp_Brunswick hat geschrieben:
Do 6. Aug 2020, 19:44
Es ist nicht möglich "zu bekifft" ein Auto oder ein sonstiges Fortbewegungsmittel zu nutzen.
Ist es nicht etwas ... kontraproduktiv, bewustseinsverändernde Substanzen zu konsumieren, um dann einer Tätigkeit nachzugehen, die erfordert, dass man die Wirkung unterdrückt, um normal zu funktionieren und das Bewusstsein auf den Straßenverkehr zu konzentrieren?
Diese Grenze von fähig zu unfähig komplizierte Dinge zu tun ist mehr als gering. Ich schätze sie haaresbreit. Dazu ist es egal ob sie sich mit Alkohol betäuben oder mit anderen Substanzen. Die Droge macht Menschen nicht schlecht. Das ruhen die Menschen von allein. Alkohol ist zum Beispiel deutlich gefährlicher als Marihuana und Nikotin zusammen.
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Re: Verbote einiger Kräuter

#35

Beitrag von Peregrin » Fr 7. Aug 2020, 12:09

Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Ich meine, dass ich es für absurd, unsinnig und kontraproduktiv halte, wenn Leute Alkohol trinken, kiffen oder sonst etwas schlucken oder rauchen und dann Auto fahren oder sonst einer Tätigkeit nachgehen, die Konzentration auf eben diese Tätigkeit erfordert.

Selbst als Freizeitdrogen konsumiert, nimmt man das Zeug doch zu sich, damit man entspannt, locker, etc. ist. Beim Autofahren muss man dann gegen die Wirkung der entsprechenden Substanz ankämpfen um aufmerksam zu sein. Warum also das Zeug in der Situation einwerfen, anstatt es dann zu tun, wenn man die Wirkung auch auskosten kann? :nixweiss:

Andernfalls trainiert man seinem Bewusstsein doch nur an, auch unter der Droge wie mit Alltagsbewusstsein zu funktionieren, und muss dann das nächste Mal mehr von der Substanz nehmen, damit sie die gewünschte Lockerungswirkung hat.
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Re: Verbote einiger Kräuter

#36

Beitrag von Philipp_Brunswick » Fr 7. Aug 2020, 13:55

Peregrin hat geschrieben:
Fr 7. Aug 2020, 12:09
Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Ich meine, dass ich es für absurd, unsinnig und kontraproduktiv halte, wenn Leute Alkohol trinken, kiffen oder sonst etwas schlucken oder rauchen und dann Auto fahren oder sonst einer Tätigkeit nachgehen, die Konzentration auf eben diese Tätigkeit erfordert.

Selbst als Freizeitdrogen konsumiert, nimmt man das Zeug doch zu sich, damit man entspannt, locker, etc. ist. Beim Autofahren muss man dann gegen die Wirkung der entsprechenden Substanz ankämpfen um aufmerksam zu sein. Warum also das Zeug in der Situation einwerfen, anstatt es dann zu tun, wenn man die Wirkung auch auskosten kann? :nixweiss:

Andernfalls trainiert man seinem Bewusstsein doch nur an, auch unter der Droge wie mit Alltagsbewusstsein zu funktionieren, und muss dann das nächste Mal mehr von der Substanz nehmen, damit sie die gewünschte Lockerungswirkung hat.
Ich habe eine sehr geringe Toleranzgrenze was Alkohol und Marihuana angeht. Die Drogen welche "scheinbar" die Wirkung verlieren sind Harte Drogen wie Meth oder Steroide. Dabei gewöhnt sich der Körper nur an den Rausch selbst und nicht an die Droge. Ein Beispiel: Ich habe eine Höhere Toleranz wenn ich Wodka pur trinke aber nach 4 Bier bin ich ordentlich angeschwippst. Jeder Körper reagiert anders. Jemand der Marihuana raucht im wissen das er noch fahren muss ist unveranwortlich. Das ist dann aber der Mensch. Nicht die Droge. Bei Marihuana ist zu bedenken daß es nicht wirklich entspannt sondern betäubt. Es ist eines der besten Schmerzmittel. Und es mach nur in den wenigsten Fällen abhängig was allerdings an die Psyche des Konsumenten liegt. Nicht an der Droge.

Sprich, die Menschen die es darauf anlegen Unfälle zu bauen werden es auch machen wenn Alkohol zum Beispiel komplett verboten wird. Das ist aber nicht die Schuld des Alkohols und schon gar nicht der Konsumenten welche vernünftig mit Alkohol umgehen.
Wer nicht fragt, der nicht irrt.

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