Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

mrsmushroom
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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#21

Beitrag von mrsmushroom » Mo 8. Jun 2020, 12:50

Zum einen nehme ich die Tarotkarten hin und wieder und lege mir die Karten oder ziehe einfach eine "Tageskarte". Die Fragestellung und in die Karten rein interpretierten Antworten haben mir meist geholfen, in das "Gedankendickicht" Transparenz hereinzubringen.

Die letzten Jahre habe ich wieder angefangen zu malen und wenn ich mir meine abstrakten Bilder anschaue, sehe ich meinen inneren Dialog. Zum interpretieren brauche ich allerdings zeitlichen Abstand zu den Bildern. Ich male und lege sie weg. Wenn es für mich passt, sehe ich sie mir an und sehe den inneren Zustand, der sich durch abstrakte Zeichen oder entsprechende Farbwahl artikuliert.

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Peregrin
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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#22

Beitrag von Peregrin » Mo 8. Jun 2020, 13:30

Hi, mrsmushroom
mrsmushroom hat geschrieben:
Mo 8. Jun 2020, 12:50
Die letzten Jahre habe ich wieder angefangen zu malen und wenn ich mir meine abstrakten Bilder anschaue, sehe ich meinen inneren Dialog.
Klingt interessant. Magst du da mehr zu schreiben?

Wie machst du denn das, einfach mit Farbe und Papier/Leinwand hinsetzen und dann?
Silence is the language of God, all else is poor translation. — Rumi

mrsmushroom
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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#23

Beitrag von mrsmushroom » Di 9. Jun 2020, 09:24

Mein Mann hat mir vor vier Jahren eine Staffelei geschenkt, davor habe ich jahrelang nicht mehr gemalt. Früher habe ich viel gezeichnet, das, was mir an Motiven unter die Hände gekommen ist. Dann habe ich die Jahre über meine Kreativität über Schreiben und Tanzen ausgedrückt.

Mit der Staffelei habe ich mir Leinwände gekauft in jeglicher Größe, Aquarell- und Acrylfarben in der Tube und einfach drauf los gemalt. Pinsel habe ich in verschiedenen Stärken und auch Arten dazu gekauft. Dann habe ich mir überlegt, was nehme ich für eine Leinwand, groß, klein, etc, Pinsel angeguckt, welchen Pinsel nehme ich, Farben angeguckt, welche Farbe nehme ich als erstes, will ich dunkel oder hell nehmen, bunt, nicht bunt und drauf los gemalt. Daneben habe ich gerne Keith Haring Bilder als Vorlage genommen, diese in eigener Farbgebung und mit eigener Technik nachgemalt. Ich habe mit verschiedenen Techniken einfach drauf los experimentiert, Tupfen, wischen, Kringel malen, Schwung behalten, Wasser nehmen, verwischen, drüber malen.

Angefangen habe ich mit Kringeln und Spiralen, dann über Punkte mich zu Quadraten weitergemalt. Ich habe schon versucht, eine Technik auszureizen und nicht jeden Tag etwas anderes zu machen, vielleicht einfach eine andere Farbe hinzuzunehmen oder eine andere Pinselstärke. Für mich ist der Fortschritt oder eine Entwicklung besser erkennbar, wenn ich eine gewisse Zeit in einer Technik bleibe. Das kann vielleicht ein Pinsel mit einer bestimmten Struktur sein, mit dem ich dann entsprechend andere Farben oder in andere Richtungen male...

Die Dynamik in den Bildern hat sich geändert, als ich damit angefangen habe, war meine innere Welt in Aufruhr, bestimmt durch viel rot, gelb, orange auch, Spiralen, eher Zacken, mittlerweile ist es eher ruhiger und äußert sich durch klare Abgrenzungen und Linien.

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