Ahnenfeste

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Hagezorn
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Ahnenfeste

#1

Beitrag von Hagezorn » Do 17. Okt 2019, 06:55

Quelle:
Одеська рідновірська громада "Мокоша"
Text lief über translete. Sollte der Text unpassend sein,bin ich mit der sofortigen Löschung des Textes einverstanden.
Ich denke aber interessant wäre es für alle...
HERBST Großeltern

Wir sind Heiden, unsere Weltanschauung und unser Glaube sind von unseren Vorfahren geerbt.
Wir bewahren dieses Erbe und passen es an das moderne Leben an und gestalten das moderne Leben in Übereinstimmung mit dem Erbe.
In allen Dingen sehen wir ein göttliches Prinzip, das das gesamte Universum umfasst, alles, was darin existiert. Und wie alles von einem einzigen Gott kam, sind wir auch von den Göttern abgewichen.
Und jeder unserer Vorfahren und Nachkommen ist ein Glied in der Kette der Kommunikation mit den Göttern.
Wir sind alle eine große Kette zum Original, zur allmächtigen Gattung.In jedem von uns steckt sein Anteil - sein Geist.
ist der Ahnenkult ein wichtiger Platz im Eingeborenenglauben.Zusätzlich zu der Tatsache, dass die Vorfahren fast an jedem Feiertag erwähnt werden, gibt es mehrere spezielle, als Vorfahren bezeichnete Feiertage pro Jahr. Ende Oktober feiert die ukrainische Tradition den Herbsttag des Weihnachtsmannes.
In der zweitürigen Kultur werden sie unter den Namen Großvaters Abendessen, Großväter, Herbstgroßväter, Vatersamstag, Vatertag, Babes, Dmitry's Begräbnis-Samstag, Vatertag-Samstag aufbewahrt.In einigen Regionen gab es getrennte Tage zum Gedenken an die toten Frauen, getrennt für Männer.
In diesem Fall feierten sie am Freitag, außer am Samstag.
Während der Woche besuchten die Leute die Friedhöfe, säuberten die Gräber und kochten Feiertagsessen.
Am Gedenktag versammelte sich die ganze Familie, auch diejenigen, die nicht zu Hause waren und versuchten, sich an diesem Tag ihren Verwandten anzuschließen.
Der Gedenkritus begann, als die Dämmerung anbrach und das Feuer angezündet werden musste
Festlich gekleidete Haushalte versammelten sich an einem Tisch, der Hausherr zündete eine Kerze an und las ein Gebet und lud dann die Toten feierlich zum Abendessen ein (der Text war natürlich in verschiedenen Regionen unterschiedlich):

Heilige Väter, wir nennen Sie!

Heilige Väter, flieg zu uns!

Opa, Opa, geh zum Abendessen!

Nach einer solchen Aufforderung an die Ahnen setzte sich die Familie nicht sofort an den Tisch und blieb in völliger Stille beiseite, um auf das Essen der "Großväter" zu warten, und ging erst dann mit Erlaubnis der Gastgeberin zum Abendessen über.
Traditionell wurden Brei, Pfannkuchen, Eier, warme und Fleischgerichte gekocht.
Man dachte, die Seelen würden Dampf von heißen Gerichten einatmen.Das Ritual des "Fütterns der Großväter" während des Festes könnte verschiedene Formen annehmen:
Die Teilnehmer des Festes gossen Getränke und flüssiges Geschirr auf den Tisch (oder unter den Tisch, auf den Boden, auf das Fenster); Für die Vorfahren stellten sie eine spezielle Schüssel hinein,in die sie von jedem Gericht etwas zu essen und Löffel hineinlegten.
Löffel, die sie selbst aßen, senkten sich in eine Schüssel und lagen eine Weile auf dem Tisch und warteten darauf, dass die Seelen aßen; putzte oder spülte kein Geschirr nach dem Abendessen und ließ es "die Nacht verbringen" auf dem Tisch;
Krümel vom Abendessen wurden in den Ofen geworfen, einen Brunnen, unter Obstbäumen und mehr.
Während des Abendessens war es verboten abzustimmen, Spaß zu haben, oft aufzustehen und sich hinzusetzen, ein Messer zu benutzen (und im Allgemeinen scharfe und stachelige Gegenstände); sie schnitten nicht Brot ab, sondern brachen sich die Hände;
Ein versehentlich fallengelassener Löffel wurde nicht vom Boden gehoben.Die Ofentür und die Türen (die manchmal von den Toren des ländlichen Friedhofs offen gelassen wurden) wurden zum Abendessen offengehalten.
Nach dem Abendessen führte der Besitzer seine Großväter vor das Haus:
Er streute Wasser um den Tisch oder goss sogar Wasser auf den ganzen Boden bis zur Tür und sagte:

Heilige Väter,

Sie kamen hierher, um zu trinken und zu essen,

jetzt fliegen Sie zu sich selbst!

Während des gesamten Bestattungszeitraums oder an zwei Tagen, wenn es "Großeltern" und "Großmütter" gab, war es verboten, andere Aufgaben als das Kochen zu erledigen.
Besonders streng eingehalten das Verbot des Spinnens, Träumens, Webens, Nähens.
Intimität in der Ehe sollte vermieden werden, sonst würde das Baby stumm oder verkrüppelt geboren werden.
Es ist ein bekannter Brauch, dass Großväter unter anderem das Bad unweigerlich ertränkten, die Besitzer selbst wuschen und ihren Vorfahren warmes Wasser und ein sauberes Handtuch überließen.
Es wurde allgemein angenommen, dass die Toten sich an ihren Verwandten rächten und ihre Krankheiten und andere Unglücksfälle bestraften, wenn sie Opa nicht richtig taten und nicht zum Begräbnisessen gingen.
Es wurde angenommen, dass es spezielle Aktionen gab, mit denen Sie Ihre verstorbenen Verwandten bei Opa sehen konnten. Dazu musste man sich um Mitternacht auf den Herd setzen und durch die Klammer zur Tür schauen; oder lege einen moosgewebten Gürtel an; oder schauen Sie sich ein Haus von der Straße aus durch ein Schlüsselloch oder Fenster an. Es wurde manchmal gesagt, dass nur die Gerechten oder diejenigen, die dieses Jahr sterben sollten, die Seelen der Toten sehen könnten.
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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Hekate
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Re: Ahnenfeste

#2

Beitrag von Hekate » Do 17. Okt 2019, 13:35

Solches findet man im dt Volksglauben auch.

Allerdings nicht nur allein auf Freitag/Samstag fixiert.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Ahnenfeste

#3

Beitrag von Peregrin » Do 17. Okt 2019, 15:14

Hagezorn hat geschrieben:
Do 17. Okt 2019, 06:55
Besonders streng eingehalten das Verbot des Spinnens, Träumens, Webens, Nähens.
Würde ja gerne wissen, was im Original steht. Das Träumen war wohl sicher nicht verboten, sondern irgendeine andere textile Handarbeit. :shocked:
Silence is the language of God, all else is poor translation. — Rumi

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Hekate
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Re: Ahnenfeste

#4

Beitrag von Hekate » Do 17. Okt 2019, 15:57

In Teilen von BY ist es das Wäsche waschen + aufhängen.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
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Und das ist schon alles.

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Hagezorn
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Re: Ahnenfeste

#5

Beitrag von Hagezorn » Do 17. Okt 2019, 19:54

ОСІННІ ДІДИ

Ми - язичники, наш світогляд та віра успадковані від предків. Ми зберігаємо цю спадщину та адаптуємо її до сучасного життя та ладуємо сучасне життя відповідно до спадщини. У всьому сущому ми бачимо божественний першопочаток, що охоплює собою весь Всесвіт, все що існує в ньому. І як все суще пішло з єдиного богопочатку, так і ми пішли від Богів. І кожен наш предок і нащадок - це звено у ланцюгу зв'язку з Богами, всі ми є великим ланцюгом до першопочатку, до Всесущого Рода., в кожному з нас є його частка - його Дух. Тому важливе місце у Рідній Вірі посідає культ предків. Крім того що предки згадуються чи не на кожному святі - ще існують кілька особливих, саме предкам призначених, свят на рік.
Наприкінці жовтня українська Традиція відзначає Свято Осінніх Дідів. В двовірській культурі вони збереглись під назвою Вечеря дідів, Діди, Осінні Діди, Дідівські суботи, Дідівська днина, Баби, Дмитрівська поминальна субота, Дмитрівська батьківська субота. В деяких регіонах були окреми дні для спомину померлих жінок ,окремо для чоловіків. В такому випадку окрім суботи святкували і у п'ятницю. Протягом тижня люди відвідували кладовища, прибирали могили, готували святкові вечері.
У день спомину на вечерю збиралась вся родина навіть ті, що були далеко від дому, намагалися в цей день приєднатися до родичів. Починався обряд поминання тоді, коли наставали сутінки, і доводилося запалювати вогонь. Святково одягнені домочадці збиралися біля накритого столу, голова дому запалював свічку і читав молитву, а потім урочисто запрошував померлих до вечері (текст звісно різнився у різних регіонах) :

Святі Діди, кличемо вас!
Святі Діди, летіть до нас!
Діду, Діду, йди до обіду!

Після такого запрошення предків родина не відразу сідала до столу, а в повному мовчанні продовжувала стояти осторонь, чекаючи, коли «поїдять діди», і лише потім за дозволом господині приступала до вечері. Традиційно готували каші, млинці, яйця, гарячі та м'ясні страви. Вважалось що душі вдихали пару від гарячих страв.
Обряд «годування дідів» у процесі святкування міг приймати різні форми: учасники застілля відливали потроху напої і рідкі страви на стіл (або під стіл, на підлогу, на вікно); для предків ставили спеціальну миску, в яку клали частину їжі від кожної страви і встромляли ложки; ложки, якими їли самі, опускали в миску і на деякий час клали на стіл, чекаючи, щоб і душі поїли; не прибирали і не мили після вечері посуд, залишаючи її «ночувати» на столі; крихти від вечері кидали в піч, колодязь, під фруктові дерева тощо.
Під час вечері заборонялося галасувати, веселитися, часто вставати і сідати, користуватися ножем (і взагалі гострими та колючими предметами); хліб не відрізали, а ламали руками; ложку, що випадково впала, з підлоги не піднімали; на час вечері тримали відкритими пічну заслінку і двері (іноді залишали відкритими і ворота сільського кладовища). Після вечері господар «проводжав дідів» за межі будинку: він кропив водою навколо столу або навіть поливав водою всю підлогу до самих дверей, примовляючи:

Святі Діди,
Ви сюди прилетіли
Пили і їли,
Тепер же летіть до себе!

Весь поминальний день або два дні, якщо відзначалися "діди" і «баби», заборонялося виконувати будь-які види господарських робіт, крім приготування їжі. Особливо суворо дотримувалися заборони прясти, снувати, ткати, шити. Слід було уникати подружньої близькості, інакше дитина народиться німим або калікою.
Відомий звичай коли на дідів крім усього іншого, неодмінно топили баню, милися самі господарі і залишали теплу воду і чистий рушник для предків.
Повсюдно було поширене повір'я, що небіжчики мстилися своїм рідним, караючи їх хворобами та іншими нещастями, якщо ті не справляли належним чином Дідів і не залишали для душ поминальної вечері.

Вважалося, що існують особливі дії, за допомогою яких можна на Дідів побачити своїх померлих родичів. Для цього слід було опівночі сісти на піч і дивитися на двері через хомут; або надіти на себе зітканий з моху пояс; або дивитися в будинок з вулиці крізь замкову щілину або вікно. Іноді говорили, що побачити душі померлих могли тільки праведні люди або ті, кому судилося померти в цьому році.

Auf Wunsch der Orginaltext.....
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Re: Ahnenfeste

#6

Beitrag von Sarf » Do 17. Okt 2019, 21:08

Hagezorn hat geschrieben:
Do 17. Okt 2019, 19:54
Особливо суворо дотримувалися заборони прясти, снувати, ткати, шити.
Ich gehe davon aus, dass es "zu schlafen" bedeutet. "снувати" ist zB eine veraltete oder eine Art gehobene Form des kroatischen Verbs "spavati" (auf Ukr. "spaty"), was "zu schlafen" bedeutet. "zu träumen" ist auf Ukr. "mriyaty". Darüberhinaus kennen wir die Totenwachen aus vielen unterschiedlichen Kulturen, so auch aus der slawischen.
"Mit der Maid spiel im Dunkeln: manch Auge hat der Tag.
Das Schiff ist zum Segeln, der Schild zum Decken gut,
Die Klinge zum Hiebe, zum Küssen das Mädchen."

- Edda, Hávamál 81

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Re: Ahnenfeste

#7

Beitrag von Hekate » Do 17. Okt 2019, 22:33

Totenwache, Totenwaschung usw.

War im ländlichen Bayern noch bis die 50iger/60iger üblich, wenn zu Hause verstorben wurde.
Mit Aufbahrung im Haus.

Ab der Zeit, wurden aber auch immer mehr z. Sterben ins Krankenhaus gebracht und es wurde schnell immer unüblicher (zu Hause zu sterben.)
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Re: Ahnenfeste

#8

Beitrag von Hagezorn » Fr 18. Okt 2019, 08:38

Nun ja..die Totenwaschung wird bei uns im Krankenhaus wieder gemacht.
Die Totenwache-wenn es die Angehörigen wünschen.
Aber wir sind ja auch die Palliativstation.
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Re: Ahnenfeste

#9

Beitrag von atemkristall » Sa 19. Okt 2019, 18:16

Hagezorn hat geschrieben:
Do 17. Okt 2019, 06:55
Wir sind Heiden, unsere Weltanschauung und unser Glaube sind von unseren Vorfahren geerbt.
Ich bin Heide aber, sorry, meine Weltanschauung und meinen Glauben habe ich mitnichten von meinen Vorfahren geerbt, sondern mir selbst angeeignet. Meine Vorfahren sind seit ca. 1000 Jahren Christen gewesen.

Beste Grüße vom
atemkristall

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Re: Ahnenfeste

#10

Beitrag von Peregrin » Sa 19. Okt 2019, 18:29

Das ist leider ein Statement, das von der unkritischeren (meist nationalistischeren) Seite der Neuheiden gerne vertreten wird.

Die Ahnen so zu betrachten ist halt auch eine Art Selbstaufwertung, da man sich damit in eine ununterbrochene Reihe großer (fiktiver?) freier Abenteurer, Krieger und Helden einreiht und sich nicht als Nachfahre von Bauer, Handwerker und Arbeiter, die unter Kaiser, König, Zar und Kirchenfürsten gebuckelt haben, sehen muss.
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