Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

Alles zum Thema Permakultur, Selbstversorger, Transition Towns, Lebensgemeinschaft, Umweltschutz und Ökologischer Fußabdruck
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Zombie
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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#11

Beitrag von Zombie » Sa 25. Aug 2018, 21:30

Setzt du denn "Green" mit Selbstversorger gleich? Klar kann man idealerweise auf solche Dinge achten, aber ich würde niemandem den Respekt vor der Natur absprechen weil er zB in der Stadt wohnt oder eben nicht nur aus dem eigenen Garten leben kann. Ich sehe aber den Interessenskonflikt, auf den du da anspielst. Dass Bio aus Spanien, Chile etc. Quatsch ist, da stimme ich dir voll zu.
Viele Grüße,
Zombie

SchwarzesWusel
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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#12

Beitrag von SchwarzesWusel » Sa 25. Aug 2018, 21:43

Hekate hat geschrieben:
Sa 25. Aug 2018, 20:12
Mein Problem damit ist, das ich es zum Teil nicht verstehe.

Warum man jammert, das man noch nicht fleischlos lebt und sich als Green betrachtet.
Aber dann Gen-Weizen, Gen-Mais, Gen-Soja isst.
Oder Bio aus Afrika, aus China
Das man im Januar frischen Spinat essen muss.
Usw..
Ich finde es immer interessant, wenn jemand gross schreit, er/sie lebt vegan.
...
Oder behaupten, Green, Naturverbunden zu sein.
Aber weil man in der Stadt lebt ....

Genau das meinte ich damit, dass die Werte zu Zwecken der Außenwirkung bzw. Aufmerksamkeit vertreten werden .

Generell, würde ich persönlich sagen, ist es mir zwar eher egal, woher da die Motivation kommt. Ich persönlich bin froh für jeden jungen (und auch nicht mehr so jungen) Menschen, der sagt, er möchte in seinem Lebenstil Rücksicht auf die Natur und ihre Ressourcen nehmen.
Aber ich gebe dir auf jeden Fall recht, dass da unter anderem auch viiiiiiiiel blinder Aktionismus stattfindet. :thumbup:

Ich denke, dass es daran liegt, dass bei vielen Menschen Zeit, Geld und auch ausreichende Transparenz über Wertschöpfungsketten/ Herstellungsmethoden oder einfach Wissen zur Thematik generell nur begrenzt vorhanden ist. Was viele dann aber eventuell nicht davon abhält, Stolz und ein Gefühl von Identität aus ihrem neugefundenen Weg zu beziehen, und das auch mitteilen zu wollen.
Vielen ist beispielsweise vielleicht gar nicht bewusst, dass ihr Seitan, mit dem sie ihr Fleisch ersetzen (auch) waaaaaaahhhnsinnig viel Wasser in seiner Herstellung benötigt, in Ländern angebaut wird, in denen Wasser ohnehin knapp ist, durch den Transportweg auch viel CO2 angefallen ist und auf dem Weg im "Idealfall" dann noch wirklich haarige Arbeitsbedingungen angefallen sind.
Wenn man sie dann drauf anspricht, sind viele ganz verdutzt und empört, weil sie es ja eigentlich besser machen wollten.

Ich denke in der heutigen Zeit ist es als Verbraucher in dem Sinn mehr als schwierig, alles "richtig" zu machen.
Allerdings wird in manchen Fällen schnell vergessen , dass man auch selbst die Nachhaltigkeit/ ökologische Vertretbarkeit nicht alleine für sich gepachtet hat und an manchen "Detailfragen" können dann leider regelrechte Kleinkriege ausbrechen.
Und das ist schade, weil wir alle auch einfach zugeben könnten, in manchen Natur- bzw. Umweltbelangen nicht perfekt zu sein, und stattdessen zusammenarbeiten (im Sinne von Wissen austauschen o.ä.) und uns gegenseitig Respekt zu zollen, für das, was man dann tatsächlich geleistet bekommt.
Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass da solche "Label" wie Green Witch und Co. eher spalten ...

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Hekate
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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#13

Beitrag von Hekate » Sa 25. Aug 2018, 22:28

Zombie hat geschrieben:
Sa 25. Aug 2018, 21:30
Setzt du denn "Green" mit Selbstversorger gleich?
***grinst böse***

Bei fanatischen Veganern! => Ja!

:girlie-gfk:

Bei den anderen erwarte ich, das sie etwas mehr geerdet sind.

Zu mindestens in Form vom saisonalen Essen.
Ortsnah (maximal 30 km Umfeld.
Wenn ich extrem sein will, dann eher nur 15 km)
Gern in Form von Gemüsekisten, Obstkisten.
Usw.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#14

Beitrag von Hekate » Sa 25. Aug 2018, 22:41

SchwarzesWusel hat geschrieben:
Sa 25. Aug 2018, 21:43
Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass da solche "Label" wie Green Witch und Co. eher spalten ...
Ja, klar.

:girlie-gfk:

Es kommt ein Mägdelein zu einer alten Hex.
Sie will Hexe werden, eine grüne, natürlich.

Sie darf, gegen Hilfe, bleiben.

Und sie bekommt die Aufgaben!
Den Garten zu versorgen.
Die Hühner zu versorgen, Eier zu sammeln ...
Usw.

Nach einiger Zeit beklagt sich das Mägdelein, das sie arbeitet, aber nicht ausgebildet wird.
Sie nichts lernt.
Und vor allen nichts grünes.

Die alte Hex.
Ja, das habe ich auch gehört, der Garten + seine Bewohner + die Hühner haben sich schon beschwert.

...
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#15

Beitrag von SchwarzesWusel » Sa 25. Aug 2018, 22:50

Hekate hat geschrieben:
Sa 25. Aug 2018, 22:41

Ja, das habe ich auch gehört, der Garten + seine Bewohner + die Hühner haben sich schon beschwert.

...
:D Okay ich muss vorsichtig sein mit dem Teetrinken vorm Computer, man weiß nie, wann man unvermittelt zum Lachen gebracht wird :mad3:

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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#16

Beitrag von Zombie » So 26. Aug 2018, 07:43

SchwarzesWusel hat geschrieben:
Sa 25. Aug 2018, 21:43
Ich denke in der heutigen Zeit ist es als Verbraucher in dem Sinn mehr als schwierig, alles "richtig" zu machen.
Allerdings wird in manchen Fällen schnell vergessen , dass man auch selbst die Nachhaltigkeit/ ökologische Vertretbarkeit nicht alleine für sich gepachtet hat und an manchen "Detailfragen" können dann leider regelrechte Kleinkriege ausbrechen.
Und das ist schade, weil wir alle auch einfach zugeben könnten, in manchen Natur- bzw. Umweltbelangen nicht perfekt zu sein, und stattdessen zusammenarbeiten (im Sinne von Wissen austauschen o.ä.) und uns gegenseitig Respekt zu zollen, für das, was man dann tatsächlich geleistet bekommt.
Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass da solche "Label" wie Green Witch und Co. eher spalten ...
DAS! Ich finde du hast vollkommen recht, es wird dann schnell das Gefühl vermittelt, dass man etwas auf eine bestimmte Weise machen muss, sonst ist es nämlich komplett falsch! :keule:
Hekate hat geschrieben:
Sa 25. Aug 2018, 22:28
Zu mindestens in Form vom saisonalen Essen.
Ortsnah (maximal 30 km Umfeld.
Wenn ich extrem sein will, dann eher nur 15 km)
Gern in Form von Gemüsekisten, Obstkisten.
Usw.
Das finde ich grundsätzlich eine gute Idee, ist aber vermutlich trotzdem eine leicht utopische Vorstellung. Gemüse- und Obstkisten gibts ja leider nicht überall und kann sich auch nicht jeder leisten (ich zum Beispiel nicht). Vor allem in der Stadt dürfte das ein Problem werden. Und man hat nicht immer die Wahl aufs Land zu ziehen. So jemand darf sich dann nicht "green" nennen?
Womit wir wieder beim Punkt "jeder wie er kann" wären.

Ich finde solche Diskussionen ja immer spannend. :D Ich finde das Klischee "GREEN Witch" leicht überstrapaziert, gefühlt jeder dritte möchte eine Green Witch sein, hat sich aber nicht wirklich Gedanken gemacht, was er sich davon verspricht und dafür zu geben bereit ist. Wobei ich durchaus mit dir konform gehe, dass dann zumindest IRGENDEINE Form von Pflanze im Haus sein sollte, und wenns nur Küchenkräuter und ein Farn sind.
Viele Grüße,
Zombie

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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#17

Beitrag von Peregrin » So 26. Aug 2018, 09:11

Zombie hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 07:43
Das finde ich grundsätzlich eine gute Idee, ist aber vermutlich trotzdem eine leicht utopische Vorstellung. Gemüse- und Obstkisten gibts ja leider nicht überall und kann sich auch nicht jeder leisten (ich zum Beispiel nicht).
Ein großes Manko ist meiner Meinung nach auch: Mir wäre selbst eine Single-Kiste viel zu viel. Das bekomme ich nicht in der Woche aufgegessen. Und ohne Gefrierfach kann ich auch nichts vorkochen und einfrieren. Und dann ist da noch das Problem, dass der Lieferant die Kiste nicht einfach vor die Tür stellen kann, wenn ich nicht da bin, da ich in einem Mehrparteienhaus wohne, in dem alles wegkommt, was nicht niet- und nagelfest ist.
Zombie hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 07:43
Ich finde solche Diskussionen ja immer spannend. :D
Ich auch. Vor allem, wenn jemand, der sich über diejenigen aufregt, die einer bestimmten Überzeugung folgen, selbst bestimmten Kriterien aufstellt, die jemand erfüllen muss, damit er sich so nennen darf wie er es tut. :happy: Pott, Kettle, black...
Silence is the language of God, all else is poor translation. — Rumi

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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#18

Beitrag von Zombie » So 26. Aug 2018, 10:56

Peregrin hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 09:11
Ich auch. Vor allem, wenn jemand, der sich über diejenigen aufregt, die einer bestimmten Überzeugung folgen, selbst bestimmten Kriterien aufstellt, die jemand erfüllen muss, damit er sich so nennen darf wie er es tut. :happy: Pott, Kettle, black...
Hab ich das denn getan, nur weil ich meinte es sollte Grünzeug in der Wohnung sein? 🤔 Ist halt meine persönlich Auffassung davon, aber ich hab auch kein Problem damit wenn du dich Green Witch nennst und keine Pflanzen hast. Ich hab nicht verlangt dass jemand meiner Auffassung entsprechen muss, ich würde mich ja auch nicht zwingend nach der Auffassung anderer richten. ^^
Viele Grüße,
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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#19

Beitrag von Peregrin » So 26. Aug 2018, 11:25

:shocked:

:green:

:rapzap:

:hex:
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Re: Erdhexe/Erdenhexe/Earth Witch

#20

Beitrag von Hekate » So 26. Aug 2018, 11:47

:lach:

Erwartung heisst nicht, das es ein "Muss" ist.

:lach:

Seien wir doch ehrlich, im Grunde sprechen wir über ein Ideal.
Dem man sich versucht anzunähern!

:yltype:

Nun zu gewissen Problemen.

1) das es nicht genug Kistenanbieter gibt, liegt doch an uns. Wir machen uns nicht genug Mühe, um zu suchen. Bzw. mögliche Anbieter anzusprechen.

2) das es nicht die Varianten gibt, die man will, liegt doch auch an uns.
Im Grunde das gleiche Problem, wie bei (1).

3) das sie oft zu teuer ist, liegt ebenfalls an uns. Muss es wirklich die EU-Norm sein?
Nicht schön aussehende Ware wäre oft sehr viel billiger.

4) Lieferzeitpunkt und Ort liese sich, bestimmt regeln.
(Zum Beispiel, mit einer anderen Kundin zusammen.)

5) Wenn man sich nicht gerade von Smoothies + NUR Rohkost ernährt, Liese sich die Verarbeitung regeln.

Zum Beispiel, als Gemüsegrundsuppe und diese dann einkocht.

Oder als Grundeintopf. Oder Süsssauer. Oder als Salat.

6) Ich bin mir sicher, das man es geregelt bekäme, das man im Winter nur 1 - 2 im Monat eine Kiste zu bekommen, das dann wirklich NUR dt Winterware hat.
Wenn wir uns darum bemühen würden.

Also im Gerunde auch nur - ausreden.

Aber da wir alle nur Menschen sind, ist das - OK!.

:girlie-gfk:

Wie es OK ist, das ich meine Ansichten und Meinungen habe.

Gruss

Hekate

P.S.

Und wer nicht Einkochen kann
Dann machen wir mal (2020 + später) ein Forums treffen.
Thema - "Können der Erdhexen"
Und ich zeig euch, wie das geht!
(Sollte im Herbst sein, damit frische Produkte da sind)
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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