Initiation und deren Folgen...

Christoph
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Initiation und deren Folgen...

#1

Beitrag von Christoph » So 28. Okt 2018, 15:32

Hallo,

ich beschäftige/arbeite/lebe eine ganze Weile mit Hexentum/Wicca.
Ich bin nicht Initiiert fühle mich aber langsam bereit dafür.
Leider habe ich noch nicht die für mich passende Form gefunden wie das aussehen soll, auf jeden Fall wird es aber eine freie Initiation werden.

Was mich hier interessiert ist:

- seid ihr initiirt oder nicht (egal ob Selbstweihe oder im Covent)?

- was hat euch bewogen euch zu weihen/weihen zu lassen?

- hattet ihr ein bestimmtes Datum was ihr für günstig hieltet?

- habt ihr den Tag mit Freunden/Familie gefeiert/öffentlich gemacht?

- habt ihr eine Veränderung gespürt?

Vor allem die Vorher/Nachher Veränderung interessiert mich sehr. Diese Frage resultiert so ein wenig aus den vorherigen Erwartungen/Beweggründen. Habt ihr euch dannach anders Gefühlt, was hat dieses Ritual mit euch gemacht?


Ich versuche mit den Thema Abstand zu nehmen von der Glaubens-Disskussion ob Selbstweihe möglich/sinnvoll ist oder nicht. Sondern mehr auf den Aspekt der Veränderung nach einer Weihe (egal welcher Form) einzugehen.

lg Christoph

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Hekate
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Re: Initiation und deren Folgen...

#2

Beitrag von Hekate » So 28. Okt 2018, 16:32

:hm:

Das sind aber ganz unter schiedliche Sachen.

:girlie-gfk:

Und bitte:

Was ist eine "freie Initiation"!?!
(Sehr neugierig ist)

:girlie-gfk:

Gruß

Hekate
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Rafael_Chiron
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Re: Initiation und deren Folgen...

#3

Beitrag von Rafael_Chiron » So 28. Okt 2018, 16:56

Hekate hat geschrieben:
So 28. Okt 2018, 16:32
Was ist eine "freie Initiation"!?!
@Hekate: So wie ich das lese, versteht Christoph darunter eine Selbstweihe... ;)

:liebegrüße: Rafael Chiron

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Hekate
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Re: Initiation und deren Folgen...

#4

Beitrag von Hekate » So 28. Okt 2018, 17:00

Ich bin keine Wicca, also keine BTW.

Ich kann nur für mich sprechen.

:girlie-gfk:

Folgen!

Ich bin z. B. auch ausgebildete (fremd, nicht autodidaktisch) Schamanin, aber "Nordost asiatisch". Das hat zur Folge, das ich mit der Fraktion - Sun Bear + der Fraktion - "freie Schamenen" nichts anfangen kann.
Das sind ganz unterschiedliche Welten.
Ich bezeichne mich auch nicht als Schamanin.

Positives für mich?
Pferde meiden mich nur noch, wenn sie mich nicht interessant finden.
Statt mich zu beissen, weil sie mich zu sehr als Hund/Wolf entfinden.

:girlie-gfk:

Ich bin Reiki-Meisterin - westlich - klassisch.
(Keine Selbstweihe, keine Fernweihe)

Bei der INI wäre ich fast "abgestützt".

Positives für mich?
Ich kann bewusster an Heilenergien ran
Usw. Usw. Usw.

:girlie-gfk:

Hatte ich eine Selbstweihe? - Ja, eine.

Aber das war für mich eher, ein Teil eines Weges.
Zum Weg gehörend Davor + danach, kein Unterschied.

:girlie-gfk:
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Re: Initiation und deren Folgen...

#5

Beitrag von Schneewoelfin » So 28. Okt 2018, 17:24

Hallo Christoph,

eine Weihe kann ein Teil einer Initiation sein, aber ist nicht das selbe... beides setzt aber die Beteiligung (mindestens) einer anderen Person voraus:
Die lateinische Sprache unterscheidet zwischen Ordinatio (Weihesakrament), Consecratio (Konsekration) und Benedictio (Segnung). Die Wiedergabe dieser Begriffe im Deutschen durch Weihe oder Segnung ist in kirchlichen Texten und im Sprachgebrauch zum Teil uneinheitlich.

Gemeinsam ist den Begriffen, dass durch zeichenhafte Handlungen und meist das Sprechen eines Weihegebets eine Gnade vermittelt wird. Weihe bedeutet, dass der oder das Geweihte künftig und auf Dauer nicht mehr für den normalen, profanen „Gebrauch“ bestimmt ist, sondern für einen anderen, religiösen und symbolisch-zeichenhaften. Jemand oder etwas wird dem weltlichen „Gebrauch“ entzogen und in den alleinigen Dienst Gottes gestellt.
aus Wiki Weihe

eine Initiation ist - wie mein 1. spiritueller Lehrer sagte - die Schwelle zu einer Halle mit neuer Erkenntnis, über die man mit Hilfe anderer "gehoben" wird -
so wie man sich selbst nicht hochheben kann, kann man imo sich selbst auch nicht weihen oder initiieren.

Mir sind auch schon Menschen begegnet, die initiatorische Erlebnisse ohne äussere Ini hatten, sie verfügten dann aber auch überein Wissen, das man ohne Ini nicht bekommt (wie bestimmte Passwörter oder andere Kenntnisse) und meist haben sie Erinnerungen,diese Ini schon in früheren Leben erfahren zu haben

Auch frage ich mich: in was will man sich selbst initiieren, wenn es da keine Gemeinschaft gibt...? oder wie will man sich selbst weihen - als PriesterIn- wenn diese Weihe einem vermittelt werden soll....?

Folgen: nach meiner 1. Ini hat es mich so richtig "zerlegt" ...eine Ini löst - in meinen Worten - ein katalytischen Prozess aus, es passiert mehr in kürzerer Zeit, als ohne Ini. Der prozess an sich ist imo sehr gut in dem Buch von Johannes Fabricius "Alchemie - Ursprünge der Tiefenpsychologie" beschrieben
oder, wie es in meiner Linneage heisst, wenn eine Ini "funzt":
Versteckte Ängste und Probleme werden an die Oberfläche gebracht. Das kann emotional werden. Wer sich nicht verändern möchte, sollte zurücktreten, wenn man sich nicht verändern möchte, soll man die finger davon lassen!
Ich fühle mich meist am Ende eines solchen Transformationsprozesses wie "durch den Fleischwolf gedreht", weiß aber zugleich dann, dass der Prozess bald abgeschlossen ist.
Wie schon in dem anderen Thread über "Seide zur Abschirmung" geschrieben bin ich da bei J.W. v. Goethe, bzw seinem Gesicht "Seelige Sehnsucht":
Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde
in diesem Sinne: wer sich nicht transformieren mag, sollte besser die Finger von dem initiatorischem Weg lassen :girlie-nick:

LG Schnee

[Edith sacht] sehe gerade, dass der Thread im öffentlichen Wicca Forum ist - deswegen noch als Ergänzung: im Wicca gibt es keine Selbst-Weihe oder SelbstInitiation, siehe hierzu auch den Post Was ist Wicca [/Edith sacht]
"Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst." Jalal Ad DIn Rumi

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Re: Initiation und deren Folgen...

#6

Beitrag von Knufflon » So 28. Okt 2018, 17:36

Sehe ich ähnlich.

Und doch kann man sich den Göttern, einem Ziel im Leben, oder sonstwas weihen, einen Teil des oder das ganze Leben oder auch eine bestimmte Zeit. Und das kann man auch mittels eines Rituals tun.

Und auch das wird Wirkung zeigen, wenn es denn authentisch und integer war.

LG,
Knufflon
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Re: Initiation und deren Folgen...

#7

Beitrag von Schneewoelfin » So 28. Okt 2018, 17:41

Knufflon hat geschrieben:
So 28. Okt 2018, 17:36
Und doch kann man sich den Göttern, einem Ziel im Leben, oder sonstwas weihen, einen Teil des oder das ganze Leben oder auch eine bestimmte Zeit. Und das kann man auch mittels eines Rituals tun.

Und auch das wird Wirkung zeigen, wenn es denn authentisch und integer war.
in diesem Sinne verstehe ich "weihen" eher, wie "sich versprechen" und nicht im Sinne der Wicca-Initiation oder einer Priester Weihe.

LG Schnee
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Re: Initiation und deren Folgen...

#8

Beitrag von Hekate » So 28. Okt 2018, 17:42

Knufflon hat geschrieben:
So 28. Okt 2018, 17:36
Sehe ich ähnlich.

Und doch kann man sich den Göttern, einem Ziel im Leben, oder sonstwas weihen, einen Teil des oder das ganze Leben oder auch eine bestimmte Zeit. Und das kann man auch mittels eines Rituals tun.

Und auch das wird Wirkung zeigen, wenn es denn authentisch und integer war.

Das bestreitet auch keiner.

Nur, es ist nicht das gleiche.
Das alles sind meine,
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Und das ist schon alles.

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Re: Initiation und deren Folgen...

#9

Beitrag von Runeninteressierter » So 28. Okt 2018, 17:43

Ich hab auch ein kleines Kerzenritual gemacht um meinen magischen Weg zu bestärken. Aber hm, schwer zu sagen was danach anders war. Vielleicht das überdenken dessen was Gut und richtig für mich ist. Bewusst werden darüber dass ich gut in Magie werden will jedoch nichts auf biegen und brechen zwanghaft probieren will. Dass ich angefangen hab den Weg zu gehen und ihn auch weiter gehen will. Auch wenn ich manchmal keinen Bock habe, diese Phasen jedoch nutze um zu überdenken. Dass es mich fasziniert und auch wenn ich zweifle weiter machen will. Und vor allem dass mir dieses Ritual gegen den inneren und die äusseren Kritiker und Skeptiker hilft die mir die Magie und Spiritualität ausreden wollen. Folglich habe ich durch das Ritual Kraft bekommen. Und es hilft mir auch die Dinge so wie es soll auf mich zu kommen zu lassen und mich langsam damit auseinander zu setzen was ich damit erreichen will, was passt zu mir etc.

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Re: Initiation und deren Folgen...

#10

Beitrag von AlterMann » So 28. Okt 2018, 22:39

Ich hatte in der Schule noch Latein pauken müssen und zu dem Thema Initation Fällt mir gerade ein Spruch ein. Ich glaube der lautet, 'Credento vides' (Glaube sieht! Zumindst meine ich das es das heißt!?) :aufkopf: Aber das sind schon fast 45 Jahre her als ich das gelernt habe :D !
Die Zeit die zählt sind die Stunden in denen wir lieben

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