Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

Benutzeravatar
Fiep
Beiträge: 198
Registriert: Di 6. Jan 2015, 18:54
Wohnort: Bergisches Land

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#11

Beitrag von Fiep » Sa 5. Mai 2018, 12:57

Regentrude hat geschrieben:
Fr 4. Mai 2018, 20:59
Ich mache es auch an der Absicht fest.
Aber so ganz befriedigend ist für mich die Abgrenzung trotzdem noch immer nicht, und ich denke darüber schon einige Jahre nach. Z.B. dunkle Magie könnte man auch durch "dunkle" Verbündete definieren. Also z.B. Dämonen. - Nächste Frage: warum werden die eigentl. als dunkel eingestuft?
Werden sie? Deiner Aussage nach stufst du sie selber als dunkel ein, jedoch ist das nicht allgemeingültig. wiki einfach mal den ersten Absatz dazu lesen und vielleicht nochmal drüber nachdenken.
Regentrude hat geschrieben:
Fr 4. Mai 2018, 20:59
Und - kann man auch mit schwarzer Magie etwas Gutes zaubern? (Ich bin mir nicht sicher, ob es dann nicht immer so einen Haken bei der Sache gäbe, vergleichbar mit, wenn man sich von einem Dschinn etwas wünscht....) Und wenn ja, wäre es dann noch schwarze Magie....
Meiner Meinung nach ist schwarze Magie die Art von Magie deren Absichten von einem selber und/oder der Gesellschaft als "böse" eingestuft werden. Mit schwarzer Magie ewas gutes zu tun ist nach meinem Verständnis ein nicht auflösbares Paradoxon.
Oder meinst du damit, dass ein Zauber "nach hinten losgeht" und trotz der negativen Absicht etwas rein positives bewirkt? Dabei frage ich mich dann wieder, ob das überhaupt möglich ist.

Regentrude
Beiträge: 17
Registriert: Mo 23. Apr 2018, 08:01

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#12

Beitrag von Regentrude » Sa 5. Mai 2018, 13:43

Also wie gesagt, ich mache es für mich an der Absicht fest. Und bin ein großer Befürworter des freien Willens, den man respektieren sollte (also keine auf feste Personen abzielenden Liebes- u.a. Zauber). Ich bin mir schon bewusst, dass es bei mir alles Kopfwissen ist, was mit schwarzer Magie zu tun hat, weil ich selbst so nicht praktiziere und somit auch keine Erfahrungen damit habe. Dh. alles was ich weiß, weiß ich von dem, was ich gelesen oder gehört habe. Daher auch die Definition von Dämonen = dunkel (was nicht unbedingt "böse" bedeuten muss). Aber es fühlt sich schon anders an, als z.B. "nette" Gottheiten (ich weiß, es ist ein Klischee, aber damit kann man auch gut Dinge scharf zeichnen).
@ Fiep, naja ich dachte z.B. dass man mit schwarzer Magie z.B. auch Kranke heilen könnte. Nur bin ich mir halt nicht sicher, ob das nicht einen Haken hat.
Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?

© Ernst R. Hauschka

Benutzeravatar
<kranich>
Beiträge: 308
Registriert: Sa 4. Mai 2013, 09:06
Benutzertitel: ∵ i think ∴ i am

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#13

Beitrag von <kranich> » Sa 5. Mai 2018, 16:18

Mit schwarzer Magie ewas gutes zu tun ist nach meinem Verständnis ein nicht auflösbares Paradoxon.
Ein philosophisches Gedankenexperiment, da ich nicht weiß, ob so etwas geht:

Nehmen wir an, man könnte Beispielsweise einen Kranken heilen, indem man seine Krankheit auf jemand anderes überträgt. Wäre das "schwarze" oder "weiße" Magie?

Sagen wir also, ich übertrage die Krankheit eines lieben Kindes auf eine bösen Diktator.
Oder andersherum.

Was hat das mit der "helligkeit" der Magie zu tun? Die Magie wäre doch die selbe?

Benutzeravatar
Fiep
Beiträge: 198
Registriert: Di 6. Jan 2015, 18:54
Wohnort: Bergisches Land

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#14

Beitrag von Fiep » Sa 5. Mai 2018, 17:07

<kranich> hat geschrieben:
Sa 5. Mai 2018, 16:18
Was hat das mit der "helligkeit" der Magie zu tun? Die Magie wäre doch die selbe?
Das müssen dann meiner Meinung nach diejenigen festlegen, welche überhaupt in helle/dunkle, weiße/schwarze, oder "gut" und "böse" unterscheiden wollen.
Irgendwie erinnert mich das hier doch alles sehr an die christliche Art Sachen zu be- und verurteilen.

Aber um zu dem Krankheitsbeispiel auch noch meinen Kommentar zu lassen: Es wäre wohl schwarze Magie, jedoch nach dem Motto "der Zweck heiligt die Mittel" dann trotzdem eine gute Tat. Dieser magische Robin Hood wäre dann im Rechtsstaat vermutlich ein Held des Volkes und ein Verbrecher im Gesetz.

Benutzeravatar
Lakeisha
Beiträge: 1935
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:45
Benutzertitel: Tierflüsterin
Wohnort: GL

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#15

Beitrag von Lakeisha » So 6. Mai 2018, 11:20

...nur mal so am Rande....
Ich würde mir nicht anmaßen wollen, zu entscheiden, ob ein Leben lebenswerter ist, als das andere.

Bsp. Es bittet Dich jemand, einen Alkoholiker zu heilen.....will man der Frau helfen? Will man die Lebensaufgabe der Zwei in die Hand nehmen? Will man sich einmischen, wo es evt nicht angemessen ist? Wie weit man eingreifen möchte ist nicht immer eine Frage von "Gut oder Böse", für mich ist es schlichtweg auch eine Frage des Erlaubtseins.... Ich sag ja, da kann man vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen. :girlie-gfk:

GlG, bb, Lakeisha
Carpe diem & noctem.
Morgengymnastik:
Mit dem richtigen Fuß aufstehen, Fenster seiner Seele öffnen; vor allem was lebt verbeugen; Gesicht der Sonne zuwenden; paar Mal über den eigenen Schatten springen; sich gesund lachen.
Und: :kaffee: ;)

Sehnsucher
Beiträge: 44
Registriert: Di 16. Feb 2016, 20:23

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#16

Beitrag von Sehnsucher » So 6. Mai 2018, 11:34

Hallo,
ich unterscheide Magie grundsätzlich nicht in schwarz oder weiß. Die Natur ist für mich beides, hell und dunkel. Die Absicht, in der man handelt, zeigt ob man etwas positives oder negatives bewirken möchte. Helfe ich mir selbst einen neuen Job zu finden, tu ich mir was gutes, nehme aber jemand anderen die Chance auf genau diesen Job. Ist das nun positiv oder negativ? Das ist schwierig zu sagen, den ich habe bekommen, was ich wollte, ein anderer aber nicht. War meine Absicht ihm zu schaden? Nein, ich wollte mir helfen. Natürlich kann man über diesen Standpunkt streiten. Schließlich habe ich dem anderen indirekt Schaden zugefügt. Aber weiß ich, ob er nicht einen besseren Job findet?
Ein Liebeszauber z.B. hilft mir ja auch, allerdings mache ich dafür einen anderen Menschen zur Marionette, sofern es gegen seinen Willen ist und diese eine Person es unbedingt sein muss. Die Lösung liegt für mich in der Formulierung meines Wunsches. Muss es dieser bestimmte Mensch sein oder kann es auch ein anderer sein, der besser zu mir passt? Formuliere ich so offen, kann ich davon ausgehen, das die Liebe zu mir kommt, ohne das ich eine Marionette vor mir habe.
Gleiches kann ich auch bei dem ersten Beispiel mit dem Job nehmen. Muss es unbedingt dieser bestimmte Job sein, oder kann es auch ein anderer sein? Ich denke, wenn die Formulierung des Wunsches offen ist, geschieht das, was für alle Beteiligten gut ist, ohne das jemand zu schaden kommt.

Liebe Grüße,
Sehnsucher
Ruhe dich aus, bleibe aber niemals stehen

Benutzeravatar
FreieAtem
Beiträge: 1580
Registriert: Mi 27. Mär 2013, 21:16
Benutzertitel: Pazifistin
Wohnort: Bodensee

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#17

Beitrag von FreieAtem » So 6. Mai 2018, 22:17

Ich pers. unterscheide nicht in hell und dunkel und handle magiesch nach den gleichen Werten und Abwägungen wie in meinem unmagieschem Leben auch. Und was soll ich dazu sagen :) ?
... ich bin keine Heilige, aber auch keine Mörderin.
LG FreieAtem
... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben ...

- Hermann Hesse aus Stufen -

Weidenblüte
Beiträge: 17
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:22

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#18

Beitrag von Weidenblüte » Fr 31. Aug 2018, 16:32

Ich gebe als Unerfahrene auch mal meinen Senf dazu (:

Meiner Meinung ist es nicht definiert, dass schwarze Magie böse sein muss und weiße Magie gut, denn man kann sowohl mit schwarzer Magie Gutes tun, als auch mit weißer Magie Schaden anrichten.

LG Weidenblüte

Benutzeravatar
<kranich>
Beiträge: 308
Registriert: Sa 4. Mai 2013, 09:06
Benutzertitel: ∵ i think ∴ i am

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#19

Beitrag von <kranich> » Sa 1. Sep 2018, 10:19

Ich senfe auch noch mal dazu:

Ist "Schwarz" für euch automatisch "böse"? Beispielsweise ist der "Urtyp" der <schwarzen> Magie ja die Nekromantie, siehe Wikipedia:
Das Wort Nekromantie leitet sich ab vom altgriech. nekros (Leiche) und von mantis (Weissager). Seit dem 13. Jahrhundert wird Nekromantie mit Nigromantie gleichgesetzt und mit der Schwarzen Magie assoziiert. Bei Paracelsus bedeutet Nigromantie die Beschwörung der Gestirngeister. Das Wort Nigromantie bezeichnet aber lediglich die mittelalterliche Wortneubildung für Nekromantie. Das Wort entstand aus einer Verschmelzung des alten griech.-lat. Begriffs Nekromantie mit lat. niger: „schwarz“. Im Mittelalter war das Wort niger gleichbedeutend mit „schlecht“ oder „schrecklich“, war unheilbringend oder ein Begriff der schwarzen Künste
Und dennoch stellen "die Ahnen" ( Kommunikation mit den Ahnen ist ja irgendwo auch Totenbeschwörung) für viele Kulturen ein zentrales magisches Thema dar. Genauso gibt es durchaus viele Themen, die nichts mit schwarz, weiß oder anderen Farben zu tun haben, denke ich. Oder Wahrsagerei: Das war lange Zeit aus der Sicht der Kirche allerschwärzeste Magie.

Wie auch immer: Ich finde die bezeichnung "schwarz" einfach blöd, tut mir leid. Der Schachspieler, der Schwarz spielt, ist ja auch nicht der Böse.

Benutzeravatar
<kranich>
Beiträge: 308
Registriert: Sa 4. Mai 2013, 09:06
Benutzertitel: ∵ i think ∴ i am

Re: Gibt es einen Unterschied zwischen heller und dunkler Magie?

#20

Beitrag von <kranich> » Sa 1. Sep 2018, 10:31

Ach ja, falls es jemanden interessiert (falls es ein früheres Leben gibt, war ich wohl mal ein antiker Grieche):

Typisch "schwarze" Götter bei den Griechen sind die Cthonioi, und "Böse" ist da ein ziemlich unpassender Begriff: https://de.wikipedia.org/wiki/Chthonische_G%C3%B6tter

Antworten