Museen über Hexerei

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Peregrin
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Museen über Hexerei

#1

Beitrag von Peregrin » Di 19. Sep 2017, 12:53

Hallo,

da das Thema im Thread Hexenschmuck aufgekommen ist und ich es zu schade fand, dass es da untergeht, dachte ich, ich eröffne hier einen eigenen Thread dazu. Da können Interessierte dann gegebenenfalls auch einmal nachgucken.

Die meisten Museen, die "Hexerei" im Namen haben, sind ja leider "Foltermuseen" in denen es um die Verfolgung von vermeintlichen Hexen geht. Die Art Museen haben zwar auch ihre Berechtigung, aber wer Museen über die Kunst der Hexerei und Magie sucht, so wie zum Beispiel das Museum of Witchcraft and Magic bei Boscastle in Cornwall, oder das Museum of Icelandic Sorcery & Witchcraft bei Standir, oder das Hexenmuseum bei Auenstein in der Schweiz, der findet seltener etwas.

Wenn ihr Tipps und Erfahrungsberichte zu Hexenmuseen beider Sorten habt, die ihr hier mit anderen teilen wollt, nur zu!

Vielleicht lässt sich dazu später eine Liste erstellen, vielleicht geordnet nach Ländern, mit Adressen, Eintrittspreisen und so weiter.

Ähnliche Themen sind natürlich auch willkommen! (Auch wenn es die Themen meist kein eigenes Museum bekommen, aber da eher als Sonderausstellungen vorgestellt werden, z.B. zum Thema Volksglaube, oder zur Alchemie, oder ähnlichem.

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Stadteule
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Re: Museen über Hexerei

#2

Beitrag von Stadteule » Di 19. Sep 2017, 13:59

Danke für diesen Thread, @Peregrin!
(Mindestens) einen Besuch wert ist meiner Ansicht nach auf jeden Fall das

Museum of witchcraft and magic
am Hafen in Boscastle, Cornwall
Eintritt für Erwachsene: 5 GBP
Website des Museums: >klick<

Man findet hier auf recht kleinem Raum in einem typischen cornischen Cottage eine Fülle an Exponaten, die (weil zuviel für das kleine Cottage) auch immer mal wieder etwas wechseln. Plus eine riesige magische Bibliothek.
Das Museum in Boscastle wurde 1960 von Cecil Wiliamson gegründet, nachdem er zuvor schon in 3 englischen Lokalitäten und auf der Isle of Man ausgestellt hatte. Williamson war ein Freund Gerald Gardners und daher auch selbst kein unbeschriebenes Blatt und das Museum hatte anfangs einen vor allem magischen Schwerpunkt, bis es 2013 mit dem Museum of British Folklore fusionierte, wodurch es beträchtlich erweitert (und imo bereichert) wurde. Mittlerweile werden hier Beispiele gezeigt von sowohl historischer, als auch zeitgenössischer Magie mit gesammelten magischen Artefakten, Memorabilia bekannter Magier, einigen Tafeln mit gesammelten Spells und interessanten Funden von Volksmagie, vor allem von der britischen Insel. Außerdem zeigen sie wechselnd thematische Ausstellungen, dieses Jahr ist es "Poppets, Pins And Power: The Craft Of Cursing".

Hier mal ein paar Fotos, um einen kleinen Eindruck zu vermitteln:

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...und wenn man mit dem Museumsbesuch fertig ist, kann man gerade ein paar Kilometer weiter prähistorische Labyrinthe in Fels geritzt finden oder einen wirklich naturmagischen Ort, den "St.Nectan's Glenn", besuchen (oder sich die hexische Konsumdrönung in Tintagel geben).


LG, Stadteule
Wer sie nicht kennte, Die Elemente, Ihre Kraft und Eigenschaft, wäre kein Meister über die Geister. (J.W.v.Goethe)

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Peregrin
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Re: Museen über Hexerei

#3

Beitrag von Peregrin » Di 19. Sep 2017, 14:09

Tolle Fotos! :thumbup: Danke!

CatEye
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Re: Museen über Hexerei

#4

Beitrag von CatEye » Di 19. Sep 2017, 22:26

Aloha,

hier noch ein Tipp. Das Museum über Hexerei und Magie in Hólmavík, Island. Hier wird z.B. eine Leichenhose ausgestellt. Dem Museum ist wohl ein Restaurant das "Galdur" angegliedert. Leider hab ich es bei meinem Islandurlaub nicht dorthin geschafft.

http://holmavik.is/galdrasyning/german/G-exhibition.php

Viele Grüße
CatEye
Wenn Ihr Lust habt, schaut vorbei: https://www.facebook.com/MFArtPhoto

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Sarf
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Re: Museen über Hexerei

#5

Beitrag von Sarf » Di 19. Sep 2017, 22:30

Wenn's nicht ganz so weit weg sein muss, gibt's noch das Hexenmuseum in Ringelai: Klick
"Mit der Maid spiel im Dunkeln: manch Auge hat der Tag.
Das Schiff ist zum Segeln, der Schild zum Decken gut,
Die Klinge zum Hiebe, zum Küssen das Mädchen."

- Edda, Hávamál 81

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Peregrin
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Re: Museen über Hexerei

#6

Beitrag von Peregrin » Di 19. Sep 2017, 22:37

Sarf hat geschrieben:
Di 19. Sep 2017, 22:30
Wenn's nicht ganz so weit weg sein muss, gibt's noch das Hexenmuseum in Ringelai: Klick
Hallo Sarf,

warst du da schon mal und kannst einen kurzen Erfahrungsbericht beisteuern? Das scheint ein reines vom Typ "Foltermuseum" zu sein, oder?

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Re: Museen über Hexerei

#7

Beitrag von Satyr » Di 19. Sep 2017, 22:57

Das Hexenarchiv Hamburg, leider im Moment nicht zugänglich:

http://www.voelkerkundemuseum.com/87-0-Hexenarchiv.html

BB

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Peregrin
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Re: Museen über Hexerei

#8

Beitrag von Peregrin » Di 19. Sep 2017, 23:09

Wäre prima, wenn alle ein, zwei Sätze zu den von ihnen verlinkten Museen schreiben könnten. Dann hätte man mehr Infos, als wenn man einfach selbst nach Hexenmuseen googeln würde.

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Arwyn
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Re: Museen über Hexerei

#9

Beitrag von Arwyn » Mi 20. Sep 2017, 00:43

Ich bin mal so frei und zitiere mich zur Ausstellung in Hamburg selbst:
Ich war so um 2000 rum mal da. Geht schon in erster Linie wirklich um Hexen, allerdings fand ich es damals nicht besonders spektakulär. Damals war ich aber auch jünger (ach nee!  ) und ganz frisch dabei und hatte irgendwie mehr Brimborium erhofft. Kann sein, dass ich das heute ganz anders bewerten würde, trotzdem war mein Eindruck, dass man dort nichts erfährt, was man bei entsprechendem Interesse nicht schon längst aus der jeweiligen Literatur weiß. Ist natürlich was anderes, das mal so beispielhaft zusammengestellt direkt vor Augen zu haben. 

Aber wie gesagt, das ist der Stand von vor ~17 Jahren. Vielleicht hat ja hier jemand aktuellere Infos. 
LG
Arwyn
Open your eyes and then open your eyes again.
Terry Pratchett

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Hagezorn
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Re: Museen über Hexerei

#10

Beitrag von Hagezorn » Mi 20. Sep 2017, 06:45

http://www.sonntagsblatt.de/artikel/bay ... zauber-aus
Ist eine begrenzte Zeit zu sehen...
In der Ausstellung mit dem Titel »Wer’s glaubt, wird selig!« sollen anhand von mehr als 300 Exponaten die »magischen Praktiken« in Geschichte und Gegenwart aus Franken, Schwaben und Altbayern gezeigt werden. Die Exponate zeigen zugleich die Nöte und Bedrohungen der bäuerlichen Bevölkerung im 18. und 19. Jahrhundert, die mit übernatürlichen Einflüssen erklärt und deshalb mit Zauberei abzuwehren versucht wurden.
Wer uns Denken erspart, erspart uns Schmerzen, wie ein Arzt, oder ein Drogenhändler.
Dushan Wegner

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