Bienen-Wundheilsalbe

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Sarf
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Bienen-Wundheilsalbe

#1

Beitrag von Sarf » Do 12. Jan 2017, 03:38

Ich hab seit letzten Donnerstag ein neues, großes Tattoo und dafür habe ich mal wieder meine Heilsalbe gemacht, da ich schon beim letzten Tattoo sehr gute Ergebnisse damit erzielt habe. Das Thema, das ich im Hinterkopf hatte als ich das Rezept entwickelte, war die Heilwirkung der Biene zu nutzen.

200ml Jojobaöl
1/2 Tasse Rosenhydrosol
1 EL Honig
6 Tl Propolistinktur (in absolutem Ethanol)
Ausreichend Lösungsvermittler 41
Ausreichend Rose, ätherisches Öl
Ausreichend Bienenwachs

Das Jojobaöl wird in einem Wasserbad erwärmt. Anschließend gibt man das Rosenhydrolat und die Propolistinktur hinzu. (Die Propolistinktur stelle ich ebenfalls vorher selber her.) Nun gibt man langsam den Lösungsvermittler dazu bis sich die Wasser- und Ölphasen nicht mehr trennen. Abschließend wird soviel Bienenwachs hinzugefügt bis man mit der Konsistenz zufrieden ist. (Ich teste die Konsistenz immer wieder zwischendurch mit einem Tropfen der Mischung auf einer kühlen Oberfläche.) Die Schale wird vom Wasserbad genommen und unter ständigem Rühren auf unter 60°C abgekühlt. Sobald die Temperatur unter 60°C ist rührt man den Honig in die Salbe ein. (Es ist wichtig, dass die Salbe unter 60°C ist, da ab dieser Temperatur die Inhaltsstoffe des Honig zerstört werden.) Wenn die Salbe homogen und fast schon auf Raumtemperatur ist gibt man noch das ätherische Öl dazu.

Die Salbe hat einen goldenen Farbton, ist sehr cremig-fest (ich geb immer etwas mehr Bienenwachs hinzu) und riecht balsamisch-rosig. Nach dem Auftragen zieht sie schnell in die Haut ein und hinterlässt einen dünnen schützenden Film. Den Film führe ich auf das Propolis zurück. Ursprünglich entwickelte ich die Salbe lediglich als Wundsalbe für kleine Verletzungen, aber als mein letztes Tattoo nach knapp 2 Tagen vollkommen abheilte nachdem ich die Salbe aufgetragen habe ist es meine erste Wahl, nicht nur bei Tattoos, sondern auch bei Verbrennungen und anderen Verletzungen.
"Mit der Maid spiel im Dunkeln: manch Auge hat der Tag.
Das Schiff ist zum Segeln, der Schild zum Decken gut,
Die Klinge zum Hiebe, zum Küssen das Mädchen."

- Edda, Hávamál 81

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