Tantra

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Phosphora
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Tantra

#1

Beitrag von Phosphora » Di 13. Sep 2016, 09:48

Moin liebe Leute,

ich habe gerade Tantra-Massagen entdeckt (das ist ja immer das erste, was man mit Tantra verknüpft) und würde gerne fragen, ob sich einer von euch mit der Philosophie dahinter auskennt. Im Internet finde ich fast ausschließlich nur Seiten zum Thema Sex und Erotik, aber das ist ja nur ein kleiner Bereich des Tantra. Habt ihr Buchvorschläge? Hintergrundwissen?

Ich weiß bisher nur, dass die Tantramassage einen Energieausgleich erreichen soll und dafür da ist, dem Partner unendliche Liebe und seelische Heilung zu schenken, ohne ihm den Druck zu machen, sexuell zu reagieren (was ich sehr schön und neu finde).

Da ich ohnehin den Körper so verehre, ist das hochinteressant für mich. Meine Freunde werden oft von mir massiert, aber das reicht mir nicht. Ich möchte gerne mehr über Tantra wissen und wäre dankbar über euer Input. :help:
Suche nicht nach Argumenten, die dein Weltbild stützen, sondern suche nach Argumenten, die es zerstören! Nur so kannst du der Gefahr entgehen, dich in eine Illusion zu verrennen.

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Satyr
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Re: Tantra

#2

Beitrag von Satyr » Di 13. Sep 2016, 16:03

Hallo Harvest,
Harvest hat geschrieben:Moin liebe Leute,

ich habe gerade Tantra-Massagen entdeckt (das ist ja immer das erste, was man mit Tantra verknüpft) und würde gerne fragen, ob sich einer von euch mit der Philosophie dahinter auskennt.
ein klein wenig kenne ich mich aus. Und da es so viele verschiedene Schulen dazu gibt, gebe ich einmal nur kurz(!) wieder, wie ich es verstehe;

Diese Art der Massage ist (nur) eine Form von Verehrung des inkarnierten (oder invozierten oder erweckten) Göttlichen in ritueller Form.
Diese Massage schließt den ganzen Körper mit ein und der gesamte Körper wird als ein Ausdruck des Göttlichen betrachtet.
(klassisch der Göttin, denn in den Upanisaden wird der Körper und alle Materie als Göttin Shakti betrachtet, das formlose Bewusstsein als Gott Shiva)
Der / die Gebende (also die Person die massiert) ist dabei in einer völlig absichtslosen Haltung, abgesehen davon, sich nach und nach bestimmten Körperbereichen zuzuwenden (beginnend oft am Scheitel) und die Anwendung von Massage-Techniken. Aktive "Energiearbeit" soll die/der Gebende da allerdings nicht leisten, es sei denn eine eigene energetischen Reinigung vorweg; wie auch der körperlichen.
Der/die Gebende ist allerdings mit der Aufmerksamkeit ganz beim Gegenüber, in der Brührung und achtsam.
Der/die Empfangende sollte energetisch offen sein und die Berührung und die Reaktion des Körpers so bewusst wie möglich wahrnehmen. Durch diesen bewussten Fokus kann der Körper wirklich gefeiert werden.
Soweit eine Grundidee.
Dieses "etwas ganz bewusst" machen kann man auf alles ausdehnen, aufs essen, sich bewegen, atmen, und es macht Spass. Auch das ist Tantra und erfüllt zumindest einen Sinn des Lebens: das Leben intensiv wahrnehmen und feiern. Man macht das Leben zur Meditation - wenn man will. Zumindest spürt man dann innerlich besser, was einem gut tut und was einem eher gar nicht gut tut und lässt es. Wenn wir geistig wo anders sind, spüren wir uns oft gar nicht mehr, ach ich schweife ab.

Nun hast Du es im Unterforum Alternatives Heilen gepostet und diesbezüglich möchte ich noch anmerken, dass diese Massage beim Empfangenden, wenn der Intimbereich eingebunden wird durchaus energetisch aktivierend sein kann (kann auch beruhigend sein) und die Energie kann dann im körper verteilt und überall wahrgenommen werden.
Nun ist es aber so dass manche Menschen durchaus Heilung in dem Bereich bräuchten. Wenn das ein Thema werden sollte, würde ich an der Stelle eher eine Körper.- und Thraumatherapie empfehlen.

Im Internet finde ich fast ausschließlich nur Seiten zum Thema Sex und Erotik, aber das ist ja nur ein kleiner Bereich des Tantra. Habt ihr Buchvorschläge? Hintergrundwissen?
mit viel Ideen bzgl. Praxis (auch für Massage):
Alltägliche Ekstase: Tantra-Rituale für alle Leidenschaften
https://www.amazon.de/Allt%C3%A4gliche- ... he+Ekstase


geschichtlicher Hintergrund, rotes Tantra allgemein (tantr. Massage / Neotantrismus weniger) aber dafür mehr zum selber Nachdenken und Entdecken:
Kali Kaula von Jan Fries
https://www.amazon.de/Kali-Kaula-Tantra ... kali+kaula


Tantra (allgemein) und in Verbindung mit Magie (ist es eigentlich immer)
Margot Anand: Magie des Tantra - Skydancing
Ich weiß bisher nur, dass die Tantramassage einen Energieausgleich erreichen soll und dafür da ist, dem Partner unendliche Liebe und seelische Heilung zu schenken, ohne ihm den Druck zu machen, sexuell zu reagieren (was ich sehr schön und neu finde).
Energieausgleich - kommt darauf an, im Tantra gibt es sehr viele Atemmeditationen, Chakrameditationen und Mantren, welche u.a. einen Energieausgleich erreichen wollen - und darüber hinaus noch mehr. Bei der Massage geht es nach meinem Verständnis mehr um ein Verehrungsritual der Göttin/ des Gottes und ev. um das entfachen der Lebensenergie (aus den unteren Chakren) und diese aufsteigen / sich ausweiten zu lassen.
Ja und der/die Gebende ist nicht in seiner/ihrer Lust, sondern ist ganz beim anderen, beim geben und in der Verehrung. Um die Lust des Gebenden geht es nicht.
Es muss auch nichts erreicht werden und Druck ist auch unnötig. Auch wenn es in einer völligen Ekstase oder tiefen Meditation enden kann.

Da ich ohnehin den Körper so verehre, ist das hochinteressant für mich. Meine Freunde werden oft von mir massiert, aber das reicht mir nicht. Ich möchte gerne mehr über Tantra wissen und wäre dankbar über euer Input. :help:
Wenn Du mehr darüber wissen willst, solltest Du mit Deinem Partner einen oder zwei Tantramassagekurse und oder Tantraeinsteigerkurse belegen. In den Schulen wird nach meiner Erfahrung sehr gut die Ausseinandersetzung mit sich selbst und der achtsame Kontakt zum Partner vermittelt.
Wenn Du ein oder zwei Empfehlungen möchtest, kann ich diese Dir gern geben.

Darüber hinaus beantworte ich gern Fragen, wenn ich es denn kann.

LG
Satyr

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Re: Tantra

#3

Beitrag von Phosphora » Mi 14. Sep 2016, 14:50

Satyr hat geschrieben:Der/die Gebende ist allerdings mit der Aufmerksamkeit ganz beim Gegenüber, in der Brührung und achtsam.Der/die Empfangende sollte energetisch offen sein und die Berührung und die Reaktion des Körpers so bewusst wie möglich wahrnehmen. Durch diesen bewussten Fokus kann der Körper wirklich gefeiert werden.
Das ist exakt das, was ich unbewusst schon immer dem Körper meiner Partner ggü empfunden oder gewollt habe und nun noch intensiver praktizieren möchte durch Tantra!
Satyr hat geschrieben:Wenn wir geistig wo anders sind, spüren wir uns oft gar nicht mehr,
Totally agree. Das ist nämlich das, was mich dazu bewegt, immer wieder mit Freunden und meinem Partner über den Körper zu sprechen und das "In-sich-reinschauen" zu üben, auch seelisch.
Wir betäuben uns den ganzen Tag mit Medien, Nachrichte, Bildern etc. Hauptsache keine Ruhe, keine Stille. Und gerade Männer lernen ja, dass der Körper nur funktionieren soll und man seine Bedürfnisse besser ignoriert, wie die großen Helden im Kino. Das finde ich sehr schädlich und möchte selbst dazu beitragen, dass Menschen ihren eigenen Körper mehr annehmen, spüren und lieben lernen (mich eingeschlossen).

Hast du eine Erklärung, warum der "Big-draw" so wichtig zu sein scheint? Ich sehe den kritisch, weil das wieder sehr nach "der Orgasmus raubt nur Energie und ist schlecht" klingt. Aber so ist es sicher nicht gemeint...
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Re: Tantra

#4

Beitrag von Satyr » Mi 14. Sep 2016, 16:51

Hallo Harvest,

freut mich, dass Du etwas mit dem von Dir zitierten Texten etwas anfangen kannst. :)

Bzgl. Deiner Frage, da nehm ich mir etwas Muse um sie aus meiner Sicht zu beantworten, das könnte ein klein wenig mehr werden.
LG
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Re: Tantra

#5

Beitrag von hollytrap » Mi 14. Sep 2016, 17:03

Harvest hat geschrieben: Da ich ohnehin den Körper so verehre, ist das hochinteressant für mich. Meine Freunde werden oft von mir massiert, aber das reicht mir nicht. Ich möchte gerne mehr über Tantra wissen und wäre dankbar über euer Input. :help:
Das Tantra ist eine Lebensphilosphie mal nüchtern gesehen.
Als ersten überblick https://books.google.de/books?id=dYyJ3g ... ra&f=false
"Der erste schluck aus den Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."(Werner Heisenberg)
Text aus meiner Textsammlung die in dieversen Foren veröffendlicht sein können!

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Re: Tantra

#6

Beitrag von Satyr » Mi 14. Sep 2016, 23:06

Harvest hat geschrieben:
Hast du eine Erklärung, warum der "Big-draw" so wichtig zu sein scheint? Ich sehe den kritisch, weil das wieder sehr nach "der Orgasmus raubt nur Energie und ist schlecht" klingt. Aber so ist es sicher nicht gemeint...
Hallo Harvest,
weiss gar nicht wo ich da anfangen soll, okay ich versuch es. (und ich hab schon etwas Wein intus, was es erschwert, aber ich bin frohen Mutes :)
Der Orgasmus ist nicht schlecht. Im Gegenteil. Es geht darum, ihn so bewusst und intensiv zu erleben wie es nur geht. Er ist auch ein Teil des Lebens, und wenn Tantra (was eigentlich nur Techniken zur Transzendation beinhaltet und keine Religion) dazu ermutigt, das Leben so bewusst wie nur möglich zu leben, zu genießen, anzunehmen und zu feiern, … so gehört der Orgasmus dazu.
(es geht um die Strategie des Annehmens und des Transzendierens aufgrund des „Durchlebens“ und nicht Überwindung durch Entsagung und Askese)
Historisch gesehen haben die männlichen Tantriker und Yogi ihren Samen zurückgehalten, um magische Macht zu sammeln, weil sie glaubten, dass bei der Ejakulation Energie verloren geht, wo sie auch nicht unrecht hatten.
Dabei haben sie erkannt, dass wenn man(n) die sexuelle Energie (was auch nur Lebensenergie ist – die jeder gut kennt) aufbaut und dafür sorgt, dass sie kurz vor dem Höhepunkt erhalten bleibt, man diese in den ganzen Körper ausweiten, potenzieren kann und lange darauf wellenartig reiten kann, man in eine Ekstase verfällt, die einen der „Natur“ Shivas also des formlosen Geistes näher bringt.
Siehe: Vigyan Bhairav Tantra (ein historischer Tantra Text, in dem Shakti Shiva fragt, wie man seine Natur erfährt, also Erleuchtung erlangen kann. Er erklärt 112 Techniken, bei denen vielleicht eine dabei ist, die bei einem suchenden Mensch funktioniert (weil sie ihm spass macht) – interessanter weise haben die wenigsten mit Sex zu tun, aber Sex gehört nun auch mal zum Leben, und weil es so viel Spass macht, haben das einige Schulen wohl gern integriert)

Antwort 48 bezieht sich darauf:
48. Am Beginn der sexuellen Vereinigung achte auf das anfängliche Feuer, und fahre damit fort, vermeide so die heiße Asche am Ende.

Siehe hier: http://hilgemeier.gmxhome.de/shrine/VBTbiling.htm
Es geht also um eine von vielen Techniken, die einen weiter bringen soll, wenn sie einem zusagt.
Und da im Neotantrismus gern mit Bewusstheit, Achtsamkeit und sexueller Lebensenergie gearbeitet wird, bietet sich diese Technik an, weil sie unglaublich viel Energie aufbaut, unser abendländisch konditioniertes Bewusstsein wegpustet, Ekstase verschafft, viel Energie (die jeder gut kennt) für magische Zwecke aufbaut, Männern auch Ganzkörperorgasmen oder Talorgasmen (langanhaltend) beschert, wozu Frauen von Natur aus in der Lage sind und auch noch, wenn man es schafft, bis dahin auszuhalten: Spaß macht.

Und nun wär ich wieder ganz oben beim Ende meines ersten Absatzes: Es geht (heutzutage) um intensives Wahrnehmen des Lebens. Der Orgasmus gehört zum Leben dazu und durch diese Technik ist der Mann in der Lage, den Höhepunkt intensiver, im ganzen Körper (nicht nur in den Lenden) und über längere Zeit zu erleben.

Die Idee der Umsetzung und Möglichkeiten schreib ich Dir doch lieber per pm.
LG
Satyr

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Re: Tantra

#7

Beitrag von Phosphora » Do 15. Sep 2016, 10:16

Satyr hat geschrieben:Und da im Neotantrismus gern mit Bewusstheit, Achtsamkeit und sexueller Lebensenergie gearbeitet wird, bietet sich diese Technik an, weil sie unglaublich viel Energie aufbaut, unser abendländisch konditioniertes Bewusstsein wegpustet,
Das hat mich irgendwie an das Achsamkeitstraining der Psychologie erinnert. Hier hat sich der stiftende Therapeut vielleicht auch mit fernöstlicher Philosophie beschäftigt... :) Ich frage mich, wie ich Achtsamkeit und Konzentration trennen kann. Ich schätze mal, dass Achtsamkeit aktives Wahrnehmen ist, während Konzentration ein Fokussieren auf eine einzige Sache ist.
Jedenfalls ist meine Erfahrung, dass die bewusste Wahrnehmung und Beschäftigung des Körpers (z.B. beim Sport) den Geist so wunderbar zur Ruhe bringt, was in unserer schnelllebigen und sorry "geisteskranken" Welt ungeheuer wichtig ist, um Stress abzubauen und sich in sich wohl zu fühlen. Es ist einer von vielen Schritten, um zu sich zu kommen. Wenn dies dann mit Achtsamkeit ggü. den eigenen Gedanken und Empfindungen im Alltag zusammengebracht werden kann, ist man vielleicht ganz bei sich angekommen.
Satyr hat geschrieben:Antwort 48 bezieht sich darauf:48. Am Beginn der sexuellen Vereinigung achte auf das anfängliche Feuer, und fahre damit fort, vermeide so die heiße Asche am Ende.
Hier ist wohl Um-die-Ecke-Denken gefragt. Ich habe mir die 112 Shiva-Empfehlungen zur Sicherheit mal ausgedruckt. Vielleicht hilft mir hier auch ein Glas Wein zum Verstehen :D
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Re: Tantra

#8

Beitrag von Satyr » Do 15. Sep 2016, 13:43

Harvest hat geschrieben:Ich schätze mal, dass Achtsamkeit aktives Wahrnehmen ist, während Konzentration ein Fokussieren auf eine einzige Sache ist.
Jedenfalls ist meine Erfahrung, dass die bewusste Wahrnehmung und Beschäftigung des Körpers (z.B. beim Sport) den Geist so wunderbar zur Ruhe bringt, was in unserer schnelllebigen und sorry "geisteskranken" Welt ungeheuer wichtig ist, um Stress abzubauen und sich in sich wohl zu fühlen. Es ist einer von vielen Schritten, um zu sich zu kommen. Wenn dies dann mit Achtsamkeit ggü. den eigenen Gedanken und Empfindungen im Alltag zusammengebracht werden kann, ist man vielleicht ganz bei sich angekommen.
interessante Gedanken :)
bei aktivem Wahrnehmen kommt mir noch der Gedanke des wertfreien Beobachtens, was auch absichtslos sein kann.
Das geht sicher nicht ohne ein wenig Konzentration - aber bei der Konzentration auf ein Fokus könnte immer eine Absicht dahinter sein, ein Ziel, welchem die Energie folgt, ...
*grübel*
Harvest hat geschrieben:
Satyr hat geschrieben:Antwort 48 bezieht sich darauf:48. Am Beginn der sexuellen Vereinigung achte auf das anfängliche Feuer, und fahre damit fort, vermeide so die heiße Asche am Ende.
Hier ist wohl Um-die-Ecke-Denken gefragt. Ich habe mir die 112 Shiva-Empfehlungen zur Sicherheit mal ausgedruckt. Vielleicht hilft mir hier auch ein Glas Wein zum Verstehen :D
ja lach, vielleicht hilft Wein und ein etwas gelöster Blickwinkel.
Osho meinte mal zu diesen Techniken, man solle sie sich anschauen und wenn eine Meditationsform dabei ist, die einem zusagt, solle man diese ein paar Monate ausprobieren, wenn sie Spass macht, ist sie für einen die richtige, wenn nicht, eine andere probieren.
Er hat sogar zu allen 112 Meditations-techniken seine eigenen Interpretation und Auslegungen (Anleitungen) in einem Buch veröffentlicht mit dem seltsamen Namen: "Das Buch der Geheimnisse - 112 Meditations-Techniken zur Entwicklung der inneren Wahrheit"
Nicht am Stück zu lesen, aber wenn man die ein oder andere Technik ausprobieren will, gibt es da hilfreiche Anregungen. Man sollte aber sein Stil nicht ganz so wichtig nehmen, er war auch ein Kind seiner Zeit und hat etwas konservative (indische?) Ansichten, die nicht mehr ganz zeitgemäß sind :)

LG
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Re: Tantra

#9

Beitrag von Phosphora » Fr 16. Sep 2016, 08:29

Von Osho habe ich mal zwei Bücher gelesen über Angst und Sexualität. Seine Gedanken fand ich überwiegend sehr einleuchtend und gut beobachtet und auch tiefsinnig. Allerdings habe ich dann mal irgendwelche zwielichtigen Informationen über ihn und seine Gruppentreffen gelesen und bin dann etwas ambivalent geworden in meiner Sicht auf ihn (wobei ich natürlich nicht nachprüfen kann, was von den Nachrichten über ihn stimmt).

Ich werde jetzt erst mal ein paar Bücher lesen und dann sicher wieder auf diesen Thread zurückkommen, denke ich :-)
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