Papierqualität

Antworten
Benutzeravatar
Darindel
Beiträge: 36
Registriert: Fr 25. Aug 2017, 20:54
Wohnort: Völklingen

Papierqualität

#1

Beitrag von Darindel » Fr 3. Nov 2017, 19:08

Die dunkle Jahreszeit hat begonnen und ich fange an ein paar Projekte wieder auf zu nehmen, die über den Sommer doch eher brach gelegen haben. Und wie sollte es auch anders sein, ich stehe (mal wieder) vor einem kleinen Problemchen:

Ich will mein aktuelle Blattsammlung in ein bessere Ordnung bringen und wollte den "Klemmordner", der hier im Forum schon einmal verlinkt wurde, nutzen, um dort lose Blätter als eine Art Buch zusammen zu fassen. Mein Problem dabei ist, dass mein aktuelles Papier einfach zu dünn ist, um es wirklich beidseitig beschriften zu können, da ich auch mit Finelinern und ähnlichen Stiften schreibe/male.

Wer hat da was das Papier angeht einen (oder mehrere) Tipps, auf was ich achten sollte, was die Beschaffenheit angeht, um es beidseitig beschreiben zu können und damit es auch länger "haltbar" ist

:help:


Gruß
Darindel

Benutzeravatar
Peregrin
Beiträge: 457
Registriert: So 16. Jul 2017, 13:24

Re: Papierqualität

#2

Beitrag von Peregrin » Fr 3. Nov 2017, 19:22

Wenn du nicht möchtest, dass Tinte oder sonstige flüssige Farbe auf der anderen Seite sichtbar wird, solltest du schon 100g aufwärts nehmen. Und vor allem darauf achten, dass das Papier zum beidseitigen Gebraucht gedacht ist. Viele hochwertigere Papiere wie Büttenpapier oder Aquarellpapiere sind das nicht, da auf einer Seite die glatte, beschreibbare/bemalbare ist und auf der anderen die faserige, auf der die Farbe verläuft. Am besten mal im Schreibwarenladen oder im Künstlerbedarf-Laden vor Ort beraten lassen.
"A raven sitting on a skull and going 'caw' is as much part of your actual wizarding modus operandi as the big dribbling candles and and the old stuffed alligator hanging from the ceiling." T. Pratchett

Solasard
Beiträge: 599
Registriert: Sa 2. Jan 2016, 13:30
Benutzertitel: Solasard
Wohnort: Nähe Würzburg

Re: Papierqualität

#3

Beitrag von Solasard » Fr 3. Nov 2017, 19:36

Hanfpapier

Gruß Sola

Benutzeravatar
atemkristall
Beiträge: 290
Registriert: Di 4. Apr 2017, 09:13
Wohnort: Im Osten des Westens

Re: Papierqualität

#4

Beitrag von atemkristall » Sa 4. Nov 2017, 15:02

Du solltest 1. auf die Grammatur achten. 120 g/qm ist sicher beidseitig zu beschriften. 2. kommt es drauf an, wie das Papier geleimt ist. Es gibt mattgestrichene Papiere und gläzendgestrichene. Ist letztlich Geschmacksache. Normales Kopierpapier, dass es auch in 120g/qm gibt, ist oft sehr passabel, günstig und in der Regel auch säurefrei. Ganz offene Naturpapiere, die gar nicht geleimt sind, können stark saugen. Das heißt, wenn Du mit Tinte schreibst, und Fineliner setzten oft Tinten ein - mehr oder weniger qualitätvolle halt, dann säuft das ins Papier ein, blutet durch oder läuft aus. Oft enthalten Naturpapiere zudem Säurebildner, das können Pflanzen- und Holzteile sein, und das zerstört das Papier über die Jahre - es wird brüchig, braun und zerfällt.
BG vom
atemkristall

Benutzeravatar
Peregrin
Beiträge: 457
Registriert: So 16. Jul 2017, 13:24

Re: Papierqualität

#5

Beitrag von Peregrin » Sa 4. Nov 2017, 15:44

Wenn du unbedingt ein offenes Naturpapier nutzen willst, kannst du auch versuchen das nachzuleimen: Einfach eine Packung weiße Blattgelantine im Supermarkt kaufen, ein Blatt Gelatine auf ein Viertel Liter Wasser nach Packungsanleitung auflösen und mit breitem Pinsel auftragen. Bei Bedarf das Papier trocken/glattbügeln. Das ist jedoch ein ziemlicher Aufwand und eher für einzelne Bögen gedacht, als für die paar hundert Seiten eines Buches. ;)
"A raven sitting on a skull and going 'caw' is as much part of your actual wizarding modus operandi as the big dribbling candles and and the old stuffed alligator hanging from the ceiling." T. Pratchett

Benutzeravatar
atemkristall
Beiträge: 290
Registriert: Di 4. Apr 2017, 09:13
Wohnort: Im Osten des Westens

Re: Papierqualität

#6

Beitrag von atemkristall » Sa 4. Nov 2017, 17:43

Besser als Gelatine wäre natürlich Hasenhautleim... Den musst Du Dir kochen. Die Ausgangsbasis bekommst Du relativ problemlos im Maler- und KÜnstlerbedarf, z.B. bei Boesner., die Rezepte auch... Hasenhautleim hätte den Vorteil, ihn magisch sehr gut aufladen zu können. Klar kann man ordinäre Gelatine auch. Aber je nach dem ist Hasenhautleim eben Hasenhautleim...
BB
atemkristall

Benutzeravatar
Schneewoelfin
Beiträge: 2125
Registriert: Sa 6. Apr 2013, 13:11
Benutzertitel: dunkelbunt
Wohnort: in der mittelhessischen Walachei zwischen Giessen und Marburg

Re: Papierqualität

#7

Beitrag von Schneewoelfin » Sa 4. Nov 2017, 19:02

ich würde auch vorschlagen, Dir in einem Schreibwaren-, Bastelbedarf- oder ähnlichem Laden mir je ein Blatt kaufen und es mit den entsprechenden Stiften/Tinten einfach ausprobieren, denn beides muss zusammenpassen
Es geht immer um die Quintessenz - ich beschäftige mich gerne mit den ursprünglichen Dingen, weniger mit dem "Tamtam" /me

Benutzeravatar
ArionCGN
Beiträge: 1636
Registriert: Mo 18. Mär 2013, 23:47
Benutzertitel: Bad Cop
Wohnort: Köln

Re: Papierqualität

#8

Beitrag von ArionCGN » So 5. Nov 2017, 11:36

Hi!

Ich habe vor einigen Jahren mal das komplette Papier aus meinem BoS ausgetauscht und durch sehr hochwertiges Papier ersetzt... immerhin 400 Blatt... hat mich damals 160 Euro gekostet. Ich hatte mich auch damals für dickeres Papier entschieden aus demselben Grund wie Du... die Schrift sollte nicht durchscheinen und ich coloriere mein BoS auch.

Das Problem ist, dass es je nach Anzahl der Seiten und der Papierdicke schwierig wird, dass das Buch offen aufgeklappt liegen bleibt. Im Bereich der Buchmitte ist es weniger das Problem, aber am Anfang und am Ende bleibt das Buch nicht offen liegen, sondern das Gewicht zieht den Buchdeckel zu.

Würde ich auch noch u.U. berücksichtigen an Deiner Stelle. Bei mir ist das Format recht groß (11x14 inch)... bei einem kleineren Din A4 Format könnte ich mir vorstellen, dass man zu dickes Papier erst recht nicht mehr gut aufschlagen kann.
"Die Bibel enthält sechs Ermahnungen an Homosexuelle und 362 Ermahnungen an Heterosexuelle. Das heißt aber nicht, dass Gott die Heterosexuellen nicht liebt. Sie müssen nur strenger beaufsichtigt werden."
Lynn Lavner

Antworten

Zurück zu „Handwerk [öffentlich]“