KITA Eingewöhnung

Alles zum Thema Kinder Erziehung/ Nichterziehung im neuheidnischen Kontext
Moira

Re: KITA Eingewöhnung

#11

Beitrag von Moira » Mo 29. Sep 2014, 07:54

*g* Nichts Schlimmes, Das Sprachlerntagebuch dokumentiert nur in regelmäßigen Abständen (also nicht andauernd) den Sprachschatz des Kindes. Dabei wird weniger auf Sprachfehler als auf die Kenntnis der deutschen Sprache geachtet. Lispelt das Kind natürlich sehr heftig oder kann es die K und G Laute nicht ordendlich ansprechen (oder andere lautierungsdefizite), so geht mit 3-4 Jahren schon mal die Empfehlung zu einem Logopäden zu gehen an die Eltern (wichtig ist es auch hier in diesem Alter einzugreifen, da diese aussprachefehler bis zum Beginn der Grundschule behoben werden sollten). Das wichtigste ist allerdings beim Sprachtagebuch das Sprachverständnis (versteht das Kind, was ich sage/ von ihm will) und kann das Kind altersentsprechend seinen Satzbau formen um sich auszudrücken.

Das Sprachtagebuch haben wir nicht nur dem Migrationshintergrund vieler Familien zu verdanken, sondern auch dem mangelnden und vor allem falschen Sprachgebrauch in vielen eigendlich deutschsprachigen Familien. Es ist wirklich erschreckend, mit welchen Defiziten so manches deutsche Kind heutzutage eingeschult wird und abgehacktes und falsches Verwenden der Muttersprache ist leider schon lange kein Inditz mehr dafür, dass die Kinder eine andere Muttersprache haben, sondern vielmehr ein Zeichen der sozialen Herkunft. (Ich sag nur Schantalle tu mal die Oma winke!)

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willow005
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Re: KITA Eingewöhnung

#12

Beitrag von willow005 » Mo 29. Sep 2014, 12:52

ahh ok.
Ich weiß nicht ob es derlei Aufzeichnungen in der Kita gibt. Werde aber nachfragen. Ihr habt mich neugierig gemacht.

Da Juli mein erstes( uns letztes) Kind ist, frag ich mal die erfahreneren Eltern/ Erzieher hier. Was sollte ein Kind mit 15 Monaten können. Ja, Nein, Mamma, Baba, Auto, tschuschu(Eisenbahn), rollerolle( Ball),Nam (Essen/Hunger/Durst) Adda( für Raus/weggehen) und DA! oder Ham(wenn er etwas zeigt/ haben möchte) sagt er. Auch so Klasse Sachen wie Arschiii :D
Ist das Gut oder eher zu wenig. Wie kann man das ggf altersgerecht Fördern? :help:
Das ist absolutes Neuland.

Lg Nicole

Moira

Re: KITA Eingewöhnung

#13

Beitrag von Moira » Mo 29. Sep 2014, 15:30

Hört sich ersteinmal sehr gut an.
Hier ist mal ein recht guter Artikel über die Sprachentwicklung: http://www.eltern.de/kleinkind/entwickl ... ernen.html

Karya
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Re: KITA Eingewöhnung

#14

Beitrag von Karya » Di 30. Sep 2014, 08:20

Hallo willow005,

mach Dir nicht zu viele Gedanken wie das mit den Entwicklungsfortschritten bei Deinem Zwerg ist. Bisher klingts gut - er kann sich ja mitteilen. Darauf baut alles weitere auf. Natürlich sind so Worte auf die die Erwachsenen irgendwie besonders reagieren auch besonders spannend...da muß man sich manchmal ganz schön zurückhalten, damit man z.B. Schimpfworte nicht zusätzlich interessant macht. (Besonders nicht beim Autofahren zu fluchen ist mir echt schwergefallen.)
Wie auch in dem Artikel erwähnt, gibts da kein Schema F das auf alle Kinder gleichermaßen anwendbar ist. Ich denke viel mit den Kleinen sprechen und sie auch mal zu wort kommen lassen auch wenn es dauert bis das Wort rauspurzelt, ist schon recht förderlich. Am Anfang lernen sie ja quasi erstmal Vokabeln mit Bilderbüchern oder eben im Alltag was sie so sehen.

Im Gegensatz zur Aussage des Artikel hab ich hier z.B. das Modell männliche Labertasche. Schon als Baby war das so...da warens halt nur noch keine verständlichen Worte. Sobald er wach war gings los mit Silben und lustigen Geräuschen (Eine Rede, eine Rede! :D ). Der hat mit 2 Jahren schon wie ein 4-Jähriger geredet...und vor allem viel! :help: In seiner Kitagruppe gabs aber auch einen Jungen, der bis er so etwa 3,5 Jahre alt war fast nix gesagt hat (hat einen aber verstanden) und dann ist plötzlich der Wortvulkan ausgebrochen. Da hab ich nicht schlecht gestaunt.

Ich weiß jetzt natürlich nicht ob das mit den Sprachlernbüchern bundesweit gleich gemacht wird. Ich fands gut. Ist lustig zu sehen, was für Antworten so ein kleiner Mensch sich zurechtbastelt, wenn nicht die Eltern immer schon alles im vorauseilenden Gehorsam für sie beantworten.

LG Karya

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Re: KITA Eingewöhnung

#15

Beitrag von Blattgold » Do 2. Okt 2014, 11:56

hi,
meiner zweijährigen tochter hat ein sechsjähriger vor den sommerferien auf die nase gehauen und sie hatte dann einen blauen fleck auf der nase :shocked:

dieser junge hat den einschulungstest nicht bestanden und ist weiter mit meiner lieben maus in einer gruppe :wolke:

die zweijährige schwester dieses jungen hat meiner tochter mehmals das gesicht zerkratzt. einmal war es so schlimm, dass die erzieherinnen mit einem lappen kühlen mussten.

die mutter hat sich nie bei mir für diese vorkommnisse entschuldigt und willdurch schweigen alles ungeschehenmachen... :girlie-oh-my-god:

Moira

Re: KITA Eingewöhnung

#16

Beitrag von Moira » Fr 3. Okt 2014, 09:08

Das ist eine Geschichte, die die Erzieherin und die Kitaleitung in Angriff nehmen sollten. Von solchen Eltern kannst du oft nichts erwarten. Üb druck auf die Aufsichtspersonen aus und wenn die nicht reagieren, dann geh zum Kitaamt und mach das puplick, dass da offensichtlich agressive Kinder nicht vernünftig gehandhabt werden. Wenn der Druck von oben dann kommt, dann werden sich Erzieherin und Kitaleitung wirklich etwas einfallen lassen müssen und den Druck an die Eltern der Kinder weiter leiten oder jemanden vom jugendamt einschalten. Wenn du als Mutter beim Jugendamt aufschlägst, dann lächeln die nur, aber wenn die Kita das macht, dann schauen sie schon mal genauer hin. Leider sind Agressionen von Kindern und grade Kleinkindern bis zum Schulalter oft Spiegel der häuslichen Situation. Was nicht heißt, dass die Eltern ihre Kinder misshandeln, aber Streit in der Familie und fehlende Grenzsetzung den Kindern gegenüber ist oft der Auslöser solcher Handlungen.

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Re: KITA Eingewöhnung

#17

Beitrag von Earas » Mo 17. Jul 2017, 06:15

Moin!
Ich bin ja sehr gespannt wie es bei uns mit der Eingewöhnung laufen wird, da unsere Kita auch nach dem Berliner Modell verfährt, was ich von der Grundidee auch ganz gut finde, und ich glaube auch die Hauptamtlichen dort haben den Kopf nicht nur zu Deko-Zwecken. :)
Unsere Erfahrung zeigt nämlich auch, das unser Kleiner völlig problemfrei bei Freunden oder Großeltern zur Besichtigung auch für komplette Tage abgegeben werden kann, wir einfach gehen, und gut ist. Demnach könnte das Berliner Modell bei ihm mit Glück ein Tag dauern, oder so..... :D

Was mich aber von euch interessieren würde: Thematisiert ihr Heidentum gegenüber der Kita in irgend einer Form? Und wenn ja, nur als Reaktion, oder auch initiativ? Wir kamen deswegen darauf, dass es "interessant" werden könnte, wenn der kurze irgendwann z.B. erzählt "Wir waren am Wochenende weg, und da sind alle nackt ums Feuer getanzt", oder ähnliches. Lieber vorher ein paar Infos am die Hand geben, ganz die das einordnen können, oder eher abwarten was überhaupt passiert und dann darauf reagieren? Wie sind eure Ansichten dazu?

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Re: KITA Eingewöhnung

#18

Beitrag von Regenbogen » Mo 17. Jul 2017, 10:36

Hi Earas,

ich kanns Dir aus der Innensicht der Erzieherinnenbranche schildern. Dort arbeite ich seit 6 Jahren. Vorher in einer Nebenbranche.

Für meine Kolleginnen ist alles, was sich außerhalb der Norm befindet recht exotisch . Sie nehmen ihre TÜV-Plakette "Erzieherin" wortwörtlich und tun eben insbesondere dies: Ziehen. Kinder. Irgendwohin, wo sie es für richtig und wichtig halten. Bei guter Arbeitsplatzbeschreibung und guter "Führungsetage" dorthin, wo diese es für richtig und wichtig hält.

Wenn Eltern sich hier als "Heiden" geoutet hätten , dann wäre die Vorurteilskiste gewälzt worden von A nach B und dann bis Z. Mit eventuellen Nachteilen bzw. "Zuschreibungen" . Kind ist so, weil ein Heidenkind . Da läuft ja auch viel "unterirdisch" ab, denn sehr viele Menschen sind sich über ihr Handeln und dessen Ursachen nicht bewusst.
Und obwohl viele Menschen inaktive Christen sind, so ist dieser Glaube durch die Dressur und die jahrhundertealten - auch unbewussten - Prägungen , doch die Nummer 1 in Dtld. Der Glaube klebt an den Menschen, wie ihre Haut , vermeintlich von Geburt an mitgegeben.


Beobachtungen getätigt in Bayern . In einer Katholenhochburg . Entwicklungsland in vielerlei Hinsicht. Insofern nicht unbedingt bundesgebietkompatibel.

Beste Grüße

Regenbogen
Zuletzt geändert von Regenbogen am Mo 17. Jul 2017, 11:36, insgesamt 2-mal geändert.
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wenn draussen das große Dunkel fällt
Wo ist das Herz, das singt in der Nacht
Wer hat den Funken mit heim gebracht


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Re: KITA Eingewöhnung

#19

Beitrag von Luce » Mo 17. Jul 2017, 11:13

Guten Morgen,

ich würde es nicht thematisieren. Warum? Weil es, denke ich, zwei Wege gibt, die passieren könnten:
1. Jemand in dem Kindergarten ist aufgeschlossen und etwaige Äußerungen und ihr als Familie werden/werdet ganz "normal" behandelt. Dann sollte man sich und sein Kind auch nicht aus dieser Normalität herausreißen. Manchmal reicht es auch, wenn die [Erzieherinnen untereinander] hinter verschlossenen Türen kontrovers diskutieren und gut.
2: Wenn sie nicht aufgeschlossen sind, werden die da nicht hinterkommen. "Es kann nicht sein,was nicht sein darf". ;) Im Höchstfall werden sie von sehr viel kindlicher Phantasie ausgehen - und ihnen selber ist es im Zweifelsfall vermutlich eher unangenehm, euch auf nackte Feuertänze anzusprechen. Insofern: Keep calm.

LG Luce
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Re: KITA Eingewöhnung

#20

Beitrag von Satyr » Mo 17. Jul 2017, 14:10

Earas hat geschrieben:
Mo 17. Jul 2017, 06:15
Was mich aber von euch interessieren würde: Thematisiert ihr Heidentum gegenüber der Kita in irgend einer Form? Und wenn ja, nur als Reaktion, oder auch initiativ? Wir kamen deswegen darauf, dass es "interessant" werden könnte, wenn der kurze irgendwann z.B. erzählt "Wir waren am Wochenende weg, und da sind alle nackt ums Feuer getanzt", oder ähnliches. Lieber vorher ein paar Infos am die Hand geben, ganz die das einordnen können, oder eher abwarten was überhaupt passiert und dann darauf reagieren? Wie sind eure Ansichten dazu?
Hi,

wir haben unsere Spiritualität nicht thematisiert. Da hat auch nie jemand nachgefragt. Unseren Sohn hatten wir allerdings auch nicht bei ekstatischeren Sachen dabei, weil ich ja dann gleichzeitig in der Kindbetreuung war und beides gleichzeitig wollte ich nicht. Wir haben allerdings auch oft zusätzlich Kindgerecht gefeiert und das macht/e ihm immer Spass. Das war so normal für ihn, dass er es auch nicht irgendwo erzählte und das wäre dann auch völlig okay gewesen. (Feuer/ grillen/ Musik mit Trommel und Whistle etc.)
Ich glaube nicht, dass es notwendig ist, Leute über die eigene Spiritualität zu informieren oder vorzuwarnen, da geht bei den Leuten nur das Kopfkino auf automatik und durch die Decke.
Mit der Realität hat das dann sicher nix mehr zu tun. Man darf sich aber dann mit deren Kopfkino auseinander setzen, wenn man damit konfrontiert wird.
Und auch jetzt, wo er etwas mehr darüber weiss, werden wir nicht mit der Thematik konfrontiert.
Ich würd es gelassen angehen.
BB
Satyr

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