Adels/Bürgerliche/Stadtische Küche

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Hekate
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Adels/Bürgerliche/Stadtische Küche

#1

Beitrag von Hekate » Sa 23. Feb 2019, 21:50

Im Grunde gehts + ginge darum was man sich leisten konnte. ABER auch um Abgrenzung.

Der Adel in der Neuzeit, betrachtete sich nicht als normaler Bürger seines Landes. Man, als Adliger ass => Rind! Z. B. Kalbshaxe. Rinderbraten.

Was mit der Zeit andere Reiche dann kopierten. Und dann das Bürgertum ebenfalls.
Rindsroulade z. B. ist die billigere Variante des Rinderbratens. Und das Wienerschnitzel, das vom Kalbsbraten.

Die älteren von uns, werden sich noch erinnern, das Rindsrouladen - ein besonderes Sonntagsessen war.

***
Das Schwein war eher was für Bauern, Handwerker und normales Bürgertum.

Arme Leute kamen da nur dann eine Scheibe Schweinebraten, wenn ein Grossbauer, bei einer Hochzeit - protzte. => also - selten.

***

Die Geschichte des Leberkäses.

Der bay. Leberkäse wurde von einen Hofkoch für Adligen mit Kauproblemen erfunden. (München)
Natürlich war der aus Kalbfleisch. Gib's heute immer noch.

Der Leberkäse für alle ist aus Schweinefleisch. Der Rote.

Im Grunde also ein typisches Beispiel.

Gruß

Hekate
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
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Ich, sehe es so und meine es so.
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