Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

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Satyr
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Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#1

Beitrag von Satyr » Fr 9. Nov 2018, 10:54

Hallo,

zuerst wusste ich nicht in welche Kategorie dieser Thread passt, weil Illumination passt auch in den Bereich: Magie, aber das Thema passt auch in den ganzheitlichen Ansatz von Heilung bzgl. inneres Gleichgewicht und gleichzeitig innere Entwicklung. (Achtung: hier öffentlicher Bereich)

Dies soll ein reiner Sammelthread sein, in dem, wer Lust darauf hat, jeder beitragen kann, welche Ansätze, Methoden oder Techniken zur Schattenarbeit bekannt sind.

Ausführlich im Einzelnen können diese in Extrathreads weiter behandelt und diskutiert werden. Hier bitte nur zum Sammeln.


mein erster Beitrag dazu :yltype:

Die Arbeit mit dem Enneagramm.

ich versuche es ganz kurz mit eigenen Worten zu beschreiben :)
Der Ursprung ist unbekannt. Der Mystiker Georges I. Gurdjieff lernte es als Technik der Sufi, in denen Meister ihre Schüler einschätzten um ihnen die passende Aufgabe zu geben, an der sie wachsen können. Gurdjieff gab dieses System an seine Schüler weiter.
Ich selbst selbt sehe das System so, dass man seine unbewussten (!) Verhaltensstrukturen und Lieblingsstrategien durch Achtsamkeitstechniken hinterfragt, um letztendlich bewusst entscheiden zu können, ob diese gerade tatsächlich hilfreich sind oder andere Strategien, für die man sich bewusst entscheidet einen weiter bringen.
Ich denke dass bei dieser Art von Schattenarbeit Muster aufgedeckt werden, welche man sich als Kind angeeignet hat, weil diese im kindlichen Umfeld nützlich waren, den eigenen Bedürfnissen entgegen zu kommen. Diese wirken auch im Erwachsenenalter, zumeist unbewusst. In Situationen, die bewusst wahrgenommen werden oder bei neu erworbenen Erfahrungen und Kompetenzen kann es gut sein, dass diese unbewussten Muster nicht oder wenig aktiv sind.
Man lernt dabei viel über sich selbst und auch wenn von den 9 Haupttyen (mit Stress und Entspnnungstypen sowie Subtypen) die Rede ist, so geht es nicht um Schubladen, in die man gesteckt wird, sondern um Befreiung von selbstkonditionierten (vererbten?) Grenzen.

LG & BB
Satyr

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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#2

Beitrag von Schneewoelfin » Fr 9. Nov 2018, 16:23

Brettspiel: Erkenne Dich selbst im Spiel
Spielstruktur grob:
Jenachdem auf welchem Feld man steht, und was man würfelt kommt man über einen Würfelplan auf ein anderes Feld irgendwo auf dem Spielbrett - man geht dabei vor oder zurück und kann nicht vorhersehen, wo man als nächstes landen wird. Auf jedem Feld steht ein Begriff (z.B. "klärende Gespräche", "Wut", "Ziellosigkeit", "Selbsterkenntnis"). Neben diesen gibt es noch Felder, auf denen man Karten erhält, in denen Situationen beschrieben sind ("Sie haben sich vor einer Gruppe blamiert, wie reagieren sie") mit möglichen Antworten ("ich fühle es als Beweis, wie unfähig ich bin", "Ich nutze es, um daran zu lernen"...). Man sammelt dabei Tugendkarten und gelangt so ans Ziel.

das eigentliche Spiel:
Das eigentliche Spiel besteht nicht aus Würfeln und Weiterlaufen, sondern aus den Gesprächen, die über die Bedeutung der Felder für den jeweiligen Agierenden zwischen den Spielern entstehen. Das ist viel wichtiger und spannender als ins Ziel zu kommen. Jeder Spieler erzählt, was das jeweilige Feld für ihn bedeutet, wie er mit einer solchen Situation umgehen könnte usw.. Die anderen Spieler können dazu ein feedback geben oder Fragen stellen - oder was einem sonst so einfällt. Da die Felder natürlich auch in einer individuellen Reihenfolge erreicht werden zeichnet sich auch ein Weg ab. Der Spieler kann so über sich selbst reflektieren und für mancherlei Schwierigkeit in seinem Leben einen ganz neuen Weg entdecken. Die Mitspieler lernen sich im Laufe des Spiels besser kennen und verstehen.
wir haben es damals im rituellen Kontext gespielt, dabei Notizen gemacht und - nach 26 J retrospektiv betrachtet: es zeigte meinen ganzen Entwicklungsweg auf :thumbup:

LG Schnee
"Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst." Jalal Ad DIn Rumi

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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#3

Beitrag von FreieAtem » Sa 10. Nov 2018, 22:41

Hallo Satyr,

Mich begleiten vorallem 2 Methoden.
Techniken aus der systemischen Beratung und schamanische Reisen.

In der systemischen Arbeit wird alles als System betrachtet, d.h. verschiedene Anteile und Teilnehmer werden im Zusammenhang betrachtet. Unabhängig davon ob es dabei um innere Anteile, bzw. ein psychisches System geht, oder um eine soziale Verstrickung mit außen.

Die Methoden sind vielfältig. Am bekanntesten dürften wohl systemische Aufstellungsarbeiten sein.
Aber eigentlich ist ein systemischer Reflexionsprozess keine einzelne Methode, sondern eine eigene Form zu denken und die Welt zubetrachten ... man kann so gut wie jedes Thema damit einmal spiegeln ... die Methoden sind für mich persönlich nicht so wichtig, bzw. nur Hilfsmittel. Ich benutze sie fließend.

Ich schätze daran die gute Verbindung von Gefühl und Kopf, die im Reflexionprozess hergestellt wird. Ausserdem die Möglichkeit etwas neu und mit Distanz zu betrachten, ggf. neu zubewerten, oder auch kreativ zulösen. Zentral dabei sind Perspektivwechsel und Vorstellungsvermögen.
Ich mag ausserdem den Respekt und wertschätzende Grundhaltung mit der diese Arbeit Problemen begegnent, die systemische Annahme des guten Grundes, die auch problematischen Dynamiken und schwierigen Anteilen entgegengebracht wird.

Explizied magisch ist diese Art der Arbeit allerdings nicht. Für mich ist sie dennnoch sehr wichtig. Ich bin dieser Form der Arbeit inzwischen schon seit bald 15 Jahren treu - und sie fasziniert mich immer noch. Ich finde sie kann manchmal sehr feinspurig aufzeigen welche Energien und Motivationen in einem System herrumschwirren und wie sie entstehen .. was mich (oder andere) ggf. dafür empfänglich macht ... was ich eigentlich will ... usw.

Mir bringt diese Arbeit vorallem Klarheit und die Freiheit mich für meinen eigenen Beitrag neu und bewusster zu entscheiden.

Nachteil ist, dass ich je nach Thema und tiefe der Verstrickung manchmal jemand unbefangenes brauche, der mehr Distanz hat und ebenfalls etwas davon versteht.

Zu den schamanischen Reisen findet man hier im Forum bestimmt ganz viel. Diese Arbeit holt mich auf einer anderen Ebene ab und ich erlebe diese Arbeit tief und heilsam.

LG FreieAtem
... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben ...

- Hermann Hesse aus Stufen -

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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#4

Beitrag von Bodecea » So 11. Nov 2018, 10:11

Hallo,

Literatur!
Lesen führt einen ein in auch innerpsychische Welten, die einem sonst verschlossen blieben, und regt an, darin nach einer Resonanz zum eigenen Ich zu lauschen. Und Schreiben - ob nun Briefe, Tagebuch, Gedichte... - ist ein wunderbarer kreativer Ausdruck, der beim Schreiben oft vieles in einem selbst klärt. (finde ich.)

Psychologie
Ich habe viel von meinem diesbezüglichen Nebenfachstudium mitgenommen, muss ich sagen.

Divination (Tarot, Runen...)

Träume aufschreiben

Auseinandersetzung mit Astrologie (mit den komplexeren Horoskopen, nicht nur dem Sonnenzeichen)

LG
Bodecea
Tu was du willst, aber trage dann auch die Konsequenzen.

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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#5

Beitrag von Litha Menan » So 11. Nov 2018, 12:28

Runen sind immer auch Schattenarbeit. Wer sich über die Grundlagen hinaus weiter mit Runen beschäftigt, wird unweigerlich damit konfrontiert. Runen kommunizieren über Emotionen und holen Dinge aus dem Unterbewusstsein in das Bewusstsein.
In der schamanische Runenarbeit kann es passieren dass man sich nicht nur Teilaspekten seines Schattens bewusst wird, sondern seinem geballten unbewussten "dunklem Ich" begegnet. Die Runen lassen einen damit aber auch nicht allein, sondern helfen einem einen guten Umgang damit zu finden, oder sogar bestimmte Fähigkeiten aus dem Schatten heraus zu entwickeln. Es liegt in der Natur der Sache, dass Runenarbeit unweigerlich tief ins Unterbewusstsein führt. Meint man es ernst mit den Runen, muss man dafür bereit sein.

Liebe Grüße : )
Litha Menan

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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#6

Beitrag von Satyr » Di 13. Nov 2018, 11:01

inneres Erforschen

Hi,
ich möchte eine Einzeltechnik vorstellen, die ich selber inneres Erforschen nenne. Angeblich kommt sie aus dem Sufismus.
Es gibt davon verschiedene Variationen und diese werden gern in verschiedenen Kontexten angewandt.
In der Arbeit mit dem Enneagramm wird die Technik: repetitive Frage genannt. (sich wiederholende Frage)
Im Zusammenhang mit der Gewaltfreien Kommunikation (nach M. Rosenberg) wird die Technik: Dyade genannt. Es gibt sogar Workshop Wochenenden bei denen Menschen nichts anderes machen als die Dyade.
In anderen Kreisen wird die Technik auch angewandt, welche sich von Osho haben inspirieren lassen, da weiß ich aber nicht mehr wie sie diese benannt haben.

zur Technik:
Zwei Menschen sitzen sich gegenüber (es gibt auch die Variante dass zwei Menschen einem gegenübersitzen).
Ein Mensch erforscht sich, der andere stellt eine Frage. Der Fragesteller ist der "liebevolle Freund", der nur zuhört, nicht kommentiert und auch sonst keine Feedback gibt. Er gibt stille Empathie, hört aktiv zu und "hält den Raum" mit seiner Präsenz.

Es gibt die Variante dass die Frage nur einmal zu Beginn gestellt wird und dann antwortet der Mensch der sich erforscht. Je nach Zeitvereinbarung. Diese kann zwischen 5 bis 15 min liegen. Zuerst kommen oberflächliche und für das Bewusstsein offensichtliche Antworten. Nach und nach, wenn man darüber nachdenkt, kommen tieferliegende Antworten. Man "schält" sich wie eine Zwiebel nach innen ab. Mit etwas Übung geht das auch immer leichter.
Es ist okay, wenn länger nichts kommt, der Fokus jedoch beim Thema bleibt. Der Fragesteller kann die Frage bei längerem Schweigen auch wiederholen.

Zweite Variante ist: der Fragesteller wiederholt die gleiche Frage immer wieder (repetitive Frage), sobald eine Antwort erfolgt ist. Auch hier möglichst ohne Emotionen, denn der Erforscher soll ganz bei sich bleiben. So lange wie vereinbart, 5 - 15 min.

Danach ist Wechsel, ohne dass der Fragesteller das Gehörte bewertet. Okay ist, wenn er als Feedback gibt was ihm besonders aufgefallen ist, also wenn eine Antwort vielleicht mit mehr Emotionen begleitet war als andere Antworten. Auch hier, ohne es zu werten.

Was können das für Fragen sein:
Beim Enneagramm könnten es Fragen sein, die einen mit automatisierten Verhaltensmustern konfrontieren, z.b. "wie zweifelst Du an Dir selbst", eine andere: "wie sorgst Du für Sicherheit" oder weniger konfrontativ, eher befreiend: "Wie wäre Dein Leben, wenn Du mutiger wärst".
Bei der Dyade (GfK) werden auch gern solche Fragen gestellt: "Wie wäre Dein Leben, wenn Freude (..., Leichtigkeit) Dich leiten würde?" etc.
Es gibt aber auch Konfrontative Fragen wie: "Wie behindere ich mich im Alltag selbst" (oder meine Entfaltung).
Und es können auch Themen angegangen werden, die gerade aktuell sind und da könnte die Frage lauten: "Was ist gerade lebendig in Dir?" - da muss man sich tief in die Selbsteinfühlung begeben, oder "Was hast Du gerade zu feiern?" oder "was bedauerst Du gerade?"
Die Möglichkeiten sich zu reflektieren, zu erforschen sind beliebig und es ist erstaunlich was zu Vorschein kommen kann, wenn einem 15 min die gleiche Frage gestellt wird oder man solange darüber nachdenkt und es ausspricht.


Und: mir macht diese Übung tatsächlich Spaß ^^

BB
Satyr

Imarnie
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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#7

Beitrag von Imarnie » Di 13. Nov 2018, 14:55

Hi, habs mir mal schnell durchgelesen, klingt auf jeden Fall interessant! hat mich neugierig gemacht! Danke

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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#8

Beitrag von Satyr » Mi 14. Nov 2018, 14:31

Formen von Dynamischen Meditationen, die darauf abzielen, Schattenanteile zuzulassen, anzunehmen, anzuschauen um sie so zu transzendieren.

1. Beispiel: Kali-Meditation von Gawein (CD), Musik ist ja bekanntlich Geschmackssache und abwandelbar (!). Die Phasen der Meditation enthalten:
- Rhythmische Musik zum tief Atmen oder hyperventilieren um in die eigene Energie zu kommen
- Chaotische Musik, in der eigene Zerstörerische Anteile, Wut, Wildheit, Flüche, Unterdrücktes etc. ausgedrückt werden darf
- Zeit zum Nachspüren
- Ruhe

Mit Kali hat es nur insoweit etwas zu tun, dass Gawein sie ihr zu Ehren so genannt hat, weil wir das Wilde und Zerstörerische in uns zulassen.

2. Beispiel: Labyrinth-Meditation wie sie in einer Tantra Schule (art of being) gelehrt wird. Auch hier: Musik ist abwandelbar, aber die Technik ist sehr effektiv.
- Schütteln (Schütteltrance) mit der Musik: 1stStage Osho Active Meditations
- tiefe erdige Musik, rhythmisch, bis wild hier am besten auf einer Yogamatte kniend mit einem Meditations-Sitzkissen zwischen den Knien, dieses Kneten, sich bewegen, tiefe innere Impulse zulassen. Bewegen (Becken) und haptisches (Hände mit Kissen) lässt tiefes, auch animalisches, aufsteigen. Unterdrückte Gefühle finden einen Weg sich auszudrücken. Auch Schattenseiten und Wilde, nicht erlaubte Anteile kommen so hoch und dürfen sein. Das Kissen kann auch geschlagen werden wenn einem danach ist und Emotionen dürfen sein.
- liegen, angenehme Musik, Hände am Herzchakra, einfach Nachspüren und sich annehmen wie man ist, in der Ganzheit.
- ruhige Musik, nachspüren, in Stille sein

BB
Satyr :)

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Rafael_Chiron
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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#9

Beitrag von Rafael_Chiron » Mi 14. Nov 2018, 18:25

Psychosynthese: Arbeit mit den eigenen Teilpersönlichkeiten

Nach der Psychosynthese besteht jeder Mensch aus verschiedenen Teilpersönlichkeiten, die uns mehr oder weniger bewusst sind. In ihrer Gesamtheit entsprechen sie in etwa dem "Persona"- Begriff C.G. Jungs. Man beginnt daher zuerst damit, diese verschiedenen Teilpersönlichkeiten zu "evozieren". Dies geschieht normalerweise in einer geführten Meditation, in der sich spontan eine bestimmte Teilpersönlichkeit offenbart, dabei stellt sich diese unter einem Namen vor.

Später geht es darum, mit dieser Teilpersönlichkeit in den Dialog zu treten, um sie näher kennenzulernen. Dies geschieht u.a. durch
  • geführtes Zeichnen
  • das Tanzen seines Charakters
  • symbolische Aufstellungsarbeit
  • durch den imaginären/ gefühlten Dialog zwischen verschiedenen Teilpersönlichkeiten
u.v.m.
Satyr hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 11:01
zur Technik:
Zwei Menschen sitzen sich gegenüber (es gibt auch die Variante dass zwei Menschen einem gegenübersitzen).
Ein Mensch erforscht sich, der andere stellt eine Frage. Der Fragesteller ist der "liebevolle Freund", der nur zuhört, nicht kommentiert und auch sonst keine Feedback gibt. Er gibt stille Empathie, hört aktiv zu und "hält den Raum" mit seiner Präsenz.
(...)
Zweite Variante ist: der Fragesteller wiederholt die gleiche Frage immer wieder (repetitive Frage), sobald eine Antwort erfolgt ist. Auch hier möglichst ohne Emotionen, denn der Erforscher soll ganz bei sich bleiben. So lange wie vereinbart, 5 - 15 min.
@Satyr: Interessanterweise haben wir in der Teilpersönlichkeitsarbeit die gleiche Methode verwendet. Dabei wurde immer wieder die Frage gestellt: "Wie ist es XY (= Name der Teilpersönlichkeit) zu sein?" oder "Wie fühlt es sich an, XY zu sein?"

:liebegrüße: Rafael Chiron

Smalltown Witch
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Re: Innere Entwicklung / Schattenarbeit [Sammelthread]

#10

Beitrag von Smalltown Witch » Mi 14. Nov 2018, 18:45

Für mich war die Arbeit mit den Elementen in dieser Hinsicht unerwartet wertvoll:
Ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen fand ich es interessant, die Kraft der Elemente in mir selbst und in der Interaktion mit der restlichen Welt zu erkunden und zu spüren, was Gleichgewicht für mich bedeutet bzw. welche Aspekte der Elemente ich als bedrohlich empfinde und was das mit mir zu tun hat.
"Wir nehmen etwas Anlauf und machen einen Satz so groß wie New York
und schöner als die Sonne zum Geschenk
Einen Satz mit nur zwei Worten:
Ende Neu"

Einstürzende Neubauten

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