Rot-Öl / Johanniskraut-Öl

Benutzeravatar
Chailleagh
Beiträge: 293
Registriert: Fr 13. Sep 2013, 19:52
Benutzertitel: Chailleagh
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Rot-Öl / Johanniskraut-Öl

#21

Beitrag von Chailleagh » Sa 6. Jul 2019, 18:54

Zu beachten auch, dass Johanniskraut die Wirkung der Pille beeinträchtigt!
Le cailleach tá mé, le cailleach fanfaidh mé

Benutzeravatar
Bodecea
Beiträge: 924
Registriert: Sa 11. Mai 2013, 09:44
Benutzertitel: Wald- und Wiesenhexe
Wohnort: Odenwald
Kontaktdaten:

Re: Rot-Öl / Johanniskraut-Öl

#22

Beitrag von Bodecea » Mi 10. Jul 2019, 10:29

johanniskrautrotöl-klein.JPG
johanniskrautrotöl-klein.JPG (85.43 KiB) 354 mal betrachtet
Ich hab dieses Jahr das Öl erst spät angesetzt, aber schön ist es geworden.
Tu was du willst, aber trage dann auch die Konsequenzen.

Benutzeravatar
Rafael_Chiron
Beiträge: 1023
Registriert: Mi 28. Sep 2016, 18:42
Wohnort: Bayern

Re: Rot-Öl / Johanniskraut-Öl

#23

Beitrag von Rafael_Chiron » Mi 10. Jul 2019, 20:58

Chailleagh hat geschrieben:
Sa 6. Jul 2019, 18:54
Zu beachten auch, dass Johanniskraut die Wirkung der Pille beeinträchtigt!
@Chailleagh: Soweit ich das verstehe, beeinflusst Johanniskraut die Pille eher indirekt. Johanniskraut wirkt auf die Zirbeldrüse, die über die Melatoninausschüttung den Tag- & Nacht- Rhythmus steuert. Dieser Rhythmus ist es, der auch einen Einfluss auf den weiblichen Zyklus hat.

:liebegrüße: Rafael Chiron

Benutzeravatar
Chailleagh
Beiträge: 293
Registriert: Fr 13. Sep 2013, 19:52
Benutzertitel: Chailleagh
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Rot-Öl / Johanniskraut-Öl

#24

Beitrag von Chailleagh » Do 11. Jul 2019, 16:17

Was die Kombination „Johanniskraut & Pille“ betrifft, so gibt es Hinweise, dass es auch hier zu einer Wechselwirkung kommt und Johanniskraut die Wirkung des Verhütungsmittels reduziert. Absolut gesichert ist das nicht, aber als Frau sollte man sich vorsichtshalber nicht auf den vollen Empfängnisschutz der Pille verlassen, wenn zugleich Johanniskraut eingenommen wird. Eine ungewollte Schwangerschaft könnte sonst die Folge sein.

Studien zufolge kann es bei der Kombination „Johanniskraut & Pille“ vermehrt zu Zwischenblutungen kommen.

Vorsicht geboten ist auch bei der Kombination von Johanniskraut mit anderen hormonellen Verhütungsmitteln wie Hormonpflaster oder Vaginalring. Bei ihnen könnte Johanniskraut die Wirksamkeit ebenso beeinträchtigen wie bei der Pille. (Quelle: netdoktor)

Die Heilpflanze kann bei leichten depressiven Verstimmungen helfen. Sie aktiviert aber auch bestimmte Enzymsysteme in Leber und Darm, über die viele Stoffe – darunter zahlreiche Arzneimittel – abgebaut werden. Die Abbauprodukte scheidet der Körper wieder aus. Auf diese Weise kann Johanniskraut die Wirksamkeit von Cholesterinsenkern wie Simvastatin, Verhütungsmitteln oder auch dem Asthma-Mittel Theophyllin abschwächen. (Quelle: Apothekenumschau)

Raphael: ob direkt oder indirekt ist doch Jacke wie Hose - Fakt ist, dass die Wirksamkeit der Antibabypille in Verbindung mit Johanniskraut-Einnahme beeinträchtigt wird.

Wenn du das faktisch belegt haben willst, dann frag vielleicht einen Gyn oder Apotheker
Le cailleach tá mé, le cailleach fanfaidh mé

Benutzeravatar
Nimue
Beiträge: 21
Registriert: Fr 12. Jul 2019, 09:14
Benutzertitel: Wasserhexe
Wohnort: BaWü

Re: Rot-Öl / Johanniskraut-Öl

#25

Beitrag von Nimue » Fr 12. Jul 2019, 21:13

Die Phototoxizität hat man heraus gefunden, als Schafe plötzlich Sonnenbrand bekommen hatten, nachdem sie viele Johanniskraut gefressen hatten. Wer sich also mit Johanniskrautöl einreibt, oder etwas davon einnimmt, sollte gleichzeitig auf guten Sonnenschutz achten.
Johanniskrautöl ist ein klassisches Heilmittel bei Wunden und vermindert die Narbenbildung. Es ist entzündungshemmend. Man kann es äußerlich gut für strapazierte, verletzte und leicht verbrannte Haut einsetzen. Oder auch bei Sportverletzungen.
Innerlich angewendet ist es nicht nur depressionslösend, sondern ist hilfreich bei strapaziertem Magen nach Magen-Darmgrippe oder bei Magenschleimhautentzündung.

Benutzeravatar
Hagezorn
Beiträge: 590
Registriert: Mo 29. Feb 2016, 17:45

Re: Rot-Öl / Johanniskraut-Öl

#26

Beitrag von Hagezorn » Sa 13. Jul 2019, 08:55

Genau deshalb werde ich Johanniskrautöl nur ab September anwenden.
Sonnenschutz benutze ich das ganze Jahr nicht.
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

Benutzeravatar
Rafael_Chiron
Beiträge: 1023
Registriert: Mi 28. Sep 2016, 18:42
Wohnort: Bayern

Re: Rot-Öl / Johanniskraut-Öl

#27

Beitrag von Rafael_Chiron » Mo 22. Jul 2019, 23:36

Nimue hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 21:13
Johanniskrautöl ist ein klassisches Heilmittel bei Wunden und vermindert die Narbenbildung. Es ist entzündungshemmend. Man kann es äußerlich gut für strapazierte, verletzte und leicht verbrannte Haut einsetzen. Oder auch bei Sportverletzungen.
Innerlich angewendet ist es nicht nur depressionslösend, sondern ist hilfreich bei strapaziertem Magen nach Magen-Darmgrippe oder bei Magenschleimhautentzündung.
@Nimue: Für mich sind einige Deiner Angaben etwas zu pauschal. Wie bereits an anderer Stelle angemerkt, geht es mir niemals um nur um die indikationsbezogene Anwendung einer Heilpflanze, sondern um eine Anwendung, die sich aus dem ganzheitlichen Verständnis des Arzneicharakters ergibt. Egal was in einigen theoretischen Büchern stehen mag, Johanniskaut ist weder ein primäres Wundheilmittel, noch das Mittel der ersten Wahl bei Narben. Dafür gibt es viel bessere Heilpflanzen, wie z.B. die Ringelblume (Platz,- Riß- & Schürfwunden) oder den Beinwell (verhärtete Narben). Auch würde ich niemals Öl (oder Salbe) in eine offene Wunde einbringen...

Die Hauptwirkung von Johanniskraut ist das Nervensystem. Das ist auch der Grund, warum Rotöl bei Sonnenbrand eingesetzt wird, denn der eigentliche Schmerz geht von den "angekokelten" Nervenenden aus. Natürlich sollte danach die direkte Sonneneinstrahlung gemieden werden. Die Verwendung von Johanniskraut als Wundheilmittel bezieht sich also in erster Linie auf verletztes Nervengewebe und den damit verbundenen Schmerz. Gleiches gilt für Narben, wenn diese eine Nervenirritation erzeugen.

Bereits die Signatur des Johanniskrauts gibt uns einen interessanten Hinweis auf den Sonnenbrand. Denn auch die Pflanze "leidet" unter Verbrennungen, was man an den "Rostflecken" erkennen kann, die sich gelegentlich auf den Blättern bilden. Diese entstehen dadurch, dass sich das Öl "Hypericin" - die kleinen Pünktchen in den Blättern - durch zu starke Sonneneinstrahlung entzündet. Im Volksmund wird Johanniskaut daher auch mit dem "brennenden Dornbusch" aus der Bibel identifiziert. (Die Geschichte von "Moses und dem brennenden Dornbusch" ist in diesem Zusammenhang äußerst erhellend!)

Interessant sind auch die Entwicklungsstadien der Pflanze. Vor der Blüte hat sie noch einen weichen, wachsartigen Stengel, der dann zunehmend verholzt. Daher auch der alte Name "Hartheu", da diese verholzten Stengel das Heu "spelzig" machen. Eine ähnliche Entwicklung macht der Mensch im embryonalen Stadium durch. Anfangs entwickeln sich Wirbelsäule und Nervensystem parallel, d.h. zwischen jedem Wirbelsegment tritt ein Nervenpaar aus. Gegen Ende dieser Entwicklung "verholzt" der unterer Teil der Wirbelsäule und bildet eine "verknöcherte Platte", das Kreuzbein (Os sacrum = Heiliges Bein!). Das Rotöl ist daher auch ein gutes Hilfsmittel, wenn Wirbel/ Bandscheiben ostheopathisch eingerichtet/ ausgerichtet werden sollen. Homöopathisch wird Johanniskraut (=Hypericum) deshalb auch bei Nervenschmerzen nach einer Entbindung eingesetzt. Denn dabei bei müssen sich die knöchernen Verbindungen des Beckens lockern und hinterher dann wieder festigen. So kannn es zu Schmerzen kommen, die durch Nervenreizungen/ -einklemmungen entstehen.

Über den seelisch- psychischen Charakter der Pflanze liese sich noch so einiges sagen... Zu der Behauptung, dass Johanniskraut "depressionslösend" sein soll, möchte ich nur sagen, dass eine Depression ein sehr komplexes psychisches Geschehen ist, das eine ganz individuelle Auflösung benötigt. Wer Johanneskraut als "psychischen Aufheller" mißbraucht, darf sich über den anschließenden psychischen Absturz nicht wundern. Hoffenlich fällt man dann aufs Kreuzbein/ Steißbein und entwickelt dabei entsprechende Nervenschmerzen, dann könnte einem Hypericum (in der richtigen Potenz!) tatsächlich weiterbringen...

:liebegrüße: Rafael Chiron

Antworten