Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

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Hagezorn
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#21

Beitrag von Hagezorn » Sa 20. Apr 2019, 14:55

Die Konzerne sind das eine.
Es enthebt mich aber nicht der Eigenverantwortung.
Will ich die wahrnehmen,muß ich zuerst anfangen mich selber zu bewegen und Lösungen zu suchen.
Dazu gehört eben auch zu reagieren.
Was glaubst Du,wie lange ist es noch so ruhig?
Wird es nochmal 100 Jahre Frieden geben?
Wird unser Sicherheitswahn uns ausrotten? Oder besser der Glaube alles kontrollieren zu können?
Tagtäglich laufen uns unsinnige Nachrichten über den Weg.
Und immer steht einer dabei-wenn Du das tust ,kann Dir garnix passieren....
Es ist alles Quatsch.
Sicherheit wird es niemals geben.
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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Rotfuchs
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#22

Beitrag von Rotfuchs » Sa 20. Apr 2019, 15:54

Hagezorn hat geschrieben:
Sa 20. Apr 2019, 14:55
Die Konzerne sind das eine.
Es enthebt mich aber nicht der Eigenverantwortung.
Will ich die wahrnehmen,muß ich zuerst anfangen mich selber zu bewegen und Lösungen zu suchen.
Dazu gehört eben auch zu reagieren.
Was glaubst Du,wie lange ist es noch so ruhig?
Wird es nochmal 100 Jahre Frieden geben?
Ich sehe deinen Punkt, aber du siehst die Welt zu "schwarz-weiß" in dieser Hinsicht.

Eigenverantwortung ist essentiell. Aber wir sind eine Gemeinschaft. Die kann man blöd finden, die kann man auch "mal so mal so" finden. Aber auch du wirst nicht überleben wenn "alles zusammenbricht", wir sind einfach Herdentiere, das geht nicht anders.

Ob es nochmal 100 Jahre Frieden gibt kann niemand wissen. Warscheinlicher wird eine positive Zukunft aber, wenn die vernünftigen Leute (=die nicht aufgrund von vagen Zukunftsvorstellungen die Flinte ins Korn werfen) das Heft in die Hand nehmen.

Wie Eigenverantwortlich man ist, das entscheidet übrigens zum großen Teil das Umfeld. Sich damit zu rühmen wie "Eigenverantwortlich" man ist gestaltet sich ähnlich wie eine Million zu erben und dann armen Leuten vorzuwerfen dass sie eben mehr arbeiten sollen.

Zum Thema: Die Konzerne müssen an die Leine und Umweltverschmutzer (die Entscheider!) ins Gefängnis. Punkt.
Die resistenten Keime sind völlig vermeidbar und alles andere als "natürlich" - die sind ein Artefakt einer völlig verblödeten Wirtschaft.
Es ist nicht meine Sache als Konsument, mich anders zu verhalten wenn die Firmen völlig ihr Gefühl für Anstand verloren haben. (Trotzdem: auf Massentierhaltung kann man auch super verzichten, den Müll der da erzeugt wird sollte man nicht "Lebensmittel" nennen)

(Auch hier gilt, hart gegen die Sache. Aber nichts gegen den Autor! ;)
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Hagezorn
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#23

Beitrag von Hagezorn » Sa 20. Apr 2019, 19:10

Deinen Beitrag finde ich sehr wertvoll,keine Sorge.
Einen Konzern kann man nicht stürzen,weil die Menschen dahinter,die dafür verantwortlich sind in einer sozialen Hängematte liegen.
Das Gewissen kann man nicht verordnen.
Da gebe ich Dir recht.
Das sich die Bauern rühmen,sie würden mehr für die Natur tun,wenn sie mehr Förderung bekämen ist schon ein Gesellschaftsproblem für dessen Lösung ich kein Patent habe.
(Lt NABU)
Und ich werde nicht rumgehen zu missionieren.
Gegen MRSA hilt sogar ein Rezept aus dem Mittelalter.(gesichert durch die Wissenschaft)
Das zu verbreiten ist nicht meine Aufgabe.
Das Rüstzeug für meine eigenen Kinder schon.
Mein Auftreten in meiner Umwelt auch.
Ich kann mich informieren oder es lassen.
Aber es ist auch nicht meine Aufgabe hysterisch zu werden,wenn die Presse wieder triggert.
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Rotfuchs
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#24

Beitrag von Rotfuchs » So 21. Apr 2019, 09:32

Hagezorn hat geschrieben:
Sa 20. Apr 2019, 19:10
Einen Konzern kann man nicht stürzen,weil die Menschen dahinter,die dafür verantwortlich sind in einer sozialen Hängematte liegen.
Das Gewissen kann man nicht verordnen.
Wie gesagt. In weniger korrupten Ländern als Deuschland kann man davon ausgehen dass die Entscheider zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie Rechtswidrig handeln. Und wenn wir endlich mal Tierschutz/Umweltschutzgesetze beschließen die keine zahnlosen Tiger sind, dann brauchen solche Menschen kein Gewissen. Sie können sich dann ja im Gefängnis überlegen was sie nächstes Mal anders machen.
Hagezorn hat geschrieben:
Sa 20. Apr 2019, 19:10
Das sich die Bauern rühmen,sie würden mehr für die Natur tun,wenn sie mehr Förderung bekämen ist schon ein Gesellschaftsproblem für dessen Lösung ich kein Patent habe.
Das ist wieder ein Fall wo Eigenverantwortlichkeit an seine Grenzen kommt. Da muss ein System her was kleine Landwirte aber auch die Natur schützt. Das ein paar Betriebe pleite gehen bleibt dabei vermutlich nicht aus. Aber wenn ich die Grundwasserqualität einer ganzen Region mit der Existenz eines Bauern aufwiegen müsste, naja...

Da ist halt mal wieder Kapitalismus am Werk. Er spornt die Leute dazu an sich wie die letzten asozialen (in der originären Wortbedeutung) zu verhalten. Und wenn dann sinnvolle Gesetze beschlossen werden sind "die da oben" oder "die in Brüssel" schuld wenn es an den privaten Geldbeutel geht. Aber selber keine 10m weit denken wenn man so viel Kühe züchtet dass man nicht mehr weiß wo hin mit der wörtlichen Schei ße.
Hagezorn hat geschrieben:
Sa 20. Apr 2019, 19:10
Gegen MRSA hilt sogar ein Rezept aus dem Mittelalter.(gesichert durch die Wissenschaft)
Schön dass es sowas gibt.
Aber dass es MRSA gibt liegt schlichtweg wieder nicht in der "Natur", sondern in völlig bescheuerter deutscher Wirtschaft. (Deshalb muss sich auch die Wirtschaft darum kümmern dafür gerade zu stehen).
Das passierte aufgrund der Privatisierung der Krankenhäuser. Wo wurde gespart? An der Hygiene. Hauptsache die Investoren sind zufrieden - die Gauner die sich eine super feiner private Krankenversicherung leisten können, während arme Leute sich MRSA aussetzen müssen. (Btw. das ist kein Sozialneid, das ist Unrechtsbewusstsein was die meisten "Besserverdiener" offensichtlich nicht haben auch wenn sie sich gerne so darstellen.)

Hagezorn hat geschrieben:
Sa 20. Apr 2019, 19:10
[...]Das zu verbreiten ist nicht meine Aufgabe.
Das Rüstzeug für meine eigenen Kinder schon.
Mein Auftreten in meiner Umwelt auch.
Ich kann mich informieren oder es lassen.
Aber es ist auch nicht meine Aufgabe hysterisch zu werden,wenn die Presse wieder triggert.
Gesunde Einstellung.
Wer irgendwie Zeit und Verstand hat sollte sich sowieso ernsthaft Bilden anstatt zum "Newsjunkie" zu werden (Journalisten sind keine Wissenschaflter und könn auch vieles falsch verstehen + Privatmedien sind halt auch abhängig von ihren Anzeigenkunden und deshalb anfällig für Gefälligkeitsberichte/Auslassungen).
Sich informieren über das was abgeht in der Welt und tagesschau-Elendstourismus-Triggering zu betreiben sind zwei verschiedene Dinge.
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#25

Beitrag von Peregrin » So 21. Apr 2019, 14:38

Rafael_Chiron hat geschrieben:
Mi 17. Apr 2019, 15:26
Interessant finde ich es, dass wir hier in einem Hexenforum sind, wo immer wieder Diskussionen bezüglich des Christentum aufkommen, das unter dem Motto "Macht Euch die Erde untertan" Hexentum und Naturreligionen unterdrücken oder gar ausrotten wollte.
Ich greife das noch mal auf, da ich gerade das Zitat von Cicero wiedergefunden habe:

„Wir sind die unumschränkten Herrscher der Früchte der Erde. Wir genießen die Berge und die Ebenen. Die Flüsse sind unser. Wir bringen den Samen aus und pflanzen die Bäume. Wir machen die Erde fruchtbar... Wir halten den Lauf der Flüsse auf und geben ihnen einen neue Richtung: kurz, durch unserer Hände Arbeit, durch unsere Eingriffe in diese Welt streben wir danach, gleichsam eine andere Natur zu schaffen."

Der Gedanke, dass der Mensch als vernunftbegabtes Wesen über der unvernünftigen Natur stehe, ist schon lange vor dem Christentum bestimmend gewesen. (Dieser Herrschaftsanspruch des Menschen über die Natur hatte übrigens eine weitgehende Entwaldung des Mittelmeergebietes zur Folge.)

Schon bei Chrysippos heißt es: „Zwischen den Tieren und uns besteht kein Rechtsverhältnis". Das rechtfertigt, das man sie wie Besitz behandelt, unterwerfen und nutzen kann.

Bei Platon war die Gesamtheit des Kosmos noch in einer Weltenseele vereint, aber schon bei Aristoteles gab es eine Abstufung von der vegetative Seele der Pflanzen, der empfindenden Seele der Tiere und der denkende Seele des Menschen. Und bei den Stoikern galt bereits Ciceros Ansicht.

Und das ist keine ausschließliche Ansicht der griech-röm. Antike. Auch wenn wir keine Schriftquellen zur germanisch-keltischen Naturphilosophie hatten, könnten wir doch aus dem Gesamtbild sehen, dass die Natur meist als etwas bedrohliches gesehen wurde, in dem sich der Mensch ein Refugium schaffen musste, das unter seiner Kontrolle und Herrschaft stand.
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#26

Beitrag von Solasard » So 21. Apr 2019, 19:00

Wer sich wirklich gesund und Umwelt verträglich ernähren möchte, der findet auch einen Weg. Alles eine Sache der Priorität.

Gruß Sola

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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#27

Beitrag von Peregrin » So 21. Apr 2019, 19:55

Solasard hat geschrieben:
So 21. Apr 2019, 19:00
Wer sich wirklich gesund und Umwelt verträglich ernähren möchte, der findet auch einen Weg.
Und dass viele sich nicht umweltverträglich ernähren wollen ist nicht mein Problem, weil ich ja kein Teil der Umwelt bin...?
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#28

Beitrag von Hagezorn » Mo 22. Apr 2019, 11:50

Peregrin hat geschrieben:
So 21. Apr 2019, 19:55

Und dass viele sich nicht umweltverträglich ernähren wollen ist nicht mein Problem, weil ich ja kein Teil der Umwelt bin...?
Nein weil Dir keiner zuhören wird wenn Du versuchst zu missionieren.
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#29

Beitrag von Peregrin » Mo 22. Apr 2019, 13:33

Ich versuche niemanden zu etwas zu missionieren. Zu was denn, bitte? :nixweiss: Ich hoffe nur, dass die, die die Thread hier lesen, für das Problem ein Bewusstsein entwickeln.

Eine ernsthafte Diskussion würde mich freuen. Ich würde mich gerne überzeugen lassen, dass multiresistente Keime niemandem schaden oder das es ernsthafte Alternativen für ihren Einsatz gibt. Bisher hatte ich allerdings den Eindruck, dass das Problem nicht verstanden wird (nach dem Motto: "So lange ich mein Geflügel gut durchbrate, und ich gesund bin, weil ich auf meinem Balkon Tomaten ziehe, kann mir nichts passieren geht mich die Sache nichts an. Und wenn ich eine Gehirnhautentzündung bekomme, trinke ich einfach Met und bin wieder gesund.")

Dass du persönlich mir nicht zuhören willst, Hagezorn (Ich vermute, weil du etwas gegen mich als Person hast? :nixweiss: ) war mir klar, als du Rotfuchs Beitrag geliket hast, der eigentlich das selbe vertritt wie ich...
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Re: Resistente Keime in Supermarkt-Geflügel

#30

Beitrag von Hagezorn » Mo 22. Apr 2019, 14:07

Vielleicht drückst Du Dich einfach nicht klar aus?
Ich denke in diesem Forum leben,denken und arbeiten sowieso Leute,die ein anderes Bewußtsein als der Durchschnitt haben.
Du schreibst also an falscher Stelle.
Zumindest brauchst Du mir als Krankenschwester auch keinen Vortrag mehr halten.
Wenn Du Dich getriggert fühlst tut mir gas leid.
Ich reagierte nur auf einige völlig überzogene Aussagen von Dir.
Aber wie immer-Dir trotzdem noch ein schönen Ostersonntag.
Nimms nicht so schwer!
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