Ahnentopf zu Samhain

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Peregrin
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#11

Beitrag von Peregrin » So 29. Sep 2019, 17:36

Macht das einen "hexischen" Eindruck, wenn man Bilder von seinen Omas und Opas aufhängt? Oder gar einen Stammbaum? Finde ich nicht.

Und Räucherstäbchen und Co darunter kannst du ja abräumen, wenn du meinst, das soll keiner sehen. ;)
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Kätzchen2904
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#12

Beitrag von Kätzchen2904 » So 29. Sep 2019, 19:11

Da ich in einer Nacht und Nebelaktion aus meinem Elternhaus geflüchtet bin, hab ich so gut wie gar keine Bilder 😞 die einzigen Dinge, die von meiner Familie stammen sind eine perlenhalskette meiner uroma (die ich sehr gerne hatte) und der Kühlschrank, den ich geschenkt bekommen habe.

Ich habe eben keine „normale“ Familie. Aber was ist schon normal...

Wie gesagt... mich stört das Hexische nicht. ☺️ Im Gegenteil :hex: ich finde so geschmückte Schreine oder Altarecken super. Aber ich wohne halt nicht alleine. Obwohl mein Mann das wahrscheinlich auch irgendwann annehmen wird :aufkopf:
Aber eben alles nach und nach

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Peregrin
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#13

Beitrag von Peregrin » So 29. Sep 2019, 19:31

Du kannst ja auch Stellvertreter nehmen, wenn du etwas von deinen Ahnen weißt (z.B. Berufe. Ich weiß von meinen z.T. die Berufe bis in die 8. Generationen zurück. Da kann man dann ein Stück Wolle für die Weber nehmen, einen Miniaturambos für den Schmied und so weiter. Oder Bilder mit Vertretern der entsprechenden Berufe.) Vielleicht fällt dir auch etwas persönlicheres zu denen ein, was dich mit denen verbindet.

Wenn du weißt, wo die gelebt haben, kannst du da auch mal ein Ausflug hinmachen und da Souvenirs sammeln, irgendwas, was du mit dem Ort verbindest. Z.B. ein Minigläschen Erde (so wie es früher mal Mode war, von Urlaubsorten Sand vom Strand mizunehmen.)
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Mercian
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#14

Beitrag von Mercian » Mo 30. Sep 2019, 01:05

Es gibt viele Grunde im Leben bestimmte Teile deine Familie aus zu schließen. Ebenso wenn sie von uns gegangen sind. Trotzdem ohne sie gebe es dich nicht. Und irgendwann haben sie sich (und dich) auch geliebt. Weiterhin gibt es Menschen den du in deinem Leben verehrt hast oder als große Helden angesehen hast. Persönlich sehe ich meinem Ahnen nicht nur als das was in meine Familie war, sondern auch die Menschen die einen Einfluss auf mein Leben hatten.

Weiterhin verstehen manche Wicca das Verehren von anderen verstorbenem Wicca, die den Unterwelt schon betreten haben als ganz normal. Sie waren nach unserem Verständnis auch Familie. Sie haben grosses Ansehen genossen und Eindrucke hinterlassen. Wir sprechen in diesem Sinne von der "Mighty Dead"
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“

„Ist es nicht sonderbar, daß die Menschen so gerne für die Religion fechten, und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?“

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Hagezorn
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#15

Beitrag von Hagezorn » Mo 30. Sep 2019, 11:55

Ahnen auszuschließen würde sie im Jenseits beleidigen.....
Deshalb-ob ich sie mag oder nicht bedenke ich alle.
Gewalttätige,Kindermörder oder Alkoholiker -what ever betrachte ich in dem Zusammenhang als Möglichkeiten meiner Entwicklung.
Es gab immer Gründe und Entscheidungen warum es kam wie es gekommen ist.
Ich bin nicht dafür verantwortlich.
Aber diese Möglichkeit des Ausdrucks menschlichen Lebens schlummert auch in mir!
Da ich Ahnenkult in meine Praxis integriere wäre es von meiner Seite Arroganz (besser zu sein als sie), Ignoranz (sie sind ja im Stammbaum vorhanden) und wünsch Dir was.
Freilich hätte gerne jeder einen "gesäuberten"Stammbaum.
Der ist aber nicht wahrhaftig.
Um Wahrhaftigkeit vor Göttern und Menschen in einen Zauber zu integrieren bedarf es weniger Kraft wenn man ehrlich ist.
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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Kätzchen2904
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#16

Beitrag von Kätzchen2904 » Mo 30. Sep 2019, 13:28

Hagezorn hat geschrieben:
Mo 30. Sep 2019, 11:55
Ahnen auszuschließen würde sie im Jenseits beleidigen.
Es gab immer Gründe und Entscheidungen warum es kam wie es gekommen ist.
Ich bin nicht dafür verantwortlich.
Aber diese Möglichkeit des Ausdrucks menschlichen Lebens schlummert auch in mir!
Da ich Ahnenkult in meine Praxis integriere wäre es von meiner Seite Arroganz (besser zu sein als sie), Ignoranz (sie sind ja im Stammbaum vorhanden) und wünsch Dir was.
Freilich hätte gerne jeder einen "gesäuberten"Stammbaum.
Naja aber wenn diese Ahnen mir nunmal nicht wohlgesinnt sind, möchte ich halt nichts mit Ihnen zu tun haben. Und ich fänd es auch ziemlich komisch - so wie es bei meinen Eltern jetzt wäre - im Leben nix miteinander zu tun zu haben und sie dann aber als Ahnen um etwas zu bitten. Hm. Das ist für mich irgendwie unehrlicj

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Hagezorn
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#17

Beitrag von Hagezorn » Mo 30. Sep 2019, 13:37

Auch wenn sie nicht wohlgesinnt sind-wie pissig sind sie erst,wenn man sie ausschließt?
Ich bitte sie um nix,ich zolle Respekt.
Da unterscheiden wir uns in der Sache doch sehr.
Schließlich ist ein Ahnentopf kein Wünschetopf!
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#18

Beitrag von Kätzchen2904 » Mo 30. Sep 2019, 14:07

Hagezorn hat geschrieben:
Mo 30. Sep 2019, 13:37
Auch wenn sie nicht wohlgesinnt sind-wie pissig sind sie erst,wenn man sie ausschließt?
Ich bitte sie um nix,ich zolle Respekt.
Da unterscheiden wir uns in der Sache doch sehr.
Schließlich ist ein Ahnentopf kein Wünschetopf!
Wer mir nicht wohlgesonnen ist, hat halt in meinem Leben nix zu suchen. Und ich zolle niemandem Respekt, der ihn nicht verdient hat in meinen Augen. Ich finde es unehrlich jemanden nur deshalb zu Verehren weil man sonst Angst vor ihm haben müsste. Aber gut. Da sind wir einfach unterschiedlicher Meinung :drueck:

Wenn das für dich so funktioniert wie du es oben beschrieben hast, ist das ja toll :thumbup: wie gehst du denn mit deinem Ahnentafel so um? Seit wann hast du ihn? Erzähl mal wie du das so gestaltest.

Liebe Grüße

Kätzchen

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#19

Beitrag von Hagezorn » Mo 30. Sep 2019, 16:38

Angst und Respekt passen meiner Meinung nach nicht zusammen.
Aber gut eine Definition von Respekt ist auch schwierig.
Viele Eigenschaften der Ahnen helfen im Hier und jetzt.
Hellsicht,Karten legen erbte ich von meiner Oma.Die war Katholikin.Kann sie nichts für-war die damalige Zeit.
Mein Onkel konnte Tiere besprechen,meine Mutter auch.
Alle drei würden nicht gut finden was ich heute tue.Aber das ist nicht der Punkt.
Habe ich ein Tierproblem,kontaktiere ich diesen (namentlich unbekannten!) Onkel.Geht es um Karten,ein intensives Gedankenbündel zur Oma.
Aber auch das Thema Treu war nicht so das Thema der Familie-so kam Zigeunerblut in die Linie.
Kommt mir nicht mit Sinti oder Roma-das Thema gab es damals nicht.
Aber so kommt die Eigenschaft des Wirkens dazu.
Mein Urgroßvater war ein Gauner und Schmuggler- damit erweitert sich der Ehrenkodex.
Ich habe noch Verwandtschaft in Polen und der Ukraine-so schließt sich der Kreis in Bezug auf Pflanzen und Folklore.
Habe ich Probleme damit-kontaktiere ich mental die Verwandschaft in Vergangenheit und Gegenwart.
Die Macht des Blutes verbindet uns alle.
Meine Tochter sagte einmal-unser Stammbaum ist ein Gestrüpp.
Ja richtig,und wer es versteht weiß jede Wurzel und jeden Ast zu nutzen.
In der Bewußtheit das alle zusammenhängen fliegen Gedanken,Träume und Emotionen hin und her zum Nutzen aller-denn wenn jemand anders ein Problem hat-fühlen es die anderen-und können helfen.Egal ob im Hier oder drüben.
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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Hagezorn
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#20

Beitrag von Hagezorn » Di 1. Okt 2019, 08:24

Hier mal ne Anleitung aus Europa....
https://www.youtube.com/watch?v=FVOjfFduJwQ
Nicht meine Technik.aber für manchen machbar,....
http://www.journal-ethnologie.de/Deutsc ... ndex.phtml
Das entspricht meiner Gefühlswelt eher.
Aber es ist nicht meine Kultur.....
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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