Ahnentopf zu Samhain

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Kätzchen2904
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Ahnentopf zu Samhain

#1

Beitrag von Kätzchen2904 » Sa 28. Sep 2019, 19:56

Hallo ihr Lieben,

ich weiß Mabon ist noch keine Woche her und schon gibt es einen Samhain-Thread? Das hat allerdings eher was mit dem Gegenstand zu tun, den ich gern basteln will.
Im Prinzip finde ich die Idee Kontakt zu seinen Ahnen zu haben schön... Allerdings stellt sich da mit die Frage... Ich habe seit mehreren Jahren keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern und lebenden Verwandten (Das wird auch eine ganze Weile so bleiben, vielleicht auch für immer). Ist so ein Ahnentopf dann überhaupt was für mich? oder... DARF ich sowas vielleicht gar nicht haben? Was wenn meine gewalttätigen Eltern irgendwann mal Ahnen werden? Ich will die nicht in meinem Ahnentopf haben.

Kennt sich da einer von euch mit aus? Ich hätte gern eine Verbindung zu meinen Wurzeln. Häufig habe ich mich auch "entwurzelt" gefühlt, gerade weil da auf meiner Seite keiner mehr ist. Allerdings... die Familie meines Mannes ist so liebevoll und gütig. Auch da wird es schwarze Schafe geben. Aber kann ich mir einfach so seine Ahnen für meinen Topf "nehmen" (doofes Wort ich weiß) oder ist es gerade gut mich mit meinen Wurzeln auf dieser Ebene auszusöhnen?

Hilfe!


Ganz liebe Grüße

Kätzchen

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Etain
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#2

Beitrag von Etain » Sa 28. Sep 2019, 20:39

Also ich würde nur Ahnen in mein Ritual einladen, die ich selbst kenne und mag. Die Familie meines Mannes gehört nur soweit dazu wie ich sie auch persönlich kenne und mag. Schließlich ist es mein Ritual.
Irgendjemand gibt es sicher auch in deiner Familie, den du magst. (Bei Gelegenheit mehr, bin unterwegs.)

Schönen Abend noch!
Etain

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Kätzchen2904
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#3

Beitrag von Kätzchen2904 » Sa 28. Sep 2019, 21:39

Nur meinen Opa väterlicherseits... Der ist auch schon verstorben und ich war damals sehr traurig darüber. Allerdings würde ich auf die Anderen halt lieber verzichten, glaube ich. Ich bin mir noch nicht sicher. Aber danke für den gedanklichen Anstoß @Etain :)

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Mara
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#4

Beitrag von Mara » So 29. Sep 2019, 10:21

Hey Kätzchen,

Ich persönlich beziehe mich nicht nur auf meine direkte Blutlinie wenns um meine Ahnen geht. Das hat zwei Gründe: Zum einen empfinde ich meine engsten Freunde auch als meine Familie, sie gehören zusammen. Und da meine Blutverwandschaft mit erfreulich viel Lebensausdauer gesegnet ist, ist soweit meine Erinnerung zurückreicht, nur eine Person verstorben, die ich wirklich kannte.

Vielleicht wird sich meine Einstellung mit den Jahren noch ändern. Aber im moment fühle ich mich mit der Menschheit im Allgemeinen verbunden. Alle Entscheidungen meiner Ahnen (und ihrem sozialen Umfeld) haben dazu geführt, dass ich heute bin wie ich bin. Und das reicht mir um dankbar zu sein und sie zu besonderen Anlässen einzuladen.

Vielleicht helfen dir meine Gedanken :)
LG Mara
Ich sehe lieber in deine Augen als auf meinen Bildschirm.

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Kätzchen2904
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#5

Beitrag von Kätzchen2904 » So 29. Sep 2019, 13:31

Mara hat geschrieben:
So 29. Sep 2019, 10:21
Hey Kätzchen,

Ich persönlich beziehe mich nicht nur auf meine direkte Blutlinie wenns um meine Ahnen geht. Das hat zwei Gründe: Zum einen empfinde ich meine engsten Freunde auch als meine Familie, sie gehören zusammen.
Vielen Dank für die ausführliche Antwort @Mara :danke1: (Leute ich liebe die Smileys hier !!!")
Heißt das du lädst nicht nur Tote in den Ahnentopf ein, sondern auch andere Leute, die dir nahestehen? Mh damit hätte ich irgendwie ein Problem... da verfalle ich zu leicht dem Aberglauben für :aufkopf:
Ich habe gestern mal ein bisschen mit dem Pendel gearbeitet und es hat mir eindeutig davon abgeraten ausschließlich meine eigenen Ahnen zu nehmen. Auf die Frage was mit den Ahnen meines Mannes ist, hat es sehr eindeutig mit Ja geantwortet (Also auf die Frage, ob ich sie einladen soll). So wie ich den Ahnentopf verstanden habe, ist es auch gar nicht schlimm die Ahnen nicht alle persönlich zu kennen. Man vertraut den vorherigen Generationen Dinge von sich an oder bittet um etwas oder so.
Ich fand den Brauch an sich sehr schön. Nicht weil ich unbedingt etwas hineinlegen möchte zum Umwandeln, sondern einfach der Gedanke Kontakt zu haben. Teilweise gibt es ja auch Rituale, um Ahnen aus seiner Linie auszuschließen die einem nicht wohlgesinnt sind. Mh. :hüpf:

Schwierig alles. Ich spüre, dass das etwas für mich sein könnte und das auf jeden Fall die Wurzeln mir guttun. Selbst das Gefäß dafür kann ich mir schon vorstellen.
Wir haben bei uns einen Paint your style Laden um die Ecke, bei dem man einige Dösen, Schalen und Krüge wirklich gut verwenden kann und mit dem Bemalen sich auch Zeit dafür nimmt. Das ist ja immer die beste Möglichkeit, um mit etwas in Kontakt zu kommen... also für mich zumindest :hex:

Hachja... schwierig seinen eigenen Kopf mal auszuschalten und die anderen Kräfte ranzulassen. Das muss ich wohl noch etwas üben.

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Mara
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#6

Beitrag von Mara » So 29. Sep 2019, 14:12

Kätzchen2904 hat geschrieben:
So 29. Sep 2019, 13:31
Heißt das du lädst nicht nur Tote in den Ahnentopf ein, sondern auch andere Leute, die dir nahestehen?
Da hab ich mich missverständlich ausgedrückt - eingeladen in dem Sinne werden nur Verstorbene, für die Lebenden gibt es genug andere Feste :D
Kätzchen2904 hat geschrieben:
So 29. Sep 2019, 13:31
(Leute ich liebe die Smileys hier !!!")
Same here! :girlie-hex:
Ich sehe lieber in deine Augen als auf meinen Bildschirm.

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#7

Beitrag von Kätzchen2904 » So 29. Sep 2019, 14:55

Mara hat geschrieben:
So 29. Sep 2019, 14:12

Da hab ich mich missverständlich ausgedrückt - eingeladen in dem Sinne werden nur Verstorbene, für die Lebenden gibt es genug andere Feste :D
Ich dachte jetzt schon so unter dem Motto: Hopp rein in den Topf :kessel1: hihi.
Ich hab auch ein total beklopptes Video zu dem Thema gefunden. Kennt ihr Kalkofen Mattscheibe? naja eher off Topic.

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Hekate
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Re: Ahnentopf zu Samhain

#8

Beitrag von Hekate » So 29. Sep 2019, 15:07

Also Kätzchen.

Grundsätzlich sind deine Eltern bereits deine Ahnen, den du hast ja ihre DNA

Und musst du mit ihnen arbeiten, wenn sie mal tot sind?
:girlie-oh-my-god: Nein :girlie-oh-my-god:

Und muss es unbedingt ein Ahnentof sein?

Wie denkst du über einen Ahnenaltar?
AhnenEcke?

Gruß

Hekate
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#9

Beitrag von Kätzchen2904 » So 29. Sep 2019, 15:29

Hekate hat geschrieben:
So 29. Sep 2019, 15:07
Also Kätzchen.

Grundsätzlich sind deine Eltern bereits deine Ahnen, den du hast ja ihre DNA

Und musst du mit ihnen arbeiten, wenn sie mal tot sind?
:girlie-oh-my-god: Nein :girlie-oh-my-god:

Und muss es unbedingt ein Ahnentof sein?

Wie denkst du über einen Ahnenaltar?
AhnenEcke?
Da hast du mir jetzt aber nen Stein vom Herzen genommen, Hekate. Ich dachte wirklich wenn ich mit Ahnen arbeite dann kann ich mir die nicht "aussuchen"... also... du weißt was ich meine oder? Und das mit der Ahnenecke hab ich mir auch schon überlegt. Allerdings beginnt mein Mann erst sehr langsam sich daran zu gewöhnen, dass mir Spiritualität wichtig ist und ich möchte ihn damit noch nicht überrumpeln. Er ist sehr rational veranlagt und hält das meiste für Humbug (aber als ich ihm die Karten gelegt habe auf die Frage welchen Facharzt er machen soll, da hat er große Augen gemacht :D )
Deshalb dachte ich so ein Ahnentopf fällt vielleicht etwas weniger auf und wirkt noch nicht so ganz... hexisch ;) auch wenn ich gerne eine Schrein- oder Altarecke hätte.
Ich fand die Idee von dem Ahnentopf deshalb auch so schön, weil man dann quasi eine Verbindung erstellt und auch mal Sachen reinlegen kann so unter dem Motto: hier schaut mal. Das hab ich schon geschafft.

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Re: Ahnentopf zu Samhain

#10

Beitrag von Hekate » So 29. Sep 2019, 16:20

Das geht aber mit der Ecke/Altar auch.

Aber ich verstehe was du meinst.

Gruß

Hekate
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Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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