Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

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FreieAtem
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Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#21

Beitrag von FreieAtem » Mo 19. Feb 2018, 21:27

Ja ....
An der Frühlingstagundnachtgleiche, oder Spring Equinox (ich feiere auch kein(e) Ostara :) ) gibt es, für mich, meistens zwei Aspekte denen ich mich zuwende:

1. Aspekt Neues sähen, Pflanzen: "Was soll im kommenden Jahr/Sommer wachsen?" Der Frage kann man nachgehen ... symbolisch, meditaitv, oder auch ganz praktisch.
Ich erinnere mich z.B. an ein Ritual, in dem wir Samenbomben (Bienenfutter) hergestellt haben, die mit viel Kraft und guten Wünschen aufgeladen worden sind und später in die Welt verteilt wurden.

2. Aspekt Gleichgewicht: Sich in den Moment begeben, in dem Licht und Dunkel gleich viel wiegen.
Mit Fragen wie ... "Welche Seite überwiegt im Moment in mir? Was ist verborgen in der Dunkelheit bereits gekeimt und will im Licht sichtbar werden? Was lasse ich dort zurück? etc"
Evlt. kann man auch, über die reflektierenden Fragen hinaus, energetisch etwas machen um beide Seiten in ein Gleichgewicht zu bringen.
Oder/und sich, in einem zweiten Schritt, bewusst der hellen Seite zuwenden ... die Waage kippen lassen. Da passt dann auch ein Winterabschied dazu.

LG FreieAtem
... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben ...

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Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#22

Beitrag von Schneewoelfin » Mo 19. Feb 2018, 21:49

Hi Gerd,

stimmt, das Online BoS ist da wohl noch nicht aktualisiert
Dennoch frage ich mich, wie Du darauf kommst,
Schupo hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 19:30
Wenn heute Menschen anfangen, eine Ostara zu verehren, können sie das ja gerne tun, aber dann sollen sie doch bitte auch dazu stehen und sie nicht als vorchristlich bezeichnen, nur um sie zu legitimieren. Ja... auch das Internet kann ein Gott sein... Geld... Wissenschaft... aber niemand käme auf die Idee, sie als mind. 2000 Jahre alt zu deklarieren, nur um seinen Glauben zu legitimieren, warum man sie verehrt.
dass wir etwas "Altes" benötigen, um unsere Tradition/Kult/Religion zu legitimieren, die ja noch nichtmal 70 Jahre jung ist? ;)

LG Schnee
"Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst." Jalal Ad DIn Rumi

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Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#23

Beitrag von Schupo » Mo 19. Feb 2018, 22:41

Schneewoelfin hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 21:49
Hi Gerd,

stimmt, das Online BoS ist da wohl noch nicht aktualisiert
Dennoch frage ich mich, wie Du darauf kommst,
dass wir etwas "Altes" benötigen, um unsere Tradition/Kult/Religion zu legitimieren, die ja noch nichtmal 70 Jahre jung ist? ;)
Also ich schrieb über Ostara als vermeintliche Göttin. Meinst Du mit "Tradition/Kult/Religion" Wicca? Ich habe wohl mitbekommen, dass es früher Bemühungen gab, Wicca als uralten Kult erscheinen zu lassen und dass die zeitgenössischen Wicca das ablehnen, weil es sich ja zwischenzeitlich erwiesen hat, dass Wicca keine 100 Jahre alt ist. Aber meine vorherige Aussage bezog sich alleine auf Ostara.

Ich habe aber in vielen Facebook Gruppen und in einigen Foren die Tendenz der Leute mitbekommen, dass sie das Bedürfnis haben, ihren Glauben oder ihre Praxis rechtfertigen und legitimieren zu müssen... meist durch Abgrenzung... oft durch nicht mehr nachweisbare Aussagen... manchmal auch durch manipulative Aussagen.
Zuletzt geändert von Schupo am Di 20. Feb 2018, 05:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#24

Beitrag von Schneewoelfin » Mo 19. Feb 2018, 23:09

Schupo hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 22:41
Also ich schrieb über Ostara als vermeintliche Göttin.
(...)
Meinst Du mit "Tradition/Kult/Religion" Wicca?

ich bezog mich auf meinen Post und Deine Antwort:
Schupo hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 17:28
Schneewoelfin hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 16:23
Wenn Dich die Wicca-"Liturgie" interessiert, kannst Du das u.a hier im Online BoS nachlesen. Den Link findest Du auch oben links in der Linkliste :D (ich liiieeebe Wortspiele ;) )
Schlimm genug, dass da eine germanische Göttin Ostara erwähnt wird, die es nie gegeben hat
:rofl:
und da ich Wicca bin und schrieb:
dass wir etwas "Altes" benötigen, um unsere Tradition/Kult/Religion zu legitimieren, die ja noch nichtmal 70 Jahre jung ist?
ja, ich meine Wicca :D

LG Schnee
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Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#25

Beitrag von Hekate » Di 20. Feb 2018, 01:03

Ihr bringt mal wieder Sachen durch einander.

:girlie-gfk:

Kommt auch von dummen Autoren. :würg:

:girlie-nick:


1) Tag + Nacht Gleiche

Das hat was mit Astronomie zu tun.
Frühling ist im März mit Spielraum, vom 20.03. - 23.03.
(Das jährliche exakte Datum, hängt nicht mit den Mond zusammen, sonderen anderen Sachen.)

2) Frühling
Der hängt mit dem Ort zusammen.
Z. B. Breitengraden
Natürlich ist in Rom oder noch südlicher, früher Frühling, als in Bayern. Oder gar in Mittelschweden, wo oft erst zu Beltaine erst Frühling ist.

:girlie-gfk:

Seit also brav und tut einer alten Hex den Gefallen und achtet auf so eine Kleinigkeit.

Gruss

Hekate
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

Schupo

Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#26

Beitrag von Schupo » Di 20. Feb 2018, 05:20

Schneewoelfin hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 23:09
Schupo hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 22:41
Also ich schrieb über Ostara als vermeintliche Göttin.
(...)
Meinst Du mit "Tradition/Kult/Religion" Wicca?

ich bezog mich auf meinen Post und Deine Antwort:
Schupo hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 17:28
Schneewoelfin hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 16:23
Wenn Dich die Wicca-"Liturgie" interessiert, kannst Du das u.a hier im Online BoS nachlesen. Den Link findest Du auch oben links in der Linkliste :D (ich liiieeebe Wortspiele ;) )
Schlimm genug, dass da eine germanische Göttin Ostara erwähnt wird, die es nie gegeben hat
:rofl:
und da ich Wicca bin und schrieb:
dass wir etwas "Altes" benötigen, um unsere Tradition/Kult/Religion zu legitimieren, die ja noch nichtmal 70 Jahre jung ist?
ja, ich meine Wicca :D

LG Schnee
Dann haben wir ja wohl von unterschiedlichen Dingen gesprochen.

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Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#27

Beitrag von FreieAtem » Di 20. Feb 2018, 13:54

Ihr Lieben ... hier im Thread ging es doch eigentlich um Anregungen für Rituale zum Frühlingsanfang, Ostara und Equinox.
Ich meine, dass da Meinungsunterschiede aufkommen, bzgl. dem was überhaupt gefeiert wird - ok :rapzap: .
Nur ich weiss nicht .. Wicca-Geschichte und Positionen dazu dürfen gerne, irgendwo im Forum, Thema sein ... aber hier ist das doch eigentlich nicht mehr "on Topic", oder?
Im Sinne der Threadersteller/innen (und all derer, die das Thema irgendwann mal suchen und nachlesen), fände ich es gut, wenn wir allgemein bei den Ausgangsfragen eines Threads bleiben.
(Ja ... fällt mir auch nicht immer ganz leicht :) )

LG FreieAtem
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Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#28

Beitrag von Bodecea » Di 20. Feb 2018, 17:03

Hallo,

ein paar Gedanken...

Für mich bedeutet das Frühlings-Equinox, dass die warme und helle Hälfte des Jahres anbricht. Für mich ein Grund zur Freude! In der Zeit um den 21.3. werden ja die Tage so spürbar schnell länger und wärmer, es brummt und summt und langsam treibt alles aus (wenn nicht grade noch mal ein später Schnee dazwischen kommt).

Ich denke an das Sternzeichen Widder mit seiner stürmischen Art.

Ich denke an die jungen Tiere, die jetzt auf die Welt kommen. Das Neue beginnt.

Ich denke da an Persephone, die aus der Unterwelt kommt und das Grün mit zurückbringt und alle anderern Göttinnen und Götter der Jugend und der Fruchtbarkeit.

Wenn das Jahr nicht zu kalt ist, gibt es dann schon viele Wildkräuter, die ich dann esse. (Ich giere jetzt schon nach Brennnesseln und Bärlauch!) Ich habe jedes Jahr das Gefühl, damit eine Art Vitalitätsschub abzubekommen. Also ein Wilkdkräuteressen passt sicher gut.

Für mich ist dann wieder Zeit, Dinge nach außen zu tragen - auch wortwörtlich wieder mehr draußen zu sein. Ein Feuer draußen fände ich passend, an dem man mit Freunden und Nachbarn einen trinkt; hier entzünden sie bei uns in jener Zeit immer Lärmfeuer als Erinnerung ans früherer Signalketten, ohne heidnischen Kontext, aber das passt dennoch gut.

Pläne, die im dunklen Winterhalbjahr reiften, können nun umgesetzt werden. Ich denke, diese Pläne und Wünsche kann man in irgendeiner Form "aussetzen", pflanzen.

Das Equinox ist für mich ein momentanes Innehalten im Gleichgewicht - und dann - ändert es sich schon wieder, das Rad dreht sich weiter.

LG
Bodecea
Tu was du willst, aber trage dann auch die Konsequenzen.

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Re: Ostera - Rituale zum Frühlingsanfang

#29

Beitrag von Rafael_Chiron » Mi 21. Feb 2018, 21:03

FreieAtem hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 21:27
2. Aspekt Gleichgewicht: Sich in den Moment begeben, in dem Licht und Dunkel gleich viel wiegen.
Mit Fragen wie ... "Welche Seite überwiegt im Moment in mir? Was ist verborgen in der Dunkelheit bereits gekeimt und will im Licht sichtbar werden? Was lasse ich dort zurück? etc"
Evlt. kann man auch, über die reflektierenden Fragen hinaus, energetisch etwas machen um beide Seiten in ein Gleichgewicht zu bringen.
Oder/und sich, in einem zweiten Schritt, bewusst der hellen Seite zuwenden ... die Waage kippen lassen. Da passt dann auch ein Winterabschied dazu.
@FreieAtem: Danke für Deinen Imput. :thumbup:
Das bringt mich darauf, Frühlings- und Herbstäquinox zu vergleichen. Geht es im Frühling darum, Altes endlich hinter sich zu lassen und neue Impulse zuzulassen & zu stärken, geht es im Herbst mehr darum, mich den unbewussten & nicht integrierten Aspekten meiner Persönlichkeit zu stellen.
Schneewoelfin hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 14:44
ich muss sagen, im Weiteren darüber sinnieren fühlt es sich für mich stimmiger an, in diesem Fall die Guardians at the Gate ohne Attribute, einfach nur formell zu rufen und dann den magischen Fokus auf die Verabschiedung des Winters im Norden (kurz) und Frühjahr im Osten mit Luft und Erzengel (Hauptteil) und es dabei zu belassen, ohne die anderen Himmelsrichtungen - so ist´s nicht doppelt-gemoppelt :hex:
@Schneewoelfin: Wenn Du mit dem Pantheon der Erzengel arbeitest, ist doppelt- gemoppelt tatsächlich nicht so leicht vermeidbar. Allerdings wäre mir das etwas zu einseitig, im Ritual schwerpunktmäßig nur den Norden und den Osten zu berücksichtigen.
Bodecea hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 17:03
Ich denke da an Persephone, die aus der Unterwelt kommt und das Grün mit zurückbringt und alle anderern Göttinnen und Götter der Jugend und der Fruchtbarkeit.
@Bodecea: Interessante Anregung ;)
Lässt sich rituell (v.a. in der Gruppe) gut umsetzen, wenn man im griechischen Patheon arbeitet. Ich denke hier an die Göttin Demeter, wie sie auf der Suche nach ihrer Tochter Persephone den Kreis abschreitet. Gerade diese Bewegung bringt Kraft in das Ritual. Persephone könnte schließich von Demeter gefunden und in den Osten geleitet werden...
:luxhello:
Schupo hat geschrieben:
Mo 19. Feb 2018, 16:09
Hm... wenn der Winter zu Samhain beginnt, startet der Frühling dann nicht mit Imbolc?
@Schupo: Die Entsprechungen/ Zuordnungen zu den vier Himmelsrichtungen im Ritual setze ich gewissermaßen stillschweigend als Grundlage voraus. Der Osten korrespondiert hier mit dem Sonnenaufgang/ Frühlingsäquinox, der Süden mit der Sommersonnwende etc. Die keltischen Feste Samhain, Imbolc etc. würden dann entsprechend in die Diagonalen fallen. (Das heißt nicht, dass man diese - in bestimmten Fällen - nicht auch den vier Himmelsrichtungen zuordnen kann!)

:liebegrüße: Rafael Chiron

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Re: Ostara - Rituale zum Frühlingsanfang

#30

Beitrag von FreieAtem » Do 22. Feb 2018, 13:24

Hallo Rafael_Chiron,

Ich muss sagen, dass ich die Jahreskreisfeste nicht unbedingt an den Himmelsrichtungen fest mache. Also nicht so dass sich davon eine konkrete rituelle Handlung ableitet. Ich rufe Jahreskreisfeste allerdings auch nicht herbei, oder so.

Das einzige was ich fest mit den Himmelsrichtungen verbinde, sind die Elemente. Die rufe ich immer gleich und immer alle. Dadurch sind sie im Kreis mit der entsprechenden Himmelsrichtung verbunden: Luft im Osten, Feuer im Sünden, Wasser im Westen, Erde in den Norden.
Sie sind geordnet entsprechend dem Tagesverlauf, paralell zu dem wie Handlung und Absicht in der Welt wirksam wird:
Sonnenaufgang Osten -> Gedanke, Luft
Sonnenhöchststand Süden-> Hitze, Willen, aktive Handlung - Feuer/ Licht
Sonnenuntergang Westen -> Rückbesinnung, Nachhall, Wehmut und Sinnlichkeit, Gefühle und Intuition - Wasser
"Wo die Sonne niemals steht" Norden -> Gesetzlichkeit, materielle Manifestion, Dunkelheit und Ruhe - Erde

Dem entsprechend kann es sein, dass einer Himmelsrichtung in einem Ritual mal mehr Bedeutung zu kommt und man schon beim Rufen merkt, "ok - da kommt ganz viel", einfach weil das Element aus irgend einem Grund mehr gebraucht wird und dominiert.

Gerade beim Frühlingsanfang ist die Frage, ob es einem, wie Hekate schon sagte, Hauptsächlich um den Astronomischen Aspekt von Gleichgewicht zwischen Hell und Dunkel geht - dann würde ich wohl schauen, dass ich mich auf der Achse zwischen Erde und Feuer hin und her bewege. (Meistens eher innerlich - weil im Kreis bewege ich frei).
Oder ob es um das Frühlingserwachen geht, bzw. das was geographisch gerade auf der Erde passiert - dann ist unter Umständen Erde schon deshalb dominant, weil es ums Planzen geht. Im Sinne des Wachstums und Lebens würde ich aber wohl alle Elemente auch im Ritualteil noch mal bewusst hinein legen und kein Element/Himmelsrichtung dominieren lassen.
Ist der Hauptaspekt das verabschieden des Winters und bräuchte ich eine räumliche Richtung für ihn, dann würde ich den wohl auch in den Norden schicken - einfach weil es in der Erde dunkel ist und im Norden die Sonne niemals scheint.

Anderes Beispiel Imbolc: wenn der Hauptaspekt im Ritual, das erste sichtbare Licht (Lichtmess) ist, ist das Element Feuer, für mich, überwigend bedeutsam.
In einem anderen Jahr evlt. aber Wasser - wenn es eher um den Aspekt der Reinigung geht.
Dem entsprechend könnte ich das Ritual dann im Sünden, oder aber dem Westen zugewand machen ... was ja irgendwie beides, würde man das Jahreskreisfest chronologisch, deosil einsortieren wollen, nicht so richtig Sinn macht.

Eben so Samhain: feiere ich das Jahresende, geh ich in den Norden um es zu begraben ... feiere ich den Jahresanfang, dann im Osten ... geht es mir aber um meine Ahnen, öffne ich denen die Tür im Westen.

Usw. ... Ich finde da kommt es sehr darauf an was man feiert, bzw. worauf man sich konzentriert ... für mich ist es weniger von der Himmelsrichtung, sondern viel mehr von dem Element abhängig (das halt in entsprechender Richtung steht), wo ich meine Sache zuordne und schon beim Rufen die Tür ggf. weiter aufmache.
Bzw. die aller meisten rituelen Handlungen und das was ich feiere, kann ich gar keiner Himmelsrichtung zu ordnen, weil ich in der Mitte des Kreises wirke - und mir das Zusammenspiel von allen Elementen und die Präsenz aller sehr wichtig ist.

LG FreieAtem
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