Ich-Transzendenz

Runeninteressierter
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Re: Ich-Transzendenz

#21

Beitrag von Runeninteressierter » So 4. Mär 2018, 19:19

Also Leute, zurück zum Thema

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Peregrin
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Re: Ich-Transzendenz

#22

Beitrag von Peregrin » So 4. Mär 2018, 19:25

Sarf hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 19:07
Woher weißt du, dass Alchemie für mich was anderes ist, wenn ich angeblich auch nicht sage, was Alchemie für mich ist?!
Genau diese Art Diskussion meinte ich... :heu:

Aus dem, was du bisher geschrieben hast, habe ich geschlossen, das du unter Alchemie etwas anderes verstehst als ich, unabhängig davon, was genau du nun darunter verstehst.

Lass es gut sein Sarf, okay?

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Bioregionalist
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Re: Ich-Transzendenz

#23

Beitrag von Bioregionalist » So 4. Mär 2018, 19:26

Um wieder auf das Thema des threads zurückzukommen:

@Runeninteressierter
Ich selbst kann mit dem Ausdruck '(Ich-)Transzendenz' zugegebenermaßen wenig bis nichts anfangen.

Du schreibst:
Runeninteressierter hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 12:07
(...)Wir haben auch Konditionierungen durch Fremdeinflüsse wie Medien, Politik, Institutionen, Gesellschaft welche
Uns beschwerlich sind und wie eine Trance/Hypnose wirken. Ich spreche hier von negativen Konditionierungen . Wenn wir diese ablegen sind wir wieder wie im Flow.
Die Dualitäten sind das beste Beispiel. Unnatürlich und eben eine Massenhypnose. Ausserdem ziehen sich die meisten Menschen unbewusst eine Maske auf, geformr durch die Psycho-Spielchen und Rollenspiele die tagtäglich gespielt werden.
Es geht auch nicht darum alle Konditionierungen abzulegen sondern nur die die einen behindern.
Also dass man bewusster handelt, seine Überkonditionierungen einen nicht mehr steuern.
Ich nenne Dir mal ein Beispiel:
Ich hatte früher öfter Misserfolge. Und warum? Weil ich oft diese Erfahrungen gemacht habe die mich haben scheitern lassen. Imzwischen hören die auf mich zu beeinflussen zumindest tun sie es weniger und ich kann klarer denken und mich wieder auf Erfolg konzentrieren. Eben weil die Misserfolgs Konditionierungen abgeschwächt sind. Oder nehmen wir jemanden der sich so oft aufregt dass er sich selbst schadet und seinen Mitmenschen auch. Ist so ein Ego dann gut? Nein ich glaube kaum.

(...)

Ich meine z.b. die Dualitäten von “wir“ und “die“
Wir guten Bürger, die bösen Regelverstößler
Wir deutschen, die Flüchtlinge.
Wir israelis, die bösen Palästinenser.
Wir gute Gesellschaft, die bösen Randgruppen
Wir guten Freikirchlicher, die armen vom Teufel verführten.
Wir die uns immer an die Regeln halten, die schlimmen Menschen die unordentlich herum laufen und gerne Alkohol trinken.
Wir mit einem perfekten Lebenslauf und oh je die die ewig studieren und ihre Bedürfnisse leben anstatt nur das zu tun was man von ihnen erwartet.
Die guten guten Antifaschisten und die bösen bösen Bürger die ihr Leben für sich leben und die ja beschämenderweise andere Prioritäten haben als ihr Leben der Rebellion zu widmen.


Was ich nicht verstehe: Handelt es sich bei den von Dir aufgeführten Beispielen nicht einfach darum, (vermeintliche oder wirkliche) 'schlechte'/behindernde Gewohnheiten abzulegen, wozu etwa Kognitive Verhaltenstherapie, Selbsthypnose, Autogenes Training usw. allemal ausreichend wäre? Warum hier von 'Ich-Transzendenz' (was immer das auch sein mag) reden?
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Re: Ich-Transzendenz

#24

Beitrag von Runeninteressierter » So 4. Mär 2018, 19:31

Ja mir geht es.darum den wahren Kern des.eigenen Wesens wieder freizulegen. Und ins positive und konstruktive umzuwandeln.
Das selbst geht dabei ja über die eigenen auferlegten Grenzen und Begrenzungen und transzendiert damit.
Jetzt weiss ich wieder was ich unter Transzendenz verstehe.

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Re: Ich-Transzendenz

#25

Beitrag von Peregrin » So 4. Mär 2018, 19:35

"Positiv" ist aber doch auch ein Teil des dualistischen Denkens, da der Gegenpol von "Negativ".

Geht es nicht um Techniken und Wege nicht um 'schlechte'/behindernde Gewohnheiten, sondern um Wertungen und Unterscheidungen allgemein abzulegen?

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Re: Ich-Transzendenz

#26

Beitrag von Sarf » So 4. Mär 2018, 19:37

Peregrin hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 19:25
Sarf hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 19:07
Woher weißt du, dass Alchemie für mich was anderes ist, wenn ich angeblich auch nicht sage, was Alchemie für mich ist?!
Genau diese Art Diskussion meinte ich... :heu:

Aus dem, was du bisher geschrieben hast, habe ich geschlossen, das du unter Alchemie etwas anderes verstehst als ich, unabhängig davon, was genau du nun darunter verstehst.

Lass es gut sein Sarf, okay?
Ganz ehrlich,ich finde es legitim zu fragen, woher du deine Infos über mich beziehst. Es geht mir auch nicht darum unbedingt über Alchemie zu diskutieren - solche Diskussionen hab ich schon oft genug geführt - sondern darum richtigzustellen, dass du nicht weißt was meine Meinung diesbezüglich ist und du trotzdem weiterhin Vermutungen als Fakt darstellst. Ich möchte lediglich nicht, dass deine Aussagen hier definieren was ich denke, glaube und praktiziere.

Da du auf mich zugegangen bist mit dem Thema und Fragen gestellt hast, lasse ich es eben nicht gut sein und antworte - wenn's dich nicht interessiert, frag halt nicht ;) - darauf.
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Re: Ich-Transzendenz

#27

Beitrag von Bioregionalist » So 4. Mär 2018, 19:42

Runeninteressierter hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 19:31
Ja mir geht es.darum den wahren Kern des.eigenen Wesens wieder freizulegen.
Woher weißt Du, dass es sowas wie 'den wahren Kern des eigenen Wesens' überhaupt gibt und das nicht bloß ein weiteres Konzept ist, das genauso bedingt entsteht, wie die (anderen) von Dir genannten Konditionierungen?
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Re: Ich-Transzendenz

#28

Beitrag von Runeninteressierter » So 4. Mär 2018, 19:49

Wenn die spirituelle und weltliche Suche zu Ende sind.
Dann hat man diesbezüglich viel getan.

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Re: Ich-Transzendenz

#29

Beitrag von Bioregionalist » So 4. Mär 2018, 19:55

Das verstehe ich jetzt nicht.
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.

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Re: Ich-Transzendenz

#30

Beitrag von Rafael_Chiron » So 4. Mär 2018, 20:05

Hallo beieinander,
Runeninteressierter hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 11:39
Also, was bezeichnet Ihr als Ich-Transzendenz?
@Peregrin/Sarf: Finde es etwas schade, dass sich die ursprüngliche Fragstellung des Threadbeginners etwas in alchemistische Diskussionen verloren hat... :(
<kranich> hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 16:47
Ist ein "Ich" welches unendlich ist, überhaupt noch "Ich", im sinne von "Ich bin eine Person"?
Was soll ein abstraktes "Ich" sein? Die platonische Idee eines Menschen?
Interessante Fragestellung, die Kranich hier aufwirft. Ich würde sie in zwei verschiedene Aspekte aufteilen, die hier für mich drinstecken...

Aus Sicht der Psychosynthese - möglicherweise wird der Begriff Ich-Transzendenz dort sogar von einigen Vertretern verwendet - ist das Ich (=Ego) stets mit einer Identifikation bzw. einer bestimmten personalen Rolle verbunden. Das gleiche gilt natürlich auch für das kollektive Ich, wo man sich mit einem Wir identifiziert und sich damit gleichzeitig von anderen abgrenzt, was Runeninteressierter ja bereits ausführlich dargelegt hat.

Ich-Transzendenz wäre demnach das "Überschreiten" dieser Identifikation oder Rolle. In der Psychosynthese wird das Selbst als die Instanz bezeichnet, die frei von personaler Identifikation ist. Sie wird auch als der Beobachter bezeichnet. Dieses Selbst ist für mich jedoch noch nicht vollkommen transpersonal, da es immer noch auf die Beobachtung/ den Kontakt zu den eigenen personalen Persönlichkeitsanteilen ausgerichtet ist und diese dadurch integriert. (Das Problem ist die sehr uneinheitliche Terminologie in der Psychologie: Karlfried Graf Dürckheim nennt diesen Kern z.B. Wesen, C.G. Jung versteht unter Selbst mehr die bereits vollkommen integrierte Personalität.)

Das Selbst entwickelt sich schließlich in der transpersonalen Erfahrung oder durch die Selbst-Transzendenz, weiter. Die Ebene, die diesen Prozess führt, wird in der Psychosynthese auch als Höheres Selbst bezeichnet. Diese transpersonale Erfahrung muss schließlich wieder in die eigene Personalität intergriert werden, was auch als Selbstaktualisierung bezeichnet wird.

Damit beschreibt die Psychosynthese zwei verschiedene Entwicklungsschritte, die in der okkulten Terminologie auch als kleine und große Mysterien bezeichnet werden:
1. Die Integration der eigenen Persönlichkeitsanteile (Personalität) unter der Führung des Selbst: "Erkenne Dich Selbst".
2. Die transpersonale Entwicklung des Selbst unter der Führung des Höheren Selbst.

:liebegrüße: Rafael Chiron

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