Ich-Transzendenz

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Lakeisha
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Re: Ich-Transzendenz

#61

Beitrag von Lakeisha » Di 6. Mär 2018, 09:32

OT.... Narzissmus trifft es m.E. genau! ;) OT-Ende,

danke für die Ergänzung, Bodecca,

GlG, bb, Lakeisha
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Runeninteressierter
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Re: Ich-Transzendenz

#62

Beitrag von Runeninteressierter » Di 6. Mär 2018, 10:23

Ich würde zuviel Selbstvertrauen nur bedingt als zu großes Ego bezeichnen.
Es ist eher ein zu großes Ego wenn jemand sich unberechtigt für den König und den tollsten hält.

Salsi
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Re: Ich-Transzendenz

#63

Beitrag von Salsi » Mi 7. Mär 2018, 12:58

Sarf hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 11:50

Das Ego (lat. "ich") ist doch mein Selbst und die Erfahrungen und Konditionierungen sind doch die Farben und Formen auf meiner Leinwand (=also ich, mein Ego, mein Selbst, meine ganze Existenz). Warum sollte das Entfernen dieser Farben und Formen mich mehr zu "mir selbst" machen? Selbst Diamanten entstehen erst unter Druck (davor sind sie weich, schwarz und hässlich) und zeigen ihre volle Schönheit erst durch den richtigen Schliff. Ich glaube nicht, dass wir besser, reiner, erleuchteter oder sonstwas werden, wenn wir alles ablegen und abstreifen, was uns geformt hat. Es macht uns nur nackig, langweilig und leer.
Danke Sarf, das Beispiel mit den Farben und Formen auf Deiner Leinwand ist genial. Und auch Deinen weiteren Ausführungen möchte ich mich gerne anschliessen. :)
Mir kann kein Mensch weismachen, das sich die wunderbaren Fähigkeiten und die gesamte Ausgestaltung meiner selbst in diesem - und vielleicht auch vorhergehenden - Leben entwickelt haben, nur damit ich das Ganze nachher wieder mühsam loszuwerde/auflöse und mich damit in letztendlicher Konsequenz zu zerstöre.
So unzufrieden werde ich doch mit meinem Leben und mir selbst nicht sein, um so etwas anzustreben.
Das ist meine ganz persönliche Meinung. :)

Salsi

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Peregrin
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Re: Ich-Transzendenz

#64

Beitrag von Peregrin » Mi 7. Mär 2018, 13:54

Salsi hat geschrieben:
Mi 7. Mär 2018, 12:58
Mir kann kein Mensch weismachen, das sich die wunderbaren Fähigkeiten und die gesamte Ausgestaltung meiner selbst in diesem - und vielleicht auch vorhergehenden - Leben entwickelt haben, nur damit ich das Ganze nachher wieder mühsam loszuwerde/auflöse und mich damit in letztendlicher Konsequenz zu zerstöre.
Die Vorstellung, dass es sich dabei um eine Zerstörung von etwas wertvollem handelt, ist ziemlich irreführend. Beziehungsweise wenn du meinst, es sei das Ego, das dabei zerstört werden würde. Es ist die Identifikation mit dem Ego, die zerstört werden soll.

Wenn du eine der vielen Umschreibenungen aus dem Zen nimmst, dann ist es ein Einreißen der eingebildeten Grenzen. Wenn du die die Metapher der Alchemie nimmst, dann ist es eine Transmutation. Wenn du die der Mystiker nimmst, dann ist es das Einswerden mit dem Göttlichen.
Salsi hat geschrieben:
Mi 7. Mär 2018, 12:58
So unzufrieden werde ich doch mit meinem Leben und mir selbst nicht sein, um so etwas anzustreben.
Dann ist das völlig okay. Solche Pfade sind etwas für Menschen, die das Leben als dukkha sehen. Oder als sinnlosen Traum, aus dem sie einen Weg zu Erwachen suchen. Diejenigen, für die der Traum schön ist, die haben natürlich kein Verlangen, aus dem zu erwachen.

Salsi
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Re: Ich-Transzendenz

#65

Beitrag von Salsi » Mi 7. Mär 2018, 14:23

Hallo Peregrin,
dankeschön fürs Teilen Deiner Gedanken zu meinem vorigen Text. :) War für mich interessant zu lesen, ich finde diese Vielfalt der Betrachtungsweisen zu diesem Thema immer wieder erfrischend, Ich lerne nie aus, egal wie alt ich werd.... ;)

Gruss Salsi

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Re: Ich-Transzendenz

#66

Beitrag von Runeninteressierter » Mi 7. Mär 2018, 17:03

Peregrin hat geschrieben:
Mi 7. Mär 2018, 13:54
Salsi hat geschrieben:
Mi 7. Mär 2018, 12:58
Mir kann kein Mensch weismachen, das sich die wunderbaren Fähigkeiten und die gesamte Ausgestaltung meiner selbst in diesem - und vielleicht auch vorhergehenden - Leben entwickelt haben, nur damit ich das Ganze nachher wieder mühsam loszuwerde/auflöse und mich damit in letztendlicher Konsequenz zu zerstöre.
Die Vorstellung, dass es sich dabei um eine Zerstörung von etwas wertvollem handelt, ist ziemlich irreführend. Beziehungsweise wenn du meinst, es sei das Ego, das dabei zerstört werden würde. Es ist die Identifikation mit dem Ego, die zerstört werden soll.

Wenn du eine der vielen Umschreibenungen aus dem Zen nimmst, dann ist es ein Einreißen der eingebildeten Grenzen. Wenn du die die Metapher der Alchemie nimmst, dann ist es eine Transmutation. Wenn du die der Mystiker nimmst, dann ist es das Einswerden mit dem Göttlichen.
Salsi hat geschrieben:
Mi 7. Mär 2018, 12:58
So unzufrieden werde ich doch mit meinem Leben und mir selbst nicht sein, um so etwas anzustreben.
Dann ist das völlig okay. Solche Pfade sind etwas für Menschen, die das Leben als dukkha sehen. Oder als sinnlosen Traum, aus dem sie einen Weg zu Erwachen suchen. Diejenigen, für die der Traum schön ist, die haben natürlich kein Verlangen, aus dem zu erwachen.
Vielen Dank, genau das meinte ich

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atemkristall
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Re: Ich-Transzendenz

#67

Beitrag von atemkristall » Mi 7. Mär 2018, 19:55

Mit dem Begriff Ich-Transzendenz kann ich persönlich eigentlich gar nichts anfangen. Es ist nicht Ich-Überwindung. Das wäre ein Konzeot, dass dem Buddhismus nahesteht als Auflösung der Ich-Illusion. Oder dem Christentum, wenn es um die Überwindung des Egoismus geht. Es ist auch nicht Ich-Transformierung, also die Verwandlung des Ichs in was auf immer (bevorzugt etwas Höheres, Geistiges, irgendwie besseres, was aber erklärt und begründet werden müsste). Was soll aber Ich-Transzendenz sein? Transzendez ist die Annahme eines nicht unbezweifelbaren, außerweltlichen Bereich und ebenso nicht unbezweifelbarer Akteure in diesem transzendenten Bereich im Gegensatz zur Immanenz, nämlich der Erfahrbarkeit in der Welt und der Annahme immer noch nicht unbezweifelbarer Akteure innerhalb der Welt. Hmmm, das Ich in einem außerweltlichen also völlig von der Welt abgelösten Bereich? Das fällt mir schwer zu denken und ich sehe auch kaum Notwendigkeit dazu... Klingt also meineserachtens nach Worthülse.

Beste Grüße vom
atemkristall

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Chandramukhi
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Re: Ich-Transzendenz

#68

Beitrag von Chandramukhi » Fr 9. Mär 2018, 16:53

Also mir reicht meine Hypersensitivität vollkommen.
Fluch und Segen zu gleich.
Transzendenz bedeutet für mich in mehreren Dimensionen gleichermaßen vorhanden zu sein,mir reicht diese eine.:DD

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