Otherkin

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Krähengold
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Re: Otherkin

#201

Beitrag von Krähengold » Sa 29. Apr 2017, 06:28

Rebecca hat geschrieben:
Fr 28. Apr 2017, 16:48
Hallo Krähengold,
Krähengold hat geschrieben:
Fr 28. Apr 2017, 15:04

Von diesen Ergebnissen hatte ich auch schon gehört, wusste aber sonst nichts weiter, worauf es beruht. Wenn es im Gehirn Veränderungen gibt, wie schaut es mit Gehirnscans aus? Auch wieder nur vom Zuhören weiß ich, dass bei Autisten so Abweichungen festgestellt werden konnten. Wäre wünschenswert, wenn es möglich ist, Forschungsgelder fliegen doch genug durch die Unis. Also ich frag nur blöd, weil ich darüber sonst auch nichts weiß.
Das geht nur mit einer Magnetresonanztomographie, die aber teuer ist und das könnte die Veränderungen im Gehirn feststellen, aber da den Unis das egal ist, wird da nicht weiter geforscht.

Entscheidend bei den Leuten ist nur, dass man etwas feststellt, was man heilen könnte und das reicht denen dann.

Blessed be,

Rebecca
Und was ist mit den LGBT Organisationen in USA? Die haben doch teils viel mächtigere und reichere Unterstützer als hier, wir sind ja Provinz. Ich rolle gerade mit den Augen, Kampagnen gegen Bäcker wegen einer dämlichen Hochzeitstorte kriegen die hin, aber für wirklich wichtige Dinge rückt keiner Geld raus.

Auch dem konservativen Bäcker würde es sicher leichter fallen, das zu verstehen, wenn man es ihm nachweisen könnte. Oder zumindest die nächste Generation würde dann leichter einen Weg finden, sich zu öffnen.

Dass die Unis dann nur das Ziel der Krankheitsbehandlung haben, kann ich schon nachvollziehen. Und aus der Perspektive ist es ja eine gute Entscheidung, wenn sie die Finger davon lassen. Wäre meinerseits sogar die Frage, ob die derzeitige schon länger anhaltende aggressive Haltung seitens der LGBT auch abschreckend wirkt auf Wissenschaftler, die den Verdacht befürchten, dann als reaktionär zu gelten. Was man so mitkriegt aus USA, sind da ja immer alle Seiten freudig auf maximale Konfrontation eingestellt.

Sind jetzt alles nur so halbrethorische Fragen gewesen, ich denk halt über die Hintergründe nach.

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Vala Sive
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Re: Otherkin

#202

Beitrag von Vala Sive » Sa 29. Apr 2017, 08:31

Hagezorn hat geschrieben:
Fr 28. Apr 2017, 18:22
Rebecca hat geschrieben:
Fr 28. Apr 2017, 16:48


Entscheidend bei den Leuten ist nur, dass man etwas feststellt, was man heilen könnte und das reicht denen dann.

Blessed be,

Rebecca
und gerade das macht mir Angst!
Ja, es ist Wirklich schlimm, dass diese Einstellung 'heilen was von der Norm abweicht' nicht nur sehr weit verbreitet ist, sondern auch das ist, was vom Staat unterstützt wird. :shocked:

Letzten Endes sollte man sich doch darauf konzentrieren, glücklich zu sein mit dem, was man hat oder ist. ;)

Ps: Rebecca, schön dass du dich zu Wort gemeldet hast, lass dich nicht unterkriegen. :thumbup:

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Re: Otherkin

#203

Beitrag von Krähengold » Sa 29. Apr 2017, 08:38

Vala Sive hat geschrieben:
Sa 29. Apr 2017, 08:31
Hagezorn hat geschrieben:
Fr 28. Apr 2017, 18:22
Rebecca hat geschrieben:
Fr 28. Apr 2017, 16:48


Entscheidend bei den Leuten ist nur, dass man etwas feststellt, was man heilen könnte und das reicht denen dann.

Blessed be,

Rebecca
und gerade das macht mir Angst!
Ja, es ist Wirklich schlimm, dass diese Einstellung 'heilen was von der Norm abweicht' nicht nur sehr weit verbreitet ist, sondern auch das ist, was vom Staat unterstützt wird. :shocked:

Letzten Endes sollte man sich doch darauf konzentrieren, glücklich zu sein mit dem, was man hat oder ist. ;)

Ps: Rebecca, schön dass du dich zu Wort gemeldet hast, lass dich nicht unterkriegen. :thumbup:
Ich hab das so verstanden, dass die dafür notwendigen, sehr teuren Forschungen nicht betrieben werden, weil es nicht unter Krankheit fällt.

Und dann wäre es absolut positiv. Das ist doch das Ziel, dass es nicht als Krankheit klassifiziert wird. Unter dem Aspekt hätte es auch für einen Medizinstundenten keinen Sinn, darüber seine Doktorarbeit zu schreiben, weil ihn das medizinisch nicht weiter qualifiziert.

Und im übrigen ist Medizin selbst nie ideologiefrei, das geht nicht. Vor fünfzig Jahren hätte dieselbe Entdeckung nur das damals übliche Bild bestätigt, dass solche Abweichungen krankhaft sind, so wie ein zu hoher Blutdruck.

Nicht unsere Medizin hat sich geändert oder kann sich je ändern. Sondern unsere Gesellschaft hat sich verändert.

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Re: Otherkin

#204

Beitrag von Rebecca » Sa 29. Apr 2017, 10:18

Hallo Krähengold,
Krähengold hat geschrieben:
Sa 29. Apr 2017, 06:28


Und was ist mit den LGBT Organisationen in USA? Die haben doch teils viel mächtigere und reichere Unterstützer als hier, wir sind ja Provinz. Ich rolle gerade mit den Augen, Kampagnen gegen Bäcker wegen einer dämlichen Hochzeitstorte kriegen die hin, aber für wirklich wichtige Dinge rückt keiner Geld raus.
Die LGBT Orginsatoren in den USA haben darin, besonders durch die gegenwärtige Regierung andere Sorgen, um sich das WARUM zu kümmern. Da ist das Dasein allein schon schwierig allein.
Auch dem konservativen Bäcker würde es sicher leichter fallen, das zu verstehen, wenn man es ihm nachweisen könnte. Oder zumindest die nächste Generation würde dann leichter einen Weg finden, sich zu öffnen.
Nun, ob der Konservative Bäcker überhaupt Interesse hätte, das überhaupt wissen zu wollen, ist eher fraglich, da er in seinem Denken allein schon durch seine konservative Einstellung nichts lernen wollte.

Dass die Unis dann nur das Ziel der Krankheitsbehandlung haben, kann ich schon nachvollziehen. Und aus der Perspektive ist es ja eine gute Entscheidung, wenn sie die Finger davon lassen. Wäre meinerseits sogar die Frage, ob die derzeitige schon länger anhaltende aggressive Haltung seitens der LGBT auch abschreckend wirkt auf Wissenschaftler, die den Verdacht befürchten, dann als reaktionär zu gelten. Was man so mitkriegt aus USA, sind da ja immer alle Seiten freudig auf maximale Konfrontation eingestellt.

[...]
Nun, da gibt es mehrere Aspekte. Um ein Beispiel zu geben, hat die UNESCSO die Homosexualität vor einigen Jahren von der Liste der Krankheiten gestrichen, es also keinen Druck von dieser Seite her gibt, es zu ändern.

In diesem Jahr, so wurde bereits berichtet, will die UNESCO ebenso die Transgender von ihrer Krankheitsliste befreien. Es also auch dann auch von dem Versuch es zu ändern, befreit.



Blessed be,

Rebecca

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Re: Otherkin

#205

Beitrag von Krähengold » So 7. Mai 2017, 16:59

Rebecca hat geschrieben:
Sa 29. Apr 2017, 10:18
Nun, ob der Konservative Bäcker überhaupt Interesse hätte, das überhaupt wissen zu wollen, ist eher fraglich, da er in seinem Denken allein schon durch seine konservative Einstellung nichts lernen wollte.
Nachdem er durch den Prozess seinen Laden verloren hat, sicher nicht mehr. Aber ganz grundsätzlich kann nur durch Information Verständnis wachsen. Das ist halt der Teil der Ami-Gesellschaft bei dem ich mich gern ausklinke, in Deutschland läuft das doch anders, ich mein jetzt nicht nur juristisch.

Naja, dann ist es wie es ist. Dass die medizinische Fraktion da kein Geld für Forschungen rausrückt, weil es ja nun mal aus dem Katalog der Krankheiten verschwunden ist, ist logisch.

Ist dann eine sachbezogene Entscheidung, wo man Prioritäten setzt. Gerade in Zeiten, wenn die konservative Fraktion wieder mehr Gewicht gewinnt, würde ich allerdings ganz klar für "biologisch fundierte" Studien votieren. Nach meiner Sicht wiegt das schwerer als Moral und Vorstellungen von Menschenrechten. Ist aber Ansichtssache, wo man mehr hintendiert. Und da tendieren eben alle Amis erstrangig zu Moral, die eine für christliche, die anderen für menschenrechtliche, und so weiter, und dann krachts halt andauernd ordentlich.
Rebecca hat geschrieben:
Sa 29. Apr 2017, 10:18
In diesem Jahr, so wurde bereits berichtet, will die UNESCO ebenso die Transgender von ihrer Krankheitsliste befreien. Es also auch dann auch von dem Versuch es zu ändern, befreit.
Nur auf der Grundlage der juristischen Logik, dann würde das erst mal die Krankenkasse nicht mehr bezahlen (müssen). Gerade in einem Land wie USA könnte der Sieg dann ganz schnell in eine fette Niederlage umschlagen, wenn diese Feststellung übernommen wird. Und wiederum aus juristischen Gründen ist es ein ganz heikles Eisen, wenn man dann Sonderregeln schaffen möchte, die Transgender wieder reindrücken wollen in die Krankenkasse. Das muss im Grunde jeder vernünftige Politiker vehement verhindern wollen, denn Sonderregeln ziehen im Zeitalter der Gleichbehandlung von allen mit allen unabsehbare (finanzielle) Folgen nach sich.

Ich denke, die schießen sich selbst ins Knie, wenn sie das angeleiert haben und nicht versucht haben, das zu verhindern. Das wird dann ein absehbarer Hit in einem kommenden Jahrzehnt, wenn der nächste Trump seiner Klientel verspricht diesen Sündenpfuhl trocken zu legen und die Krankenkassen von der Zahlungspflicht für medizinisch nicht notwenige Operationen zu befreien.

Gibt es unter Transleuten keine Juristen? Oder hört keiner auf die?

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Re: Otherkin

#206

Beitrag von Rebecca » Mi 10. Mai 2017, 11:45

Hallo Krähengold,
Krähengold hat geschrieben:
So 7. Mai 2017, 16:59
Rebecca hat geschrieben:
Sa 29. Apr 2017, 10:18
In diesem Jahr, so wurde bereits berichtet, will die UNESCO ebenso die Transgender von ihrer Krankheitsliste befreien. Es also auch dann auch von dem Versuch es zu ändern, befreit.
Nur auf der Grundlage der juristischen Logik, dann würde das erst mal die Krankenkasse nicht mehr bezahlen (müssen). Gerade in einem Land wie USA könnte der Sieg dann ganz schnell in eine fette Niederlage umschlagen, wenn diese Feststellung übernommen wird. Und wiederum aus juristischen Gründen ist es ein ganz heikles Eisen, wenn man dann Sonderregeln schaffen möchte, die Transgender wieder reindrücken wollen in die Krankenkasse. Das muss im Grunde jeder vernünftige Politiker vehement verhindern wollen, denn Sonderregeln ziehen im Zeitalter der Gleichbehandlung von allen mit allen unabsehbare (finanzielle) Folgen nach sich.

Ich denke, die schießen sich selbst ins Knie, wenn sie das angeleiert haben und nicht versucht haben, das zu verhindern. Das wird dann ein absehbarer Hit in einem kommenden Jahrzehnt, wenn der nächste Trump seiner Klientel verspricht diesen Sündenpfuhl trocken zu legen und die Krankenkassen von der Zahlungspflicht für medizinisch nicht notwenige Operationen zu befreien.

Gibt es unter Transleuten keine Juristen? Oder hört keiner auf die?
Natürlich gibt es unter Transleuten auch Juristen, im besonderen in deutschland Frau Augstein, die Tochter des Spiegelgründers.

Die von Dir angesprochenen Möglichkeiten, wie Sieg oder Niederlage sind im wesentlichen irrelevant, da der Spruch der UNESCO an den jeweiligen Situationen nichts ändern würde. Über die in den USA sprechen wir lieber nicht, da dort nur in Kalifornien die Kosten der notwendigen Maßnahmen übernommen werden, aber auch nur, wenn sie im öffentlichen Dienst sind. Alle anderen sind auf sich selbst gestellt. Und von daher kann es aus meiner Sicht nicht schlimmer werden.

In Deutschland, wo wir praktisch für alles ein Label, also einen Namen haben müssen, ist die Situation anders: Egal, ob die UNESCO Transidentität als Krankheit definiert oder nicht, in Deutschland kann und gibt es dafür eine Kennzahl und daher muss mit Differentialdiagnose festgestellt werden, ob die Annahme stimmt oder nicht. Also auch hier die Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

Blessed be,

Rebecca

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Re: Otherkin

#207

Beitrag von izento » Mi 10. Mai 2017, 13:36

Nichts gegen diese Diskussion über Transgender etc.
Aber vielleicht könnte man das ab Beitrag #197 besser abtrennen, da es absolut nichts mit Otherkin (nichtmenschliche Seele) zu tun hat.
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
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Re: Otherkin

#208

Beitrag von Krähengold » Mi 10. Mai 2017, 14:52

izento hat geschrieben:
Mi 10. Mai 2017, 13:36
Nichts gegen diese Diskussion über Transgender etc.
Aber vielleicht könnte man das ab Beitrag #197 besser abtrennen, da es absolut nichts mit Otherkin (nichtmenschliche Seele) zu tun hat.
Oder wir hören hier auf, ist ja alles gesagt, ich war nur mal neugierig, wie es in Amiland im einzelnen läuft.

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Luce
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Re: Otherkin

#209

Beitrag von Luce » Sa 15. Jul 2017, 19:33

Wow. Krasser Thread. :girlie-oh-my-god: :umfall:
I can´t go back to yesterday because I was a different person then.
Lewis Carroll, Alice in Wonderland

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