Kochen nach Plan

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Peregrin
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Kochen nach Plan

#1

Beitrag von Peregrin » Mi 7. Mär 2018, 21:05

Das ist doch mal eine ungewöhnliche Idee:

https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel ... 92512.html

pro
- nie mehr verdorbene Lebensmittel wegwerfen müssen
- nie mehr etwas kochen wollen, um das festzustellen, dass man eine bestimmte Zutat gerade nicht da hat
-nicht mehr auf Versuchungen beim Einkaufen reinfallen, da man auch nach Plan einkauf
- keine Zeit und Energie aufwenden müssen zum Planen und Überlegen was man heute kocht
- wenn man immer eine bestimmte Menge kocht, bleiben keine Reste
- nicht in Versuchung geraten, ungesunden fast-food kram zu kaufen
- keine Streiterein übers Essen mehr in Mehrpersonenhaushalt, wenn der Plan gemeinsam ausgearbeitet wurde

contra
- nur bedingt saisonal (man kann sich natürlich auch Pläne machen, die nach Monat oder Jahreszeit gewechselt werden)
- etwas essen müssen, worauf man an dem Tag keinen Appetit hat


Ich weiß nicht, ob das was für mich wäre. Ich fand so getaktetes Kantinen-Essen schon immer grausam (Was aber auch an deren Auswahl gelegen haben mag. Und der Zubereitung.)
Anderseits klingt das wirklich nach einer Lebenserleichterung. Vielleicht auch gerade für Leute, die sehr spontan essen und eventuell Gewichts- oder Mangelernährungsprobleme haben.

Bei der Erstellung des Planes kann man ja ziemlich kreativ werden. Und wie bei Sport-Ernährungsplänen einen "Cheat-Day" einplanen, an dem man spontan isst.

Was haltet ihr von der Idee? Fallen euch noch mehr Pros und Contras ein?

Smalltown Witch
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Re: Kochen nach Plan

#2

Beitrag von Smalltown Witch » Mi 7. Mär 2018, 22:00

Wenn der Plan zu lange gilt wäre ein Contra- Argument für mich, dass das Essen langweilig wird.
Meine Schwester und ihre Familie haben so einen Wochenkochplan und es klappt ziemlich gut.
An einem cheat day könnte man ein neues Rezept ausprobieren und das dann ggf. in den Plan aufnehmen.
"Wir nehmen etwas Anlauf und machen einen Satz so groß wie New York
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Amara Feuervogel
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Re: Kochen nach Plan

#3

Beitrag von Amara Feuervogel » Mi 7. Mär 2018, 22:26

Wir haben einen Plan.
Einfach weil ich sonst schnell ständig das selbe koche.
Außerdem ist es günstiger, nachhaltiger weil weniger Gammel, gesünder in der Zusammensetzung und ich muss abends nicht noch drüber nachdenken.
Im Normalfall baue ich die Pläne für drei Wochen und lass einen Tag für Resteessen.
Die vierte Woche kochen wir dann was wir in den drei Wochen nicht umgesetzt haben.
Langweilig ist der Plan überhaupt nicht, eher im Gegenteil. Wir probieren ganz viel neue Rezepte. Klar, was lecker ist kommt wieder. Aber nicht ständig.
Nachtrag: saisonal versuche ich. (Ebenso wie Plastikfrei und Bio).
“We dance for laughter, we dance for tears, we dance for madness, we dance for fears, we dance for hopes, we dance for screams, we are the dancers, we create the dreams.”

― Albert Einstein

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Peregrin
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Re: Kochen nach Plan

#4

Beitrag von Peregrin » Mi 7. Mär 2018, 22:53

Smalltown Witch hat geschrieben:
Mi 7. Mär 2018, 22:00
Wenn der Plan zu lange gilt wäre ein Contra- Argument für mich, dass das Essen langweilig wird.
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass dem erstaunlicher Weise nicht so ist. Häufig haben Leute "ohne Plan" :green: sogar eine eingeschränktere Variation dessen, was auf den Tisch kommt, ohne das ihnen das bewusst wäre. (Weil bestimmte Vorlieben, (Un-)Verträglichkeiten, Lieblingsessen und so weiter.) Allenfalls wird dann mal die Zusammensetzung variiert und es gibt statt wie üblich zum den austauschbaren max. 3 Lieblingsgemüse der Saison statt wie sonst immer (hier eines der nachfolgenden einsetzen) diesmal Reis/Nudeln/Kartoffeln.

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Stadteule
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Re: Kochen nach Plan

#5

Beitrag von Stadteule » Mi 7. Mär 2018, 23:04

Peregrin hat geschrieben:
Mi 7. Mär 2018, 22:53
Smalltown Witch hat geschrieben:
Mi 7. Mär 2018, 22:00
Wenn der Plan zu lange gilt wäre ein Contra- Argument für mich, dass das Essen langweilig wird.
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass dem erstaunlicher Weise nicht so ist. Häufig haben Leute "ohne Plan" :green: sogar eine eingeschränktere Variation dessen, was auf den Tisch kommt, ohne das ihnen das bewusst wäre.
Das kann ich für uns bestätigen. Wir kochen abwechslungsreicher, seitdem wir "nach Plan" kochen und geben erheblich weniger Geld für spontane Gelüste oder weil wir mit Hunger einkaufen aus. Allerdings ist unser Plan wöchentlich und wir kaufen dementsprechend einmal pro Woche ein. In der Erntezeit dominiert Gartengemüse den Speiseplan und im Winter das, was Winterbeet, Gefriertruhe und Supermarkt hergeben. Anfänglich hatte ich Zweifel, ob wir das durchhalten, weil wir beide gerne nach Appetit kochen, aber wir haben festgestellt, dass es immer noch erstaunlich variabel ist, wenn man für eine ganze Woche eingekauft hat und dass es uns total entspannt, weil wir nicht so oft noch daran denken müssen, etwas zu besorgen. Seitdem wir das machen, probieren wir viel häufiger neue Rezepte aus schönen Kochbüchern, als wir das früher getan haben. Dazu kommt (wir ernähren uns beide omnivor), dass ich es mit einem wöchentlichen Kochplan gut einplanen kann, zum regionalen Biometzger zu fahren, der sehr eingeschränkte Öffnungszeiten hat.

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Re: Kochen nach Plan

#6

Beitrag von Hekate » Do 8. Mär 2018, 00:02

Oma's Praxis

Sonntag - Braten, Sosse, Salat, Kartoffel- oder Semmelknödel.

(Oft auch Rindersuppe)

Montag - Resteverwertung
Z. B. Gebratene Knödel mit Ei. Im Sommer mit Salat aus dem Garten, im Winter mit Eingekochten.

oder Frikadellen aus den Suppenfleisch und sonstigen Fleischresten.

Dienstag - Eintopf je nach Saison

Mittwoch - Mehlspeisen

Donnerstag - Kartoffelsalat plus (Würstel oder Leberkäse oder Spiegeleier oder ...)

Freitag - Mehlspeise oder Nudeln
Teuren Fisch gab es nur an besonderen Freitagen.

Samstag - Brotsuppe

:girlie-gfk:

Wobei Suppenbrühe öfters in der Woche gekocht wurden.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Kochen nach Plan

#7

Beitrag von Peregrin » Do 8. Mär 2018, 00:59

Bin ich drauf gekommen, da in dem Artikel etwas davon stand, dass denen aufgefallen ist, das sie zufällig zu bestimmten Zeiten nur weiße Speisen hatte.

Ich dachte, wenn man schon einen festen Plan hat, warum den nicht auch nach den Tag nach dessen "Herrscher" ausrichten?

Hättet ihr eine Idee für einen ausgewogenen Ernährungsplan, bei dem die Speisen nach den Planeten zugeordnet wären? :green:

Mal ganz grob, um zu verdeutlichen, was ich meine:


Sonntag Sonne: Churry (scharf und gelb)
Montag Mond: Chicorée (weiß und bitter) mit Schafskäse (weiß)
Dienstag Mars : Brennesselsalat (stechend), Chilli con carne (scharf und rot)

Nur mal so, was mir um die Uhrzeit noch spontan einfällt. :aufkopf:

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Re: Kochen nach Plan

#8

Beitrag von Stadteule » Do 8. Mär 2018, 01:28

Äh, ja, ich habe eine zeitlang so gekocht und eigentlich auch ganz ausgewogen, wobei ich da jetzt keinen 'Plan' vorlegen könnte. :mad3:
Ich habe eine Weile primär nach Farben gekocht (mache ich immer noch manchmal, wenn ich eine bestimmte Farbe 'brauche') und zwar abgesehen von Farbwirkungen und Chakra-Farben war das eine kurze zeitlang nach Planeten-Wochentagen und eine längere Zeit nach den Farben und Zuordnungen entsprechend der Mond-in-xy-Tage. Die Planeten-Wochentage habe ich mit den anderen Planeten-Attributen (Geschmack, Qualität etc...) kombiniert, fand das jetzt aber nicht so beeindruckend (eher mal witzig). Aber nach dem Mond habe ich irgendwie gerne gekocht und dabei sowohl die Farben, als auch die anderen Zuordnungen beachtet und das wurde von ganz alleine ein recht ausgewogener Speiseplan. Ich habe mich zwar nicht zwanghaft ausschließlich daran gehalten, aber bevorzugt. Das hat sich für mich damals ganz stimmig angefühlt und ging mir recht schnell in Fleisch und Blut über, so dass ich das gar nicht kompliziert fand.

Nicht im Alltag, aber z.B. für Ritualessen koche ich immer noch gerne mit allem Korrespondenzen-Pipapo, einfach weil's mir Spaß macht.


LG, Stadteule
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Re: Kochen nach Plan

#9

Beitrag von Dennis » Do 8. Mär 2018, 07:41

Also wir machen das jetzt seit ein paar Wochen mit einem "Essensplan". Es ist durchaus praktisch (immer von Sonntag bis MOntag). wir überlegen gemeinsam, was wir wann essen möchten, gehen dann - sweit möglich, für die ganze Woche einkaufen. Das lässt uns auch die Möglichkeit, etwas zu vertauschen, z.B. von Donnerstag vorziehen auf einen anderen Tag.

Was nicht darin ist sind halt Sachen, wie Brot, Aufschnitt, Käse. Aber bisher fahren wir mit einem Plan recht gut und werfen auch weniger weg.

Edit: Aber so nach Zuordnungen kochen wir nicht. Wir schauen, was hatten wir diese Woche?, was sind evtl Angebote in der nächsten Woche? .. usw...

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Re: Kochen nach Plan

#10

Beitrag von Hekate » Do 8. Mär 2018, 13:05

Peregrin hat geschrieben:
Do 8. Mär 2018, 00:59
Hättet ihr eine Idee für einen ausgewogenen Ernährungsplan, bei dem die Speisen nach den Planeten zugeordnet wären?
Um ausgewogen zu sein, sollte das individuell sein.

Gruss

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