Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

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Rotfuchs
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Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#1

Beitrag von Rotfuchs » Mo 20. Nov 2017, 21:11

Mal wieder ein eher unschönes Thema... Aber trotzdem möchte ich euch gerne ein "Projekt" vorstellen, weil ich gerade aufgrund einer Sportverletzung und Stress nicht viel mehr tun kann als darüber zu berichten:

Der Wald
Der Hambacher Wald gehörte mit seinem einzigartigen Ökosystem zu den letzten großen Mischwäldern in Mitteleuropa. Von seinem ursprünglichen 5.500 Hektar sind heute noch nicht mehr als ein Zehntel vorhanden. Der Hambacher Wald, einst Bürgewald genannt, hat eine über mehrere Jahrtausende alte Geschichte – genauer gesagt existiert er seit der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahre. Mit seiner einzigarten Vielfalt an Flora und Fauna bietet er vielen Lebewesen ein zu Hause. In den jetzt noch stehenden Resten finden sich Stieleichen und Hainbuchen, die über 300 Jahre alt sind. Er bietet vielen Zugvögeln jedes Jahr einen Zwischenstopp und wird von Waldkäuzen, Fledermäusen und Haselmäusen bewohnt.

Die Rodung des Waldes
1978 kaufte der Energiekonzern RWE (damals Rheinbraun) den Wald von den umliegenden Gemeinden. Seit dem wird er gerodet, um Braunkohle abzubauen. Von dem einst 5.500 ha großen Wald ist nur noch ein Zehntel übrig. Jedes Jahr hat RWE die Erlaubnis 70 ha Wald zu roden. Die Rodungsarbeiten dürfen nur von Oktober bis März stattfinden, allerdings hat RWE in den letzten Jahren auch wiederholt illegal gerodet. Wenn der Tagebau wie geplant voranschreitet, dann ist der Restwald in drei Jahren komplett vernichtet.

Selbstverständnis zur Besetzung
Jede*r Mensch hier spricht nur für sich selbst. Wir sind kein Verein oder eine Organisation, sondern ein Zusammschluß von freien Menschen.
Für uns ist klar, dass Umweltzerstörung und Herrschaft zusammenhängt. Nur in einem System, in dem einige die Macht haben, die negativen Folgen ihres Handelns auf andere abzuwälzen und den Profit für sich zu behalten, ist es für den Menschen sinnvoll, die Erde auszubeuten – weil sie*er so nicht unter den Konsequenzen leiden muss. Hätten die Menschen, die aus ihren Dörfern vertrieben wurden oder die Menschen im globalen Süden, deren Heimat durch den Klimawandel überflutet oder unebewohnbar werden, ihre Zustimmung zum Braunkohleabbau geben müssen, so wäre er nie passiert. Nur weil einige ihre Profitinteressen mit Gewalt durchsetzen können, ist diese Zerstörung möglich.

Mein Senf dazu:
Ich sitze gerade an meinem PC und verbrauche Energie die möglicherweise aus Braunkohle gewonnen wird (auch wenn ich Ökostrom beziehe bin ich ja doch Teil dieser Welt und nutze auch außerhalb von zu Hause Steckdosen). Mir ist also bewusst dass solche Kommentare immer auch einen Funken von Widerspruch in sich tragen.
Aber ich finde solche Aktionen bewundernswert und unterstützenswert.
Warum können Firmen eigentlich Wald besitzen? Und warum dürfen eigentlich nicht die Bürger die tatsächlich auch in der Nähe des Waldes wohnen darüber entscheiden was damit geschehen soll? Und warum zur Hölle dürfen eigentlich Firmenbosse und Aufsichtsräte auch gleichzeitig Landräte sein und bestimmen welche Landstriche verkauft werden sollen? Ist das noch Demokratie oder darf man das schon Plutokratie nennen?

Ich finde es nicht schlimm wenn Bäume gefällt werden oder wir der Erde die Dinge entnehmen die wir wirklich brauchen, aber muss alles immer so maßlos passieren? Manchmal frage ich mich wirklich was eigentlich mit uns Menschen nicht stimmt. Ist unsere Lebensgrundlage denn so wenig wert dass man für billigen Strom und schnellen Profit alles bereit ist zu tun? (ich meine der Hambacher Forst ist ja nur ein Symbol. Was z.b. mit den Regenwäldern in Braisilien passiert ist ja noch viel erschreckender.)
Selbst wenn man ein Hardcore Atheist ist und die Natur hasst, dann sollte man doch soweit denken können dass man kein Business auf einer zerstörten Erde machen kann.
(Okay... das hätte jetzt eher in den Wasserfall und Schattentanz-Bereich gehört aber war so schwer von den Infos oben zu trennen.)

Trotzdem wünsche ich einen schönen Abend. :liebegrüße:
Und vielleicht interessiert sich ja die Eine oder Andere für das Thema:
https://hambacherforst.org/
"If the fool would persist in his folly he would become wise. "

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Peregrin
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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#2

Beitrag von Peregrin » Mo 20. Nov 2017, 22:43

Hallo Rotfuchs,

bei der elendigen Naturzerstörung, Enteignung und Vertreibung seitens Rheinbraun geht es ja nicht einmal primär um Energiegewinnung. Die Kohle, die da abzubauen ist, ist so schwefelhaltig, dass sie nach heutiger Gesetzgebung (Emissionsrecht) gar nicht verbrannt werden darf. Zumindest nicht in Europa.
Woran die Firma verdient ist eben an dem Holz der Wälder, der Humusschicht der Erde, den anderen Bodenschätzen wie Mineralien, Gesteinen und Wasser und was es sonst noch alles an Rohstoffe der von ihnen aufgekauften Gebiete zu Geld zu machen ist.
Die haben ihren Gewinn schon längst eingefahren, bevor die erste Schaufel Kohle abgebaut worden ist.
Rotfuchs hat geschrieben:
Mo 20. Nov 2017, 21:11
Warum können Firmen eigentlich Wald besitzen?
Der Wald in Deutschland gehört entweder dem Staat (dem Bund, dem Land oder den Kommunen) oder ist in Privatbesitz ( meist in der Form von Genossenschaften oder tatsächlich einige sehr reiche private Familien).

Egal wer den Wald besitzt, er will natürlich einen Profit davon haben. Den hat er in der Regel durch die forstwirtschaftliche Nutzung, sprich dem Holz.
Bei den naturnahen Wäldern, sie sich in Nationalparks, Naturparks oder ähnlichen Schutzgebieten befinden, stammt das Geld aus diversen europäischen Umwelt-Fonts und Projekten, aus deren Geldtöpfen der Eigentümer eine Entschädigung für die Nichtnutzung und den Erhalt bekommt. (Denn: Waldbesitz kostet Geld. Stichworte: Aufforstung, Schutz, Bewirtschaftung. Mit letzterem ist nicht nur der Holzgewinn, sondern auch auch die touristische Infrastruktur gemeint: Waldwege erhalten, deren Begehbarkeit gewährleisten, womöglich noch für Beschilderung, Hinweistafeln, Schutzhütten und Parkplätze aufzukommen. Monitoring der dortigen Flora und Fauna, Renaturierungsmaßnahmen. Nach Sturmschäden oder Feuern wird aufgeforstet. Hinzu kommen Personalkosten für Förster, Biologen, Tourismusmanagement und Co. Das kostet weit mehr als Otto Normalbürger ahnt.
Der Staat oder der Privatwaldbesitzer kann seinen Wald natürlich auch einem Unternehmen verkaufen, wenn der Preis stimmt.
Rotfuchs hat geschrieben:
Mo 20. Nov 2017, 21:11
Und warum dürfen eigentlich nicht die Bürger die tatsächlich auch in der Nähe des Waldes wohnen darüber entscheiden was damit geschehen soll?
Der Bürger kann doch auch nicht entscheiden, was auf den ihm nicht gehörenden Feldern angebaut wird, nur weil er in der Nähe dieser Felder wohnt.
Warum sollte es beim Wald anders sein? Die Vorstellung, dass Wald im Gegensatz zur landwirtschaftlich genutzten Flächen allen gehöre, die stammt wohl daher, das es bei uns das Betretungsrecht gilt, das besagt, dass jedem Menschen der Zugang auch zum privaten Wald gewährleistet werden muss. Das erweckt den Anschein, da handle es sich um Allgemeinbesitz, der Wald gehöre allen. Dem ist aber nicht so.

Das ist auch keine neue Entwicklung unserer Demokratie. Der Wald war nie im Besitz des "Volkes". Schon ab dem frühen Mittelalter war haargenau geregelt, wer da was nutzen durfte und wer dem gehörte. Ein Allmende-Wald war genauso wenig der Besitz der Allgemeinheit, sondern der einiger weniger landbesitzender Großbauern (Wehe dem Heuerling, der seine Tiere da zur Mast reintrieb oder Holz schlug!) oder des Landesfürsten, so wie er heute der Besitz einiger weniger Reicher oder des Landes ist.
Rotfuchs hat geschrieben:
Mo 20. Nov 2017, 21:11
Ich finde es nicht schlimm wenn Bäume gefällt werden oder wir der Erde die Dinge entnehmen die wir wirklich brauchen, aber muss alles immer so maßlos passieren? Manchmal frage ich mich wirklich was eigentlich mit uns Menschen nicht stimmt. Ist unsere Lebensgrundlage denn so wenig wert dass man für billigen Strom und schnellen Profit alles bereit ist zu tun?
Ich denke es liegt auch daran, dass wir den Überblick verloren haben darüber, was wir wirklich brauchen und verbrauchen.
Jeder Deutsche verbraucht pro Jahr etwas 1,5 Kubikmeter Holz! Wem ist das bewusst? (Mit unseren rund 82,8 Millionen Einwohnern kann man sich ausrechnen, wieviel Fläche Wald das ist.)
Damit ist ja nicht der Sack Lagerfeuerholz gemeint, den die Hex' für ihr Samhainfeuer aus dem Baumarkt holt, oder das hölzerne Regalbrett mit der hölzernen Götterfigur, die eine einmalige Anschaffung ist, sondern Zellstoff allgemein. Selbst wenn du zu Hause nichts ausdruckst und eBooks statt Bücher hast, kommst du wohl kaum ohne Papier im klassischen Sinne (zum Beschreiben und Bedrucken) aus. Dazu kommen Kaffeefilter, Klopapier, weibliche Hygieneartikel, Zewa, Taschentücher, Getränkekarton, Umkartons von Lebensmitteln und anderen Konsumgütern. Guck mal, was alles mit Karton daherkommt, wenn du das nächste Mal einkaufst. Von der Cornflakespackung bis zur Zahnbürste alles dabei. (Und was nicht in Karton ist, ist in Plastik. Auch nicht besser.)

Und nicht zu vergessen: Versandkartons: Die Einsparung an Papier, die das angeblich "papierfreie" Büro im Zeitalter der elektronischen Medien mit sich gebracht hat, ist längst überholt worden von der Masse an Kartons, die durch den Internetversandhandel entstanden ist.
Hinzu kommt noch der Zellstoff in der Bekleidung. Wer guckt schon, wie hoch der Viskoseanteil seines T-Shirts ist und wo die Rohstoffe dafür angebaut wurden? (Und wer stopft heute noch Löcher in seiner Kleidung? Was nicht mehr gefällt oder kaputt ist, wird neu gekauft.)

Ist bei näherer Betrachtung leider alles viel komplizierter, als es auf dem ersten Blick aussieht.

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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#3

Beitrag von Knufflon » Di 21. Nov 2017, 10:22

Ist bei näherer Betrachtung leider alles viel komplizierter, als es auf dem ersten Blick aussieht.
Ja, und gleichzeitig darf das kein Grund sein, Ökosysteme zu zerstören, die für das Gleichgewicht des Planeten mit seinem gegenwärtigen Bewohnerspektrum (also nicht nur für uns! Man muß nicht nicht immer anthropozentrisch argumentieren) lebenswichtig sind.
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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#4

Beitrag von izento » Di 21. Nov 2017, 12:48

@Rotfuchs:
Da ich selbst mal in der Gegend gewohnt habe wo ganze Wälder, Wiesen und Dörfer dem Erdboden gleichgemacht wurden und erstmal karge Mondlandschaften zurück blieben, kann ich dir nur zustimmen.
Rotfuchs hat geschrieben:
Mo 20. Nov 2017, 21:11
Warum können Firmen eigentlich Wald besitzen? Und warum dürfen eigentlich nicht die Bürger die tatsächlich auch in der Nähe des Waldes wohnen darüber entscheiden was damit geschehen soll?
Weil im Kapitalismus eigentlich jeder Lebewesen oder ganze Ökosysteme "besitzen" darf.
Der Besitzer hat nicht nur das "Recht" die Bäume zu fällen, sondern auch die gesamte Tier- und Pflanzenwelt dieses Systems zu vernichten.
Tötest du den Schosshund deines Nachbarn, so begehst du "Sachbeschädigung" - das sagt doch schon alles.

Die Anwohner, die keine Besitzer sind, haben dabei keinerlei Mitspracherecht.
Schlimmer noch - Grundstücksbesitzer in diesen Gebieten können sogar enteignet werden, da es angeblich im "öffentlichen Interesse" steht die Braunkohle zu fördern.
Hier wird weder Rücksicht auf Pflanze noch Tier oder gar Mensch genommen.
Es geht einzig und allein um finanzielle Interessen.
Rotfuchs hat geschrieben:
Mo 20. Nov 2017, 21:11
Und warum zur Hölle dürfen eigentlich Firmenbosse und Aufsichtsräte auch gleichzeitig Landräte sein und bestimmen welche Landstriche verkauft werden sollen? Ist das noch Demokratie oder darf man das schon Plutokratie nennen?
Plutokratie würde ich es nicht nennen, sondern einfach Lobyismus.
Die Verflechtung von Politik und Wirtschaft ist dermassen groß, daß einige Firmen sogar die Landes- oder Bundespolitik bestimmen können. siehe z.B. VW
Rotfuchs hat geschrieben:
Mo 20. Nov 2017, 21:11
Manchmal frage ich mich wirklich was eigentlich mit uns Menschen nicht stimmt. Ist unsere Lebensgrundlage denn so wenig wert dass man für billigen Strom und schnellen Profit alles bereit ist zu tun?
Ja! Und das ist meiner Meinung nach dem Wandel vom Animismus zum Humanismus geschuldet.
Der Mensch sieht sich als "höheres Wesen" dem alle anderen Lebenwesen und die Natur Untertan sind.
Rotfuchs hat geschrieben:
Mo 20. Nov 2017, 21:11
Selbst wenn man ein Hardcore Atheist ist und die Natur hasst, ...
Hier muß ich mal mit einem weit verbreiteten Irrtum aufräumen.
Ich kenne etliche verschiedene atheistische Strömungen, einschließlich dem Nihilismus den du vermutlich mit "Hardcore" meinst.
Alle diese Strömungen betrachten die Welt sehr objektiv und fast alle wissen um die Wichtigkeit unserer "Lebensgrundlage".
Im Gegenteil - ich kenne unter den Atheisten viel mehr Veganer als unter den (Mono-)Theisten.

Die Zerstörung der Umwelt geht wohl viel mehr auf das Konto der humanistischen Monotheisten, allen voran Christen und Moslems.
Sie beanspruchen für sich ein gottgegebenes Besitzrecht an der Natur und anderen Lebewesen.
Natürlich gehören auch die angeblich atheistischen Diktaturen dazu, die eine Person oder "die Partei" wie Götter verehren.

dunkle Grüsse
izento

Wie immer sind das nur meine Meinung und Ansichten, denen sich niemand anschliessen muß.
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
Follow your dreams and be TRUE to yourself.
Der alte Narr sagt: Ich bin ein alter Weiser. Der alte Weise sagt: Ich bin ein alter Narr.

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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#5

Beitrag von Peregrin » Di 21. Nov 2017, 13:10

Knufflon hat geschrieben:
Di 21. Nov 2017, 10:22
Ja, und gleichzeitig darf das kein Grund sein, Ökosysteme zu zerstören, die für das Gleichgewicht des Planeten mit seinem gegenwärtigen Bewohnerspektrum (also nicht nur für uns! Man muß nicht nicht immer anthropozentrisch argumentieren) lebenswichtig sind.
"Darf" und "muss" gut und schön. Nur wie kann man das Ziel praktisch erreichen? So nobel ich das Ziel der waldbesetzenden Idealisten finde, so wenig Hoffnung habe ich, dass die Erfolg haben werden. Die Firma hat den finanziell längeren Arm und den längeren Atem. Wenn die illegal außerhalb der vorgesehenen Fällzeiten roden, dann bezahlen die die Bußen dafür aus der Portokasse. Die Waldbesetzer hingegen setzen bei ihren illegalen Aktionen nicht nur ihre Zukunft aufs Spiel, sondern teilweise sogar ihr Leben, wenn man den Berichten einzelner Aktionen mal folgt.

Und wofür? Der Großteil der Menschen der Industriestaaten, egal welcher Religion oder Weltanschauung sie anhängen, verhält sich wie "Konsumvieh". Entweder weil es ihnen tatsächlich gleichgültig oder unbewusst ist, oder weil da zwar ein gewisses Unbehagen ist, sie aber immer irgendeine Begründung findet, warum das eigene umweltschädigendes Verhalten in dem speziellen Fall jetzt doch irgendwie zu rechtfertigen ist.
Bringt ja nichts, auf die bösen Firmen zu schimpfen, solange die Profit machen, da sie einen Absatzmarkt haben weil man deren Produkte konsumiert.

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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#6

Beitrag von Schneewoelfin » Di 21. Nov 2017, 22:47

kurz mal dazusenf:
izento hat geschrieben:
Di 21. Nov 2017, 12:48
Weil im Kapitalismus eigentlich jeder Lebewesen oder ganze Ökosysteme "besitzen" darf.
und das nicht erst seitdem es den Begriff "Kapitalismus" gibt: schon die alten Kelten waren keine Baumknutscher... sie haben hier in Mittelhessen den ganzen Dünsberg gerodet, um vor allem an der Südseite grosse keltische Villen zu bauen

allgemein gesehen denke ich mir, dass die Menschen mit ihrer Umwelt umgehen, wie mit sich selbst und die Konflikte, Übergriffe (hier in der Natur) im Äusseren austragen, was sie mit sich selbst nicht ausmachen, in sich nicht sehen wollen -> den Teil von sich (noch) nicht intergriet haben
Denn den Göttern sei Dank! hat die Erde wesentlich hefigere Veränderungen erlebt (Erde als Schneeball bis hin zu in hiesigen Breitengra:den tropische Verhältnisse) - weswegen wir Menschen lernen sollten besser mit uns und als Folge mit unser Um_Welt umzugehen... die Erde wird sich sicherlich recht schnell - im Verhältnis: Menschenleben - Existenz der Erde - erholen, da mache ich mir keine Sorgen :)

LG Schnee
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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#7

Beitrag von Felis Saeva » Do 30. Nov 2017, 14:04

Ich hab mir das jetzt mal grob durchgelesen.

Abgesehen davon, uns aufzuregen und hier intern zu diskutieren (was die Welt da draußen nur sehr marginal interessiert) - was genau können wir ändern?
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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#8

Beitrag von Lakeisha » Do 30. Nov 2017, 14:15

Meldung am Rande:

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die umstrittenen Rodungen im Hambacher Wald vorerst gestoppt. Die Abholzung darf ab vergangenen Dienstag um 18 Uhr vorläufig nicht fortgesetzt werden.

Einen Grund, den ich gelesen habe - das OVG stimmte RWE nicht darin zu, dass es jetzt unbedingt erforderlich sei, zu roden, man wolle keine irreversiblen Fakten schaffen.

GlG, bb, Lakeisha

z.B. nachzulesen hier:
https://www.rheinische-anzeigenblaetter ... d-28971544

:hüpf: :luxhello: :girlie-mr-miyagi:
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Mit dem richtigen Fuß aufstehen, Fenster seiner Seele öffnen; vor allem was lebt verbeugen; Gesicht der Sonne zuwenden; paar Mal über den eigenen Schatten springen; sich gesund lachen.
Und: :kaffee: ;)

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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#9

Beitrag von Schneewoelfin » Fr 14. Sep 2018, 17:21

*hochzerr*
habe gerade das getan, was ich schon lange vor, aber nicht mehr auf dem Schirm hatte: Anbieter gewechselt von E.on (mit Rwe im Klüngel) zu Bürgerstrom
von daher vllt ganz gut, dass ich das im Hinterkopf und noch nicht umgesetzt habe so hat meine Kündigung bei E.on einen zeitlichen Bezug zum Thema :girlie-nick:

https://utopia.de/kohle-konzern-laesst- ... ht-105198/

LG Schnee  
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Re: Rodung des Hambacher Forst (und Besetzung)

#10

Beitrag von Lunatic_Luna » Sa 15. Sep 2018, 11:44

Bin grade darauf gestoßen. Könnte für einige sicher interessant sein.


https://www.merkur.de/politik/hambacher ... 1.amp.html
Die Grenzen zwischen Leben und Tod sind bestenfalls schattenhaft und vage. Wer kann sagen wo eines endet und das andere beginnt? -- Edgar Allan Poe

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