Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

Alles zum Thema Permakultur, Selbstversorger, Transition Towns, Lebensgemeinschaft, Umweltschutz und Ökologischer Fußabdruck
Benutzeravatar
woodfaery
Beiträge: 362
Registriert: Mi 28. Dez 2016, 23:35
Wohnort: Kevelaer

Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#1

Beitrag von woodfaery » Fr 15. Sep 2017, 10:57

Ein kurzes Video zum Thema "In Plastik eingeschweißtes Obst und Gemüse" und wie man es verhindern könnte, allzuviel Plastikmüll zu produzieren. Ich hoffe, diese Ideen werden sich ich allen Supermärkten durchsetzen. Je weniger Plastik, desto besser. Zumal das gerade bei Bioprodukten recht unsinnig ist, diese in Plastik einzupacken.

http://www.ardmediathek.de/tv/Serviceze ... d=45828704
"Remember – hate is always foolish…and love, is always wise." (The 12th Doctor)

"Saor Alba gu bràth!"

Benutzeravatar
izento
Beiträge: 1507
Registriert: Di 12. Apr 2016, 20:05
Benutzertitel: Der Meister
Wohnort: im Wald hinter dem Strand

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#2

Beitrag von izento » Fr 15. Sep 2017, 12:02

woodfaery hat geschrieben:
Fr 15. Sep 2017, 10:57
Zumal das gerade bei Bioprodukten recht unsinnig ist, diese in Plastik einzupacken.
Das ist das was mich auch immer aufgeregt hat. :wolke:

In Plastik verschweisstes "Bio"-Obst/Gemüse und vegane Fertig-Gerichte in der Plastikschale - die spinnen doch alle :wall:
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
Follow your dreams and be TRUE to yourself.
Der alte Narr sagt: Ich bin ein alter Weiser. Der alte Weise sagt: Ich bin ein alter Narr.

Benutzeravatar
Stadteule
Beiträge: 3134
Registriert: Sa 16. Mär 2013, 20:37
Benutzertitel: Giftmischerin
Wohnort: zwischen HD und KA

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#3

Beitrag von Stadteule » Fr 15. Sep 2017, 13:31

Es ist imo teilweise absurd, was alles in Plastik eingepackt wird. Selbst in Bioläden - also von Großmärkten vertrieben, die ausschließlich Bioprodukte führen - gibt es Gemüse, das in Plastik verpackt ist. Eine positive Entwicklung sehe ich seit ein paar Jahren aber in den Discountern, in denen es immer mehr (in unserem örtlichen Netto fast ausschließlich) offenes Gemüse und Obst gibt, das dann eben abgewogen wird.

Die Alternative des Edeka-Markts, der in dem Video genannt wird, finde ich wirklich super und es wäre toll, wenn das eine breite Anwendung in Supermärkten finden würde. Genauso wie die Idee, die Etiketten direkt auf Schalengemüse aufzubringen, anstatt sie zu verpacken. Zusätzlich kann man v.a. in kleineren Läden als Kunde auch Rückmeldung geben und mit dem eigenen Einkaufsverhalten das Sortiment mit beeinflussen. Eine Weile habe ich in einem Bioladen gejobbt und wir haben unsere Bestellungen schon auch den Rückmeldungen (und selbstverständlich dem Kaufverhalten) der Kunden angepasst, wenn es möglich war. Einzeln eingepackter Chinakohl war damals so ein typisches Beispiel.



LG, Stadteule
Wer sie nicht kennte, Die Elemente, Ihre Kraft und Eigenschaft, wäre kein Meister über die Geister. (J.W.v.Goethe)

Benutzeravatar
Schneewoelfin
Beiträge: 2759
Registriert: Sa 6. Apr 2013, 13:11
Benutzertitel: dunkelbunt
Wohnort: in der mittelhessischen Walachei zwischen Giessen und Marburg

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#4

Beitrag von Schneewoelfin » Fr 15. Sep 2017, 15:04

wirklich eine tolle Idee :thumbup:
ich finde es total idiotisch, dass - egal in welchem Läden in der Gegend hier - zB Bio-Paprika in Plastik abgepackt sind, die konventionellen lose, weswegen ich meistens dann 1 konventionelle Paprika kauf, anstatt 1 ganzes Plastikpäckchen Bio :aufkopf:

der einzige Supermarkt, bei dem es vollständig loses Gemüse gibt, ist Denns, aber da kaufe ich nur ein, wenn ich etwas woanders nicht bekomme, da Denns keinen guten Ruf in Gewerkschaftskreisen hat, was die Rechte seiner Mitarbeiter anbetrifft :wolke:
(für mich ist nur etwas 100% "öko-bio", wenn sich auch die dort Beschäftigten die Bioware leisten können, denn es sit ein Widerspruch in sich, auf die Wertschätzung, Nachhaltigkeit etc in Bezug auf die Natur zu achten, aber nicht in Bezug auf den Menschen :wall: - geht gar nicht :worried:)

LG Schnee
"Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst." Jalal Ad Din Rumi

Benutzeravatar
woodfaery
Beiträge: 362
Registriert: Mi 28. Dez 2016, 23:35
Wohnort: Kevelaer

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#5

Beitrag von woodfaery » Fr 15. Sep 2017, 18:02

izento hat geschrieben:
Fr 15. Sep 2017, 12:02

In Plastik verschweisstes "Bio"-Obst/Gemüse und vegane Fertig-Gerichte in der Plastikschale - die spinnen doch alle :wall:
Genau das. Auf der einen Seite auf Bio-Öko-Umweltschutz pochen, aber dann das Obst in Plastik einpacken. Warum? Wo doch die Natur gerade bei Gurken, Bananen und Orangen schon für eine super Verpackung gesorgt hat. :wall:
"Remember – hate is always foolish…and love, is always wise." (The 12th Doctor)

"Saor Alba gu bràth!"

Benutzeravatar
Feri
Beiträge: 196
Registriert: Do 8. Mai 2014, 15:40

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#6

Beitrag von Feri » Fr 15. Sep 2017, 19:28

Weil man die Biosachen an der Kasse irgendwie von den konventionellen unterscheiden muss. Und da sind die Biosachen unterm Strich weniger einzupackende Masse, als wenn man alles andere einpacken würde.
Das Verpacken geschieht normalerweise beim Hersteller und nicht beim Supermarkt, daher sind je nach Bezugsquelle wohl auch die Waren aus Biosupermärkten betroffen, wenn deren Hersteller auch andere Supermärkte beliefern.

Im Video aus dem Startposting wird ja auch gezeigt dass das Lasern des Biologos auf das Obst/Gemüse eine Lösung wäre. Allerdings machen sich da auch noch eingie Leute Gedanken, ob das Lasern irgendwie schädlich sein könnte. Evtl. ist es auch einfach zu viel Aufwand, an der Kasse jede Paprika einzeln nach dem Logo abzusuchen.

Ich kaufe eher mit Fokus regional als mit Fokus bio, und da bezieht unser rewe viel von Bauern aus der Umgebung. Das Zeug ist dann meist unverpackt, Kartoffeln in Papiertüten etc., wohl weil diese Bauern einfach keine Einschweißgeräte haben. Dafür isses halt nicht unbedingt bio.
Feris Blog für alles mögliche: leseferi.blogspot.de
Feris Blog für spirituelle Sachen: heidenchaos.blogspot.de

Benutzeravatar
Peregrin
Beiträge: 1717
Registriert: So 16. Jul 2017, 13:24

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#7

Beitrag von Peregrin » Fr 15. Sep 2017, 19:42

Feri hat geschrieben:
Fr 15. Sep 2017, 19:28
Allerdings machen sich da auch noch eingie Leute Gedanken, ob das Lasern irgendwie schädlich sein könnte. Evtl. ist es auch einfach zu viel Aufwand, an der Kasse jede Paprika einzeln nach dem Logo abzusuchen.
Na ja, die Leute, die vor Laser Angst haben, sind sicher die gleichen, die vor den Strahlungen der Strichcodes Angst haben. :tinfoil: Die (die Codes, nicht die Leute) kann man ja ganz einfach unschädlich machen, in dem man einen Strich durchmalt. Geht sicher auch genau so mit dem Laserlogo. :cool:

Was die Suche nach dem Logo betrifft: Das ist doch nicht aufwendiger, als die Wahre nach dem Strichcode abzusuchen. Oder ging es dir da um das "Einzelne"? Entweder ist das Kilopreis und alles wird wie bisher zusammen auf die Kassenwaage gelegt oder es ist Stückpreis, dann muss die Kassiererin einfach die Stückzahl nach dem ersten Scann eintippen. Eine Mehrarbeit sehe ich da nicht. Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?

Salvia
Beiträge: 41
Registriert: So 26. Mär 2017, 12:37
Wohnort: schleswig-holstein

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#8

Beitrag von Salvia » Sa 16. Sep 2017, 10:58

Seit zwei jahren habe ich eine Gemüseabokiste - tolle Sache. Das Obst und Gemüse kommt ganz ohne Verpackung direkt ans Haus geliefert, superfrisch und alles Bio. Seitdem hat unser Plastikmüll abgenommen.
Manchmal kaufe ich noch etwas dazu, achte jedoch darauf, das die Sachen nach Möglichkeit nicht verpackt sind.
Man muss nur bereit sein kreativ zu kochen :D.
Wer die Möglichkeit hat- ausprobieren. Man unterstützt damit auch die örtlichen Biobauern.

Benutzeravatar
Feri
Beiträge: 196
Registriert: Do 8. Mai 2014, 15:40

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#9

Beitrag von Feri » Sa 16. Sep 2017, 17:16

Peregrin hat geschrieben:
Fr 15. Sep 2017, 19:42
Was die Suche nach dem Logo betrifft: Das ist doch nicht aufwendiger, als die Wahre nach dem Strichcode abzusuchen. Oder ging es dir da um das "Einzelne"? Entweder ist das Kilopreis und alles wird wie bisher zusammen auf die Kassenwaage gelegt oder es ist Stückpreis, dann muss die Kassiererin einfach die Stückzahl nach dem ersten Scann eintippen. Eine Mehrarbeit sehe ich da nicht. Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
:tinfoil: ist ja der Hammer :green:
Ich glaube nicht dass bislang ein Strichcode gesucht werden muss, zumindest auf den Gurken ist keiner drauf. Bestimmte Sachen haben die Kassierer ja doch noch im Kopf oder in dem Blätterdings über der Kasse. Bei losen Sachen muss man eben auch untersuchen ob alles normale oder Biopaprika ist, denn es kann ja sein dass das Logo grad unten liegt und man versehentlich normale berechnet bzw. dass der Kunde fälschlicherweise das billigere abgewogen hat. Und wenn jemand normal kauft muss man ebenfalls kontrollieren, damit man nicht versehentlich bio berechnet und sich jemand beschwert. Also sofern das Logo nicht ziemlich riesig oder mehrfach auf dem ganzen Stück verteilt ist, muss eben jedes normale Stück und jedes Biostück, das nicht gleich richtig rum liegt, rundum betrachtet werden.
Feris Blog für alles mögliche: leseferi.blogspot.de
Feris Blog für spirituelle Sachen: heidenchaos.blogspot.de

Benutzeravatar
Peregrin
Beiträge: 1717
Registriert: So 16. Jul 2017, 13:24

Re: Ideen gegen den Plastikmüll im Supermarkt

#10

Beitrag von Peregrin » Sa 16. Sep 2017, 17:32

Feri hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 17:16
Ich glaube nicht dass bislang ein Strichcode gesucht werden muss, zumindest auf den Gurken ist keiner drauf.
Auf manchen in Plastik abgepackten Gemüsen und Obstsorten meine ich auch schon Strichcodes gesehen zu haben.
Feri hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 17:16
Bei losen Sachen muss man eben auch untersuchen ob alles normale oder Biopaprika ist, denn es kann ja sein dass das Logo grad unten liegt und man versehentlich normale berechnet bzw. dass der Kunde fälschlicherweise das billigere abgewogen hat.
Wenn der Kunde das abgewogen hat, dann bekommt er doch einen Sticker mit Barcode, den die Kassiererin wiederum einscannen muss und dann sieht, ob es Biowahre ist oder nicht?
Feri hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 17:16
Also sofern das Logo nicht ziemlich riesig oder mehrfach auf dem ganzen Stück verteilt ist, muss eben jedes normale Stück und jedes Biostück, das nicht gleich richtig rum liegt, rundum betrachtet werden.
Ich kenne das bisher so eigentlich auch, wenn Biowahre nicht wie die berühmt-berüchtigte Gurke eingeschweißt ist. Dann sieht die Kassiererin das bei Kiwis z.B. nur an dem Sticker auf der Frucht. Ob da nun ein kleiner Sticker oder ein kleines Laserlogo ist, macht ja kein Unterschied für den Kassierer. (Für mich als Kunde schon. Ich fände da Laser besser, als Aufkleber von Früchten machen zu müssen, deren Schale ich mitesse.

Antworten