Earth path

Alles zum Thema Permakultur, Selbstversorger, Transition Towns, Lebensgemeinschaft, Umweltschutz und Ökologischer Fußabdruck
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Peregrin
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Re: Earth path

#41

Beitrag von Peregrin » Mi 16. Aug 2017, 10:58

Womit ich jetzt nicht den Kommunismus propagieren möchte, Howard. :green:
Der taugt auch nichts, wie die Geschichte gezeigt hat, solange der Mensch an sich sich nicht ändert. Der Kommunismus hat nur dafür gesorgt, dass ein Großteil der Leute das, was sie haben wollten, nicht bekamen, es sich aber weiterhin wünschten.

Der richtige Ansatz wären meiner Meinung nach nicht der, zu verhindern oder zu verbieten, dass die Menschen im Überfluss leben, sondern den Menschen die Möglichkeit zu geben zur Einsicht zu gelangen, dass dieser Überfluss nicht glücklich macht.
Doch solange er von allen Seiten mit "Kauf das! Besitze das! Das macht dich begehrenswert, einflussreich, ewig jugendlich, zufrieden, glücklich und gibt dir Sicherheit!" bombardiert wird, kommen allenfalls einige wenige Individuen überhaupt auf die Idee, dass das nicht stimmt. Und von diesen Wenigen trauen sich noch weniger, nach dieser Einsicht auch zu handeln und zu leben.
Es ist ja nicht mit der einmaligen Einsicht getan, sondern es ist ein ständiges gegen den Strom schwimmen. Nicht nur gegen den des gesellschaftlichen Druckes, sondern auch gegen den der eigenen Ängste.
Silence is the language of God, all else is poor translation. — Rumi

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Howard
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Re: Earth path

#42

Beitrag von Howard » Mi 16. Aug 2017, 11:45

Das ist ein interessantes Thema. Das mit dem Kommunismus auch, aber ich meine jetzt das andere von dir Angesprochene. Und zwar sie Frage von Narrativ, Realität und Wahrheit. Ich war von den beiden Büchern von Professor Harari von der Universität Tel Aviv angetan.
Im Prinzip ist der evolutionäre Vorteil des Menschen das er sich hochflexibel über Fiktionen organisieren kann. Erdachte und geglaubte Geschichte und Realität. Die Frage ist, welche Philosophie und welche gemeinsame Fiktion muss glaubbar erzählt werden damit ein gemeinsames Handeln in Richtung Earth Path möglich ist?

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Re: Earth path

#43

Beitrag von Rewa » Mi 16. Aug 2017, 12:20

izento hat geschrieben:
Mi 16. Aug 2017, 10:52
@Rewa: Die 80%-90% waren eine qualifizierte Schätzung anhand historischer Daten.
Dazu fällt mir auf Anhieb eine Menge ein, hat aber alles nichts mit dem Thema hier zu tun.
izento hat geschrieben:
Mi 16. Aug 2017, 10:52
Es wird aber irgendwie nicht mehr der selbe Planet sein.
Richtig! ... Na und??? :D
Das würde er ohnehin nur, wenn wir den jetzigen Zustand (vielleicht mit ein paar Verbesserungen) konservieren könnten. Das halte ich aber nicht für möglich und ich fände es auch nicht wünschenswert. Es würde ja auch bedeuten, dass jede natürliche Entwicklung gestoppt werden müsste. Die klitzekleine Chance, dass aus dem vernunftbegabten Tier Mensch ein Vernünftiges wird, wäre dann ja auch dahin.
Howard hat geschrieben:
Mi 16. Aug 2017, 11:45
Die Frage ist, welche Philosophie und welche gemeinsame Fiktion muss glaubbar erzählt werden damit ein gemeinsames Handeln in Richtung Earth Path möglich ist?
Ich befürchte, dass nur Zwang auf Dauer eine erfolgversprechende Lösung ist.

Liebe Grüße
Rewa
Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
(Sitting Bull, Lakota-Indianer)

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Re: Earth path

#44

Beitrag von Howard » Mi 16. Aug 2017, 12:36

Das wäre das Modell das seit 6000 Jahren am Leben gehalten wird.

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Re: Earth path

#45

Beitrag von Solasard » So 20. Aug 2017, 05:02

Kennt jemand das Siedlungsprojekt "Anastasia" in Russland?
https://www.goldeneszeitalter.at/bewusstsein/anastasia/

Gruß Sola

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Re: Earth path

#46

Beitrag von Howard » Mi 23. Aug 2017, 08:55

Das klingt in meinen Ohren noch etwas unausgegoren. Hast du persönliche Erfahrungen damit gemacht?

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Re: Earth path

#47

Beitrag von Peregrin » Mi 23. Aug 2017, 20:14

Howard hat geschrieben:
Mi 16. Aug 2017, 11:45
Die Frage ist, welche Philosophie und welche gemeinsame Fiktion muss glaubbar erzählt werden damit ein gemeinsames Handeln in Richtung Earth Path möglich ist?
Meine erste Reaktion auf den Satz war: Geh mir weg mit Mythologie! Wir brauchen erlebbare Erfahrung und darauf beruhende Erkenntnisse anstatt Geschichten!

Aber gut. Gehen wir davon aus, dass diese Erkenntnisse und Erfahrungen nur von besonderen Menschen (Schamanen, Bodhisattvas, etc.) gemacht werden und nicht nicht jedem Durchschnittsmenschen zur Verfügung stehen, es also die Aufgabe derer, die diese Erfahrungen gemacht haben ist, eine Mythologie zu kreieren, für die, die diese Erfahrungen (noch) nicht gemacht haben.

Dann hätten die meines Erachtens vor allem die Aufgabe, eben einen gangbaren Weg zu zeigen, wie Hinz und Kunz eben diese Erfahrungen auch machen kann. Die Mythologie zur Erhalt der Erde sollte eine sein, die hervorhebt, dass alles mit allem verbunden ist, und das es keine tote Materie gibt. Eine Diesseitsbezogenheit wäre sicher nicht schlecht.
Animistischen oder theophanischen Elemente auch nicht.

Vor allem aber sollten diese Erfahrenen darauf achten, dass Kindern nicht beigebracht wird, dass ihr Erleben mit Naturgeistern und Co nur Unsinn und Erfindungen sind. Das wäre ein nettes Substrat zum Wachsen alles weiteren.

Nur mal so als Stichworte und ins Unreine, da ließe sich sicher noch mehr drüber nachdenken, aber damit, mir gesellschaftlichen Utopien auszudenken habe ich es nicht so, ist etwas zu praxisfern für meinen Geschmack.
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Re: Earth path

#48

Beitrag von Solasard » Mi 23. Aug 2017, 21:00

Es passiert selten gutes, außer man tut es.

Gruß Sola

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Re: Earth path

#49

Beitrag von Peregrin » Mi 23. Aug 2017, 21:15

In einer Zeile der Lieder einer meiner Lieblingsbands heißt es: "I can't change the world but I can change the world in me."
Silence is the language of God, all else is poor translation. — Rumi

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Re: Earth path

#50

Beitrag von Solasard » Do 24. Aug 2017, 04:21

http://www.zwangsbejagung-ade.de/faelle ... dfrei.html

Das werde ich auch noch machen, ist mir im Moment aber zu teuer.
Die lobby sitzt in den Ministerien. :würg:

Gruß Sola

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