was, wenn nicht Wicca?

Lhylyt
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was, wenn nicht Wicca?

#1

Beitrag von Lhylyt » Do 10. Mai 2018, 09:34

Guten morgen an alle
Ich habe Gestern und heute viel darüber gelesen, dass man sich nur wirklich als Wicca bezeichnen kann, wenn man auch Initiiert wurde (ich will die Diskussion, ob das so stimmt oder nicht NICHT aufbringen... Eine Diskusion dazu habe ich mir hier schon durchgelesen und mir ist sehr sehr unwohl dabei)
Also wenn man nicht initiiert wird, wird man also als freifliegende Wicca oder solitary Wicca bezeichnet oder? Dazu habe ich allerdings gelesen, dass dieser Begriff auch häufig nicht akzeptiert wird, da es immernoch ''Wicca'' beinhaltet und dies verwirrt.
Gibt es einen anderen Begriff für Leute, die nicht intitiiert werden können/wollen, aber trotzdem genau den gleichen Glauben folgen wie Wicca?
Ich habe dieses Problem. Ich weiß genau, dass ich an keiner Initiation teilnehmen kann, da ich am allerwertesten der Welt lebe und mich im Internet schon totgesucht habe. Ich habe auch nicht massig Geld um weit reisen zu können. Trotzen sprich Wicca mich extrem an und ich möchte diesem Glauben wirklich gerne folgen, jedoch entmutigt mich diese ganze Situation und ich fühle mich sehr verunsichert, etwas falsches zu sagen. Ich weiß auch nicht was ich antworten soll, wenn jemand fragt welcher Religion ich angehöre, da Wicca dann ja irgendwie ein falscher Begriff ist.
Wie schonmal gesagt, will ich hier nicht die Diskussion aufrufen, ob man sich auch Wicca nennen darf wenn man nicht initiiert wird, sondern einfach welchen Begriff man stattdessen benutzen kann, ohne Leute zu verärgern...
Ich hoffe ich habe niemanden verärgert oder beleidigt.. ich bin wirklich sehr unsicher
Trotzdem wünsche ich euch einen schönen Tag!

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Hekate
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Re: was, wenn nicht Wicca?

#2

Beitrag von Hekate » Do 10. Mai 2018, 09:52

Guten Morgen,

Ich bin nun mal neugierig.

Was spricht gegen das Hexenturm?

Gruss

Hekate
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Hekate
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Re: was, wenn nicht Wicca?

#3

Beitrag von Hekate » Do 10. Mai 2018, 09:58

P.S. Nachtrag
Du bist erst 18 (ich weiss, da ist alles, was alter als 29 ist - uralt), in 10, 15 könnte deine Situation ganz anders aussehen.

Also Kopf nicht hängen lassen.
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Re: was, wenn nicht Wicca?

#4

Beitrag von Stadteule » Do 10. Mai 2018, 10:52

Hallo Lhylyt,

Du kannst Dich grundsätzlich nennen, wie Du möchtest. Wenn Du auf Personen triffst, die selbst initiierte Wicca sind oder mit solchen in Kontakt stehen, wirst Du halt beim Begriff Wicca vielleicht keine Zustimmung oder auch mal Gegenwind erhalten.

Was ich schon gehört habe und sehr treffend fand, war 'mein Glaube ist an Wicca angelehnt'. Ansonsten bezeichnen sich Personen, die keiner Richtung durch Initiation angehören, gerne als 'freifliegend' oder 'freifliegende Hexe'. Frei zu fliegen finde ich persönlich ja auch schön (wer will nicht fliegen können - und das auch noch frei? :green: ).

Aber wie Hekate schon sagt: Du bist gerade erst 18 und hast noch Dein ganzes Leben vor Dir - wer sagt denn, dass Du nicht in ein paar Jahren am Nabel der Welt lebst und immer noch fühlst, dass Wicca Dein Weg ist *?*. Oder Wicca kennen lernst, die den gleichen Allerwertesten dieser Welt bewohnen, wie Du? Ich glaube, Eile brauchst Du nicht haben und es ist doch wunderschön, diese Glaubenswelt für Dich zu entdecken, egal wie Du Dich nennst *?*


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Re: was, wenn nicht Wicca?

#5

Beitrag von LiH » Do 10. Mai 2018, 11:00

Liebe Lhylyt,

danke zunächst für den Respekt gegenüber (initiierten) Wicca!
Ich denke, abgesehen von Fällen wie Wicca, die eine konkrete Voraussetzung haben, ist im Endeffekt unwichtig, wie man sich bezeichnet.

Ich selber komme komplett ohne eine Bezeichnung für meinen Glauben klar, eigentlich nenne ich es nicht einmal Glaube, weil mir schon dieses Wort zu eng ist.
Bei mir funktioniert fast alles intuitiv, chaotisch und ziemlich gut. Ich sage nicht, dass es besser oder schlechter ist als Wicca, sondern ein anderer Weg. Auch so kann das funktionieren. Und das Schönste: es ist mir ja nicht verboten, Wicca zu werden, wenn ich das mal will. Es ist auch nicht verboten, mich von Wicca inspirieren zu lassen.

Für mich kommt das Wort "Naturspiritualität" der Sache am nächsten.
Oder, gerade wenn man gefragt wird, kann man es je nach Situtation umschreiben, z.B. "Ich glaube daran, dass alles miteinander verbunden ist und auch Tiere und Pflanzen eine Seele haben".

Und da Du exakt vom gleichen Glauben wie Wicca schreibst, was genau ist Dir daran besonders wichtig? Vielleicht kann man daraus einen Begriff ableiten.

Ich denke, Du brauchst nicht verunsichert oder entmutigt sein.
Ich habe oft die Erfahrung gemacht, und auch von anderen gehört/gelesen, dass die Dinge sich oft genau so entwickeln, wie es genau richtig für einen ist. Auch wenn man es oft erst hinterher bemerkt. Auch wenn es für Dich enttäuschend ist, keine Möglichkeit in der Nähe zu haben, dich initiieren zu lassen. Wenn Du dennoch am Ball bleibst und evtl. einen Umweg oder Wartezeit in Kauf nimmst, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du erst dadurch Dinge lernen, Menschen kennenlernen, Bücher finden wirst, die sonst keinen Weg zu Dir gefunden hätten. :) :hex:

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Peregrin
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Re: was, wenn nicht Wicca?

#6

Beitrag von Peregrin » Do 10. Mai 2018, 11:43

Lhylyt hat geschrieben:
Do 10. Mai 2018, 09:34
Trotzen sprich Wicca mich extrem an und ich möchte diesem Glauben wirklich gerne folgen,
Um naturreligiös zu sein, muss man ja von niemandem eine Erlaubnis einholen oder Teil eines Covens sein. :girlie-oh-my-god:

Ich würde mich in einer ruhigen Minute mal hinsetzen und überlegen, was genau du dir wünscht, was genau dir wichtig ist, was deine Ziele sind.

Möchtest du Teil einer Gemeinschaft sein? Wenn ja, warum? (Sei ganz ehrlich zu dir.) Möchtest du das leben, was du bisher nur als richtig geahnt hast? Wie wichtig ist dir "Religion"? Würdest du nach ihr dein Leben ausrichten, z.B. deine Berufs- und Freundeswahl, deinen Wohnort? Und so weiter.

Nicht zu allem braucht man einen Coven. Und alle natürlichen Dinge brauchen Zeit zum wachsen. ;)

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<kranich>
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Re: was, wenn nicht Wicca?

#7

Beitrag von <kranich> » Do 10. Mai 2018, 14:50

<-Vorsicht nicht-Wicca Geschwafel ->

Ich mag ja Wicca, kenne inzwischen auch ein paar, und eine Initiation wäre für mich wahrscheinlich nicht unmöglich.
Ich bin dennoch kein Wicca, nicht mal "so was ähnliches", in was ich beinahe mal ini... aber das ist auch Nebensache.

Die Frage ist - was erwartest Du vom Wicca-Sein? Oder gehts dir nur darum, wie du deine Wicca-inspirierte Spiritualität nennen sollst?

Gehts vielleicht darum, das dich andere "Wicca" als solche akzeptieren? Das ist, IMHO, sinnlos.
Ein Katholik wird dich nicht als Katholiken akzeptieren, wenn du keine Ini...ääääähhhh... Taufe hinter dir hast.

Ich fühle mich von den Wicca, die ich kenne, auch ohne Initiation akzeptiert. Ich glaube sogar, nach meiner "Sowas-wie-Religion" hat mich noch nie jemand gefragt, oder?

Auf den Forentreffen spielt das kaum eine Rolle.

Klar bin ich bei den Wiccatreffen nicht dabei. Das wärst du aber (anscheinend?) auch nicht wenn du Wicca wärst.

P.S.: Auch ich habe mich schon mehrmals gefragt, ob ich mich um einen Coven bemühen soll, vor allem weil ich die Wicca, die ich kenne, sehr sympathisch finde. Ich denke von dem, was ich hier im Forum gelesen habe, ist das eher das Prozedere: Du lernst ein paar Wicca kennen, man mag sich gegenseitig, und irgendwann ist man Initiiert oder gar HP.

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Stadteule
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Re: was, wenn nicht Wicca?

#8

Beitrag von Stadteule » Do 10. Mai 2018, 15:58

<kranich> hat geschrieben:
Do 10. Mai 2018, 14:50
Ich fühle mich von den Wicca, die ich kenne, auch ohne Initiation akzeptiert. Ich glaube sogar, nach meiner "Sowas-wie-Religion" hat mich noch nie jemand gefragt, oder?
Ich zumindest nicht direkt, allerdings finde ich es eh viel interessanter, themembezogen von Menschen zu erfahren, wie ihre Ansichten und Glaubensinhalte sind und das passiert imo in vielen Diskussionen automatisch.
<kranich> hat geschrieben:
Do 10. Mai 2018, 14:50
Auf den Forentreffen spielt das kaum eine Rolle.
Wär' ja auch nochmal schöner :girlie-oh-my-god:

<kranich> hat geschrieben:
Do 10. Mai 2018, 14:50
Du lernst ein paar Wicca kennen, man mag sich gegenseitig, und irgendwann ist man Initiiert oder gar HP.
Genau. *Fupp* Wicca. :lachen: :lachen: :lachen:


LG, Stadteule
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Re: was, wenn nicht Wicca?

#9

Beitrag von <kranich> » Fr 11. Mai 2018, 08:16

Stadteule hat geschrieben:
Do 10. Mai 2018, 15:58
<kranich> hat geschrieben:
Do 10. Mai 2018, 14:50
Du lernst ein paar Wicca kennen, man mag sich gegenseitig, und irgendwann ist man Initiiert oder gar HP.
Genau. *Fupp* Wicca. :lachen: :lachen: :lachen:


LG, Stadteule
Ich weiß schon, das da mehr dazu gehört ;) :D

Denke allerdings, das es schwierig wird, wenn man

a.) keine Wicca persönlich kennt oder
b.) man sich gegenseitig nicht mag.

Jedenfalls würde das meiner Interpretation der Rede von "vollkommene Liebe & vollkommenes Vertrauen" widersprechen.
Aber wie gesagt - ich bin nur Wicca-belesen, vielleicht ist das ja alles ganz anders.

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Dennis
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Re: was, wenn nicht Wicca?

#10

Beitrag von Dennis » Fr 11. Mai 2018, 08:28

ich kenne einige, die ihren Weg als Wicca-orientiert, Wicca-angelehnt, oder vielleicht auch Wicca-inspiriert bezichnen. Wenn ich die dann Frage, wie die eigentlich darauf kommen, dann werden mir Bücher von Cunningham oder den Farrars oder Vivianne Crowley genannt als Begründung weil die Rituale so ansrechend waren. Dann sag ich ab und zu - und woher wilst du wissen, wie das intern wirklich gesehen bzw. gemacht wird wird?

Dann denken sie nochmal nach und haben oft eine andere (für mich zufriedenstellendere) Antwort zur Verfügung über die man weiter diskutieren kann

LG, Dennis
Zuletzt geändert von Dennis am Sa 12. Mai 2018, 07:54, insgesamt 1-mal geändert.

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