Alchemie/Spagyrik

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Sarf
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Alchemie/Spagyrik

#1

Beitrag von Sarf » Mo 20. Jun 2016, 20:24

Hallo an Alle! :rapzap:

Da vor einiger Zeit viele ihr Interesse an Alchemie bekundet haben, wollte ich mal in die Runde fragen, wie weit ihr euch schon mit der Materie beschäftigt habt und ob ihr schon versucht habt was herzustellen?!

Aktuell geht es mir um die spagyrischen/alchemistischen Planetenessenzen aus den entsprechenden Pflanzen. Ziel ist es darauf aufzubauen und andere Ausgangsmaterialien zu verwenden und wahrscheinlich auch etwas rumzuexperimentieren. In diesem Sinn interessieren mich vor allem eure Gedanken und Informationen zur Abtrennung und Reinigung der 3 Grundprinzipien.

Da ich diese Essenzen später selbst ausprobieren und in meiner magischen Arbeit nutzen möchte, müsste das ganze sicher und, möglichst, ungefährlich sein. :green:

LG
"Mit der Maid spiel im Dunkeln: manch Auge hat der Tag.
Das Schiff ist zum Segeln, der Schild zum Decken gut,
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Hekate
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Re: Alchemie/Spagyrik

#2

Beitrag von Hekate » Di 21. Jun 2016, 00:23

Sarf hat geschrieben:Hallo an Alle! :rapzap:

Da vor einiger Zeit viele ihr Interesse an Alchemie bekundet haben, wollte ich mal in die Runde fragen, wie weit ihr euch schon mit der Materie beschäftigt habt und ob ihr schon versucht habt was herzustellen?!


LG
Nur sehr oberflächlich.

Ich mochte Chemie schon in der Schule nicht.

Nein, noch nicht.
Das alles sind meine,
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Ich, sehe es so und meine es so.
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Lakeisha
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Re: Alchemie/Spagyrik

#3

Beitrag von Lakeisha » Di 21. Jun 2016, 09:30

Ähm.. ich hab da mal ne Frage, kann auch sein, daß ich völlig auf dem Holzweg laufe...:
Nur mal so eine Frage am Rande - Essenz.... Meinst Du Konzentratgewinnung oder geht es um
Phase der Sublimatio durchlaufen/d???
Kannst Du mir mal Deine Quelle nennen zu den "drei Grundprinzipien"? Evt. verstehe ich Dich dann besser....?

An Hekate
- ich zitiere mal aus einem Alchimie- Buch: "Die Magie liegt ....darin, sie zu kennen und sie sich ...zunutze zu machen. Nichts anderes ist die alchimistische Magie. Der Alchimist kann mit gewöhnlichen Handlungen außergewöhnliche Ergebnisse erzielen, weil er die in der Welt wirkenden Kräfte besser versteht als der Durchschnittsmensch... In der Antike und im Mittelalter waren Alchimie und Naturwissenschaften ein und dieselbe Disziplin...Konflikt der zur Trennung führte hatte mit Untersuchungsmethoden zu tun....Zu den Wissensfeldern der Alchimisten gehörten Meditiation, Traumdeutung, Visionen, Gespräche mit nichtkörperlichen Wesen....Alchimisten wollen die GANZE Welt sowohl in ihren materiellen als auch in ihren nicht-matereiellen Aspekten begreifen....Für Alchimisten führt die Veränderung des Äußeren stets über die Verwandlung des Inneren. ... Alchimie ist die praktische Anwendung dessen, was der Hermetiker sich zunächst verstandesmäßig erarbeitet hat.... Der praktizierende Magier ist derjenige, der die hermetischen Erkenntnisse der Nagelprobe der Machbarkeit unterzieht......"
Es lohnt sich, es heißt ja Alchimie und nicht nur... Chemie ;)

habe noch was gestöbert und folgendes gefunden (Wikipedia), kann man mal weiterlesen evt.....

"Die Alchemie (auch Alchymie oder Alchimie) ist ein alter Zweig der Naturphilosophie .......Neben einer theoretischen Komponente gab es einen praktischen Teil, der den sorgfältigen Umgang mit den Destillations-, Extraktions- und Sublimationsapparaturen voraussetzte. Im arabischen Raum war Rhazes ein typischer Vertreter der ausschließlich praktischen Orientierung der Alchemie....
Das Große Werk ist ein Begriff der mittelalterlichen europäischen Alchemie, der sich auf die erfolgreiche Umwandlung des Ausgangsstoffes in Gold oder auf die Schaffung des Steins der Weisen bezieht. Er wurde als Metapher für eine geistige Umwandlung in der Hermetischen Tradition verwendet. Der Weg zur Herstellung des Steins der Weisen oder auch Lapis Philosophorum verlief über vier, später drei Stufen, je nach Darstellung geht man sogar von sieben oder zwölf Stufen aus....
dieses unentwirrbare Netz aus Gedanken und Bildern ließ den Begründer der Analytischen Psychologie, Carl Gustav Jung, zu dem Schluss kommen, dass der Schritt von der Quarternität zur Trinität mit inneren und psychischen Gründen zu erklären sei. Nicht äußere oder praktische Prozesse wurden im Großen Werk beschrieben, sondern unbewusst innere Zusammenhänge in die Materie und Arbeitsweise hineinprojiziert. Dieser Ansatz entwickelte sich auch parallel zur praktischen Alchemie in der abendländischen Mystik. So sprach man bei den Rosenkreuzern von geistiger oder theoretischer Alchemie, die eine Vollendung des eigenen Menschen mit sich bringen sollte...."

Also - ich vertrete die Ansicht der abendländischen Mystik... kann also zu dem Thema "Herstellen"bzgl. Alchimie nix sagen... außer natürlich zur allgemeinen Extraktgewinnung vielleicht. Bin etwas verwirrt....
Mal hoffen, daß ich damit nicht zu den Außenseitern zähle...wollte aber diesen Aspekt mal nicht unerwähnt lassen.

Ganz lieben Gruß,
blessed be,
Lakeisha
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Und: :kaffee: ;)

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Re: Alchemie/Spagyrik

#4

Beitrag von Hekate » Di 21. Jun 2016, 12:19

An Hekate
- ich zitiere mal aus einem Alchimie- Buch: "Die Magie liegt ....darin, sie zu kennen und sie sich ...zunutze zu machen. Nichts anderes ist die alchimistische Magie. Der Alchimist kann mit gewöhnlichen Handlungen außergewöhnliche Ergebnisse erzielen, weil er die in der Welt wirkenden Kräfte besser versteht als der Durchschnittsmensch... In der Antike und im Mittelalter waren Alchimie und Naturwissenschaften ein und dieselbe Disziplin...Konflikt der zur Trennung führte hatte mit Untersuchungsmethoden zu tun....Zu den Wissensfeldern der Alchimisten gehörten Meditiation, Traumdeutung, Visionen, Gespräche mit nichtkörperlichen Wesen....Alchimisten wollen die GANZE Welt sowohl in ihren materiellen als auch in ihren nicht-matereiellen Aspekten begreifen....Für Alchimisten führt die Veränderung des Äußeren stets über die Verwandlung des Inneren. ... Alchimie ist die praktische Anwendung dessen, was der Hermetiker sich zunächst verstandesmäßig erarbeitet hat.... Der praktizierende Magier ist derjenige, der die hermetischen Erkenntnisse der Nagelprobe der Machbarkeit unterzieht......"
Es lohnt sich, es heißt ja Alchimie und nicht nur... Chemie
Und?

Und das soll heissen?

:hex: :feuer:

@Snarf
Da ich mit Essenzen arbeite, wäre ich eventuell an den Essenzen interessiert.

Eventuell als Vergleich von aussen.

Ausser dem, verwechelst du eventuell Tinktur mit Essenz?
Oder Destillat mit Essenz?

Gruss

Hekate
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Re: Alchemie/Spagyrik

#5

Beitrag von Lakeisha » Di 21. Jun 2016, 12:24

Liebe Hekate,

soll heißen, daß die Alchimie m.E. ein interessantes Themengebiet ist, womit es sich zu beschäftigen sicherlich lohnt, gerade für den Bereich Magie. Hat nicht nur was mit Chemie zu tun, ist für mich vieeeeel mehr als das, s. meine Zitate. Chemie habe ich auch nur so lange belegt (Schule), wie ich mußte...war nicht mein Lieblingsfach...

Gut, daß ich jetzt jemanden "kenne", den ich fragen kann, wenn mir mal wieder so ein Gebräu nicht gelingen will....

Ganz lieben Gruß,
blessed be,
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Re: Alchemie/Spagyrik

#6

Beitrag von Hekate » Di 21. Jun 2016, 12:35

Interessiert mich das?

:girlie-gfk:

Nein

:hex:
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Re: Alchemie/Spagyrik

#7

Beitrag von Sarf » Di 21. Jun 2016, 15:18

@Lakeisha
Es geht darum aus der Pflanze erst die einzelnen Prinzipe (Schwefel, Quecksilber und Salz) zu isolieren und sie anschließend zu einer Essenz zu vereinigen. Ich beziehe mich dabei vor allem auf die Schriften von Paracelsus. Das ganze folgt dem alchemistischen Prinzip, dass wir die Materie der Ausgangssubstanz erst zerlegen, reinigen und dann wieder vereinigen - man transmutiert und veredelt die Ausgangssubstanz.

Zu deinen Zitaten:
Ich bin auch der Ansicht, dass durch die alchemistische Arbeit eine gewisse innere, sogar transzendentale Erkenntnis erreicht wird, allerdings finde ich keine ursprüngliche Schriften (Primärquellen), die von Meditation (der sogenannten inneren Alchemie) berichten. Selbst in China entwickelte sich die innere Alchemie (Neidan) einige Jahrhunderte nach der äußeren Alchemie (Weidan). Einige neuzeitige Alchemisten gehen sogar so weit und behaupten, dass innere Alchemie aus dem Osten zu uns importiert wurde und dies erst in neuerer Zeit geschah (zusammen oder kurz vor den restlichen Lehren, wie etwa Chakren, Karma, ...). Falls du aber Quellen hast, die explizit von Methoden der inneren Alchemie berichten, würden mich diese sehr interessieren.

@Hekate
Nein, ich verwechsle nicht Tinktur/Destilat mit Essenz. Obgleich sowohl alkoholische Auszüge, wie auch Destilationen am Prozess beteiligt sind, erhält man nach der Verinigung eine Essenz. Das Destilat bzw. Tinktur sind nur Teile bzw. Zwischenschritte.
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Re: Alchemie/Spagyrik

#8

Beitrag von Ashar Starchild » Di 21. Jun 2016, 15:18

Hi *mich nur mal ganz kurz einschalte*
Lakeisha hat geschrieben:So sprach man bei den Rosenkreuzern von geistiger oder theoretischer Alchemie, die eine Vollendung des eigenen Menschen mit sich bringen sollte...."
und spricht man auch heutzutage noch:
Mentale Alchemie
Die Metamorphose des Geistes
dieses Buch schrieb der damalige Imperator des AMORC, des Alten Mystischen Ordens vom Rosenkreuz, Ralph M. Lewis
Unter Alchemie versteht man im Allgemeinen die geheimnisvolle Kunst, deren Blüte zwischen dem späten Mittelalter und dem 17. Jahrhundert anzusetzen ist. Ihre Jünger - und das waren oft die bedeutendsten Köpfe ihrer Zeit - bemühten sich, aus unedlen Metallen edles Gold herzustellen, oder man versuchte - wie der weitaus größere Teil der Anhänger dieser Kunst -, den "Stein der Weisen" zu finden. Beides sind Symbole personaler und geistiger Reife und Erkenntnis. Der Mensch erfährt im Laufe seines Lebens, dass seine objektiven Sinne ihn ganz gewaltig täuschen können. Was einst wirklich schien, kann sich später als falsch entpuppen. Wie aber stellen wir fest, dass eine Sinneserfahrung nicht richtig war? Doch nur durch eine andere, spätere Erfahrung, die den Tatsachen besser zu entsprechen scheint als eine frühere. Es sind eine Reihe von vielfältigen Fragen des geistigen Lebens, zu denen der Autor von Mentale Alchemie Stellung bezieht.
LG Schneewölfin
"Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst." Jalal Ad Din Rumi

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Re: Alchemie/Spagyrik

#9

Beitrag von Lakeisha » Mi 22. Jun 2016, 09:51

Hallo Ihr Lieben,

sorry Hekate - das wußte ich nicht. Habe da wohl zu viel gedacht, weil Du hier so fleißig mitschreibst ;) O.k., lasse Dich mit Vorschlägen in Ruhe :)
Schneewoelfin hat geschrieben:Mentale Alchemie
Die Metamorphose des Geistes
dieses Buch schrieb der damalige Imperator des AMORC, des Alten Mystischen Ordens vom Rosenkreuz, Ralph M. Lewis

Unter Alchemie versteht man im Allgemeinen die geheimnisvolle Kunst, deren Blüte zwischen dem späten Mittelalter und dem 17. Jahrhundert anzusetzen ist. Ihre Jünger - und das waren oft die bedeutendsten Köpfe ihrer Zeit - bemühten sich, aus unedlen Metallen edles Gold herzustellen, oder man versuchte - wie der weitaus größere Teil der Anhänger dieser Kunst -, den "Stein der Weisen" zu finden. Beides sind Symbole personaler und geistiger Reife und Erkenntnis. Der Mensch erfährt im Laufe seines Lebens, dass seine objektiven Sinne ihn ganz gewaltig täuschen können. Was einst wirklich schien, kann sich später als falsch entpuppen. Wie aber stellen wir fest, dass eine Sinneserfahrung nicht richtig war? Doch nur durch eine andere, spätere Erfahrung, die den Tatsachen besser zu entsprechen scheint als eine frühere. Es sind eine Reihe von vielfältigen Fragen des geistigen Lebens, zu denen der Autor von Mentale Alchemie Stellung bezieht.
Ja, damit gehe ich sehr konform und daher paßt auch:
Sarf hat geschrieben:Es geht darum aus der Pflanze erst die einzelnen Prinzipe (Schwefel, Quecksilber und Salz) zu isolieren und sie anschließend zu einer Essenz zu vereinigen. Ich beziehe mich dabei vor allem auf die Schriften von Paracelsus. Das ganze folgt dem alchemistischen Prinzip, dass wir die Materie der Ausgangssubstanz erst zerlegen, reinigen und dann wieder vereinigen - man transmutiert und veredelt die Ausgangssubstanz.
Transformieren... als Stichwort ist ein Ansatzpunkt.

Meine Quelle, auf welche ich mich bezog, poste ich Dir in PN.

Ganz liebe Grüße,
blessed be,
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Und: :kaffee: ;)

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