Magische Misteln

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Öpfelbaum
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Re: Magische Misteln

#11

Beitrag von Öpfelbaum » Mi 24. Jan 2018, 13:54

Danke fürs nochmalige Nachfragen! Jetzt habe ich mein Büchergestell durchsucht und von Marlis Bader „Räuchern mit heimischen Kräutern“ gefunden. Es war mir nicht mehr präsent, da ich einige Jahre praktisch nicht mehr geräuchert und erst seit zwei Jahren langsam wieder damit angefangen habe. Und bei deiner ersten Frage habe ich gar nicht richtig überlegt, so von wegen Neuling und Anfänger und überhaupt ... :aufkopf:

Ich fasse aus dem Buch zusammen und hoffe, es ist in Ordnung so.
Falls nicht, mir bitte mitteilen, dann ändere ich gerne meinen Post.

Das Buch enthält von Plinius die Beschreibung des Mistelritus der Gallier, das überspringe ich mal :)
Aber, da du sie auf dem Boden gefunden hast:
Wenn ich das richtig lese, habe die Gallier geglaubt, die Mistel sei eine Art himmlisches Wesen, da sie nicht in der Erde verwurzelt ist, und wenn sie mit der Erde in Berührung komme, verliere sie einen Teil dieser Himmelsenergie

Des Weiteren:
Pflanze der Wintersonnenwende, Gold als Farbe und Metall sind ihr nahe
Sie wächst „gegen die Zeit“, da Früchte im Winter

Aberglauben:
Die Mistel eigenet sich zum Finden und Öffnen von Schätzen
Sie wächst dort, wo sich Hexen von ihren Flügen ausruhen

Misteln wachsen gerne auf Bäumen, die an schwierigen Orten stehen (vermehrte Erdstrahlung, Wasseraderkreuzungen oder kosmische Strahlungsfelder)
Sie hat eine hohe Eigenschwingung und nimmt zusätzlich die Essenz des Baumes auf, auf dem sie wächst. Wichtig für Heilwirkung

Planetenkräfte Mond und Saturn
Voll- oder Neumondnacht, Samhain
Wurde früher als „Tarnkappe“ benutzt

Räuchern, alle Teile
Kann negative Schwingungen aufnehmen und wandeln
Kann langsame, träge Schwingungen in schnellere, höhere transformieren
Starke schützende Kraft und die Möglichkeit, Licht zu mehren
Öffnet zum Unbewussten, um Licht hineinzubringen und zu erhellen
Hilft Traumbilder besser zu verstehen und Bilder zu deuten

Passende Kräuter zum Mischen
Beifuss, Wacholder, Eisenkraut, Mädesüss, Fichtenharz

Ernte
Herbst bis Frühjahr, alle Teile


Berichte doch bitte, wenn du geräuchert hast! Das würde mich interessieren :)

Die einzige Mistel, die ich momentan kenne, wächst an einer extrem befahrenen Hauptstrasse... da komm ich glaub nicht unauffällig dran :keule: Mist! :)

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Peregrin
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Re: Magische Misteln

#12

Beitrag von Peregrin » Mi 24. Jan 2018, 14:42

Öpfelbaum hat geschrieben:
Mi 24. Jan 2018, 13:54
Aber, da du sie auf dem Boden gefunden hast:
Wenn ich das richtig lese, habe die Gallier geglaubt, die Mistel sei eine Art himmlisches Wesen, da sie nicht in der Erde verwurzelt ist, und wenn sie mit der Erde in Berührung komme, verliere sie einen Teil dieser Himmelsenergie
Darauf bezog ich mich mit meiner entsprechenden Anmerkung. :thumbup:

Bei der Ernte hat Sturm Friederike ziemlich geholfen, ich habe schon einige Büschel aufklauben können. :)

Aporopos Mistel: An anderer Stelle wird gerade diskutiert, wie absurd die Leute die Rolle der Mistel bei Balders Tod finden: Mit dem "Salat" könne man doch niemanden töten!
Sie meinen, dass käme daher, dass es in Island keine Misteln gegeben hätte, und dass sie darum für Snorri ein unbekanntes magisches Gewächs gewesen sei - irgendeine fiktive Wunderpflanze.

Abgesehen davon, dass ich meine, dass die Leute den Mythos da viel zu wörtlich nehmen, vergessen die auch einen wichtigen Teil der Mistel: die Wurzel in den Ästen des Wirtsbaumes. Daraus könnte man je nach Alter, Wuchs und Wirtsbaumart durchaus einen Pfeil schnitzen.

Zudem war Island nicht immer waldfrei. Im Gegenteil, der war recht groß und wurde erst zwischen Landnahme und Mittelalter durch Holzwirtschaft und Weidetiere zerstört.
Silence is the language of God, all else is poor translation. — Rumi

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Hagezorn
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Re: Magische Misteln

#13

Beitrag von Hagezorn » Mi 24. Jan 2018, 17:18

https://www.gesund-durch.de/die-mistelt ... mstritten/
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilve ... erapie.php
da unsere Patienten sich das als Präperat selbst spritzen.....hier ein paar Infolinks.
Ehrlich,ich würde sie als Deko nutzen.
Hat kaum Nebenwirkungen und sieht auf dem Altar stark aus.
Menschen brauchen einen Glauben,sonst hätte Ihre Existenz keinen Sinn....

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atemkristall
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Re: Magische Misteln

#14

Beitrag von atemkristall » Mi 24. Jan 2018, 18:18

Hagezorn hat geschrieben:
Mi 24. Jan 2018, 17:18
https://www.gesund-durch.de/die-mistelt ... mstritten/
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilve ... erapie.php
da unsere Patienten sich das als Präperat selbst spritzen.....hier ein paar Infolinks.
Ehrlich,ich würde sie als Deko nutzen.
Hat kaum Nebenwirkungen und sieht auf dem Altar stark aus.
Als Dekorum nutze ich sie bereits. Sieht wirklich gut aus.
Beste Grüße vom
atemkristall

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Rafael_Chiron
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Re: Magische Misteln

#15

Beitrag von Rafael_Chiron » Mi 24. Jan 2018, 21:23

Öpfelbaum hat geschrieben:
Mi 24. Jan 2018, 13:54
Misteln wachsen gerne auf Bäumen, die an schwierigen Orten stehen (vermehrte Erdstrahlung, Wasseraderkreuzungen oder kosmische Strahlungsfelder)
Sie hat eine hohe Eigenschwingung und nimmt zusätzlich die Essenz des Baumes auf, auf dem sie wächst. Wichtig für Heilwirkung
...dass Misteln an solchen Orten wachsen, konnte ich auch schon beobachten (Siehe auch den Thread: Kraftnehmender Ort?). Oftmals kann man an Bäumen, die vermehrter Erdstrahlung oder Wasseradern ausgesetzt sind, Wucherungen, "Beulen" oder andere Verkrüppelungen sehen. Da Misteln bevorzugt an solchen Bäumen wachsen, entstand auch die Assoziation zu tumorartigen Erkrankungen.
Öpfelbaum hat geschrieben:
Mi 24. Jan 2018, 13:54
Planetenkräfte Mond und Saturn
Dabei modifizieren sich die Planetenkräfte, je nachdem auf welcher Baumart die Misteln wachsen. Eichenmisteln (Jupiter) sind äußerst selten, Misteln auf Obstbäumen oder Birken häufiger. Daher kommt auch die antroposophische Medizin auf die Idee, die Apfelmistel (Venus!) bei gynäkologischen Tumoren (=Schwellungen!) einzusetzen.

:liebegrüße: Rafael Chiron
Zuletzt geändert von Rafael_Chiron am Mi 24. Jan 2018, 22:51, insgesamt 1-mal geändert.

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FreieAtem
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Re: Magische Misteln

#16

Beitrag von FreieAtem » Mi 24. Jan 2018, 22:17

Hallo Atemkristall,

dass die Mistel ihre magische Wirkung verliehrt, wenn sie den Boden berührt kenne ich vom Hörensagen: Ein Himmelsgewächs, desen Zauber darin liegt, die Erde nie berührt zu haben. Aufgehängt soll sie ein magischer Schutz z.B. für Haus und Wohngung sein.
Hier in der Gegend gibt es ausserdem den Glauben, dass ein Kuss unterm Mistelzweig zu einer dauerhaften und glücklichen Liebe bzw. Beziehung führt :) .
Daher würde ich sie wohl magisch auch ähnlich einsetzten - als etwas Liebe und Verbindung stärkendes (ausprobiert habe ich das aber nicht, darum ohne Gewähr).

Sie wächst übrigens extrem langsam, treibt erst nach 2 Jahren das erste mal aus und wird bis zu 30 Jahre alt.
Ich würde daher nicht wie eine Wilde drauflos ernten (da schneidet man ja immer Jahre langes Wachstum ab!) ... und nur an Stellen, wo es viele Misteln gibt und mit dieser dann auch sorgsam umgehen.

http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/0 ... istel.html

LG FreieAtem
... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben ...

- Hermann Hesse aus Stufen -

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Re: Magische Misteln

#17

Beitrag von Smalltown Witch » Sa 27. Jan 2018, 20:17

Hey,

Misteltee finde ich allgemein stärkend und beruhigend, aber der Kaltauszug sollte echt nich zu lange ziehen lassen, sonst wird er schleimig und schmeckt entsprechend. Wenn er korrekt zieht, schmeckt der Kaltauszug durchaus gut, also keine Sorge.
Die Räucherung empfand ich als erdend und ebenfalls beruhigend, sie hatte bei mir den Effekt, dass ich mich irgendwie beschützt fühlte.
"Wir nehmen etwas Anlauf und machen einen Satz so groß wie New York
und schöner als die Sonne zum Geschenk
Einen Satz mit nur zwei Worten:
Ende Neu"

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Re: Magische Misteln

#18

Beitrag von Ashar Starchild » Sa 27. Jan 2018, 21:48

hi,

zur Mythologie:
habe gerade nochmal Tante Google befragt und finde im Wiki, dass Misteln in sub/-tropischen und gemässigten Zonen verbreitet sind, was wiederum zu dem passt, was ich mal vor ca 30 J aufgeschnappt habe, bzgl Druidentum und Misteln:
es wurde berichtet, dass "damals" als die ursprünglichen Indogermanen - Arya (nicht mit dem rechten Gesocks zu verwechseln, denn sie stammten ja aus Zentralasien) einen Krieg gegen aus dem Süden kommende Invasoren führten. Die Arya waren kurz davor, den Krieg zu verlieren, weil sie an einer unerklärlichen Schwäche litten. Dann hatte ein weiser Mann,Heiler einen Traum in dem eine Mistel eine grosse Rolle spielte, so braute er einen (Zauber-)Trank daraus, die Krieger bekamen ihre Kraft zurück und die Arya gewannen. Dann zogen sie weiter

Etymologisch wird der Begriff Druide auf griechische und indogermanische Wurzeln zurückgeführt, was ja sowohl zu den Arya, als auch den Kelten passte: denn zB die Galater (zB Galatasaray = das Schloss/die Burg der Galater im heutigen Istanbul und der Name eines Fussballclubs ebenda) waren ebenfalls ein keltischer Stamm

hier noch was zur hexischen Verwendung der Mistel von der Lucky Mojo Seite (habs einfach mal durch den Translator übersetzen lassen und etwas redaktionell bearbeitet):
Mistel hat zwei Hauptnutzungen: Auf der einen Seite kann es mit Zauberspruch-brechenden Kräutern wie Raute (Anmerkung von mir: hier kann sowohl Peganum Harmala, als auch Weinraute gemeint sein) und Eichenholz(späne) kombiniert und verbrannt werden, um das Böse fernzuhalten, und auf der anderen Seite wird es bei der Herstellung von Liebeszauber und Beutel verwendet Pulver. In keinem Fall spielt es die Hauptrolle, aber es ist eine gute Ergänzung zu Mojo-Taschen für die Liebe. Wenn Mistel mit Verbena und Alant vermischt wird und die Mischung fein gepudert wird, wird das Ergebnis manchmal True Love Powder genannt. Seine Wirksamkeit in der Liebesarbeit wird auch durch die Gewohnheit des Küssens unter einem frisch-geschnittenem Mistelzweig bezeugt, um seine Liebe in den Winterferien zu versiegeln. Mistel ist eine giftige, giftige Pflanze, und sollte niemals innerlich eingenommen werden.
http://www.luckymojo.com/mojocatherbs.html#Herbs-M

LG Schnee
"Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst." Jalal Ad Din Rumi

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