Verbote einiger Kräuter

dissidentin

Re: Verbote einiger Kräuter

#21

Beitrag von dissidentin » Di 11. Okt 2016, 21:13

Lakeisha hat geschrieben: Möchte keinem in seine Verantwortung reinreden - das steht mir auch gar nicht zu. Möchte nur zum Nachdenken anregen.
Danke, daß Ihr so viel Geduld habt und mir als Zweifler immer so offene und ehrliche Antworten gebt.
ich finds schon gut, dass du dich kritisch äußerst, quasi als "stimme der vernunft".
über das pro und contra kommt man letztendlich ja auf nen einigermaßen gleichgewichtigen konsens.

eins der herausragenden zitate aus "fear and loathing in las vegas" war:
"man kann einem freund den rücken zudrehen, aber niemals einer droge"

da gings allerdings um den exzess...

ein weiteres herausragendes zitat von paracelsus ist:
„alle dinge sind gift, und nichts ist ohne gift; allein die dosis machts, daß ein ding kein gift sei."

und das ist der springende punkt bei der diskussion, find ich.

es ist auch möglich "vernünftig" zu konsumieren, also nicht zu übertreiben und dadurch einen absturz zu riskieren, aber auch nicht völlig verzichten zu müssen. die dosis machts eben aus.

körper und geist sind da sehr sensibel, wenn etwas zu viel ist, schicken diese unmissverständliche signale. auf die muss man einfach hören, auch wenn die genusssucht lauter schreit.
trockene alkoholiker bestätigen bspw., dass es ihnen vollkommen bewusst war, ab wann sie die schwelle zur sucht überschritten hatten.

dadurch dass der konsum und damit auch die sucht in unserer gesellschaft so stark tabuisiert sind, ist es fast unmöglich eine adäquate aufklärung an den start zu bringen.
aufklärung ist aber nicht tabuisierung und auch nicht übertreibung und panikmache, sondern eben eine realistische auseinandersetzung über das für und wider.
außerdem bringt es auch nix uns die eigenverantwortung hier abzunehmen, denn, und dazu gibts noch ein nettes zitat von wolf biermann, "was verboten ist, das macht uns grade scharf"...

eine legalisierung würde kinder und jugendliche besser schützen, da der schwarzmarkt geschwächt würde und die substanzen einer qualitätskontrolle unterliegen.
aber das ist ja schon von mehreren usern hier erläutert worden.

dazu gibts auch ein interessantes buch namens "neue wege in der drogenpolitik".
ist schon ein älteres buch, aber inhaltlich immer noch aktuell. hier kommen fachleute zu wort, u.a. auch ärzte und jugendrichter, und nehmen stellung zur sinnlosigkeit der prohibition.
gerade in fachkreisen wird die illegalisierung kritisch gesehen, die politik ist quasi noch die letzte bastion, die die argumente ignoriert. politiker sind allerdings keine fachleute.

jeder fünfzehnjährige hat bspw. mehr plan von der materie als die aktuelle bundesdrogenbeauftragte frau mortler, die nicht mal die gesetzeslage der europäischen nachbarn kennt.
ihr lieblingsargument ist, es ist nicht erlaubt, weil es verboten ist...

hier ein beweis ihrer geballten inkompetenz

https://www.youtube.com/watch?v=z4xqi6XZKEk

https://www.youtube.com/watch?v=OjEpatXrBy8

man muss sich fast schon berauschen, um damit klar zu kommen, dass eine solche pfeife bundesweit was zu sagen hat. ^^

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Re: Verbote einiger Kräuter

#22

Beitrag von Stadteule » Mi 12. Okt 2016, 08:51

dissidentin hat geschrieben:du hast als lieblingsgetränke in deinem profil u.a. whisky und met drin stehen. du wärst also auch dafür, diese zu verbieten, da sie zu den harten drogen gehören und der staat für uns unmündige bürger somit die sorgfaltspflicht inne zu haben hat, uns den konsum verbieten zu müssen?

ich sehe mich als eigenverantwortlich genug an, selbst bestimmen zu können, was ich meinem körper und geist zufüge und was nicht. würde man alles verbieten wollen, was schaden kann, müsste der großteil der supermarktregale leer sein, da zucker genauso schädlich sein kann wie thc (wenn nicht langfristig sogar mehr)...
Ich finde, Du ziehst Deine Rückschlüsse etwas vorschnell ;)
Nein, ich bin nicht dafür Alkohol und andere weiche Drogen zu verbieten. Ich sehe nur einen Mangel an Logik in den Entscheidungen, was verboten wird. Generell bin ich eher dafür, dass Drogen kontrolliert abgegeben werden, z.B. in Apotheken, als dass sie illegalisiert werden, da ich denke, dass die vollständige Illegalisierung Probleme eher erhöht, als sie zu senken.
Aber ich sehe bei unserem Staatsgefüge eben auch die Sinnhaftigkeit darin, harte Drogen nicht einfach frei zu geben, denn die harte Realität zeigt nunmal, dass eine menge Menschen damit nicht umgehen können. Alkohol ist keine harte Droge, das zeigt sich alleine darin, dass ein Großteil der erwachsenen Menschen in Deutschland Alkohol konsumiert, aber der Prozentsatz der behandlungsrelevanten Alkoholkranken im einstelligen Bereich liegt - von Heroin werden dagegen zwischen 70% und 80% der Konsumenten abhängig. Das ist eine harte Droge, auch wenn das Beispiel etwas hinkt, weil Heroin keine zeitgemäße Droge mehr ist.

Nur: um auf das Ausgangsthema zurück zu kehren: es ist ein Unterschied, ob Pflanzen/Kräuter verboten werden oder der Konsum giftiger Substanzen und beim Verbot von Kräutern etc. spielte in den letzten Jahren meiner Ansicht nach nicht nur der gesundheitliche Aspekt eine Rolle, sondern auch wirtschaftliche Aspekte.


LG, Stadteule
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Re: Verbote einiger Kräuter

#23

Beitrag von Rotfuchs » Mi 12. Okt 2016, 08:56

dissidentin hat geschrieben: jeder fünfzehnjährige hat bspw. mehr plan von der materie als die aktuelle bundesdrogenbeauftragte frau mortler, die nicht mal die gesetzeslage der europäischen nachbarn kennt.
ihr lieblingsargument ist, es ist nicht erlaubt, weil es verboten ist...

(...)

man muss sich fast schon berauschen, um damit klar zu kommen, dass eine solche pfeife bundesweit was zu sagen hat. ^^
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Re: Verbote einiger Kräuter

#24

Beitrag von Waldgefühl » Mi 12. Okt 2016, 09:04

Rotfuchs hat geschrieben:Wie inkompetent muss man eigentlich sein um regieren zu dürfen? :D
Da fällt mir direkt ein Komiker ein, der mal bei Nightwash eine Show gemacht hat, in der er Klaus Kinski nachmachte.

Freies Zitat: "An der Schauspielschule dachte ich noch. Diejenigen kriegen die Rolle, die am besten Spielen können. Heute weiß ich, derjenige bekommt die Rolle, der am besten schleimen kann. Sonst würde man nicht immer die gleichen Hackfressen im TV sehen."

Ist mit dem Regieren vermutlich ähnlich. Wer am meisten Ärsche küßt, macht in seiner Partei Karriere. *G*

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Re: Verbote einiger Kräuter

#25

Beitrag von Lakeisha » Mi 12. Okt 2016, 10:21

Hallo Ihr Lieben, liebe dissidentin,

da gehe ich vollkommen konform - die Dosis macht das Gift. Gibt ja auch etliche giftige Substanzen, die in der Medizin erfolgreich eingesetzt werden (Schlangengift, Fingerhut...).

Politik und Vernunft - :socool: paßt das überhaupt zusammen? :girlie-mundzu: ;)
Wenn ich so an Trump denke :würg: Mögen wir vor ihm bewahrt und beschützt sein!

Ganz liebe Grüße,
blessed be,
Lakeisha
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Und: :kaffee: ;)

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Re: Verbote einiger Kräuter

#26

Beitrag von dissidentin » Mi 12. Okt 2016, 11:24

Lakeisha hat geschrieben:Politik und Vernunft - :socool: paßt das überhaupt zusammen? :girlie-mundzu: ;)
Guckt man sich die Praxis an, ist das eher ein Widerspruch in sich...
Rotfuchs hat geschrieben:Terence McKenna hat mal gefragt: "why are we led by the least among us?"
Bei Frau mortler Frage ich mich das auch jedes Mal. Wie inkompetent muss man eigentlich sein um regieren zu dürfen? :D
Schon. diese Frau ist einfach unglaublich...

Ihre "Arbeit" wär ja fast lustig als Realsatire, hätte sie nicht so nen Haufen Drogentoter auf dem Gewissen, weil sie es nicht auf die Reihe bekommt, geschützte Räume zur Verfügung zu stellen bzw. zumindest dafür zu sorgen, dass die Süchtigen Anlaufstellen in der Nähe haben, wenn mal was passiert. Sie ist die Ursache, dass die Zahl der Drogentoten nach Jahren wieder stieg und das um ein Fünftel.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 80878.html

Alleine bei uns in Nürnberg, also einer Stadt in ihrem direkten Wohnumfeld (Lauf ist vielleicht zwanzig KM entfernt), vertreiben sie jetzt die Junkies vom Hauptbahnhof, dass die Touristen nicht gestört werden durch den Belag auf dem falschen Hochglanz unseres schmucken Städtchens.

Die Junkies müssen dort aber sein, um schnell zur Drogenhilfe "Mudra" zu gelangen, wenn mal was sein sollte, weil ihnen dort geholfen werden kann.

Die Junkies weichen nun in die Südstadt aus, in der es eh schon soziale Probleme gibt, und dort haben sie auch keine Anlaufstelle, die sie auffangen kann. Das wird alleine in unserer Stadt nochmal ein paar Leuten mehr pro Jahr das Leben kosten.

Frau Mortler wird ja sogar im Bundestag ausgelacht nach ihren Reden.

Auch wenn das nur Leute aus Oppositionsparteien sein sollten, was angezweifelt werden kann, bekommt sie auch keinen Beifall ihrer eigenen "Genossen".

https://www.youtube.com/watch?v=il3frqtxHro

Wie man dieser Landwirtin ne Ahnung urbaner Konsum- und Versorgungsmechanismen unterstellen kann, bleibt wahrscheinlich für ewig ein Rätsel.

Ihr als gläubige Christin fällt nur das vorgehaltene Kreuz ein, um den bösen Belzebub "Rauschdroge" zu bekämpfen und das ist kein Witz! Das macht sie ernsthaft so, weil sie den Zitat: "Himmel" einfach vorzieht. Naiver gehts echt nicht mehr.

Wahrscheinlich dachte man sich, da könne sie eh nicht viel falsch machen, weil sich für die abgestürzten Junkies ja nur abgestürzte Junkies interessieren, und hat sie in dem Bereich einfach abgestellt.

Aber ich hör jetzt lieber auf, mich darüber auszulassen, sonst schnalzt mein Adrenalinspiegel hoch, wenn ich zu arg darüber nachdenke...
Stadteule hat geschrieben: Aber ich sehe bei unserem Staatsgefüge eben auch die Sinnhaftigkeit darin, harte Drogen nicht einfach frei zu geben, denn die harte Realität zeigt nunmal, dass eine menge Menschen damit nicht umgehen können. Alkohol ist keine harte Droge, das zeigt sich alleine darin, dass ein Großteil der erwachsenen Menschen in Deutschland Alkohol konsumiert, aber der Prozentsatz der behandlungsrelevanten Alkoholkranken im einstelligen Bereich liegt - von Heroin werden dagegen zwischen 70% und 80% der Konsumenten abhängig. Das ist eine harte Droge, auch wenn das Beispiel etwas hinkt, weil Heroin keine zeitgemäße Droge mehr ist.
Alkohol ist auf Platz 1 der harten Drogen, hier das Ranking. In dieser Studie wurden nicht nur die gesundheitlichen Folgen, sondern auch die sozialen Folgen und die Gefährdung für andere untersucht.

http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1053306

Gerade an deinem Beispiel Alkohol sieht man also, dass der Großteil der Menschen vernünftig auch mit gewissen harten Drogen umgehen kann. Ich glaube kaum, dass bei einer Legalisierung Heroin als Lieblingsdroge avancieren würde, eben wegen der Gefährlichkeit.

Ich glaube auch, dass Heroin wesentlich massivere Suchtprobleme mit sich bringt, allerdings steigt ja nur ein geringer Bruchteil der Konsumenten illegaler Drogen auf Heroin ein, sodass die Einstiegsdrogentheorie, fast jeder Kiffer werde irgendwann zum Heroinjunkie, eigentlich schon längst ins Reich des Absurden verdammt hätte werden müssen.

Ich hoff nur, dass die Kids heutzutage nicht mehr so aufgeklärt werden, zu meiner Zeit war das noch so.

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Re: Verbote einiger Kräuter

#27

Beitrag von Rotfuchs » Mi 12. Okt 2016, 18:33

Stadteule hat geschrieben: Nur: um auf das Ausgangsthema zurück zu kehren: es ist ein Unterschied, ob Pflanzen/Kräuter verboten werden oder der Konsum giftiger Substanzen und beim Verbot von Kräutern etc. spielte in den letzten Jahren meiner Ansicht nach nicht nur der gesundheitliche Aspekt eine Rolle, sondern auch wirtschaftliche Aspekte.
(..)
Von welchen Kräutern ist eigentlich genau die rede?
Also bei Hanf, Schlafmohn oder Aztekensalbei geht es ja um Rauschmittel..
(also keine Kritik, ich bin gerade wirklich nicht so im Bilde und meine Internetrecherche hat gerade nicht so viel hergegeben)

Und dieses EU-Weite Verbot von bestimmten Heilkräutern war ja eher ein Hoax als eine Tatsache.
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Re: Verbote einiger Kräuter

#28

Beitrag von Stadteule » Mi 12. Okt 2016, 22:27

dissidentin hat geschrieben:Alkohol ist auf Platz 1 der harten Drogen, hier das Ranking. In dieser Studie wurden nicht nur die gesundheitlichen Folgen, sondern auch die sozialen Folgen und die Gefährdung für andere untersucht.

http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1053306

Gerade an deinem Beispiel Alkohol sieht man also, dass der Großteil der Menschen vernünftig auch mit gewissen harten Drogen umgehen kann. Ich glaube kaum, dass bei einer Legalisierung Heroin als Lieblingsdroge avancieren würde, eben wegen der Gefährlichkeit.

Ich glaube auch, dass Heroin wesentlich massivere Suchtprobleme mit sich bringt, allerdings steigt ja nur ein geringer Bruchteil der Konsumenten illegaler Drogen auf Heroin ein, sodass die Einstiegsdrogentheorie, fast jeder Kiffer werde irgendwann zum Heroinjunkie, eigentlich schon längst ins Reich des Absurden verdammt hätte werden müssen.

Ich hoff nur, dass die Kids heutzutage nicht mehr so aufgeklärt werden, zu meiner Zeit war das noch so.
Abgesehen davon, dass diese Studie Alkohol nicht als Platz 1 der harten Drogen einstuft, sondern als schädlichste Droge, verlinkst Du hier eine Studie, kein gültiges Ranking. Und zur Begrifflichkeit "harte" und "weiche" Drogen gibt es meines Wissens nach auch kein offizielles Ranking, sondern verschiedene Kriterien, nach denen (unterschiedlich) beurteilt wird. Schädlichkeit ist eines der Kriterien, aber eben nur eines.
Ich nehme aber zur Kenntnis, dass Du selbst Alkohol als harte Droge einstufst, was ja in Ordnung ist.
Rotfuchs hat geschrieben:Von welchen Kräutern ist eigentlich genau die rede?
Also bei Hanf, Schlafmohn oder Aztekensalbei geht es ja um Rauschmittel..
(also keine Kritik, ich bin gerade wirklich nicht so im Bilde und meine Internetrecherche hat gerade nicht so viel hergegeben)

Und dieses EU-Weite Verbot von bestimmten Heilkräutern war ja eher ein Hoax als eine Tatsache.
Von dem EU-Verbots-Gerücht habe ich gar nicht geredet, obwohl das viel Aufsehen erregt hat. Ich nehme a, dass das mit der Novel-Food-Verordnung zusammenhing, obwohl es diese schon länger gibt.
Mir selbst ist einfach nur aufgefallen, dass man seit ein paar Jahren z.B. Betel als Zierpflanze nicht mehr bekommt (ja, irgenwo kaut jemand diese Nüsse) und Weinraute bekommt man nur noch eingeschränkt, mit Salvia Divinorum ist der Handel verboten, Alkanna wird nicht mehr verkauft. Bei Betel finde ich es zwar irgendwie noch nachvollziehbar, bei Salvia Divinorum und Weinraute aber nicht. Alkanna ist als potentiell kanzerogen eingestuft worden, obwohl ich die Relevanz in der konkrete Anwendung als Färbemittel eher nicht aus den entsprechenden Studien ableiten kann. Das sind jetzt nur die drei Beispiele "aus meinem Leben".


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Re: Verbote einiger Kräuter

#29

Beitrag von Rotfuchs » Mi 12. Okt 2016, 22:35

Stadteule hat geschrieben:Von dem EU-Verbots-Gerücht habe ich gar nicht geredet, obwohl das viel Aufsehen erregt hat. Ich nehme a, dass das mit der Novel-Food-Verordnung zusammenhing, obwohl es diese schon länger gibt.
Mir selbst ist einfach nur aufgefallen, dass man seit ein paar Jahren z.B. Betel als Zierpflanze nicht mehr bekommt (ja, irgenwo kaut jemand diese Nüsse) und Weinraute bekommt man nur noch schwer, mit Salvia Divinorum ist der Handel verboten, Alkanna wird nicht mehr verkauft. Bei Betel finde ich es zwar irgendwie noch nachvollziehbar, bei Salvia Divinorum und Weinraute aber nicht. Alkanna ist als potentiell kanzerogen eingestuft worden, obwohl ich die Relevanz in der konkrete Anwendung als Färbemittel eher nicht aus den entsprechenden Studien ableiten kann. Das sind jetzt nur die drei Beispiele "aus meinem Leben".
Oh! Das habe ich blöd formuliert. Ich wollte dir nicht unterstellen dass du das gemeint hättest. Wollte ich nur allgemein mal in den Raum geworfen haben, da sich dieses Gerücht ja hartnäckig hält.
Besten Dank für die Aufklärung.

Bei Salvia Divinorum/Azteken-Salbei ist es ja tatsächlich eine sehr seltsame Angelegenheit. Die Pflanze ist verboten, der Halluzinogene Wirkstoff Salvinorin A der darin enthalten ist aber nicht.
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Re: Verbote einiger Kräuter

#30

Beitrag von Stadteule » Mi 12. Okt 2016, 23:40

Rotfuchs hat geschrieben:Oh! Das habe ich blöd formuliert. Ich wollte dir nicht unterstellen dass du das gemeint hättest. Wollte ich nur allgemein mal in den Raum geworfen haben, da sich dieses Gerücht ja hartnäckig hält.
Besten Dank für die Aufklärung.
Alles gut, ich habe das auch nicht so aufgefasst :)
Rotfuchs hat geschrieben:Bei Salvia Divinorum/Azteken-Salbei ist es ja tatsächlich eine sehr seltsame Angelegenheit. Die Pflanze ist verboten, der Halluzinogene Wirkstoff Salvinorin A der darin enthalten ist aber nicht.
Das ist der Punkt, auf den ich hinaus will. Ich verfolge die Einschränkungen im Bereich der äußeren Anwendung beruflich bedingt und in den letzten Jahren hatte ich ein paar "Hä?!"-Momente.
Und gerade hinsichtlich der Anwendung im magischen und schamanischen Kontext finde ich es schade, wenn manche Kräuter - wie eben Salvia Divinorum - nicht mehr erhältlich sind. Jiaogulan übrigens auch. Auch sehr schade.


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