Intervallfasten

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Peregrin
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Re: Intervallfasten

#11

Beitrag von Peregrin » So 1. Sep 2019, 20:06

Hi Atemkristall,

morgens wacher nur an den Tagen, an denen du fastest?

(Wie sich mein Intervallfasten auf den Schlafrythmus auswirken wird, bin ich mal gespannt, kann ich noch nicht sagen, da ich den ziemlich heftig zerschossen habe, die letzten Monate.)

Das mit dem müde (oder unkonzentriert ) sein durchs Fasten kenne ich, wenn ich längere Perioden (Wochen) gefastet habe, sind dann eben die ersten 2-3 Tage. Darum wäre der Intervall, wie du ihn für dich gefunden hast, für mich nichts, weil ich da immer diese "Kellertage" fabrizieren würde.

Wie reagiert denn dein Umfeld, wenn du nichts isst?
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atemkristall
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Re: Intervallfasten

#12

Beitrag von atemkristall » Di 3. Sep 2019, 18:16

Peregrin hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 20:06
Hi Atemkristall,

morgens wacher nur an den Tagen, an denen du fastest?

(Wie sich mein Intervallfasten auf den Schlafrythmus auswirken wird, bin ich mal gespannt, kann ich noch nicht sagen, da ich den ziemlich heftig zerschossen habe, die letzten Monate.)

Das mit dem müde (oder unkonzentriert ) sein durchs Fasten kenne ich, wenn ich längere Perioden (Wochen) gefastet habe, sind dann eben die ersten 2-3 Tage. Darum wäre der Intervall, wie du ihn für dich gefunden hast, für mich nichts, weil ich da immer diese "Kellertage" fabrizieren würde.

Wie reagiert denn dein Umfeld, wenn du nichts isst?
Hi Peregrin,
ja, zu den Tagen, an denen ich vorher nicht gefastet habe, fühle ich mich signifikant ausgeschlafener. Mein Umfeld reagiert auf das Fasten eher neutral bis positiv. Allerdings vermeide ich natürlich, auf Einladungen, an denen üblicherweise gegessen wird, einen fastentag zu legen. Aber da kann ich sehr flexibel sein.
Beste Grüße vom
atemkristall

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LiH
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Re: Intervallfasten

#13

Beitrag von LiH » Sa 7. Sep 2019, 17:26

Hi Peregrin,


ich mache das immer wieder, weil es für mich für das allegemeine Wohlbefinden notwendig ist.

Da ich eine Abneigung gegen starre Regeln habe à la "Dienstang und Donnerstag nur von 12 bis 17 Uhr", mache ich es von der Tagesform abhängig. Ich versuche grundsätzlich, die 1. Mahlzeit so lange nach hinten zu schieben, wie es eben geht, solange es nicht zum Krampf wird. Entsprechend sind die Zeiten auch arg unterschiedlich. Und da ich mit Hunger sehr schlecht schlafe, esse ich lieber um 22 Uhr doch nochmal, anstatt auf Kosten meiner Schlafqualität irgendeinen Plan einzuhalten.

Mir tut es wahnsinnig gut - es macht für meine Fitness und Ausgeglichenheit einen sehr großen Anteil aus.
Ich habe auch meistens eine kleine Portion von z.B. Nüssen oder Smoothie dabei - für den Fall dass ich merke, dass die Konzentration derart nachlässt, dass ich es bei der Arbeit nicht verantworten möchte und eben nicht mal schnell zu einer unpassenden Uhrzeit was "richtiges" essen gehen kann.
Peregrin hat geschrieben:
Fr 30. Aug 2019, 05:55
Was sagt eurer Umfeld dazu?
Meistens nichts. Weil ich es nicht als Diätform kommuniziere. Ich lebe und esse so, wie es mir gut tut und diskutiere hier auch nicht herum. Mein Umfeld weiß das.
Bei Veranstaltungen, bei denen gemeinsames Essen einen besonders hohen Stellenwert hat, esse ich auch mal früher als sonst. Es ist ja nicht so, dass ich 3 Mal die Woche zu einem feierlichen Brunch eingeladen wäre ;-).
Peregrin hat geschrieben:
Fr 30. Aug 2019, 05:55
Was sind die Schwierigkeiten und Lösungen?
Siehe oben - wenn ich mich z.B. bis 14 Uhr super wohl ohne essen gefühlt habe - und um 15.36 ein wahnsinns Hunger kommt, während ich am Arbeiten bin und nicht einfach ohne weiteres eine Essenspause machen kann. Die Lösung ist meistens Flüssiges wie Smoothie, Gemüsesaft oder Pflanzenmilch, das zumindest bis zum Feierabend den Hunger besänftigt.

Liebe Grüße,

LiH

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Diara Bärenhart
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Re: Intervallfasten

#14

Beitrag von Diara Bärenhart » Di 17. Sep 2019, 20:51

Hi!

Ich mache seit Januar 2017 Intervallfasten und bin sehr happy damit.

Drei Kleidergrößen sind weggeschrumpft und meine Blutwerte sind noch besser, als sie zuvor schon waren.

Ich habe mit 4:3 angefangen, also mit drei festen Fastentagen pro Woche (36 Stunden Fasten montags, mittwochs und freitags). Dann habe ich eine ganze Zeit lang 10in2 praktiziert, also jeden zweiten Tag 36 Stunden fasten.

Inzwischen habe ich mich bei zwei Tagen pro Woche 36 Stunden fasten, drei Tagen "normal" essen und zwei Tagen 18 bis 20 Stunden eingependelt. Also: montags fasten, dienstags normal essen, mittwochs fasten, donnerstags normal essen, freitags und samstags fasten bis zum Abend und sonntags normal essen. Ich bin inzwischen so daran gewöhnt zu fasten, dass ich selbst im Urlaub, wenn ich eigentlich gar nicht fasten will, nicht "schummeln" kann, weil ich keinen Hunger habe. Meine Portionen sind auf Normalgröße geschrumpft und ich esse sehr bewusst und genieße das Essen sehr viel mehr als früher.

Für mich war Intervallfasten meine Lösung, mein Übergewicht in den Griff zu kriegen und gesünder zu werden. Mir wurde mal vorgeworfen, dass ich meinem Kind eine Essstörung vorleben würde durch das Fasten. Aber erstens essen wir im Berufs- und Kindergartenalltag ohnehin nur am Wochenende gemeinsam und zweitens habe ich lieber meinem Vorschulkind erklärt, warum ich faste und was das bedeutet und freue mich darauf, sehr bald eine schlanke und noch gesündere Mama mit Vorbildfunktion für mein Kind zu sein.

Zum Thema Schwierigkeiten und Lösungen: manchmal ist der innere Schweinehund sehr stark. Wenn eine spontane Einladung erfolgt oder ein spontanes Buffet vor einer Konferenz auf der Arbeit lockt. Aber ich denke mir dann immer gemeinsam mit Bernhard Ludwig, dem "Macher" von 10in2: Morgen kannst Du essen, was Du willst. Stelle mir eine Portion in den Kühlschrank und genieße morgen. Und wenn es mal so krass ist, dass ich wirklich mit knurrendem Magen im Bett liege, habe ich auch schon mal eine Scheibe trocken Brot gegessen. Das steht immer noch in keinem Verhältnis mit den Kalorien, auf die ich (freiwillig) verzichtet habe. ;-)


Zum Thema Umfeld: bei mir wissen Familie und Kollegen Bescheid und haben kein Problem damit. Manchmal gibt es Mitleid. ;-) Wenn vergleichsweise Fremde mich darauf ansprechen, dage ich "Ich esse heute nicht." Das wurde bisher immer unkommentiert so stehen gelassen.


Liebe Grüße,

Diara
Verlange nichts von anderen, das Du nicht selbst zu tun gewillt bist.

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