SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

Sonnenmond

SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#1

Beitrag von Sonnenmond » Mo 15. Apr 2013, 12:37

Hallo ihr Lieben :)

Kürzlich wurde bei einer Bekannten von vir eine chronische Schilddrüsenentzündung, bzw. Hashimoto diagnostiziert. Nun muss sie regelmäßig die Hormonersatztablette morgens vor dem Frühstück nehmen.
Ohne von der Erkrankung zu wissen, hat sie vor einigen Monaten mal eine Chakraübung gemacht, und am Halschakra fühlte sie etwas sehr Seltsames, ein Unwohlsein, ein unangenehmes Gefühl. Erst dadurch ist sie überhaupt zum Arzt gegangen, da sie bis dahin keinerlei Bschwerden hatte. Die treten aber jetzt so nach und nach auf (Müdigkeit ganz extrem, Greiztheit, Kreislaufprobleme, nächtliches sehr starkes Schwitzen, heisere Stimme...). Sie lebte immer sehr gesund und tut das immer noch.
Meine Frage ist: habt ihr Erfahrungen mit alternativen Methoden zur Behandlung von Hashimoto?
Zusätzlich zur konservativen Therapie? Schüßler-Salze, Meditationen usw.?
Ich lese zwar sehr viel, jedoch fehlen mir die konkreten Erfahrungen ein bisschen.
Wäre nett, wenn ihr da was hättet, weil sie da auch sehr interessiert dran ist.
Danke,
Sonnenmond

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Hekate
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Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#2

Beitrag von Hekate » Mo 15. Apr 2013, 12:53

Hallo Sonnenmond,

wie lange nimmt sie die Schilddrüsenhormone schon?

Es dauert Monate, bis sich der Körper wirklich auf eine gewisses neues Gleichgewicht wieder einpendelt.

Gruss

Hekate
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Moira

Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#3

Beitrag von Moira » Mo 15. Apr 2013, 15:29

Also da bei Hashimoto das Schilddrüsengewebe von den T-Zellen aufgefressen wird, sollte man Naturheilkundlich gar nichts machen. Je nach Stadium hat sie eine Schilddrüsen über bzw Unterfunktion und muß dementsprechend ihre Hormonpräperate bekommen.

Symptome, die nach außen hin zu sehen sind wie trockner Husten können symptomatisch z.B. mit Soleinhalation (z.B. in einer Salzgrotte gelindert werden.

Die ganzen psychosymptome wir Gereitztheit, Afbrausen, aber auch Niedergeschlagenheit und Depressionen und diverse andere können definitiv mit eine vernünftigen Psychopflege in Form von Therapie, aber auch verschiedenster Meditationstechniken etwas abgepuffert werden.

Wichtig ist es das Selbstvertraue jnd das Selbstbewußtsein zu stärken, denn solche Symptome können einen ziemlich fertig machen, wenn man nicht weis warum es so ist und wie man Streß vermeiden kann. Streßprävention und Ordnungstherapie helfen auch mit den hormongesteuerten Gemütsgeschichten fertig zu werden.

Heilen kann man es definitiv nicht, nur eindämmen und entstandenen Schaden medikamentös überbrücken. Das ist aber eine Lebenslange Geschichte mit ständigen Kontrollen.

Ich gebe Hekate auch Recht, der Körper muß sich auf den neuen Hormonstatus auch ersteinmal einspielen.

LG Moira

Sonnenmond

Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#4

Beitrag von Sonnenmond » Di 16. Apr 2013, 08:45

Gut, das ist in etwa das, was ich auch gedacht habe. Die Medikamente nimmt sie erst seit 2 Wochen. Das heißt, dass sich da natürlich erst der Körper drauf einstellen muss. Ich denke, es wäre gut, vllt sowas wie Stimmungsschwankungen oder Gereiztheit durch meditative Techniken auszugleichen. Mal sehen, ob es was hilft. Sie hatte halt mal was über die Schüßler-Salze gelesen, wobei ich da recht skeptisch bin...Hormone sind eben Hormone, da kann man nicht einfach zur Alternative greifen. Danke für eure Ratschläge!

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Hekate
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Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#5

Beitrag von Hekate » Di 16. Apr 2013, 10:37

Jetzt im Augenblick, könnte sie in eine Art, jedenfalls aus sicht des alten Hormonspiegelstandes, "Überfunktion" sein. - Der erste Punkt.

Der zweite Punkt, wenn sie die Hormone erst 2 Wochen nimmt, dann muss sie noch Wochen, eigentliche eher Monate, damit rechnen, das der Körper braucht, um einen anderen, normalen Hormonspiel zu erzeugen und sich daraus einzustellen.

Da nun, ein Hormon erhöht wird, heisst das aber für ALLE anderen Hormone, das sie sich auch nun neu einpendeln MÜSSEN.

Ja, das kann - anstrengend werden. - UND es kostet - Zeit. Teilweise viel Zeit.

Ausserdem sollte sie ab nun, in regelmässiger ärzlicher Kontrolle sein.

Gruss

Hekate
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Satohl

Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#6

Beitrag von Satohl » Di 16. Apr 2013, 18:42

Hallo ,
ich bin kein Endokrinologe ,Arzt o.o. .
Nun stellt sich mir die Frage beim lesen dieses Textes - wenn schon das Schilddrüsengewebe nicht Heilbar beschädigt ist - warum entfernt man diese nicht gleich .
Die Medis danach sind die gleichen .
LG
Satohl

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Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#7

Beitrag von Meridion » Di 16. Apr 2013, 19:25

ch bin kein Endokrinologe ,Arzt o.o. .
Nun stellt sich mir die Frage beim lesen dieses Textes - wenn schon das Schilddrüsengewebe nicht Heilbar beschädigt ist - warum entfernt man diese nicht gleich .
Die Medis danach sind die gleichen .
Naja, weil "einfach" ist ne Operation nie. Zu den häufigsten Risiken nach ner totalen Schilddrüsenentfernung (und das wäre ja das einzige, was sinnvoll wäre) gehören ein Abfall des Kalziumspiegels, Heiserkeit durch eine Nervenläsion bis hin zur Atemnot mit verlorener Sprache, neben den üblichen Risiken Blutung, Infektion, Verletzung angrenzender Gewebe kommt im Schilddrüsenbereich wegen dem vielen Bindegewebe noch so Kram wie Wundheilungsstörungen mit Serombildung hinzu. Also kurz gesagt, Schilddrüsen-OPs sind vergleichsweise risikoreich (im Vergleich zu zB ner Gallen-OP oder nem Leistenbruch).

Aber, es gab und gibt immer noch Studien und Operateure, dies trotzdem machen. Warum? - Weil das Risiko für papilläres Schilddrüsen-Ca (nem bestimmten Schilddrüsenkrebs) bei Pat. mit Hashimoto Thyreoiditis erhöht zu sein scheint. Solang aber nicht sicher ist, dass das Krebsrisiko höher bzw. die Prognose schlechter als das Komplikationsrisiko der OP ist es eben kein Behandlungsstandard. Momentan ist der wissenschaftliche Stand "Pat. mit Autoimmunthyreoiditiden und folgenden Hormonentgleisungen haben, wenn sie gut eingestellt sind, die gleiche Lebenserwartung wie die Normalbevölkerung", dementsprechend macht man nix weiter.

M

Sonnenmond

Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#8

Beitrag von Sonnenmond » Mi 17. Apr 2013, 08:19

Das sind interessante Gedanken! Außerdem ist so eine Entfernung ja ein ziemlich endgültiger Schritt. Hormone können sich einpendeln, aber wenn die SD weg ist, ist sie weg. Die Diagnose kann auch schon mal falsch sein. Nun habe ich mit ihr zusammen Texte gelesen, in denen gar nicht so klar war, ob es sich um Hashimoto oder eine akute Entzündung handelte, die auch abklingen kann. Das wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt. Nicht viele Ärzte sind darauf spezialisiert. Und wenn dann sofort nach ner Entfernung gerufen wird...hm, dann stelle ich mir vor, dass das für so manch einen sehr traurig werden könnte.
In der ärztlichen Kontrolle befindet sie sich bereits. Sie hatte zunächst wohl keine Ahnung davon, dass sich das doch so lange ziehen kann mit dem Einstellen. Ich glaube, ich könnte das auch nicht so einfach hinnehmen, wenn ich was nehme, was mir helfen soll und dann gehts mir erstmal noch schlechter... da schaut man ja erstmal nach Möglichkeiten, das zu lindern.
Nun dauert es aber eben etwas und es muss ausgehalten werden. Danke für eure Informationen und Ratschläge!

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Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#9

Beitrag von Hekate » Mi 17. Apr 2013, 13:27

Es kommt darauf an, wie tief der Schildrüsenhormonstand ist.

Minimum 6 Wochen dauert es auf jeden Fall, eher minimum - 3 Monate.

Realistisch ist 1 - 2 Jahre, bei Problemen - dementsprächend länger.

Ab sofort, bis zum Lebensende, vierteljährlicher Blutkontrolle.

Gruss

Hekate
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Sonnenmond

Re: SchilddrüsenunterfunktionHashimoto

#10

Beitrag von Sonnenmond » Fr 19. Apr 2013, 07:48

Danke! Die medizinischen Sachen, also das, was der Arzt auch normgemäß verordnet hat- sind klar und das wird sie auch machen. Danke für eure Ideen und Antworten.

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