Musik und Zeitgeist

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Peregrin
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Re: Musik und Zeitgeist

#11

Beitrag von Peregrin » Mo 18. Jun 2018, 18:25

FreieAtem hat geschrieben:
Mo 18. Jun 2018, 17:10
... ich hab das Video nur überflogen.
Schade, weil ich mich darauf beziehe und einfach verwundert bin, wie die Aspekte, die er da anspricht, als falsch bezeichnet werden, wenn ihr der Meinung seit, das die Musik in der Moderne nicht an Qualität verloren hat. Ich würde da nämlich wirklich gerne wissen, warum ihr die da angeführten Punkte für falsch haltet.

FreieAtem hat geschrieben:
Mo 18. Jun 2018, 17:10
...auch wenn mir selbst nicht alles gefällt :)
Das finde ich, ist ein anderes Thema, da das ja nicht unbedingt mit der Moderne zu tun hat. Mir gefällt auch einiges an alter Musik nicht. (Mit Jazz z.B. kann ich nichts anfangen, obwohl das teilweise eine der Musikrichtungen ist, von deren Künstlern und deren Können ich echte Hochachtung habe.)

FreieAtem hat geschrieben:
Mo 18. Jun 2018, 17:10
Ich denke daneben gab es auch "schon immer" Musik, die so anspruchsvoll und kunstvoll war/ist, dass man sie nicht "nebenher" hören konnte. Für die man sich Zeit nehmen musste, um einzutauchen... um auch mal ungewohnte Töne auf sich wirken zu lassen.
Dass man Unterscheidung machen kann zwischen sogenannter "ernster" Musik und Unterhaltungsmusik, finde ich auch ein anderes Thema. Meine Frage ist , ob die Unterhaltungsmusik schlechter geworden ist.
Denn auch Unterhaltungs-/Popmusik kann anspruchsvoll und komplex sein. Ich denke da z.B. ein Queen's Bohemian Rhapsody - das Lied, das jeder kennt, das kann jeder mitsingen, das ist der Klassiker überhaupt: So anders, das damalige Radiostationen das schon erst nicht haben spielen wollen, weil die meinten, dass sei zu viel fürs Publikum. Gibt's vergleichbares in der Art heute, oder lässt das der Musikbusiness (kein Risiko bei der teuren Produktion eingehen!) das nicht zu?

Oder ein anderes Beispiel: David Bowie: Die Bedeutung des Textes zu "Black Star" steckt so voller Metaphern, verlangt so viel Hintergrundwissen, Psychologie, dass es da mehrstündige (!) Deutungen zu gibt. Gibt es vergleichbares bei heutigen Stars? (Das ist eine ernst gemeinte Frage, keine rhetorische, ich kenne mich da nicht genügend aus.)

FreieAtem hat geschrieben:
Mo 18. Jun 2018, 17:10
Es war mit Nichten so, dass es da nur darum ging auf Knöpfe zu drücken und es sich möglichst einfach zu machen ...
Ich bin auch keineswegs der Meinung das elektronische Musik generell schlecht ist. :girlie-oh-my-god: Aber war das, was ihr da kreiert hat, etwas, was den Massen gefallen hätte?

Elektronische Hilfe macht so vieles leichter. Da habe ich den Eindruck, populäre Sänger ohne Gesangsausbildung hatten häufig Glück und waren Naturtalente (bzw. passten ihre Musik dem beschränkten Umfang ihrer Fähigkeiten an.) Heute ist das absolut nicht notwendig, eine gute Stimme zu haben, da das Tonstudio aus jedem krächzenden Jugendlichen im Stimmbruch einen Pavarotti machen könnten. Was aber auch dazu führt, dass vieles Livekonzerte nicht so wirklich "live" sind und sich die Lieder 1:1 so anhören wie aus dem Tonstudio. (Auch hier frage ich mich, inwieweit da der Geschmack des Publikums sich geändert hat. Wollen die eine 1:1"perfekte" Wiedergabe? Ist die Ursache also nicht nur bei den Performern, sondern auch den Rezipienten so, dass das der Outcome ist? )

Das ist so ein umfangreiches und interessantes Thema, dass ich es schade finde, dass es mit dem "Gab früher gute/schlechte Musik, gibt heute gute/schlechte Musik" abgetan wird. :(


P.S.: Bei Björk kann man nicht mitpfeifen, weil ihr Musikstil ohne durchgehende Melodie und viel zu atonal ist. :green: :flitz:
Zuletzt geändert von Peregrin am Mo 18. Jun 2018, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Musik und Zeitgeist

#12

Beitrag von Etain » Mo 18. Jun 2018, 18:45

Aaaarrrggghhh. Mein Problem. Sorry Peregrin.
Ich habe versucht das Thema zu verknappen, weil es a) mühsam ist mit dem Smartphone zu schreiben
b) ich diese Diskussion wirklich alle paar Monate im Beruf beantworte
c) ich selbst kürzere Beiträge bevorzuge, weil es das Lesen (am Handy) erleichtert und mal kurz in einer Pause beantwortet werden kann.

Entschuldige Peregrin. Ich werde versuchen umfassender zu antworten wenn ich mal Zeit am Rechner habe.
LG
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Re: Musik und Zeitgeist

#13

Beitrag von FreieAtem » Mo 18. Jun 2018, 18:53

Naja ich denke das was sich ein Stückweit geändert hat ist die Bühne und die technischen Möglichkeiten (wobei man wie gesagt auch mit diesen kreativ und kunstvoll umgehen kann, oder halt nur zu "Verbersserungszwecken" um über Schwächen hinweg zu täuschen.)

... und trotzdem glaube ich halt eben nicht, dass jeder es zu einem Musikkünstler werden kann, auch dann nicht wenn er von großen Medien (siehe DSDS) gepuscht wird. Ich meine wieviele der Superstargewinner stehen heute noch auf der Bühne, oder laufen im Radio? Ich kenne mich da nicht besonders gut aus. Aber ich glaube es sind so gut wie keine.

Ich glaube was ein Künstler auch heute noch braucht, ist eine Beschäftigung mit seiner Sache um ihrer Selbst willen, die andere mitreisst und ein Talent mit den vorhandenen Möglichkeiten, kreativ ggf. auch etwas unkonventionell umzugehen und einen "Nerv" zu treffen ... Charisma und Glück. Das hat sich glaube ich nicht verändert.

PS: Nein ... den Massen hätte die Musik meiner Mitbewohner sicher nicht gefallen :) ... trotzdem gabs Partys bei denen ca 100 Leute die Nacht mit dieser Musik durch getanzt haben.
Aber spielt das eine Rolle? Sag mir einen großen Musikkünstler bzw. Musikstil der neu war und auf Anhieb den Massen gefallen hat :green: ... und sofort mit ihrer Ersterscheinung im Radio auf- und abgespielt wurde.
... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben ...

- Hermann Hesse aus Stufen -

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Re: Musik und Zeitgeist

#14

Beitrag von Peregrin » Mo 18. Jun 2018, 19:43

FreieAtem hat geschrieben:
Mo 18. Jun 2018, 18:53
Naja ich denke das was sich ein Stückweit geändert hat ist die Bühne und die technischen Möglichkeiten (wobei man wie gesagt auch mit diesen kreativ und kunstvoll, oder halt nur zu Verbersserungszwecken und "verpektionierend" umgehen kann.)
Meinst du die Bühnenshow?

Das jeder zum Star werden kann, auch wenn er keinerlei musikalisches Talent hat, glaube ich schon. Spätestens seit Milli Vanilli. :green: Man muss meines Erachtens eben nur genügend andere Kriterien erfüllen, wie ich sie im ersten Posting ansprach. Gutes Aussehen, gute Performance, Provokation, hier und da ein Skandal, um im Gespräch zu bleiben, etc. ...

Ich glaube DSDS kann man da nicht als Kriterium nehmen, da die einmal gemachten "Stars" viel zu wenig promotet werden, wenn überhaupt. (Und mal ehrlich, da geht es besonders bei der deutschen Version nicht darum, Leute mit Talent zu finden, sondern darum, Leute vorzuführen. Was die Show trägt sind gemeine Sprüche von Bohlen und die Hoffnung des Publikums, dass sich da einer möglichst spektakulär zum Affen macht.)

Da werden keine echten Stars gesucht und gemacht schon gar nicht für die internationale Bühne. Beim Erfinden von Stars durch den Musik-Business denke ich eher an Kaliber wie Miley Cyrus. Man nehme eine bereits bekannte und beliebte Person, verschaffe der ein neues Image, halte sie im Gespräch, bezahle die Radiostationen um deren Songs wieder und wieder laufen zu lassen und man hat mit ziemlicher Gewissheit einen Superstar geschaffen.
Die Zeit, da Talente in verrauchten Clubs entdeckt wurden, so wie all die Giganten der Musikgeschichte des letzten Jahrhunderts, die sind vorbei, würde ich sagen. (Das ist höchstens noch ein Weg für Musiker aus "Randbranchen", aber nichts für Popstars.) Natürlich mit den berühmten Ausnahmen, die die Regel bestätigen. ;)
FreieAtem hat geschrieben:
Mo 18. Jun 2018, 18:53
Die Menschen spüren ob ein Künslter von anderen gemacht wurde, oder ob er selbst gelaufen ist und in seiner Kunst aufgeht.
Das ist eben meine Frage, ob das überhaupt noch möglich ist. Viele Künstler selbst sagen heute ja, dass sie nicht ihre Musik machen können, weil die großen Musikfirmen das nicht finanzieren, und sie darum auf Fundraising-Methoden und andere alternative Vermarktungs- und Finanzierungsmöglichkeiten ausweichen müssen.
Ich glaube ihre EIGENE Musik zu machen, ihre eigene Kunst, das können sich heute gerade die alten Schwergewichte erlauben, die bereits eine millionenstarke Fangemeinde haben und sicher sein können, dass sie von dem Großteil der Fans auch dann nicht verlassen werden, wenn sie experimentieren und ihren Stil ändern, anstatt das alte, wohl bekannte und beliebte wieder und wieder zu verwursten.

FreieAtem hat geschrieben:
Mo 18. Jun 2018, 18:53
Ich glaube was ein Künstler auch heute noch braucht, ist ein Charisma ... Eine Beschäftigung mit seiner Sache um ihrer Selbst willen, die andere mitreisst und ein Talent mit den vorhandenen Möglichkeiten, kereativ ggf. auch etwas unkonventionell umzugehen und einen "Nerv" zu treffen. Das hat sich glaube ich nicht verändert.
Warum werden dann so viele You-Tuber zu Superstars? Haben die Charisma? Haben die Talent? Ehrliche Frage- wenn jemand eine Idee hat, bitte erklären!
Ich meine nicht zwingend Musiker. (Justin Biber war wohl eher die Ausnahme.) Ich denke, die Mechanismen, die "Influencer" und andere You-Tuber zu Star machen, sind aber auch auf die heutigen Berühmtheiten im Musikbereich anwendbar.

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Waldgefühl
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Re: Musik und Zeitgeist

#15

Beitrag von Waldgefühl » Di 19. Jun 2018, 09:40

Ist ein hartes und weit reichendes Thema, welches im Grunde spannender in einer abendlichen Gesprächsrunde wäre, als in einem kalten Forum. Zumal es mit unter den Rahmen sprengt, wenn man halbe Romane schreiben müßte, um auf alles ein zu gehen.

Neben meinem eigentlichen Beruf als Fotograf komme ich aus der Musik. Bin in einem Verlag aufgewachsen, habe meine erste Ausbildung dort gemacht, spiele selbst ein paar Instrumente und nebenberuflich bin ich heute der Komplementär des Verlages, in dem ich damals gelernt habe. Man könnte also meinen, dass ich mich in dem Bereich hier und da auskenne.

Erst einmal zu der CD/LP-Frage:
Ich selbst habe keinen CD-Player mehr. Bei mir steht nur ein Plattenspieler und ich liebe das ganze Ritual das Platte. Ich liebe auch das Knistern und am meisten liebe ich, wie sich die Härchen am Körper aufstellen, was bei gleichem Lied von CD nicht passiert.
Doch generell zu sagen, die Platte sei besser, ist ziemlich falsch. Es gibt so viele Faktoren und in fast jedem hat die CD die Nase vorne. Da ist nur ein einziger, der bei der Platte besser ist. Jedoch auch ein sehr wichtiger. Der Frequenzgang. Sagen wir einfach, dass die CD so komprimiert ist, dass kaum hörbare, bis nicht hörbare Frequenzen nicht mit drauf sind. Anders gesagt: Bei 20HZ ist schicht im Schacht. Die Platte schafft im Schnitt die hälfte mehr. Mit unter sogar das Doppelte. Je nach alter hören wir das zum Teil noch. Doch mit den Jahren versumpft das mehr und mehr, weil unser Gehör nachlässt. Was jedoch passiert, ist das wir diese Frequenzen spüren und unser Körper darauf reagiert. Dies ist im Grunde der einzige Punkt, an dem die Platte die Nase vorne hat. Ja, ein irre wichtiger Punkt!
Doch betrachtet man alles andere, wie z.b. Kanaltrennung im Stereo, Rauschabstand uswuswuswusw, liegt die CD vorne.
Bei der LP kann es sogar vorkommen, dass die Mittenlöcher nicht exakt sind und es kommt zum Eiern. Ja, sogar innerhalb der geregelten Toleranzgrenzen.

So oder so, bleibe ich bei der LP. Ich fühle die Musik besser. Klar, mit einem Plattenspieler von Medion wird man das nicht merken, da muß schon eine passende Anlage her und je nach Erscheinungsjahr und Materialstärke ein anderer Tonarm und andere Nadel. Platten in voller Qualität zu hören, ist eine Wissenschaft für sich.

So viel dazu.

Zur Musik:
Im Großen und ganzen bin ich da ganz bei dir und dem Video. Die heutige Musik ist pillepalle. Doch gab es das schon immer. Auch heute gibt es noch Bands, die mit großen Orchestern aufnahmen machen. Oder sogar mit ihnen auftreten. In der "schwarzen Szene" seien da mal Lord of the Lost genannt oder, wenn ich es recht im Kopf habe, ende der 90er und anfang 2000er Lacrimosa zusammen mit dem London Symphony Orchestra.
Irgendwo wurden ja die 50er/60er gennant. Wo die Musik explodierte und die Qualität durch kam. Zugleich gab es aber auch anderes. Ich will nicht auf meinem Vater herum trampeln, doch seine Musik war eher seicht. Volkstümlich, Schlager, Schnulzen. Jedoch traf er damit den Zeitgeist der Nachkriegszeit. Man sehnte sich wohl auch nach heiler Welt. Er wurde mit mehreren goldenen Platten ausgezeichnet und damals mußte man noch eine Million für eine goldene verkaufen. Heute reichen 100.000. Und ein paar seiner Lieder wurden auch ins englische und noch einige andere sprachen übersetzt und für den dortigen Markt neu produziert.
Wie gesagt, was er machte war seichte Unterhaltung. Doch gab es wohl ein sehr großes Publikum, dass genau solches wollte. Das experimentellste, was er je machte, war das er mit sich selbst im Duett gesungen hat, weil sein Gesangspartner wegen eines Label-Wechsels nicht mehr mit ihm singen durfte.

Es ist also mit Nichten so, dass die Musik nur heute simpler ist. Das Problem, welches im Video ja auch gut angesprochen wird, ist wirklich das Risiko. Kleine und sehr gute Bands bekommen keine Chance mehr, wegen der Kosten. Zu kaufen gibt es sie trotzdem, weil sich viele dann einfach selbst produzieren und da gibt es wirklich grandiose Sachen. Sie sind nur schwerer zu finden, als damals. Eben weil die Selbstvermarktung doch schwieriger ist, als wenn einem ein großes Label unter die Arme greift.
Ich gehe z.b. nicht mehr auf große Festivals. Besuche aber kleine Clubs oder auch Nachwuchsfestivals. Eine meiner mittlerweile Lieblingsbands habe ich so gefunden, weil sie hier im Nachbardorf als unbekannte Vorband auftraten. Mich hat man als Fotograf gebucht, sonst wäre ich vermutlich nicht dort gewesen. Es war erschreckend. Wir standen zu 2 auf dem Platz... dabei waren die Jungs verflucht grandios... erst kurz bevor der Hauptakt auf die Bühne trat, strömten auf einmal die Menschen herbei und der Platz war gerammelt voll.

Viele liebe Grüße
Waldgefühl

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Re: Musik und Zeitgeist

#16

Beitrag von Etain » Di 19. Jun 2018, 10:22

So. Ich habe mir das Video nochmal genau angeschaut:
Musik besteht aus mehr als nur Harmonische Komplexität, Text, Timbre und Lautstärke. Es stimmt, dass Melodie, Rhythmus und Stimmen vieler Popstücke große Ähnlichkeit miteinander haben und harmonisch relativ einfach sind. Ich interviewte viele Klassenkameraden früher und bekam erklärt, dass nicht die harmonische Komplexität an den Stücken interessant sind sondern die Reihenfolge in der die Pattern kommen. Es liegt also eine Verschiebung der Wahrnehmung der Musik vor im Vergleich zu früher.

Ein anderes Argument in dem Beitrag ist, dass die Sprache einfacher wird. Auch hier liegt der Grund meiner Erfahrung nach in der Wahrnehmung. Früher hat man einfach die "Hauptmelodie" einfach mitgesungen. Die Erfassung der Inhalte ist heute viel wichtiger. Auch wenn die Musik schön ist, könnte ja der Text meiner persönlichen Haltung entgegenstehen. Also muss ich da aufpassen. Bevor ich als Konsument ein falsches Statment durch das singen eines Liedes abgebe, dessen Text ich nicht verstehe, lasse ich es lieber. Wenn es dagegen Mainstream ist, kann es ja nicht ganz verkehrt sein.

Musikkomprimierung ist meiner Meinung nach ein epochales Phänomen. Alles muss schneller und besser sein. Als was? Ich habe keine Ahnung. Zwangläufig bleiben da Inhalte auf der Strecke.

Wie war das nun früher? Bereits Mozart wurde die Einfachheit seiner Musik von Zeitgenossen vorgeworfen. Haydn soll in seiner Symphonie mit dem Paukenschlag eine Frau vom Stuhl gefallen lassen haben aufgrund seiner lauten und aufmerksamkeitsheischenden Musik. Bach beschwerte sich in seiner Korrespondenz oft über die abnehmende Klangfarbe in der Musik seiner Zeitgenossen. Auch Beethoven wurde seine laute Musik vorgeworfen. (Ich nenne hier bewusst nur die großen und bekannten Komponisten) Wenn heute unbekannte Komponisten von früher gespielt werden, heißt es häufig, dass es wie xy klingt. Es wird mit der Epoche und mit den damals gängigen Konventionen begründet. Betrachtet man die Musikgeschichte, so sieht man, dass es vor musikalischen Innovationen immer ein scheinbares musikalisches Tief gab. Daher glaube ich nur, wir befinden uns gerade in so einem musikalischen Tief und hoffe, dass ich den neuen Höhepunkt noch zu meinen Lebzeiten erleben werde. :)

Zu meinem Hintergrund: ich habe bis zur 4. Grundschulklasse nur "klassische Musik" gehört und war entsetzt, als die Lehrerin das erste Mal Popmusik in der Schule abspielte. Ich rannte aus dem Klassenzimmer. Seitdem versuche ich dieser Musik Verständnis entgegenzubringen und beschäftige mich u.a. mit "zeitgenössischer Musik aller Art". Nach meinem Verständnis drückt jede Musik etwas Bestimmtes aus. Mehr oder weniger plakativ. Wenn mir jemand wichtig ist, setze ich mich auch mit seinem Musikgeschmack auseinander. (Was hörst du gerne, Peregrin?)

Zu diesem Clip: Ich finde einige Punkte müssten ausdiskutiert werden. So werden einfach viele Themen angesprochen, aber keiner abschließend diskutiert. Ist ja auch bei diesem Format kaum möglich. Ein paar Argumente aus dem Beitrag habe ich angesprochen. Welche beschäftigen dich besonders?

LG
Etain

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Re: Musik und Zeitgeist

#17

Beitrag von Peregrin » Di 19. Jun 2018, 16:37

Waldgefühl hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 09:40
Doch generell zu sagen, die Platte sei besser, ist ziemlich falsch.
Hatte ich so auch nicht sagen wollen, sorry. Klar, die knisternde Platte ist "unreiner" und hat da ihre Nachteile. Deine Anmerkung hat mich allerdings noch mal über die Hörgewohnheiten nachdenken lassen.
Die Leute, die ich als Beispiel anführen würde für Hör- und Sehgewohnheiten sind, ich sage mal Spezialisten. Der Blinde in meiner Bekanntschaft, der keine Musik von CDs hören mag, da sie ihm zu flach ist, da er die "kaum hörbaren" Elemente, die Fehlen, sehr wohl deutlich hört.
Oder der Jazz-Connaisseur, der ein eigenes Zimmer für seine Plattensammlung hat und die da mit teurem Dolby Surround System hört. (Oder die Kollegin, die Restauratorin ist, und die kein Flachbildschirm-TV gucken kann, weil ihr Sehen dafür zu "professionell geschult" ist.)
Das sind natürlich ganz andere Leute als die, die Musik in Discos und Kneipen, und nebenbei bei anderen Tätigkeiten konsumieren. Oder Jugendliche, die üblicherweise 24 h die Stöpsel in den Ohren haben und für die die Musik Hintergrundgeräusch und Soundtrack ist. ;)
Stimmt, da muss die Qualität nicht hoch sein und die Hörgewohnheit ist eine ganz andere.
Waldgefühl hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 09:40
Doch generell zu sagen, die Platte sei besser, ist ziemlich falsch.
Auch heute gibt es noch Bands, die mit großen Orchestern aufnahmen machen. Oder sogar mit ihnen auftreten. In der "schwarzen Szene" ...]

Nicht vergessen, ich rede von Popmusik, nicht von anderen Richtungen.
Waldgefühl hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 09:40
Irgendwo wurden ja die 50er/60er gennant. Wo die Musik explodierte und die Qualität durch kam. Zugleich gab es aber auch anderes. Ich will nicht auf meinem Vater herum trampeln, doch seine Musik war eher seicht. Volkstümlich, Schlager, Schnulzen. Jedoch traf er damit den Zeitgeist der Nachkriegszeit. Man sehnte sich wohl auch nach heiler Welt.
Ich glaube, das wird auch daran liegen, dass es da noch keine internationale Musikszene gab und die amerikanische hat sich von der deutschen noch gewaltig unterschieden hat. (Stimmt, die Klassiker, wie wir sie sehen, sind wohl selten die Lieder, die damals im Radio gespielt wurden. Tom Jones vielleicht schon. Aber neben Fressy Quinn, Edit Piaf und Heintje. :hallucine:

Hmm.... was sich im Gegensatz zu heute vielleicht auch gewandelt hat, ist vielleicht, dass damals sicher eine größere Unterscheidung zwischen den Musikgeschmäckern der Generationen vorhanden war. Ich glaube der heutige Pop wird von Jugendlichen bis hin zu Menschen im Rentenalter gerne gehört. (Was auch interessant wäre zu hinterfragen, warum?)
Waldgefühl hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 09:40
Sie sind nur schwerer zu finden, als damals.
Und sind damit eben keine Popmusik. ;)
Waldgefühl hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 09:40
Sie sind nur schwerer zu finden, als damals.
Es war erschreckend. Wir standen zu 2 auf dem Platz... dabei waren die Jungs verflucht grandios... erst kurz bevor der Hauptakt auf die Bühne trat, strömten auf einmal die Menschen herbei und der Platz war gerammelt voll. [/quote]

Das meine ich ja: Das ist erschreckend, dass ja Leute gut sind aber keine oder kaum eine Chance haben unter Vertrag genommen zu werden. Woran liegt's?

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Re: Musik und Zeitgeist

#18

Beitrag von Etain » Di 19. Jun 2018, 17:43

Peregrin hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 16:37
Das meine ich ja: Das ist erschreckend, dass ja Leute gut sind aber keine oder kaum eine Chance haben unter Vertrag genommen zu werden. Woran liegt's?
Am Aufwand und den Kosten. Da wäre erstmal die Übezeit, das Equipment und der Übungsraum. Das allein ist schwierig und teuer. Dann kommt dazu: den Unbekannten nicht nur bekannt werden zu lassen, sondern auch noch populär. Schließlich soll man ja die Musik gern hören wollen. Ist das alles geschafft, geht es an die Produktion. Das Problem sind dabei nicht nur die Kosten, sondern auch der Zeitaufwand! Das alles plus das übliche Erfolgsrisiko... Mit Connections lässt sich viel umgehen, aber wer hat die schon?...

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Re: Musik und Zeitgeist

#19

Beitrag von Peregrin » Di 19. Jun 2018, 19:52

Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Ich interviewte viele Klassenkameraden früher und bekam erklärt, dass nicht die harmonische Komplexität an den Stücken interessant sind sondern die Reihenfolge in der die Pattern kommen.
Da kann ich mir gerade nichts drunter vorstellen, kannst du das näher erklären?
Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Die Erfassung der Inhalte ist heute viel wichtiger.
Also lieber ein unglaublich banaler Text a la "Herzschmerz" und "Wir haben es immer noch drauf" und "Sehnsucht nach Abenteuer/Freiheit" als einer, der polarisiert...? :shocked:

Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Auch wenn die Musik schön ist, könnte ja der Text meiner persönlichen Haltung entgegenstehen. Also muss ich da aufpassen. Bevor ich als Konsument ein falsches Statment durch das singen eines Liedes abgebe, dessen Text ich nicht verstehe, lasse ich es lieber.
Was ich ziemlich verwunderlich fände, da es heute eine unglaublich große Auswahl gibt. Wenn mir das eine Lied nicht gefällt, gibt's Millionen andere, die mir gefallen könnten! :shocked: (Wenn die Radiostationen sie mal spielen würden, anstatt die selben Dutzend Lieder zwei Mal die Stunde, bis selbst die Liebhaber der Lieder sie nicht mehr hören können...)

Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Betrachtet man die Musikgeschichte, so sieht man, dass es vor musikalischen Innovationen immer ein scheinbares musikalisches Tief gab. Daher glaube ich nur, wir befinden uns gerade in so einem musikalischen Tief und hoffe, dass ich den neuen Höhepunkt noch zu meinen Lebzeiten erleben werde. :)
Und wodurch kommt so ein Tief deiner Meinung nach zustande?

Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
(Was hörst du gerne, Peregrin?)
Ich mag so viele Musikrichtungen, dass es einfacher wäre zu sagen, was ich nicht mag: Mit Hip Hop, Techno, Schlager und vielen Jazz-Richtungen kann ich nichts anfangen. (Bis vor kurzem hätte ich noch Country mit aufgezählt.) Ich mag Lieder von Vertretern aller Stilrichtungen etwas von A wie Allegri (Sein "Miserere" von einem guten Chor gesungen wäre eines der Lieder, das ich auf die berüchtigte einsame Insel mitnehmen würde) bis Z wie Zeppelin (Led). :green:
Am meisten mag ich Musiker, die Stile mischen. Folk, Rock, Klassik, orientalische Einflüsse... you name it.

Ich habe nicht so hohe Ansprüche, dass alles stimmen muss wie gute Stimme, gute Texte, komplexer musikalischer Aufbau, Wandelbarkeit, Ehrlichkeit, etc. - aber ich erwarte immerhin eines der Elemente. ("Ehrlichkeit" soll heißen, ich will dem Künstler abnehmen, dass er hinter dem steht, was er da sing/spielt. Was ja leider bei vielen Popmusiker schon mal nicht gegeben ist, wenn sie das singen, was andere ihnen geschrieben haben oder von dem sie wissen, das es gefällig ist. (Darum finde ich auch Live-Interpretationen, die sich von der Studioaufnahme unterscheiden, bedeutend.)
Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Welche beschäftigen dich besonders?
Alle eigentlich. :mad3: Wenn du nicht Zeit und Lust hast auf alle einzugehen, kannst du ja noch was zu denen sagen, bei denen du meinst, die seien besonders kontrovers.

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Re: Musik und Zeitgeist

#20

Beitrag von Etain » Mi 20. Jun 2018, 08:07

Peregrin hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 19:52
Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Ich interviewte viele Klassenkameraden früher und bekam erklärt, dass nicht die harmonische Komplexität an den Stücken interessant sind sondern die Reihenfolge in der die Pattern kommen.
Da kann ich mir gerade nichts drunter vorstellen, kannst du das näher erklären?
Ein Pattern ist sowas wie ein musikalisches Muster. Das gibt es auf verschiedenen musikalischen Ebenen. (Das bekannteste harmonische Pattern ist die Kadenz mit Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika. (Hoffentlich kannst du mit diesen Fachtermini was anfangen.) Hier als Beispiel auch Pattern A genannt.) Die Anzahl dieser Muster ist im Lauf der Musikgeschichte, besonders in der Unterhaltungsmusik stetig zurückgegangen. Mittlerweile ist es in der Popmusik tatsächlich so, dass man so wenige Pattern hat, dass es einem langweilig erscheint, wenn man sie für sich hört. Legt man jedoch den Schwerpunkt auf die Reihenfolge, in der diese Pattern kommen, dann wird es interessant, denn man wartet auf eine Abweichung der Erwartung. (Diese Erwartungsabweichung ist schon immer der Reiz in der Musik gewesen.) Hast du also plötzlich Dominante Tonika Subdominante Tonika, sagst du "Ah das ist anders, das ist Pattern B", es ist aber noch nichts besonderes sondern nur ein neues Pattern. Worauf du dann im Stück achtest ist: Kommt nun erst Pattern A oder B? Wie sehr sich A von B unterscheidet ist dabei irrelevant. Früher ging es dagegen um die Unterschiede zwischen A und B. Ich hoffe, das war nun verständlich formuliert.
Peregrin hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 19:52
Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Die Erfassung der Inhalte ist heute viel wichtiger.
Also lieber ein unglaublich banaler Text a la "Herzschmerz" und "Wir haben es immer noch drauf" und "Sehnsucht nach Abenteuer/Freiheit" als einer, der polarisiert...? :shocked:
Ja, leider ist das so. Bei Polarisierung gehst du auf Konfrontation. Das ist in der U-Musik nicht gesucht. Dort willst du unterhalten. Ich habe mich auf J. Offenbach spezialisiert. Ein Komponist des 19. Jhd. der den Spagat zwischen Unterhaltung und Polarisierung meisterhaft beherrschte. Stell' dir vor, die dargestellten Inhalte sind noch heute gültig!!!
Peregrin hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 19:52
Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Auch wenn die Musik schön ist, könnte ja der Text meiner persönlichen Haltung entgegenstehen. Also muss ich da aufpassen. Bevor ich als Konsument ein falsches Statment durch das singen eines Liedes abgebe, dessen Text ich nicht verstehe, lasse ich es lieber.
Was ich ziemlich verwunderlich fände, da es heute eine unglaublich große Auswahl gibt. Wenn mir das eine Lied nicht gefällt, gibt's Millionen andere, die mir gefallen könnten! :shocked: (Wenn die Radiostationen sie mal spielen würden, anstatt die selben Dutzend Lieder zwei Mal die Stunde, bis selbst die Liebhaber der Lieder sie nicht mehr hören können...)
Ha, was du in der Klammer schreibst, ist wesentlich. Das wird ja auch in dem Beitrag erklärt: dadurch, dass wir immer nur das Gleiche zu hören bekommen, findet Gehirnwäsche statt. Daher hatte ich auch am anfangs geschrieben, dass unser Konsumentenverhalten mitverantwortlich für die aktuelle Situation in der Musik ist. Ich versuche seit über 10 Jahren unbekannte Musik populär zu machen. Meine Familie und Freunde warten heute noch darauf, dass ich den großen Coup lande. ;) Deshalb ein HOCH, wer nicht Mainstream hört. :D
Peregrin hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 19:52
Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Betrachtet man die Musikgeschichte, so sieht man, dass es vor musikalischen Innovationen immer ein scheinbares musikalisches Tief gab. Daher glaube ich nur, wir befinden uns gerade in so einem musikalischen Tief und hoffe, dass ich den neuen Höhepunkt noch zu meinen Lebzeiten erleben werde. :)
Und wodurch kommt so ein Tief deiner Meinung nach zustande?
Ich denke, da spielen viele Faktoren eine Rolle: wenn man sich exzessiv mit einem Thema auseinandersetzt, ist man es irgendwann über. Das gilt für Konsumenten und Produzenten. Dann gibt es natürlich auch die inhaltlich Grenzen. Irgendwann ist allein mathematisch die Variationsmöglichkeit einer gegebenen Anzahl von Pattern beispielsweise erschöpft und dann braucht es eine neue Idee bzw. Weiterentwicklung. Gegenfrage: Wie kommen Erfinder auf ihre Erfindungen und Ideen?
Peregrin hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 19:52
Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
(Was hörst du gerne, Peregrin?)
Ich mag so viele Musikrichtungen, dass es einfacher wäre zu sagen, was ich nicht mag: Mit Hip Hop, Techno, Schlager und vielen Jazz-Richtungen kann ich nichts anfangen. (Bis vor kurzem hätte ich noch Country mit aufgezählt.) Ich mag Lieder von Vertretern aller Stilrichtungen etwas von A wie Allegri (Sein "Miserere" von einem guten Chor gesungen wäre eines der Lieder, das ich auf die berüchtigte einsame Insel mitnehmen würde) bis Z wie Zeppelin (Led). :green:
Am meisten mag ich Musiker, die Stile mischen. Folk, Rock, Klassik, orientalische Einflüsse... you name it.

Ich habe nicht so hohe Ansprüche, dass alles stimmen muss wie gute Stimme, gute Texte, komplexer musikalischer Aufbau, Wandelbarkeit, Ehrlichkeit, etc. - aber ich erwarte immerhin eines der Elemente. ("Ehrlichkeit" soll heißen, ich will dem Künstler abnehmen, dass er hinter dem steht, was er da sing/spielt. Was ja leider bei vielen Popmusiker schon mal nicht gegeben ist, wenn sie das singen, was andere ihnen geschrieben haben oder von dem sie wissen, das es gefällig ist. (Darum finde ich auch Live-Interpretationen, die sich von der Studioaufnahme unterscheiden, bedeutend.)
Vielen Dank für den Einblick in deinen musikalischen Geschmack. Eine gewisse Schnittmenge deckt sich ja dann.
Peregrin hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 19:52
Etain hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 10:22
Welche beschäftigen dich besonders?
Alle eigentlich. :mad3: Wenn du nicht Zeit und Lust hast auf alle einzugehen, kannst du ja noch was zu denen sagen, bei denen du meinst, die seien besonders kontrovers.
Nimm es mir nicht übel, dass ich keine weiteren Punkte anspreche, aber das Thema regt mich eigentlich furchtbar auf. Es wird auf eine Entwicklung hingewiesen gegen die ich täglich ankämpfe und mit der ich ständig konfrontiert bin. So reicht es für mich erst einmal. Wenn ich was lese, wo ich beitragen kann, mische ich mich schon wieder ein.

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