Musik und Zeitgeist

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Peregrin
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Re: Musik und Zeitgeist

#21

Beitrag von Peregrin » Mi 20. Jun 2018, 15:53

Etain hat geschrieben:
Mi 20. Jun 2018, 08:07
Ich hoffe, das war nun verständlich formuliert.
Ja, danke für die Erklärung! :) Auch was die folgenden Punkte betraf. Interessant, da die Stellungnahme von jemand vom Fach zu hören, da ich nur Konsument bin.
Etain hat geschrieben:
Mi 20. Jun 2018, 08:07
Wenn ich was lese, wo ich beitragen kann, mische ich mich schon wieder ein.
Sollte sonst noch jemand hier etwas schreiben. *hoff*

Was ich auch interessant finde, ist die "Musikbedürftigkeit" der Menschen.

Z.B.: Können Jugendliche ohne Musik? :green: Wenn nein, warum nicht? Ist Musik da ein Mittel, um all die verwirrenden starken Emotionen, die die Pubertät hochspült, zu kanalisieren und zu ordnen?

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FreieAtem
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Re: Musik und Zeitgeist

#22

Beitrag von FreieAtem » Fr 22. Jun 2018, 00:24

Hei Peregrin,
Peregrin hat geschrieben:
Mi 20. Jun 2018, 15:53
Was ich auch interessant finde, ist die "Musikbedürftigkeit" der Menschen.
Das finde ich auch eine spannende Frage.
Ich denke das Musik total unterschiedliche und umfassende Bedürfnise im Menschen anspricht.
Z.B. ein ganz basales Bedürfnis nach Sinnlichkeit. Musik ist einfach ein sinnliches Erlebnis.
Töne wecken Aufmerksamkeit, die ist uns angeboren ... mal unabhängig davon ob das was man hört gefällt oder nicht: Nicht zuzulassen dass Tönte etwas mit einem auslössen und ihnen innerlich nicht zu folgen ist schwierig. Musik hat etwas mit fühlen zu tun.
Gleichzeitig ermöglichst das "Töne erzeugen können" auch jenseits von Sprache (die immer auch eine kognitive Verstandesleistung ist), ohne zu denken in Stimmungen einzutauchen, oder diese zu transportieren und für andere fühlbar zu machen usw. Das Bedürfnis nach Selbstausdruck. (Auch spannend, das hier im Wort Stimmung (Befindlichkeit), das Wort Stimme schon drinn steckt ;) ).
Das macht sie zu so ne Art Brücke zwischen Innen und Aussen.

Wir haben in meiner Ausbildung das Thema als praktisches Medium in der heilpäd. Arbeit gestreift (von vertieft will ich nicht sprechen). Das war jenseits von Noten und "Lieder singen / hören".
Für mich war das ein total neuer Zugang ... Total spannend und auch erstaunlich was da ohne jede Vorkenntnis und Plan an Schönheit, manchmal auch spannender Disharmonie herauskam.

Wenn Dich das ganz basale Musikbedürfnis von Menschen interessiert (und auch welche heilsame und therapeutische Wirkung Klänge haben können), würde ich Dir den Film Im Garten der Klänge empfehlen. Ich weiss nur leider nicht, ob man an den Film übers Netz rann kommt. Wir haben den damals über die Bibliothek ausgeliehen. Aber er ist mir als "Aha"-Erlebnis hängen geblieben.

LG FreieAtem
... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben ...

- Hermann Hesse aus Stufen -

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