Piero Ferrucci: Werde was Du bist

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Lakeisha
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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#11

Beitrag von Lakeisha » Di 18. Sep 2018, 12:30

Lieber Raphael,

danke für deine Ergänzung.
Mh, das mit dem Ei mag so sein. Mir ist das "Ei" das erste Mal in der russischen Esoterik (wenn man das so nennen kann) begegnet. Leider merke ich mir nicht immer so genau, wo ich was wann gelesen habe, finde mehr den Inhalt wichtig. Bardon und Frater v.D. fand ich jedenfalls sehr inspirierend und tiefgründig. Kommt ja auch darauf an, was man von welchen Autoren gelesen und vertieft hat.
Jedenfalls freue ich mich immer wieder über neuen Input und bin dankbar für Tipps, wie ich doppeltes Lesen vermeiden kann :thumbup:

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Bodecea
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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#12

Beitrag von Bodecea » Di 18. Sep 2018, 13:17

Rafael_Chiron hat geschrieben:
So 27. Aug 2017, 11:54
Piero Ferrucci: Werde was Du bist
- Selbstverwirklichung durch Psychosynthese -
Das klingt interessant! Danke für den Tipp.
Tu was du willst, aber trage dann auch die Konsequenzen.

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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#13

Beitrag von Schneewoelfin » Di 18. Sep 2018, 14:35

Rafael_Chiron hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 12:23
Parallelen gibt es natürlicherweise bei vielen Autoren, z.B. in den Werken von Israel Regardie, der das gesamte Golden Dawn Material bereits Ende der 1930er Jahre veröffentlichte.
man sollte bei solchen Autoren, wie auch Dion Fortune Franz Bardon, vllt im Auge behalten, dass sie in den Augen der Orden zu denen sie gehörten, als Verräter geächtet waren und auch niemals das "gesamte" Material übersetzt haben.
Bardon´s "Weg zum wahren Adepten" beschreibt lediglich die Einstiegsübungen für Neophyten, Regardie war "Adeptus minor", stand also am Anfang des Initiationsweges und was ich bis jetzt mitbekommen habe, fehlen bei ihm wesentliche Aspekte, bzw schreibt er manches anders ... zu Dion Fortune kann ich nix sagen, ausser, dass ich mal versucht habe die Seepriesterin zu lesen, was mir dann doch zu mühselig, weil viel zu geschwurbelt war.
Da ich meinerseits nicht gedenke eidbrüchig zu werden, möchte ich nurmal hier darauf hingewiesen haben, denn "halbe" Systeme bergen nicht wenige Gefahren und schweige was den Rest betrifft Bild

LG Schnee
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Rafael_Chiron
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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#14

Beitrag von Rafael_Chiron » Di 18. Sep 2018, 14:46

Hallo Bodecea,
Bodecea hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 13:17
Rafael_Chiron hat geschrieben:
So 27. Aug 2017, 11:54
Piero Ferrucci: Werde was Du bist
- Selbstverwirklichung durch Psychosynthese -
Das klingt interessant! Danke für den Tipp.
Ab dem 11. Kapitel, "Ein Füllhorn der Offenbarungen" findest Du viele praktische Beispiele für Visualisierungen. Einige davon, habe ich als geführte Meditationen ausgearbeitet. Urspünglich hatte ich vor, auf dem Forumtreffen wenigesten eine davon vorzustellen, aber leider war dann Zeit viel zu knapp dafür... :(

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Rafael_Chiron
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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#15

Beitrag von Rafael_Chiron » Di 18. Sep 2018, 17:07

Lakeisha hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 12:30
Mir ist das "Ei" das erste Mal in der russischen Esoterik (wenn man das so nennen kann) begegnet.
@Lakeisha: Vermutlich beziehst Du Dich auf Helena Petrovna Blavatsky, der Mitbegründerin der Theosophischen Gesellschaft (=TG). Damit bist Du auf einer guten Fährte... ;)
...denn Assagioli, der Begründer der Psychosynthese, war tatsächlich Mitglied in der TG, später auch im inneren Kreis der Arkanschule von Alice Bailey. Zeitlebens hat er jedoch diese Verbindungen geheimgehalten. Vieles aus der Psychosynthese hat daher einen theosophischen Hintergrund...

Etwas OT...
Schneewoelfin hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 14:35
Rafael_Chiron hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 12:23
Parallelen gibt es natürlicherweise bei vielen Autoren, z.B. in den Werken von Israel Regardie, der das gesamte Golden Dawn Material bereits Ende der 1930er Jahre veröffentlichte.
man sollte bei solchen Autoren, wie auch Dion Fortune Franz Bardon, vllt im Auge behalten, dass sie in den Augen der Orden zu denen sie gehörten, als Verräter geächtet waren und auch niemals das "gesamte" Material übersetzt haben.
Bardon´s "Weg zum wahren Adepten" beschreibt lediglich die Einstiegsübungen für Neophyten, Regardie war "Adeptus minor", stand also am Anfang des Initiationsweges und was ich bis jetzt mitbekommen habe, fehlen bei ihm wesentliche Aspekte, bzw schreibt er manches anders ...
@Schnee: Über Bardon möchte ich mich hier nicht auslassen, da dies etwas zu umfangreich werden würde...

Zu Regardie möchte ich nur sagen, dass der urspüngliche Golden Dawn über den Grad des Adeptus minor gar nicht hinausging. Wenn Regardies Veröffentlichungen in The Golden Dawn nicht ganz vollständig waren, dann lag das v.a. daran, dass das Material des Hermes Tempels, wo er initiiert wurde, etwas "degeneriert" war. In seinem Spätwerk The Complete Golden Dawn System of Magic hat Regardie das Meiste davon korrigiert und ergänzt, auch wenn sich trotzdem einige Fehler eingeschlichen haben...

Ich persönlich mag Regardie und bin ihm dankbar, dass er nach reichlicher Überlegung seinen Eid gebrochen hat. (Seine genauen Gründe kann man in What should you know about the G. D. detailliert nachlesen) Es gibt durchaus einige Kritikpunkte daran, wie er für sich das Material interpretiert hat, aber das hat nichts mit der Veröffentlichung des Originalmaterials zu tun; z.B. dass er das Kleine bannende Pentagrammritual in den Vordergrund stellte. Mindestens eine moderne Golden Dawn- Gruppe betreibt regelrechtes Regardie- Bashing, um sich dadurch zu profilieren, obwohl diese selbst ohne Regardie gar nicht existieren würde. Ich persönlich habe erlebt, wie unter dem "Eid der Verschwiegenheit" so mancher persönliche Mist versteckt und als "authentisch" tradiert wird... :aufkopf:

Leider gibt es im deutschsprachigen Raum keine sehr differenzierte Ausseinandersetzung über den Golden Dawn, der fast nur aus der Aleister Crowley- Perspektive gesehen wird. Im englischsprachigen Raum ist das ganz anders. Hier mal ein informativer Blog über Regardie von Aaron Leitch, der auch das Regardie- Bashing anspricht.
...OT Ende

:liebegrüße: Rafael Chiron

[EDITH: Link repariert!]
Zuletzt geändert von Rafael_Chiron am Di 18. Sep 2018, 19:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#16

Beitrag von Lakeisha » Di 18. Sep 2018, 18:38

Hallo Ihr Lieben,
Lieber Raphael,
.......na siehste, keiner hat das Rad neu erfunden. Ist doch gut und soll wohl auch so sein, dass "Eingeweihte" mehr erkennen oder mit den Buchinhalten verbinden, als andere. Wenn man dann noch Fehler entdeckt, kann man sich glücklich schätzen. Ist doch oft so gewesen, dass sehr viel verklausuliert geschrieben wurde.
Also ich finde diese Bücher sehr interessant und aufschlussreich. Wenn man diese Bücher nach ein paar Jahren nochmal liest - so geht es mir jedenfalls - kann man ganz interessante Dinge entdecken, weil man sie aus einer anderen Perspektive betrachten oder sogar erst richtig verstehen kann ;)
Finde ich ein seeeeeehr spannendes Thema.

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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#17

Beitrag von Hekate » Fr 5. Okt 2018, 17:33

:girlie-gfk:

Kapitel 1

Das widerspricht sich aber.

Visualisieren, heisst sich was vorstellen - geistig.

Die Beispiele, einige, zeigen aber etwas anderes.

Nämlich => Wahrnehmung

Beides hat aber nichts mit einander zu tun.

Der Bogen kommt über Konzentration + Aufmerksamkeit zusammen.

Übe ich ich z. B. Geistig, gewisse Sachen zu hören, habe ich unbewusst auch meine Aufmerksamkeit verschoben.
Das ich dann auch mal die Glocken höre, die ich sonst üblicher weisse ausblende, ist nichts besonderes.
Und hat mit Visualisierung nichts zu tun.
Da sie ja da sind.
Was anderes wäre, wenn sie eben nicht da wären und man hört sie.

:girlie-nick:
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#18

Beitrag von Rafael_Chiron » Fr 5. Okt 2018, 17:51

Hekate hat geschrieben:
Fr 5. Okt 2018, 17:33
Visualisieren, heisst sich was vorstellen - geistig.

Die Beispiele, einige, zeigen aber etwas anderes.
@Hekate: Das Problem ist wohl eher, dass uns dazu einfach die genaue sprachliche Begrifflichkeit fehlt :papiertuete: ...

"Sich etwas vorstellen" ist eine Art "geistiges Sehen". Aber wie soll man z.B. das "geistige Hören" bezeichen, etwa sich etwas "vorhören"... :nixweiss:

Wenn wir eine Visualisierung mit allen "inneren" Sinnen machen, z.B. eine Rose nicht nur "geistig" sehen, sondern gleichzeitig auch auch "geistig" ihren Duft riechen, ihre stechenden Dornen "geistig" empfinden etc., so ist das bereits eine Form der "Psychosynthese" - also etwas, was uns bereits ein wenig ganzer werden lässt.

:liebegrüße: Rafael Chiron

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Peregrin
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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#19

Beitrag von Peregrin » Fr 5. Okt 2018, 18:34

Ich glaube, was Hekate meinte war, dass in dem Buch die Imagination von etwas bestimmtem Vorgestelltem (z.B. stellt sich jemand akustisch die Musik einer Spieluhr vor <- mein erfundenes Beispiel) verknüpft wird mit dem Wahrnehmen von etwas anderem, Realem (die Kirchenglocken in seiner Gegend, die er sonst ausgeblendet hat. <- Beispiel aus dem Buch), das durch die Imaginationsübungen in den Fokus des Bewusstseins geraten sein sollen. Das finde ich auch sonderbar.

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Rafael_Chiron
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Re: Piero Ferrucci: Werde was Du bist

#20

Beitrag von Rafael_Chiron » Fr 5. Okt 2018, 19:37

Peregrin hat geschrieben:
Fr 5. Okt 2018, 18:34
Ich glaube, was Hekate meinte war, dass in dem Buch die Imagination von etwas bestimmtem Vorgestelltem (z.B. stellt sich jemand akustisch die Musik einer Spieluhr vor <- mein erfundenes Beispiel) verknüpft wird mit dem Wahrnehmen von etwas anderem, Realem (die Kirchenglocken in seiner Gegend, die er sonst ausgeblendet hat. <- Beispiel aus dem Buch), das durch die Imaginationsübungen in den Fokus des Bewusstseins geraten sein sollen. Das finde ich auch sonderbar.
Ah, jetzt verstehe ich, was ihr meint... :kopf:

Aber die beschriebene Verknüpfung zwischen z.B. dem "imaginären Hören" und dem realen Hören der Kirchenglocken bezieht sich doch gar nicht auf die Übung selbst, sondern dies taucht erst im Nachhinein als Effekt oder Resultat im Außen auf. Das kann man auch als eine Form der Integration verstehen, genauso wie die interessante Erkenntnis, dass manche unserer Sinne offenbar besser funktionieren als andere. Dies ist auch der Grund für das Tagebuch, wo man auch Erkenntnisse über die Nachwirkung einer Übung notiert.

Funktioniert übrigens auch in die andere Richtung. Als ich eine aufblühende Rose imaginieren wollte, wurde mir bewusst, dass ich gar nicht genau weiß, wie ein solches Aufblühen genau abläuft. Habe mir daher erst einmal ein Youtube Video angesehen, wo man das Aufblühen einer Rose im Zeitraffer sehen kann.

:liebegrüße: Rafael Chiron

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