Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

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Schneewoelfin
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Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#1

Beitrag von Schneewoelfin » Mi 11. Okt 2017, 21:37

Hi Ihr,

da mein Kühlschrank seinen Geist aufgegeben hat und ich das nicht sofort bemerkte, da ich ihn kaum brauche, spiele ich mit dem Gedanken, zukünftig vollkommen darauf zu verzichten, allerdings nicht auf den Gefrierschrank, den ich mal von einer lieben Freundin :herz2: geschenkt bekam

Gemüse kaufe ich sauer eingelegt, (Tomaten) in der Dose oder frisch, dann wenn ich es verarbeiten und essen will, bis auf Zwiebeln und Knofel, das aber auch in kleinen Mengen
Fleisch zur sofortigen Verwendung, bzw dann verarbeitet (Gulasch, Bolognese)
Käse esse ich kaum, wenn dann Parmesan, der sich auch im Keller hält, Joghurt/Quark kaum und Milch garnicht
Problematisch finde ich, dass es Hafermilch nur in 1L Packungen gibt

ich könnte mir vorstellen, dass es mich auch vor meinem Grillsaucen Hype bewahrt :green: so kaufe ich dann, wenn ich mal ein Fleischfondue mache oder grille, vllt "nur noch" 3-4 Saucen :mad3:

Habt Ihr Erfahrungen und Tipps mit "ohne Kühlschrank"?

LG Schnee
Es geht immer um die Quintessenz - ich beschäftige mich gerne mit den ursprünglichen Dingen, weniger mit dem "Tamtam" /me

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Peregrin
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#2

Beitrag von Peregrin » Mi 11. Okt 2017, 22:19

Habe ich auch schon mal ausprobiert und eigentlich nur wieder aufgegeben, da der Kühlschrank ohnehin hier bei mir steht und aus Platzgründen mein Vorratsschrank ist. (Den ich auch oft als solchen benutze und Sachen drin lagere, die eigentlich gar nicht gekühlt werden müssen.)

Ich denke, wenn man die Gelegenheit hat, öfters einzukaufen und nicht den klassischen "großen Einkauf" am Wochenende macht, ist das tatsächlich kein großes Problem.

Selbst für echten Käse braucht man keinen Kühlschrank, wenn man kleine Portionen mit klassischer Wachsrinde hat. Wurzelgemüse, Kartoffeln und ähnliches kann man gut lagern, in dem man es in eine Sandkiste packt. (Eimer mit Sand - ich nehme da Vogelsand - der ist billig und hat praktischer Weise Anisöl als Bakterienhemmer drin. Die Muschelstückchen stören nicht.) Pesto und Co halten sich, wenn man die wieder mit Öl bedeckt, wenn man sie einmal angebrochen hat. (Das war das einzige, was bei meinem damaligen Versuch ohne Kühlschrank geschimmelt ist, weil ich darauf nicht geachtet habe.)

Hast du einen kühlen Keller, in dem du eventuell Sachen lagern kannst, z.B. um Gärprozesse zu stoppen?

(Pflanzen)Milch im Tetrapack hält sich ja auch einige Tage außerhalb des Kühlschranks und muss nicht unbedingt gekühlt werden, wenn du den Geschmack zimmertemperaturwarmer Milch magst.
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Schneewoelfin
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#3

Beitrag von Schneewoelfin » Mi 11. Okt 2017, 23:22

Peregrin hat geschrieben:
Mi 11. Okt 2017, 22:19
Hast du einen kühlen Keller, in dem du eventuell Sachen lagern kannst, z.B. um Gärprozesse zu stoppen?

(Pflanzen)Milch im Tetrapack hält sich ja auch einige Tage außerhalb des Kühlschranks und muss nicht unbedingt gekühlt werden, wenn du den Geschmack zimmertemperaturwarmer Milch magst.
jetzt im Herbst, dann Winter auf jeden Fall, danach muss ich dann eben mal die Temperatur messen

gut zu wissen..... Pflanzenmilch benötige ich hauptsächlich zum Kochen, ich trinke sie nur in Getreidekaffee oder Chai
Es geht immer um die Quintessenz - ich beschäftige mich gerne mit den ursprünglichen Dingen, weniger mit dem "Tamtam" /me

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Hekate
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#4

Beitrag von Hekate » Fr 13. Okt 2017, 22:49

Im Winter geht es.

Aber im Sommer, nein finde ich nicht.

Ich hasse es, wenn gekochtes Gemüse im Sommer bereits nach einer Stunde in der warmen Küche stehend, sauer und damit kaputt ist.

Ausser dem habe ich medizinische Sachen, die gewisse Temperaturen nicht überschreiten dürfen.

Winter ja, Sommer - nein.

Gruss

Hekate
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persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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woodfaery
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#5

Beitrag von woodfaery » Fr 13. Okt 2017, 22:58

Mein Ex hatte im Studentenwohnheim seine Milch immer draußen auf der Fensterbank stehen. Und auf dem Boot (unter Segel ohne Strom), haben wir nasse Lappen um die Weinflasche gewickelt, die dann im Wind dank Verdunstungskälte schön kühl blieb. :)
“We’re all stories, in the end. Just make it a good one, eh?”
— The Doctor, Season 5, Episode 13

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Über das Gärtnern mit Katzen und das Leben in einem alten Bauernhaus:https://hossenhof.wordpress.com/

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Rafael_Chiron
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#6

Beitrag von Rafael_Chiron » Fr 13. Okt 2017, 23:31

Schneewoelfin hat geschrieben:
Mi 11. Okt 2017, 21:37
Habt Ihr Erfahrungen und Tipps mit "ohne Kühlschrank"?
Im Winter sollte das eigentlich kein Problem darstellen... :green:

In der kühleren Jahreszeit einfach den Kühlschrank still legen und das Kühlgut anderweitig lagern. Besonders vorteilhaft ist da die traditionelle Speisekammer mit dem kleinen Fenster nach draußen. Eine Alternative ist der Sack oder die Tüte, die man aus dem Fenster hängen lässt, indem man den Henkel Innen am Fenstergriff einhängt. Oder aber das Kühlgut einfach auf das äußere Fensterbrett stellen. Nur den Rabenkrähen darf das nicht auffallen, die vergessen das nämlich nicht so schnell und werden zukünftig immer mal nachschauen kommen, ob's wieder was zu holen gibt... :D

:liebegrüße: Rafael Chiron

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Atemwasser
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#7

Beitrag von Atemwasser » Sa 14. Okt 2017, 05:26

woodfaery hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2017, 22:58
auf dem Boot (unter Segel ohne Strom), haben wir nasse Lappen um die Weinflasche gewickelt, die dann im Wind dank Verdunstungskälte schön kühl blieb. :)
- woodfaery, immer ein Auge auf die wichtigen Sachen im Leben :D

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woodfaery
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#8

Beitrag von woodfaery » Sa 14. Okt 2017, 13:33

Atemwasser hat geschrieben:
Sa 14. Okt 2017, 05:26
woodfaery hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2017, 22:58
auf dem Boot (unter Segel ohne Strom), haben wir nasse Lappen um die Weinflasche gewickelt, die dann im Wind dank Verdunstungskälte schön kühl blieb. :)
- woodfaery, immer ein Auge auf die wichtigen Sachen im Leben :D
Genau das! Man muss Prioritäten setzen. :alc:
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— The Doctor, Season 5, Episode 13

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Lakeisha
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#9

Beitrag von Lakeisha » Mo 16. Okt 2017, 08:55

Hallo Ihr Lieben,

insofern ich in einem Breitengrad lebe, wo nur wenige Wochen - wenn überhaupt - Minustemperaturen herrschen und - wenn überhaupt - nur wenige Wochen die Temperatur unter 4°C sinkt, komme ich nicht in die Verlegenheit auf einen Kühlschrank zu verzichten. Überdies habe ich auch noch ein Kind im Haus, was genauso gerne unverkeimte Milch trinkt und Joghurt ißt, wie seine Mutter. Also... und ich gehe auch nur einmal die Woche einkaufen, weil ich mir den Luxus nicht leisten kann, jeden Tag einzukaufen. Daher kaufe ich auch oft tiefgekühltes Gemüse (soll eh mehr Vitamine enthalten, weil direkt schockgefrostet und nicht tagelang bis zum Verkaufsort transportiert)..... Mich würde an einem kühlschranklosen Leben und der mangelnden Möglichkeit der fachgerechten Lagerung von Lebensmitteln auch das Risiko der Keimvermehrung (Eier!!!) stören. Nö.... ich sehe noch keine Alternative zum Kühlschrank. Getränke wie Wasser etc. die nicht der Kühlung im Kühlschrank bedürfen, lagern wir im Keller - dort ist es dafür kühl genug. Im Winter liegt draußen selten Schnee. Im Sommer gibt es hier auch Wochen über 30°C.
Mir persönlich wäre ein Verzicht auf einen Kühlschrank zu teuer und zeitaufwendig (weil jeden Tag frische Lebensmittel zum Direktverzehr kaufen, selbstversorgender Anbau im Garten nicht möglich...). Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung dazu.... ein rein veganes Leben könnte allerdings auch den Reiz der Kühlschranklosigkeit mit sich bringen.... Obwohl - gekochtes Essen sollte auch (wegen Keim-/Schimmelbildung) im Kühlschrank aufbewahrt werden, wenn man nicht 3 Tage hintereinander z.B. Kürbissuppe essen möchte... ;)

Kleiner Schwank aus meinem Leben: Frischer Fisch (Forelle, tagfrisch vom Forellenfischer!!!) hing in einer Tüte vor dem Küchenfenster.... fand meine Nachbarkatze suuuuper!!! Gerade noch gesehen, wie sie anfing, an der Tüte zu nesteln.... wenn man gerne Teilt - klar, dann geht das mit dem Raushängen (von den Krähen und Elstern, die sich evt. eingeladen fühlen, kaum zu reden.... in mehr ländlichen Gegenden kann dann auch noch der Fuchs zu Besuch kommen - nettes Tierchen ;) )... Sorry, daß ich so negativ bin, muß an PMS liegen ;)

GlG, bb, Lakeisha
Carpe diem & noctem.
Morgengymnastik:
Mit dem richtigen Fuß aufstehen, Fenster seiner Seele öffnen; vor allem was lebt verbeugen; Gesicht der Sonne zuwenden; paar Mal über den eigenen Schatten springen; sich gesund lachen.
Und: :kaffee: ;)

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schweni
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#10

Beitrag von schweni » Mo 16. Okt 2017, 15:17

Hallo zusammen,

ich habe aufgrund meines busigen Lebensstils auch schon des öfteren mit der Abschaffung des Kühlschranks geliebäugelt. Ich koche zwar oft und gerne, kaufe dann aber zumeist auch nur für ein, zwei Tage ein und verkoche das Zeug direkt. Da ich Vegetarierin bin, hätte ich zum Beispiel auch keinen Stress mit der Aufbewahrung von Fleisch und Fisch. Das einzige, was mich derzeit von der Realisierung derartiger Pläne abhält, ist meine große Liebe zu Tiefkühlspinat. Immer gut, das Zeug da zu haben - vor allem, wenn's im Rewe keinen frischen gibt!

Liebe Grüße
schweni

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