Litha

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Rewa
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Re: Litha

#11

Beitrag von Rewa » So 11. Jun 2017, 10:07

Solasard hat geschrieben:
So 11. Jun 2017, 07:57
Was wirklich von unseren Ahnen kommt können wir nur ahnen, sonst wären es ja keine.
Gruß Sola
Moin Moin!
Wenn es darum geht, dass wir so gut wie keine zuverlässigen Überlieferungen aus der Zeit unserer Ahnen (sagen wir mal ganz unkorrekt so um 1000 Jahre und mehr in die Vergangenheit) haben, stimme ich dir zu. Natürlich wäre es sehr schön, wenn wir mehr über unsere (heidnische) Vergangenheit zuverlässig wüssten. Aber mir persönlich ist es nicht wirklich wichtig, ob dieser Tag nun Lithra, Sommersonnenwende oder Mittsommer(nacht) genannt wird. Jeder Tag ist ein guter Anlass, Gutes zu tun und besondere Tage sind besonders gute Anlässe, etwas besonders Gutes zu tun. Sich selbst oder anderen. So weit, so gut.

Dass wir aber grundsätzlich nur ahnen können, was von unseren Ahnen kommt, halte ich für durchweg falsch. Zuerst einmal hat das Wort "ahnen" (von Vermuten) absolut nichts mit dem Wort "Ahnen" (im Sinne von Vorfahren) zu tun. Es ist einfach nur ein Wortspiel und ebenso sinnvoll wie die angebliche "Bauernregel": Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter - oder es bleibt, wie es ist.
Wenn du mehr als eine Ahnung davon bekommen möchtest, was deine Ahnen so ahnten, empfehle ich dir Runenmeditation mit Uruz. Bei zunehmender Erfahrung auch in Kombination mit Teiwaz, Berkana, Mannaz oder Othala. Du ahnst ja nicht, was da so alles auf dich wartet ;)

Liebe Grüße
Rewa
Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
(Sitting Bull, Lakota-Indianer)

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Solasard
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Re: Litha

#12

Beitrag von Solasard » So 11. Jun 2017, 10:35

Mehr als ein Wortspiel stand auch nicht hinter meiner Aussage.

Wie wann wer Jahreskreisfeste benannt hat ist mir persönlich nicht so wichtig, mir ist das Bewusstsein und die Absicht die dahinter steckt von den Personen die sie feiern wichtiger.

Gruß Sola

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Re: Litha

#13

Beitrag von atemkristall » So 11. Jun 2017, 13:17

ArionCGN hat geschrieben:
So 11. Jun 2017, 01:07
Ja... ich kriege bei den Namen Litha, Mabon und Ostara immer Sodbrennen, weil die Namen erst seit den 70ern von Aidan Kelly für die Jahreskreisfeste eingeführt wurden. Man kann also nicht wirklich von den Festen unserer Ahnen sprechen, wenn man sie Litha usw. nennt.
Warum wäre es wichtig, dass es "Feste unserer Ahnen" sind?

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abendhirsch
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Re: Litha / Mittsommer

#14

Beitrag von abendhirsch » So 11. Jun 2017, 14:06

Hekate hat geschrieben:
Sa 10. Jun 2017, 13:22
Mitsommer ist ein astronomisches Fest, wie Mitwinter, Frühling, Herbst (Tag-und-Nacht-Gleichen), die sind im engen Rahmen beweglich.

Von 20 - 23.

2017 21. Juni 06:24 Uhr MESZ
Danke für die klärende Übersicht.
Ich schrieb von unserer Feier am 24.6. ... Mir ist schon klar, dass dann nicht der Mittsommertag ist, aber finnischem Pragmatismus folgend werden große Feiern auf das Wochenende verschoben ... und glaub mir, die Finnen feiern das ziemlich groß ... zumeist beim Sommerhaus am Ufer irgendeines der unzähligen Seen ...

... und was die Namen angeht: Ich bin da eher entspannt. Von mir aus sollen die Leute die Feste so nenne, wie sie wollen ... Ich weiß ja auch, dass jemand Mittwinter meint, wenn er Weihnachten sagt ... Ein Umdeutungsversuch ist das eine wie das andere ...

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Mittsommerfeier ... wie auch immer ihr sie begeht ... und wie auch immer ihr sie nennen mögt!

LG & BB
abendhirsch
)O( Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als unsere Wissenschaftler uns erklären können.

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Re: Litha

#15

Beitrag von Fiep » So 11. Jun 2017, 14:08

ArionCGN hat geschrieben:
So 11. Jun 2017, 01:07
Ja... ich kriege bei den Namen Litha, Mabon und Ostara immer Sodbrennen, weil die Namen erst seit den 70ern von Aidan Kelly für die Jahreskreisfeste eingeführt wurden. Man kann also nicht wirklich von den Festen unserer Ahnen sprechen, wenn man sie Litha usw. nennt.
Wie sollte man sie denn korrekterweise nennen?

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Re: Litha

#16

Beitrag von Hekate » So 11. Jun 2017, 15:17

Privat ist mir der genaue Zeitpunkt wichtig.

Wobei, ich aber auch da bei Ritualen, wenn es dann stimmig ist, auch pragmatisch bin.
(Betonnung dann aber auf stimmig.)

In der Gruppe/Coven/Zirkel ist wiederum was anders.

Ein noch anderer Punkt ist für mich - religiös. - ABER das wäre ein ganz anderer Punkt und ganz andere Diskussion.

Gruss

Hekate
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Re: Litha

#17

Beitrag von Lakeisha » Mo 12. Jun 2017, 19:51

Ähm, o.k. - dann "oldscool*... Midsummer... @ArionCGN ;)
M.E. ist es egal, wie man es nennt, Hauptsache man feiert :halloween: - o.k. "falsches" Icon, ... :viking-met: :pfeif: und
ach, was soll`s habt einfach Spaß und Freud!! Wenn ich (nochmal) heiraten würde, dann zu diesem Fest ;)

GlG, BB, Lakeisha
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Re: Litha

#18

Beitrag von Lakeisha » Di 13. Jun 2017, 08:55

Hallo Ihr Lieben,

:lach: @Arion, stimmt - aber ich arbeite dran, vielleicht zum 25sten Hochzeitstag ;)
und - sorry, wenn ich Dir auf die Füße getreten bin, das haben sie nicht verdient ;)

Mal ernsthaft - der geschichtliche Hintergrund ist sicherlich wichtig. Und ehrlich - wenige steigen so tief in die Materie ein, um all die Nuancen zu erfassen, die mit den Festen verbunden sind. Auch "alte Hexen" können da manchmal Nachhilfe gebrauchen :help: (*michmeld*) , immer noch.

Ganz lieben Gruß,
blessed be,
Lakeisha
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Re: Litha

#19

Beitrag von Mercian » Di 13. Jun 2017, 13:33

Tag Zusammen,
Erstmal der ganze Dialog über was man was nennt beiseite schieben tue. Sonnst muss ich mich auch einmischen auf ein Thema das nichts mit der Hauptfrage zu tun hat. Arion hat faktisch Recht was die Nennung des Festes betrifft sowie die Modernisierung per Kelly. Sprich Solstice (Englisch für Sonnenwende) und das ist mein Senf dazu. Punkt.:)

Erstens die Entstehung der christlichen Zuordnung von Johannistag, Fakten halt:
Nach der Christianisierung versuchte die Kirche, die heidnische Sonnenwend-Tradition abzuschaffen. Da alle Versuche scheiterten, legte die Kirche schließlich im 5. Jahrhundert[4] den Gedenktag für Johannes den Täufer auf den 24. Juni und übernahm zahlreiche Bräuche.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johannistag

Persönlich kann ich nichts mit Kirchlichen Festen oder Bräuche in Wicca überhaupt etwas anfangen. Liegt wahrscheinlich an meine streng katholischen Erziehung anno damals. Aber jedem seins sag ich noch dazu. Wir feier ich die Sommersonnenwende...?

Laut, mit Trommeln, Feuer, und anderen Hexen und Wicca. Es ist für mich die Höhepunkt der Gehörnte und seinem Energie. Dementsprechend möchte ich einem Teil davon auffangen in einem Cupolabaum (Lässt sich schwer übersetzen ins deutsche Sprache ist aber mit einem Sonnenrad ähnlich) Es ist ein Ring aus gewebtem Getreide, ein Kranz mehr oder weniger. Es hat vier Speichern entsprechend die Himmelsrichtungen bzw. Elementen, die vier Jahreszeiten und/oder die vier Sonnen feste im Jahr. Daran hängen "Corn Dollies" (Eine aus Getreide geflochtene Puppe) die als Opfergabe dienen sollten. Sie wurden ins Feuer geworfen um dass das Böse geht und das Gute kommt. Auch darüber muss Hex reden, über die Schattenseite des Lebens und was daraus entstehen sollte.

Das Sonnenrad sammelt die göttliche Energie und nach dem alle persönliche Opfergaben erledigt sind, wird das Sonnenrad zusätzlich verbrannt um die gesammelten Energie unseren Göttin zu opfern, um die Ernte zu unterstützen.

So das war`s im Kurzform von Mir.
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“

„Ist es nicht sonderbar, daß die Menschen so gerne für die Religion fechten, und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?“

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Re: Litha

#20

Beitrag von Hekate » Di 13. Jun 2017, 15:44

Für mich ist Litha, ein Getreidefest, der Start der Erntezeit.

Ich werde wohl ein Brot backen. - Warscheinlich diesmal ein Buchweizenmehl-Leinmehl-Brot.

Und dann Abends - grillen.

Gruss

Hekate
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