Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

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Hekate
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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#51

Beitrag von Hekate » Mi 14. Jun 2017, 21:23

Romantik

Und die Bilder, die mit in der Romantik entstanden sind.

Und die natürlich auch in uns fortwirken.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Dennis
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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#52

Beitrag von Dennis » Do 15. Jun 2017, 06:29

Wenn ich mir das so durchlese muss ich mich fragen: bin ich Hexe? Ich habe weder viele Pflanzen in der Wohnung, noch bin ich sonst irgendwie arg an Natur interessiert, mein Einkaufsverhalten besteht nicht aus Bio oder Öko oder regional, sondern ich hole das, was ich möchte Ja auch Massentierhaltungsfleisch, gespritztes Obst und Gemüse zu Zeiten, wo es bei uns nicht gibt und das aus dem Ausland eingliefert wurde.... und etliche Punkte mehr.... Ntürlich wird bei uns im Hochhaus auch Müll getrennt, aber die einen machen es besser wie andere.... Ich lebe mein Leben nicht anders als die Nachbarin schräg gegenüber, Außer dass ich nicht in die Kirche gehe sondern meine Rituale, Feste und Gebete zu Hause im Tempelraum mache......... Dieses arg romatische Bild der Hexe die am besten am Waldrand lebt, alles selbst zieht und evtl. sogar schlachtet...... das ist mir so zuwider und wider meiner persönlichen Natur, dass ich mich Frage wie real ist das wirklich????

Solasard
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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#53

Beitrag von Solasard » Do 15. Jun 2017, 06:46

Manche sagen das Wort "Hexe" leidet sich von Haguzusa (die Heckensitzerin) ab. Wieviel Hecke ist in deinem Leben Dennis?

Gruß Sola

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Dennis
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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#54

Beitrag von Dennis » Do 15. Jun 2017, 08:55

Sola, das weiß ich ;) War auch eher als Rhethorik gemeint

Corylus avellana
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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#55

Beitrag von Corylus avellana » Mo 19. Jun 2017, 11:25

Hallo ihr.
Ich möchte hier auch mal gerne meinen Senf dazugeben. Es ist natürlich so, dass jeder seinen persönlichen Weg finden muss und ich kann hier nur von dem sprechen, was ich als richtig empfinde. Und es ist bestimmt so, dass man auch in der Stadt anfangen kann, sich mit der Natur zu beschäftigen und vieles bewusster wahrzunehmen, wenn man das möchte. Allerdings ist mir das persönlich zu wenig. Ich sehe mich selbst als naturspirituell. Für mich ist die gesamte Natur göttlich und beseelt und alle Trennung zwischen den einzelnen Lebewesen und Dingen ist letztendlich nur eine Illusion. Diese Ansicht prallt aber immer wieder mit der heutigen Lebenswirklichkeit zusammen. Es ist Fakt, dass wir stetig mehr unseren eigenen Lebensraum zerstören und es kaum mehr Natur gibt, die sich entfalten kann ohne dass man an ihr herumwerkelt, sie zerschneidet oder andersweitig kontrolliert. Das gilt für unsere Offenlandschaften und auch unsere Wälder. Wir wissen überhaupt nicht mehr, wie sich wilde Natur anfühlt. Das macht mich sehr traurig. Und ich kann daran auch akut nicht sehr viel ändern. Und ich finde es schade, dass man nicht einfach "aussteigen" kann. Ich bin leider darauf angewiesen, im Supermarkt meine Lebensmittel zu kaufen. Natürlich kann man in einem engen Rahmen wählen was man einkauft. Ich versuche wenig Fleisch zu essen und eher mal Bio-Sachen und regional und saisonal zu kaufen. Nur bio-Sachen zu kaufen, kann ich mir aber nicht leisten und ich weiß auch nicht, ob das wirklich viel besser ist, oder man nicht auch ein bisschen sein Gewissen beruhigt. Ich versuche seit einigen Jahren die Natur wieder besser kennen zu lernen und das mit Erfolg. Ich kann nun viele der Pflanzenarten bestimmen, die hier so wachsen und nehme viele Dinge um mich herum bewusster wahr. Trotzdem merke ich, dass mir das nicht reicht. Ich bin immernoch unzufrieden und suche nach einem "natürlicheren" Leben. Ein paar Kräuter auf dem Balkon und regelmäßige Naturspaziergänge, das sind für mich nur Ersatzhandlungen und ich finde, als heidnisch oder naturspirituell gesinnter Mensch muss man seinen Alltag noch mehr umstellen. Mein Partner und ich wollen demnächst umziehen, weiter raus aufs Land. Ich würde gerne irgendwann ein Häuschen mit Garten bewohnen und mir viel selbst anbauen. Und vielleicht auch mal Tiere wie z. B. Hühner halten. Ich weiß, dass ich mir das vielleicht zu idyllisch vorstelle und dass es auch sehr viel Arbeit ist. Aber ich werde trotzdem versuchen mir das Schritt für Schritt zu erarbeiten. Ich bin mir sicher, dass ich mich so wieder besser an den Rhythmus der Natur annähern kann und insgesamt zufriedener sein werde.

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atemkristall
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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#56

Beitrag von atemkristall » Mo 19. Jun 2017, 13:10

Solasard hat geschrieben:
Do 15. Jun 2017, 06:46
Manche sagen das Wort "Hexe" leidet sich von Haguzusa (die Heckensitzerin) ab. Wieviel Hecke ist in deinem Leben Dennis?

Gruß Sola
In oder auf Hecken zu sitzen stell ich mir ziemlich unbequem vor... Das ist doch wohl eher symbolisch gemeint. Die Hexe sitzt auf der Grenze zwischen den Welten. Zwischen dem Umhegten, unserem menschlichen Bereich, und der anderen Welt, der der Götter, Geister und dem, was die materielle Welt berührt. Und das Umhegte KANN gerade auch die Stadt sein. Menschen leben seit tausenden von Jahren in Städten und dort waren auch die wichtigsten Tempel. Dort, wo die Menschen leben, mitten drin, ist auch die Schnittstelle zu den Göttern. Nix gegen Ökologie, aber ist dieses "Zurück zur Natur" und "das Landleben ist viel besser, reiner und gesünder" nicht vor allem eine verklärte Sicht und Projektion von Stadtmenschen...? Als Stadtmensch liebe ich die Natur und den Wald und die Berge als das Andere. Meine Meinung, meine Sicht, meine Erfahrung...
Heute gibts klasse Apéro und Grillieren mit Nachbarn und Freunden im Garten mitten in der Stadt. Freu mich schon.
Beste Grüsse vom
atemkristall

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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#57

Beitrag von Solasard » Di 20. Jun 2017, 03:46

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bitte ihren Stadtschamanen oder ihre Sofahexe online. :lach:

Gruß Sola

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Hekate
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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#58

Beitrag von Hekate » Di 18. Jul 2017, 16:43

*seufzt*
Stadt ist Natur.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#59

Beitrag von Peregrin » Di 18. Jul 2017, 17:20

Nur weil jemand ländlich wohnt, heißt ja da auch nicht, dass er damit automatisch naturverbundenen wäre. Immer mehr Menschen wohnen da, weil sie Pendler sind, also noch weniger Zeit haben, sich da in der Natur rumtreiben, da sie in der Stadt arbeiten, dann lange Fahrzeiten haben und von ihrem ländlichen Wohnen auch nur etwas am Wochenende haben. (An den Wochenenden können die Städter aber ja zeit-technisch auch in die "Natur".)

Die Frage ist ja auch, was "Natur" überhaupt ist. Die meist in Monokultur genutzten landwirtschaftlichen Flächen? Die aufgeforsteten Flächen, die sich "Wald" nennen? (In die tatsächlich naturbelassenen bzw. renaturierten Flecken darf man meist nicht, da die unter Schutz stehen. Was ja auch gut so ist.)

In der Stadt gibt es immer mehr Natur. Ich habe die genauen Zahlen nicht im Kopf, aber inzwischen gibt es wesentlich mehr Pflanzen- und Tierarten (vor allem Vögel) in den meisten deutschen Städten, als auf dem Land. (Wo sich nicht zuletzt dank der Massentierhaltung, vor allem in Norddeutschland, "Maiswüsten" entwickeln.)

Ich bin sicher, dass ich in jeder Stadt interessante Ecken finden lassen, in denen es wächst, kreucht und fleucht. Das muss nicht der offensichtliche Park sein, es gibt auch Brachflächen, oder halboffene (also der Öffentlichkeit zugängliche private) Gärten ohne Ende, wenn man weiß, wo man gucken muss. Die meisten Städte haben auch eine "Szene", die sich so etwas zu nutze macht und sich darüber austauscht. Einfach mal für die eigenen Stadt nach recherchieren.
Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten. - Dalai Lama

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Re: Stadthexe - in Einklang mit der Natur?

#60

Beitrag von Luce » Di 18. Jul 2017, 17:28

Stadthexe ist hier keine "Klassifizierung" sondern eher eine Beschreibung. ;)
Natürlich KANN man auch als Hexe, die in der Stadt lebt, Natur erleben - das ist aber eben mit anderen Herausforderungen verbunden.
Ich denke, wenn jemand das Wort "Stadthexe" benutzt, will er damit nur umgehen, stundenlang zu erklären, wie seine Lebensbedingungen sind, wo die Schwierigkeiten liegen etc.
Statt dessen schreibt er eben "Wie kann ich als Stadthexe mein Hexendasein ausleben"?
Und hofft darauf, dass er verstanden wird. Bei mir klappt das...also ich jedenfalls verstehe, was gemeint ist. :kaffee:
Aber so sind die Menschen und die Lebenssituationen eben unterschiedlich.

Edit und hinzugefügt: Ach ja, und ich würde natürlich einen Teufel tun, das eine "besser" als das andere zu bewerten.

Edit zum Edit :green: : Irgendwie ist diese gegenseitige Klassifizierung und Bewertung im "Hexenmiteinander" sowieso schräg und irgendwie auch an der Sache vorbei...

LG Luce
I can´t go back to yesterday because I was a different person then.
Lewis Carroll, Alice in Wonderland

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