Grundsätzliches zum christlichen Glauben

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Blendia
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#31

Beitrag von Blendia » Do 12. Mai 2016, 13:06

Ich glaube, dass hier jeder so seine Erfahrungen mit dem Christentum gemacht hat. Mir ist es völlig wurscht was welcher Jünger gesagt oder getan hat. Fakt ist, dass wenn man nur die kleinste Kritik äußert mit bösen Blicken geahndet wird. Wie schon erwähnt, lebe ich aufm Dorf das gar nicht mehr so klein ist... ich bin von den Katholiken zu den Protestanten gewechselt. .. ich würde gerne austreten weil ich an die Leute Zweifel die den Glauben vertreten sollten. Sie tun abgehoben , tun so als wüssten sie alles (Sorry aber du kommst auch gerade so rüber ) aber dabei ist das Christentum nicht alles. Ich respektiere sie... keine Frage... aber dann sollten auch sie Respekt vor Leuten haben, die sich aus irgendeinem Grund abgewandelt haben.
Die Menschen machen sowas kaputt... ganz ehrlich. ..
Ich habe mal geäußert ob Jesus vielleicht Heilkundig War... das wurde dem gleich gestellt als ob ich einen Anschlag auf den Papst ausüben wollte...

Ach ja... es ist übrigens ein Unding dass man Kirchensteuer zahlen muss. Mein Gatte, jedem das Seine, will nicht austreten. Wenn ich austreten würde, so muss man eine gewisse Strafe zahlen... wo Bitte gibt es sowas?

Edit: hab ich erwähnt dass meine Tochter ihr Abitur im Fach katholische Religion geschrieben hat? Sie hatte ernsthaft mit dem Gedanken gespielt Theologie zu studieren... *schluck* aber vielleicht würde sie es ja dann anders vermitteln?

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Alraune
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#32

Beitrag von Alraune » Do 12. Mai 2016, 13:13

Ich muss @VonKleist mal hier in Schutz nehmen.
Als Student der Religionswissenschaften/Theologie HAT er mehr Ahnung und Wissen als wir.

@Blendia, bei Kirchenaustritt zahlt man keine Strafe im Sinne von Bußgeld, sondern ein Bearbeitungsentgelt.


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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#33

Beitrag von Blendia » Do 12. Mai 2016, 13:22

Das weiß ich doch... aber man zahlt sehr wohl...

https://www.steuertipps.de/steuererklae ... -kirchgeld

Das meinte ich...
Ich meine klar... ich verstehe ihn irgendwo...
Aber dann irgendwie auch nicht... sonst hätte ich mich wohl nicht von der Kirche (nicht vom Glauben) abgewandt...

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#34

Beitrag von Alraune » Do 12. Mai 2016, 13:44

Ah, da ich nicht verheiratet bin, kenn ich das natürlich nicht.
Aber für mich macht es persönlich auch keinen Unterschied, ob ich in der Kirche bin oder nicht. (Zumindest noch.)

Aber Blendia, deine eigene Abkehr von der Institution Kirche und vom christlichen Gott sollte dich nicht daran hindern, emotional und analytisch die Glaubensentscheidungen (@VonKleist, hilf mir auf die Sprünge, bist du praktizierender Christ? Ich hab's vergessen) anderer Menschen nachvollziehen zu können.
(Mich erinnert der Ton der Beiträge manchmal an Diskussionen von Rauchern mit militanten Exrauchern.)

Auch wenn wir hier im HZ ein Konglomerat an Anderssein im Glauben darstellen und in der Masse nix mit Christen am Hut haben, finde ich ein neutralisierendes Element wie VonKleists Beiträge sehr erfrischend.

Denn ich finde, bei aller berechtigter Kritik an den Big Boys ist uns allen hier ein Glaube gemeinsam. Die Tatsache, dass wir glauben. Und im Miteinander gehört auch dazu, die eigene emotionale Abneigung zugunsten einer produktiven Debatte zurückzustellen.

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#35

Beitrag von Blendia » Do 12. Mai 2016, 13:51

Da hast du Recht Alraune ;)
Bin wohl auch zu sehr ein gebranntes Kind :)
Einfach zu viele Enttäuschungen... also lese ich gespannt weiter, halte mich aber dezent zurück :kaffee:

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#36

Beitrag von Alraune » Do 12. Mai 2016, 13:53

Ich kann dich gut verstehen, Blendia. Bin auch ein gebranntes Kind, möchte aber immer beide Seiten verstehen und mich weiterbilden. :)

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#37

Beitrag von Blendia » Do 12. Mai 2016, 13:58

Das will ich auch ;) und eigentlich bin ich ja auch gar nicht so bießig... :aufkopf:
Mir ist gerade meine puperntierende Tochter (Nein, nicht die fromme) übern Weg gelaufen bzw.... ich stand im Weg :wolke:

Sorry kleist...

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#38

Beitrag von 3Schwestern » Do 12. Mai 2016, 14:07

Liebe Blendia

Jesus war HEILKUNDIG sonst hätte er nicht Blinde sehend gemacht und "TOTE" wiederauferstehen lassen :green: Wahrscheinlich war die Person nicht wirklich tot. Gibt ja so Fälle, wo Menschen die scheintot sind, wieder aufwachen :D

Alles andere wäre NEKROMANTIE :green:

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#39

Beitrag von VonKleist » Do 12. Mai 2016, 15:32

Hallo

@Alraune: Qua Studentensein hat man leider nicht immer mehr Ahnung, das ist nur das Ideal :)

@Blendia: Insofern du mich angesprochen hattest, kann ich nur sagen: Immer schön rauf gehen auf den Kontrahenten, ich habe mich keinesfalls persönlich getroffen gesehen. Der Umgangston in diesem Forum ist nach meiner (bei weitem noch nicht lang anhaltenden) Wahrnehmung sehr höflich und respektvoll, dieser Thread stellt keine Ausnahme dar :thumbup: .

Was die Frage angeht, was sachlich konkret falsch sei beziehungsweise, was diese Dinge mir als Christ bedeuten - das wäre sicherlich eine zu große Aufgabe für mich, eine umfängliche Antwort auf alles zu geben. Nur zwei Beispiele:

Ich zitiere hier bewusst nicht den oberen Eintrag, weil ich es nicht auf die einzelne Auseinandersetzung abgesehen habe, ich will nur einmal verdeutlichen, was mich massiv stört.

Über das Alte Testament hieß es weiter oben, auf die Gewaltdarstellungen in den alttestamentlichen Schriften anspielend, dass das Alte Testament, würde es eine heutige Veröffentlichung sein, indiziert würde (als jugendgefährdend).
Diese Argumentation wurde selten gegen andere antike Texte verwendet ("igitt, Homer lese ich nicht, so viel Schweinkram, so viel Gewalt"), sondern vor allem gegen das Alte Testament. Die Vorwürfe haben da aber meistens als eigentliche Motivation nicht die konkreten Texte (die sehr interessant und wichtig sind!), sondern man benutzte das Alte Testament als Strohpuppe, um gegen alles anzugehen, was in den eigenen Reihen als "falsch" denunziert werden sollte. Krassestes Beispiel ist sicherlich die Verleugnung des Alten Testaments als "Viehhändler- und Zuhältergeschichten" durch NS-begeisterte Christen.

In diese Traditionslinie sollte man nicht treten. Das Alte Testament ist im Christentum schlichtweg in der Entstehungszeit die "Schrift" schlechthin, das Heilige Buch. Im späteren Verlauf wurden dessen Texte auf vielfältige Weise interpretiert, aber grundsätzlich wurde daran festgehalten, dass der Gott, zu dem sich die Israeliten bekannten, der gleiche Gott ist, der Christus auferweckt hat. Daher sind die Geschichten von Gott im AT bis heute kanonisch, d.h. gehören zur Geschichte Gottes wie das Neue Testament auch. Kern der Schrift ist für die Christen das Christus-Ereignis, das interpretativ die Lektüre des AT prägt.

Zweitens: Die Kanonbildung und die Entstehungsgeschichte der biblischen Texte und des christlichen Dogmas sind "unterkomplex" dargestellt worden. Zur Textentstehung verweise ich einfach auf das Wibilex-Projekt. Kostenlos Texte von Koryphäen lesen, das ist besser als mir zu lauschen :D Was den historischen Jesus angeht: Warum wird hier nie unterschieden zwischen Jesus, wie er in den Schriften der ersten Christen auftaucht, und dem, was man "historischen Jesus" nennt? Das wäre mir sehr wichtig.

Der historische Jesus hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Exorzismen und Heilungen praktiziert - was immer das im antiken Verständnis meint. In theologischer Perspektive ist entscheidend, dass er dies nicht aus lauter Übermut tat, sondern den Menschen damit verkündete, dass die Gottesherrschaft unmittelbar bevorstehe und in den Wundern schon präsent sei (Lukas 11,20).

:papst: :angel: :altersack:

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#40

Beitrag von Bodecea » Do 12. Mai 2016, 16:32

Nur noch mal @Jesus-Hippie - ja, einen "linken Revoluzzer" hatte ich da auch eher im Kopf als einen Potraucher mit Stirnband. Sich mit Huren und Zöllnern rumtreiben und im Tempel Rabbatz mit den Händlern machen. Ich kann ihn mir gut auf einer 70er-Jahre-Demo gegen Wackersdorf oder Startbahn West vorstellen. War das dann eher ein Sponti? Ach, was weiß ich, das waren Jugendkulturen vor meiner Zeit ;-).
Tu was du willst, aber trage dann auch die Konsequenzen.

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