Grundsätzliches zum christlichen Glauben

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atemkristall
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#101

Beitrag von atemkristall » Fr 21. Apr 2017, 14:42

"Jüdischer Fischerverein" gefällt mir irgendwie... ;-)

Glaub mir, elitärer Standesklüngel ist auch in okkulten, hermetischen, hexischen und allen möglichen anderen Zirkeln, gerne auch mit Frauenbeteiligung, durchaus zu beobachten und zu erleben. Spießertum ist schließlich für alle da! Total demokratisch!

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Schneewoelfin
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#102

Beitrag von Schneewoelfin » Fr 21. Apr 2017, 14:51

wie oben geschrieben, wurde ich in einen Hermetischen Orden initiiert, das war vor 28 Jahren und kenne mich daher etwas aus ;)
solange es da keine direkte oder indirekte Aufforderung zur "Linientreue" gab, sondern das Motto: "Grösstmögliche Toleranz bei weitgehenster Unabhängigkeit" oder, wie der damalige Grossmeister sagte: "Wir haben nur ein Dogma, nämlich dass es kein Dogma gibt" war das auch ok für mich
als es mit Personenkultgebaren anfing, zog ich mich dann davon zurück

und im WIcca sind wir alle Häuptlinge und folgen keinem Hirten, alle Richtungen haben ihre Daseinsberechtigung und das ist gut so :thumbup:
"Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst." Jalal Ad DIn Rumi

Sternenkind
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#103

Beitrag von Sternenkind » Mo 22. Mai 2017, 18:26

Jesus ist nicht für unsere Sünden gestorben.

Das ist eine Irrlehre und eines der größten Mißverständnisse des Christentums.

Das von Jesus am Kreuz vergossene Blut hat keinerlei Bedeutung für die Menschheit.

Es gilt das Gesetz von Wiedergeburt und Karma.

Jesus sagt selbst, daß niemand in den himmel kommt, bevor er nicht den letzten heller karma zurückbezahlt hat.

Das wissen wir heute alles von Nahtodeserlebnissen, also Leuten, die bereits tot waren, aber erfolgreich reanimiert wurden.

Die Kirche möchte einfach nicht zugeben, daß sie auf dem Irrweg ist und erklärt Nahtodeserlebnisse zu einer Sache, die vom Widersacher inziniert werde.

Sternenkind
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#104

Beitrag von Sternenkind » Mo 22. Mai 2017, 18:33

Diese Sache, daß sich das Christentum für die alleinseeligmachende Religion hält, kommt von dem Ausspruch von Jesus niemand käme zum Vater als durch ihn.

Ich finde diese Auslegung des Christentums überheblich.

Es mag sein, daß Jesus zur damaligen zeit in der ihm bekannten welt keinen gefunden hat, der ihm gleich war und dann diesen Ausspruch getan hat.

Das heißt aber nicht, daß mir die gleiche Lehre nicht auch von einer anderen Person zu einer andereren Zeit oder an einem anderen Ort ebenfalls beigebracht werden kann.

Es kommt allein auf die Lehre und nicht auf die Person des Lehrers an.

Das Christentum sieht den Splitter im Auge des anderen aber nicht den Balken, den es vor den eigenen Augen hat.

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Schneewoelfin
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#105

Beitrag von Schneewoelfin » Mo 22. Mai 2017, 19:43

@ Sternenkind: ich möchte in dem Kontext mal mit einem Spruch aus dem Koran antworten (Sure 109 Al Kafirun - Die Ungläubigen - Ayat 5)
"La! Dinukum wa liya din!"
"Nein! Euch Euer Glaube und mir der Glaube!"

1. weil auch in den Buchreligionen immer wieder zu finden ist, dass es andere Götter gibt, die eben von den Anhänger der jeweiligen monotheistischen Religion nicht verehrt/angebetet werden sollen

2. weil es für mich beinhaltet, dass ich meinen Glauben habe und das auch anderen zugestehe

was dann politisch durch den Fischerverein gemacht wurde, ist eine andere Geschichte

Christen
glauben
eben an das, an was sie nunmal glauben und das ist genauso zu respektieren, wie ic h erwarte, dass man meine Weltanschauung respektiert

LG Schnee

PS: es wäre schön , wenn Du Dich mal hier vorstellen würdest :)
Zuletzt geändert von Schneewoelfin am Mo 22. Mai 2017, 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
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simon magus

Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#106

Beitrag von simon magus » Mo 22. Mai 2017, 20:17

@ Schneewoelfin
Das ist - sorry! - falsch zitiert.
Al Kafirun lautet: lakum dinukum wa liya dini, "Euch Euer Glaube und mir (mein) Glaube". Das Possessivsuffix der ersten Person Singular (langes i) ist in dieser Sure verkürzt zu kurzem i (wohl aus Gründen des Metrums). Du hast, frei übersetzt, dagegen geschrieben: "Nein! Eure Religion! Ich habe die Religion", das steht aber definitiv nicht im Qur´an.

Der Islam verneint zwar sehr wohl die Existenz jeglicher Gottheit außer Allah.
Alle anderen Gottheiten werden als Wathan bezeichnet, das sind Wesenheiten, die fälschlicherweise vorgeben Gottheiten zu sein, und dafür am jüngsten Tag im Höllenfeuer brennen werden.
Aber die o.G. Sure ist im Lauf der Jarhunderte immer wieder umgedeutet worden etc.; in etlichen Strömungen - je nach Auslegung - wurde und wird sie trotzdem als ein Toleranzedikt gewertet: Es soll jeder seinen eigenen Glauben leben dürfen, ob er vom Standpunkt des Islam aus richtig ist oder nicht.

Im Judentum wiederum wird ursprünglich die Existenz anderer Götter nicht verneint (dass El als "König der Götter" bezeichnet wird, liegt von vorneherein an der kanaanitischen Mythologie) - es setzt sich schnell lediglich als - nur für für Juden verbindlich - der der Staatskult an G´tt (ab dem Exil dann langsam zum Monotheismus umgedeutet) durch. Erst später setzt sich ein monotheistischer Gottesgedanke durch. Übrigens verlangt auch die jüdische Religion gar nicht von Nichtjuden, Monotheisten zu werden. Die Einhaltung der Halacha gilt nur für Juden als verbindlich, nicht für Gojim.


Wenn ich oben in Formulierungen wie "jüdischer Fischerverein" etc. lese, dass User hier beim Christentum jetzt im negativen Sinn so ausgerechnet auf der jüdischen Herkunft der Christentums rumreiten, weckt das eigenartige Assoziationen in mir. Christen haben Juden jahrhundertelang verfolgt, und jetzt kommen deren zum Heidentum zurückgekehrte Nachkommen und machen für die christliche Intoleranz das Judentum verantwortlich. Nein, das hat mit dem Judentum gar nichts zu tun. Das kommt von der Machtposition des Papsttums im Mittelalter - und da waren Juden ganz bestimmt nicht daran beteiligt. Diesen bei manchen Neuheiden verbreiteten mehr oder weniger latenten Antisemitismus finde ich, ehrlich gesagt, nach all den Pogromen, der Sho´ah und anderen Greueltaten an Juden (und nicht erst seitdem) zum K***en!

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#107

Beitrag von Schneewoelfin » Mo 22. Mai 2017, 20:38

@ simon magus. mir wurde das so von mehreren Menschen, die Hocharabisch sprechen, dem Koran lesen und übersetzen können, gesagt. Ich selbst kann nur ein paar Worte Arabisch, aber da unter diesen Menschen 3 Sufi Sheiks (2 davon deutscher Nationalität), ein Ägypter, der den Koran auswendig kann und Hocharabisch spricht und ein Deutscher, der aus Interesse Arabisch gelernt und den Koran studiert hat, sind, schenke ich ihnen mehr "Glauben" ;)

von "jüdischem" Fischerverein habe ich nichts geschrieben - zumal ich meine persönliche Ansicht vom Judentum und dem erwähnten "auserwählten" Volk habe, die bar jeder geisteswissenschaftlichen Basis, sondern eben meine sehr persönliche ist.

LG Schnee
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simon magus

Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#108

Beitrag von simon magus » Mo 22. Mai 2017, 20:45

Ha, ja... Dann haben die Dir aber eine falsche Lesung angegeben. Benutz doch mal eine beliebige Qur´an-Ausgabe. Wahrscheinlich hast Du das Zitat einfach falsch im Gedächtnis. Wenn Du Arabisch lesen kannst, kannst Du es ja nachlesen.

Ja, die "persönlichen" Ansichten zum Judentum vieler Leute in Deutschland (und nicht nur da...) kenne ich leider schon aus Erfahrung zur Genüge...
Nur... die sind eben nicht auf einer haltbaren Basis. Gerade zum Adjektiv "auserwählt" gibt es bei Gojim viele Missverständnisse... und auch viele Vorurteile. Und einige dieser Vorurteile hatten ganz, ganz schlimme Konsequenzen.
Und es war oben in dem Beitrag vom Freitag 21. April um 15.32 Uhr ganz eindeutig von jemandem der Ausdruck "jüdischer Fischerverein" in einem eindeutig negativen Kontext benutzt worden.

Schneewoelfin schrieb:
ich sehe es eher - von aussen betrachtet - so, dass es sich bei dem jüdischen Fischerverein hauptsächlich um elitären Standesklüngel geht....

Solasard
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#109

Beitrag von Solasard » Mo 22. Mai 2017, 21:05

Seltsam ist das im Judentum das Wort "Gojim ursprünglich nur das Volk bedeutet hat, und sich dann zum spottwort für Nichtjuden entwickelt hat

Gruß Sola

simon magus

Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#110

Beitrag von simon magus » Mo 22. Mai 2017, 21:07

Gojim ist kein "Spottwort"; es bezeichnet eher so was wie "die (anderen) Völker".

Warum fühlen sich Christen und deren Nachfahren von Juden eigentlich ständig "verspottet" oder "verachtet"?

Kein Jude will Euch was Böses, glaubt mir!

Noch mal für alle, die es vielleicht bisher noch nicht kapiert haben:
Die Pogrome im Mittelalter haben nicht Juden an Christen begangen, sondern umgekehrt.
Und für das, was Christen sog. "Heiden" angetan haben, können Juden nichts!

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