Grundsätzliches zum christlichen Glauben

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izento
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#11

Beitrag von izento » Mo 9. Mai 2016, 13:06

Es wurde zwar das meiste schon geklärt, aber als ehemaliger Christ (lang ist's her) würde ich auf einige Punkte gern nochmal eingehen.
Rotfuchs hat geschrieben:Weil ein paar Menschen die ich kennen gelernt habe sich sowohl als Christen als auch als Wicca/Heide oder was auch immer bezeichnen ...
Das halte ich persönlich für ziemlichen Unsinn. Entweder glaube ich an den einen Gott den Christus verkündet hat und/oder an die christlich-humanistische Ethik, dann nenne ich mich Christ. Oder ich glaube an zwei oder mehrere Götter und/oder die animistische Ethik, dann nenne ich mich Heide oder Wicca.
Beides zusammen macht keinen Sinn.
Rotfuchs hat geschrieben:Kann mir jemand ... den Mehrwert des Christentums gegenüber anderen Religionen erklären? ... Ich verstehe das grundsätzliche Alleinstellungsmerkmal dieser Glaubensform nicht.
Alle abrahamitischen Religionen sind monotheistisch und stellen sich selbst als die "einzige Wahrheit" dar.
Zum Thema Mehrwert hier ein kurzer "Witz":
Was ist die ärmste Religion der Welt?
Das Christentum - Die haben nur einen einzige Gott und der hat noch nicht mal einen richtigen Namen.
Rotfuchs hat geschrieben: - Was hat es mit dem alten Testament auf sich?
Die älteste Horror-Romansammlung, die heutzutage nicht mehr herausgegeben werden könnte ohne auf den Index zu geraten. ;)
Ich hatte mal ne Bibel von 1876, einige Bücher des AT erschienen in den Ausgaben ab ca. 1900 gar nicht mehr.
Rotfuchs hat geschrieben:- Was ist der gemeinsame Kern?
Alle Abrahamiten glauben eigentlich an den gleichen Gott und haben fast die gleiche Ethik. Sie stammen alle aus dem Nahen Osten und beziehen sich auf die die gleichen Grundüberlieferungen.
Die Unterschiede bestehen eigentlich nur in der Wahl des Haupt-Propheten (Christus, Mohammed) bzw. der Zusammenstellung der Bücher (Katholiken, Protestanten, Kopten, Anglikaner, Sunniten, Shiiten, usw.)
Bezeichnend ist, daß jedes Grüppchen ihren "Glauben" für die einzige Wahrheit halten und alle anderen bis aufs Blut bekämpfen.
Für Pagane, mit ihren total verschiedenen Göttern und Ethiken, absolut unverständlich. Wir müssten uns hier im Forum gegenseitig zerfleischen, wenn wir so wären wie die Abrahamiten.
Rotfuchs hat geschrieben:- Kann sich jeder Mensch sein eigenes Christentum zusammenbauen mit Glauben an Wiedergeburt, Heiligung der Natur und Weglassen von Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Erbsünde?
Jeder Mensch kann sich jedwede Religion zusammenbauen. Die von dir genannten Kriterien entsprechen dann aber nicht mehr dem (kirchlich sanktionierten) Christentum.
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#12

Beitrag von Hekate » Mo 9. Mai 2016, 16:15


Kriterien entsprechen dann aber nicht mehr dem (kirchlich sanktionierten) Christentum.
Das tun die Freikirchen usw auch nicht.

Oder die Zeugen, Mormonen.

Usw

Oder die Pius Bruderschaft

Gruss

Hekate
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#13

Beitrag von Bodecea » Mo 9. Mai 2016, 16:41

Hallo Rotfuchs,

ich denke auch, mit spezifischen Fragen zum Verhältnis Christentum/Judentum (Bsp. alter Bund/neuer Bund) oder der Kreuzigungsgeschichte bist du in einem Christenforum besser aufgehoben. Darüber streiten sich Theologen ja z.T schon fast 2000 Jahre ;-).

Ich kann dir nur sagen, was ich generell über das Christentum denke:

Das Christentum ist als jüdische Reformbewegung entstanden (Jesus war schließlich Jude), hat aber einige Element integriert, dir anderen Ursprungs sind. Ich persönlich finde, dass vieles, was Jesus sagt, auch buddhistischen Botschaften und/oder griechischer Philosophie ähnelt. Es gibt Theorien eines Kontaktes Jesus nach Indien. Ob das alles so war, wer weiß. Später haben auch außerjüdische Kulte das Christenrum beeinflusst, Stichwort Festtagsbräuche.

Ich denke, dass es wirklich eine historische Figur Jesus gegeben hat. Ob die viel mit dem Bild gemein hat, das das Christentum heute zeichnet, sei dahingestellt. Schließlich basiert das heutige Christentum ja nur auf einer sehr kleinen und gefilterten Auswahl an Überlieferungen zu Jesus und seiner Botschaft.

Ich glaube, dass Jesus eine weiser Mann war und sehr sozialkritisch, eigentlich ein Hippie, ein Kommunist! Ich denke, dass man auch als Heide seine Botschaft durchaus mal näher betrachten kann, wie die von anderen Weisen auch.

Wenn diese Botschaft Menschen motiviert, mitmenschlich und gütig zu handeln, hat das meinen größten Respekt. Wer im Leute im Namen Gottes anderen wehtun, der hat meine Abscheu. Dabei ist es mir ziemlich egal, welchen Gott die Menschen meinen.

LG
Bodecea

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#14

Beitrag von 3Schwestern » Mo 9. Mai 2016, 17:45

Liebe Bodecea

DANKE! Sehe ALLES genauso :green:

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#15

Beitrag von Blendia » Di 10. Mai 2016, 05:43

Alle Abrahamiten glauben eigentlich an den gleichen Gott und haben fast die gleiche Ethik. Sie stammen alle aus dem Nahen Osten und beziehen sich auf die die gleichen Grundüberlieferungen.
Die Unterschiede bestehen eigentlich nur in der Wahl des Haupt-Propheten (Christus, Mohammed) bzw. der Zusammenstellung der Bücher (Katholiken, Protestanten, Kopten, Anglikaner, Sunniten, Shiiten, usw.)
Genau das wollte ich die ganze Zeit schreiben izento :)
Leider ist das auf m handy nicht immer so einfach *g*

Ich glaube, dass der eigentliche Kern (so wie alle abraham. Religionen) mal etwas Gutes an sich hatte. Jesus wollte die Menschen auf einen guten Pfad bringen.
Was die Menschen daraus gemacht haben, sprich Kriege geführt (oder immer noch führen), Verfolgungen, Misshandlungen unter dem Segen Gottes... ist unaussprechbar...
Ich glaube, so war das nie gewollt. Aber es ist so wie es ist und zum Glück hat man heute die Möglichkeit sich das auszusuchen. Unvorstellbar, dass wir im 16. Jahrhundert nicht mal hätten darüber sprechen dürfen...

ABER...ich muss hinzufügen, dass bei vielen Vermittlern des Glaubens immer noch so etwas im Kopf rumgeistert... Das würde ich aber gerne im Themenchat erzählen, wenn wir diesen einmal haben... ich dachte diese Zeiten wären vorbei... aber ich habe mich geirrt.

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#16

Beitrag von izento » Di 10. Mai 2016, 11:56

Blendia hat geschrieben:Ich glaube, dass der eigentliche Kern (so wie alle abraham. Religionen) mal etwas Gutes an sich hatte.
Das hängt natürlich davon ab, was du als "Gutes" bezeichnest. Alle drei abrahamitischen Religionen haben ihre "Goldene Regel":
Die sogenannte „Goldene Regel“ ist sowohl bei Juden und Christen als auch bei Muslimen bekannt; jedoch wird sie in den drei Religionen unterschiedlich definiert:

Im Judentum heißt sie: „Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun.“ (Rabbi Hillel, Sabbat 31a). Sie hat ihre Basis im 3. Mose 19,18: „Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.“

Im Islam gilt der folgende Satz: „Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht.“ (Hadithe, Nawawi, 13). Der dazu gehörende Koranvers ist Sure 48,29: „Diejenigen, die mit ihm gläubig sind, sind den Ungläubigen gegenüber heftig, unter sich aber mitfühlend.“

Jesus legt 3. Mose 19,18 so aus: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matthäus 7,12).
http://www.obrist-impulse.net/der-glaub ... erschiede/

Offen gestanden halte ich "Tue was du willst, solange es keinem Anderen schadet" für deutlich besser! ;) :hüpf: :hex: :luxhello:
Blendia hat geschrieben: Das würde ich aber gerne im Themenchat erzählen, wenn wir diesen einmal haben...
Warum nicht hier im Forum? Büüüddde :liebegrüße:
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#17

Beitrag von Rotfuchs » Mi 11. Mai 2016, 14:30

Vielen Dank euch allen für die ausführlichen Antworten.
Danke Schneewölfin für die ausführliche Zusammenfassung, es hat eine Weile gedauert bis ich mich durchgekämpft hatte aber es war sehr aufschlussreich!
FreieAtem hat geschrieben:Im Weltbild der Christen ist jeder Mensch sündig. Der Mensch kommt schon mit einer Erbsünde auf die Welt. Mit jeder Sünde "stirbt" eine kleine Verbindung zu Gott. Um wider rein zuwerden, bzw. nach dem Tod im christlichen Himmel aufgenommen zuwerden, muss die Sünde wieder gut gemacht werden.
Der Mensch alleine kann das nicht wieder gut machen, bzw. die Verbindung wiederherstellen. Darum hat Gott-Vater seinen Sohn geschickt, der selbst ohne Sünde war. Dieser nahm alle Sünden der Welt auf sich und starb am Kreuz. Er opferte sich bzw. sein Leben und baute damit für die Menschen eine Brücke zu Gott. Das Krez ist also ein Symbol der Sünde und Leid und gleichzeitig ein Symbol der Brücke und Erlössung.

Ein kleines bischen erinnert mich das immer an das Opfer heidnischer Götter, z.b. des Kornkönigs. Oder wenn in Göttermyten jemand aus Liebe zu irgend jemand in die Unterwelt hinabsteigen und dort etwas wieder heile macht.
Das war was ich wissen wollte! Perfekt. Also ich meine.. für mich als Kind des 20/21. Jahrhunderts eine schauerliche und ungeheuerliche Ungerechtigkeit und Idiotie den Menschen prinzipiell und von Geburt an Sünde zu unterstellen etc. Aber, das klingt mir nach einer zusammenhängenden Argumentation.
Dux Bellorum hat geschrieben: Hm :nixweiss:

Soviel ich mitbekommen habe, hängt Jesus am Kreuz und
der Asen-Gott Thor hat den Hammer :green:
:D Geil! ... made my day.
eigentlich bleibt da nichts mehr zu sagen
Bodecea hat geschrieben:Ich glaube, dass Jesus eine weiser Mann war und sehr sozialkritisch, eigentlich ein Hippie, ein Kommunist! Ich denke, dass man auch als Heide seine Botschaft durchaus mal näher betrachten kann, wie die von anderen Weisen auch.
Ich respektiere normal fast alles was du schreibst und stimme eigentlich immer zu. Die Theorie das Jesus ein Hippie war allerdings, das finde ich sehr streitbar. Die Theorie von Jesus als Hippie ist meiner Ansicht nach ein popkultureller Mythos der christlichen Pseudohippies aus der 60er Gegenkultur.
Nur mal ein wild gewähltes Beispiel:
Matthäus - Kapitel 10 34:
Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. (Lukas 12.51-53) 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. 36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. (Micha 7.6)
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. (5. Mose 13.7-12) (5. Mose 33.9) (Lukas 14.26-27) 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert. (Matthäus 16.24-25) 39 Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.
Gut.. klingt ein bisschen nach Jim Morisson... "Father/ Yes son?/ I want to kill you/ Mother, I want to …" das wäre dann schon irgendwie Hippie... :D

Spaß beiseite:
Bodecea hat geschrieben: Wenn diese Botschaft Menschen motiviert, mitmenschlich und gütig zu handeln, hat das meinen größten Respekt. Wer im Leute im Namen Gottes anderen wehtun, der hat meine Abscheu. Dabei ist es mir ziemlich egal, welchen Gott die Menschen meinen.
Aber mit deiner Zusammenfassung geb ich dir dann doch wieder recht. Im Grunde ist es ja auch egal wenn viele Christen keine Ahnung haben was sie da genau anbeten bzw. anbetungswürdig finden.
Wenn diese Botschaft Menschen dazu bringt gut zu handeln, dann ist es völlig egal wie man diese Religion/Gottheit nennt.
..."Gerade das ist es ja, das Leben, wenn es schön und glücklich ist ein Spiel! Natürlich kann man auch alles mögliche andere aus ihm machen, eine Pflicht oder einen Krieg oder ein Gefängnis, aber es wird dadurch nicht hübscher."

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#18

Beitrag von Blendia » Mi 11. Mai 2016, 15:42

izento hat geschrieben:
Blendia hat geschrieben:Ich glaube, dass der eigentliche Kern (so wie alle abraham. Religionen) mal etwas Gutes an sich hatte.
Das hängt natürlich davon ab, was du als "Gutes" bezeichnest. Alle drei abrahamitischen Religionen haben ihre "Goldene Regel":
Die sogenannte „Goldene Regel“ ist sowohl bei Juden und Christen als auch bei Muslimen bekannt; jedoch wird sie in den drei Religionen unterschiedlich definiert:

Im Judentum heißt sie: „Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun.“ (Rabbi Hillel, Sabbat 31a). Sie hat ihre Basis im 3. Mose 19,18: „Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.“

Im Islam gilt der folgende Satz: „Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht.“ (Hadithe, Nawawi, 13). Der dazu gehörende Koranvers ist Sure 48,29: „Diejenigen, die mit ihm gläubig sind, sind den Ungläubigen gegenüber heftig, unter sich aber mitfühlend.“

Jesus legt 3. Mose 19,18 so aus: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matthäus 7,12).
http://www.obrist-impulse.net/der-glaub ... erschiede/

Offen gestanden halte ich "Tue was du willst, solange es keinem Anderen schadet" für deutlich besser! ;) :hüpf: :hex: :luxhello:
Blendia hat geschrieben: Das würde ich aber gerne im Themenchat erzählen, wenn wir diesen einmal haben...
Warum nicht hier im Forum? Büüüddde :liebegrüße:
Also gut. Auf die Gefahr hin gänzlich verstoßen zu werden :socool:

Die Kirche ist immer noch der Ansicht (oder sagen wir einige von ihnen) dass Kartenlegen, Pendeln, und all das was ich so tue... (ich tue echt nix schlimmes :worried: )
Türen für das Böse öffnet. Das tut einem nicht gut und man vergiftet sich selber... tja...jedenfalls meinte die hiesige Pfarrerin ich solle all meine Bücher zum Thema Magie ihr geben... sie würde sie vernichten... hallo? In welchem Jahrhundert leben wir denn?

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#19

Beitrag von Schneewoelfin » Mi 11. Mai 2016, 18:18

@ "Jesus - Hippie": ob er ein Hippie war, hängt mEn von der Definition, was man darunter versteht, ab. Hippie im Sinne von :
Person aus einer Jugendbewegung der 1960er und 1970er Jahre, die sich oft durch antibürgerliches und links-anarchisches Gedankengut und unkonventionelles Auftreten auszeichneten
(Wiki) trifft es mEn schon ganz gut, bis auf das Zeitalter

in meinen Augen war er sicherlich in den Augen der Römer und der Pharisäer (insofern er tatsächlich existiert hat) ein Revoluzzer
- er war aus königlichem Hause, scharte Menschen um sich und rief sie dazu auf, ihm bzw seiner Lehre zu folgen und das in einem von Römern besetzten Gebiet und wird deswegen von Pontius Pilatus verurteilt
(daher finde ich es seeeeeeeeeeeeehr verwunderlich, dass er in keiner römischen Überlieferung erwähnt wird, wo die Römer ja für ihre Bürokratie bekannt sind)

@ Blendia:
Also gut. Auf die Gefahr hin gänzlich verstoßen zu werden
von wem sollstest Du hier im Hexenzirkelforum deswegen verstossen werden ....? ;)

auch, wenn der Priester in der katholischen Messe in "seltsame Gewänder" gekleidet ist, Heilige anruft, Weihrauch verräuchert, Wein in das Blut Christi und ein Brotblättchen in das Fleisch Christi wandelt (man betrachte das mal ohne den christlichen Kontext ;) ) dann verstehen die Christen das so, dass das "durch ihren Gott" geschieht, ebenso die Wunder, die Jesus und andere Propheten gewirkt/erlebt haben. Alles, was man ohne den christlichen Gott wirkt ist für sie Magie und verboten/führt zum Bösen etcetc.... mWn sind die Protestanten da noch etwas heftiger und daran hat sich bis heute wenig geändert.

LG Schneewölfin
Es geht immer um die Quintessenz - ich beschäftige mich gerne mit den ursprünglichen Dingen, weniger mit dem "Tamtam" /me

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Re: Grundsätzliches zum christlichen Glauben

#20

Beitrag von Rotfuchs » Mi 11. Mai 2016, 18:41

Schneewölfin hat geschrieben:@ "Jesus - Hippie": ob er ein Hippie war, hängt mEn von der Definition, was man darunter versteht, ab. Hippie im Sinne von :

Person aus einer Jugendbewegung der 1960er und 1970er Jahre, die sich oft durch antibürgerliches und links-anarchisches Gedankengut und unkonventionelles Auftreten auszeichneten
Ich geb dir recht in der Idee.
Aber wenn man die offiziellen Quellen (ich nenne jetzt mal die Evangelien "offiziell"), dann finden sich halt viele verschiedene Punkte die absolut nicht Hippiemäßig sind. Vorallem dann wenn man unter Hippie nicht nur jmd linkes aus einer Jugendbewegung versteht, sondern auch einen Pazifisten der die Ideale von freier Liebe und "befreitem Geist" trägt.

Aber ich will daraus auch gar keine Staatsaffäre machen, wenn die Leute Jesus als Hippie sehen wollen und daraus gutes entsteht, dann kann man das gerne machen. Aber Charles Manson war nach dieser Definition dann auch ein Hippie... und da wären wohl wenige so einverstanden. .. :D
..."Gerade das ist es ja, das Leben, wenn es schön und glücklich ist ein Spiel! Natürlich kann man auch alles mögliche andere aus ihm machen, eine Pflicht oder einen Krieg oder ein Gefängnis, aber es wird dadurch nicht hübscher."

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