Der Urknall usw.

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Frenna
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Re: Der Urknall usw.

#11

Beitrag von Frenna » Mi 27. Apr 2016, 15:35

Danke Chau... äh... izento! :liebegrüße:

Ich sehe schon, ich werde heute meinen Freund damit weiterquälen... :green:

LG Frenna
Vielleicht hat das Leben keinen Sinn.
Vielleicht ist das Leben der Sinn.

(Kami Garcia + Margaret Stohl, „Beautiful Creatures“)

Mr. Freud, what's between fear and sex? Fünf.

dissidentin

Re: Der Urknall usw.

#12

Beitrag von dissidentin » Do 10. Nov 2016, 11:16

Frenna hat geschrieben:5. Und wie ist das dann nach dem Tod? Ich glaube, dass die Seele vor die Götter tritt. Aber wo ist das? In der Anderswelt? Oder doch woanders? Eine andere Dimension?
Meine Theorie basiernd auf Erfahrungen ist: vor dem Tod ist nach dem Tod ist während dem Tod.
Anfang und Ende ist sozusagen ne Illusion, der Name der Anderswelt täuscht auch, denn sie ist gar nicht "woanders", die einzige Trennung dazu ist die unserer Scheuklappen. Die Welt als deterministischen u. chronologischen Ablauf von Ereignissen innerhalb bestimmter Zeitmuster zu sehen ist auch nur sowas wie ne Scheuklappe.

Alles eine Frage des Blickwinkels, auf das was dich umgibt. Im Grunde liegt alles offen, man braucht´s nur erschauen und bestaunen.
Hat man erstmal Blickwinkel auf die sog. nichtalltägliche Wirklichkeit gepaart mit nem "Aha"-Effekt, bekommt man diese auch nicht mehr so leicht weg.

Ein paar Beispiele des gestrigen Tages:

Gestern wurde in meiner Familie diskutiert, ob auf der Beerdigung meines Opas ein Mann oder eine Frau die Urne trug. Mein Vater meinte, es war eine Frau, meine Oma meinte es war ein Mann. Beide waren sich sicher. Vielleicht waren sie aber ja auch in zwei Welten gemeinsam auf der Beerdigung? Wir anderen wussten es schlicht nicht mehr.

Ebenfalls Gestern diskutierte ich mit meiner Partnerin über den Film "Blutgericht der reitenden Leichten". Ich kenne diese Reihe nur von meiner Partnerin und sah den Film bereits mit ihr, da war ich mir sicher. Meine Partnerin war sich wiederum sicher den Film niemals mit mir gesehen zu haben.

Man könnte es natürlich als wissenschaftlichen Fakt ansehen, dass unsere Gehirne uns hier was vorgaukeln. Man kann aber auch spekulieren, dass Paralellwelten in Multiversen gar nicht so parallel zueinander existieren, sondern sich durchaus überschneiden können. Ich wär eher für die spekulative Variante aus einer Vielzahl von Erfahrungen...

Wenn du Götter haben musst, hast du auch welche, aber erschrick dann nicht, wenn du ihnen begegnest...

"was das ist, behalt ich für mich,
nur hüte dich Menschenkind, jemals an mir zu zweifeln,
denn Empathie ist nicht immer zwingend was feines.
das Babylonkonstrukt wird nicht geduldet, wenn die Stimmen schweigen..."
(Zitat: Cr7z, weiß auch nicht, warum mir das grade in den Kopf schoss ^^)

ankeG
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Re: Der Urknall usw.

#13

Beitrag von ankeG » So 12. Mär 2017, 04:28

also ich denke mal, götter haben ihre hand nicht im spiel ;)

Fönix
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Re: Der Urknall usw.

#14

Beitrag von Fönix » Do 30. Nov 2017, 15:40

Ich werde nicht all zu sehr ins Detail gehen, da man das alles im Internet nachschlagen kann aber ich interessiere mich sehr für dieses Thema und möchte meine Sicht der Dinge mit euch teilen.

Zu allererst muss man verstehen, dass die Raum-Zeit nach Einstein eine 4. räumliche Dimension in unserem Universum ist. (ich spreche in diesem Fall nicht von unserem 3 dimensionalen Universum sondern von dem was manche als Gott bezeichnen)
Diese 4. Dimension wurde außerdem vor ein paar Jahren bewiesen durch Gravitationswellen, da diese Raum-Zeit auch den Ursprung der Gravitation bildet. (izento hat zu diesem Thema schon einiges Geschrieben)

Ich stelle mir diese 4. Dimension immer so vor, wie eine heiße Suppe aus Energie, welche sich aus der 3 dimensionalen Sicht mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreitet und aufgrund dieser Tatsache kann sich keine Materie bilden.
Nun kommt es aber manchmal, aus mir unbekannten Gründen, zu einer abkühlung der Energie an einem Punkt in dieser 4. Dimension und die Energie erreicht eine Geschwindigkeit, welche der Lichtgeschwindigkeit nahe kommt und es ensteht ein Universum in der 3. Dimension (Urknall).
Der Raum um den Punkt in der 4. Dimension kühlt weiter ab und bildet kalte und warme Stellen. (Materie und Dunkle Materie)

Diese Theorie ist vermutlich ziemlich schwer zu verstehen aber ich hoffe ich habe es gut vereinfacht.

Außerdem glaube ich, dass unser Bewusstsein in dieser 4. oder in einer höheren Dimension verankert ist und wir deswegen diese "übernatürlichen" Fähigkeiten haben.
Zu der Frage, was nach dem Tod kommt kann ich dir leider keine Antwort geben aber ich habe vor kurzem die Theorie gehört, dass wenn man "vor seiner Zeit" stirbt, landet man (das Bewusstsein) in einem Paralleluniversum welches in den meisten Fällen genau gleich ist. (bis auf die Tatsache, das man dort natürlich nicht tot ist)

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izento
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Re: Der Urknall usw.

#15

Beitrag von izento » Fr 1. Dez 2017, 13:04

Fönix hat geschrieben:
Do 30. Nov 2017, 15:40
Zu allererst muss man verstehen, dass die Raum-Zeit nach Einstein eine 4. räumliche Dimension in unserem Universum ist. (ich spreche in diesem Fall nicht von unserem 3 dimensionalen Universum sondern von dem was manche als Gott bezeichnen)
Hier muß ich doch ein wenig reingrätschen, damit es nicht falsch verstanden wird.
Die "Raumzeit" oder "Minkowski-Welt" beschreibt erstmal einfach unser Universum mit der Zeit als vierte Dimension.
Dabei gibt es Abhängigkeiten zwischen dem Ort (3 dimensionaler Raum) und der Zeit, die über die Gravitation bestimmt wird. (vgl. "Schwarze Loch").
Das hat erstmal noch garnichts mit "Energien" oder "Gott" zu tun.

Das gesamte Universum (Raumzeit) wird durchflutet von der "dunklen Energie" oder "Quintessenz", die IMHO überall gleich verteilt ist. "Dunkel" heißt hierbei "nicht sichbar", das hat nichts mit "böse" zu tun.

Und genau diese Quintessenz ist es, die in vielen Religionen als das Göttliche angesehen wir, sozusagen das "fünfte Element", der "Äther" oder der "Spirit" aus unserem Pentagramm.
Bei den Christen einfach "Gott":
Jeremia 23, 24: Gott ist allgegenwärtig. Gott ist überall, zu jeder Zeit. Für ihn gibt es keine räumlichen und zeitlichen Grenzen. Gott ist unsichtbar.
Da die Quintessenz aber ein skalares (gerichtetes) Feld ist, bilden bestimmte Strukturen dieses Feldes die spirituellen Entitäten ab (Götter / Dämonen, Engel / "Geister" / Seelen)

Materie (Baryonen) ist eine andere Form der Energie. (Das werde ich jetzt nicht näher ausführen)
Unser "Bewusstsein" ist an die Materie und an die vierdimensionale Raumzeit gebunden. Wir können uns damit (in Gedanken) zwar in Raum und Zeit bewegen, agieren aber nicht unabhängig davon.

Nun kommen wir zu meinem "Glauben":

Die Quintessenz hat eine Wechselwirkung mit Materie (über Gravitation?). Die skalare Ausrichtung in der Nähe von Materie (belebte und unbelebte) bleibt konstant und bildet somit die "Seele". Im Vakkum oder bei geringmassiger Materie fluktuiren die Strukturen und liegen meist chaotisch (ohne Struktur) vor.
Entkoppelte Strukturen, die unabhängig von Materie bestehen, bilden dann die spirituellen Entitäten (Götter/Dämonen). Dabei nennt man Strukturen die einmal an Materie gebunden waren gerne "Geister".

Die Entität beschreibt aber nur die Eigenschaft der Struktur, die sich jederzeit auflösen (Nirvana) oder neu bilden kann (Evokation und Reinkarnation)
Wenn man also einen Dämon/Gott evoziert, so ruft man nur eine Kopie des beschriebenen Musters der Struktur auf.
Götter/Dämonen existieren nicht als personifizierte Entität, sondern lediglich als Beschreibung eines Eigenschaften-Musters.

Das war jetzt mal mein "spiritueller Atheismus" in Kurzform ... zwar leicht OT, aber wohl passend. ;)

dunkle Grüsse
izento (mit Eigenschaftsmuster "Astaroth")
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
Follow your dreams and be TRUE to yourself.
Der alte Narr sagt: Ich bin ein alter Weiser. Der alte Weise sagt: Ich bin ein alter Narr.

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Re: Der Urknall usw.

#16

Beitrag von atemkristall » Fr 1. Dez 2017, 15:29

izento hat geschrieben:
Fr 1. Dez 2017, 13:04

Götter/Dämonen existieren nicht als personifizierte Entität, sondern lediglich als Beschreibung eines Eigenschaften-Musters.
Könnte man nicht jede Person, also auch Dich und mich, auch als "Eigenschafts-Muster" beschreiben, izento und alle? Dann wären das nur unterschiedliche Ausdrücke für dasgleiche. Ein Muster immerhin gibt es. Es ist da. Im Buddhismus wird ja sogar das in Frage gestellt und unter Illusionsverdacht. Villeicht machen wir ja auch einen eigenen Atheismus-Thread auf. Ober gabs das schon? Ich finde Atheismus nämlich durchaus ganz interessant.

Beste Grüße vom
atemkristall

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<kranich>
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Re: Der Urknall usw.

#17

Beitrag von <kranich> » Fr 1. Dez 2017, 17:43

Äh, Nein.

Ich fang mal damit an, was der "Urknall" ist. Irgendwo hat schon jemand den Begriff "Singularität" verwendet.
(Wikipedia) Als Singularität bezeichnet man in Physik und Astronomie Zustände, bei denen die betrachteten Raumzeiten (u. a. deren Metrik) in einem einzigen Punkt oder einer komplizierteren Mannigfaltigkeit nicht mehr definiert werden können.
D.h. es macht keinen Sinn, über Singularitäten als mathematische oder physikalische Gegebenheiten zu reden.

Teile eine Torte in 3 Stücke - denkbar
Teile eine Torte in 2 Stücke - denkbar
Teile eine Torte in 1 Stücke - denkbar
Teile eine Torte in 0 Stücke - Blödsinn.

Vor dem Urknall, so wie er heute verstanden wird, gab es weder ein "Irgendwo" oder "irgendwann". Es gab schlichtweg keine Raumzeit, in der sich etwas befinden könnte. Die Materie war "Nirgendwo" und "Nirgendwann".
(Beitrag 1) Da geht es drum, dass der Urknall durch den Zusammenstoß zweier Paralleluniversen entstanden ist.
Zwei parallele Universen können nicht zusammenstoßen. Dann wären Sie nämlich nicht mehr parallel. Zwei parallele Geraden (Ebenen, Mannigfaltigkeiten....) sind eben parallel, weil Sie nebeneinander herlaufen und keinen Berühr- oder Schnittpunkt haben. Der Beschreibende hat dir ein Bild in den Kopf gesetzt, welches nur philosophisch (Metaphysisch in gewisser Weise) einen Sinn ergibt.

Wo und wann stoßen Parallele Universen zusammen? NIE und NIRGENDWO. Und genau das ist der Zustand vor dem Urknall: Es gibt keinen Ort oder Zeitpunkt, nur ein NIE und ein NIRGENDWO. Der Zeitpunkt, an dem Sie sich treffen, existiert genauso wenig wie der Schnittpunkt paralleler Geraden oder ein Ort/Zeitpunkt vor dem Urknall.

Soweit das Standardmodell. Erst im ersten möglichen Zeitraum (der Planck-Ära) kann man überhaupt von so etwas wie Zeit reden. Und diese Zeit ist verdammt kurz:

0.00000000000000000000000000000000000000000005391s

Danach kommen noch 10 Milliarde Plank-Zeiten; die GUT-Ära oder auch inflationäre Phase,
Auch hierüber zu reden ist ist mehr-oder-weniger auch ziemlicher quatsch, denn "Alles ist eins". Es gibt nichts, was von etwas anderem unterscheidbar wäre. ein Elektron ist das selbe wie ein Neutron oder oder ein Schwarzes Loch.

Erst danach kann man von "etwas bestimmtes" und "nichts" reden: Es entstehen die ersten Elementarteilchen (Elektronen, Quarks). Und wo die Antimaterie geblieben ist, wissen wir immer noch nicht.

Wie auch immer: Ich denke, wenn der Urknall irgendwas mit Göttern zu tun hat, haben wir davon zumindest keine naturwissenschaftliche Vorstellung.

Im Standardmodell tauchen keine Götter auf.

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abendhirsch
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Re: Der Urknall usw.

#18

Beitrag von abendhirsch » Fr 1. Dez 2017, 17:49

atemkristall hat geschrieben:
Fr 1. Dez 2017, 15:29
Könnte man nicht jede Person, also auch Dich und mich, auch als "Eigenschafts-Muster" beschreiben, izento und alle?
Hei,
... Ich werde jetzt nicht noch irgendeine passende Stelle zum zitieren raussuchen ... muss noch in die Stadt ...
Irgendetwas (indianisches?) schwebt mir vor von allem - auch Menschen - als Energie in Bewegung ...
Meinst du so etwas mit "Muster"?
)O( Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als unsere Wissenschaftler uns erklären können.

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<kranich>
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Re: Der Urknall usw.

#19

Beitrag von <kranich> » Fr 1. Dez 2017, 18:06

@abendhirsch, @atemkristall:
Könnte man nicht jede Person, also auch Dich und mich, auch als "Eigenschafts-Muster" beschreiben, izento und alle?
Die Physiker nennen dieses Modell "Holografisches Universum" :

http://www.spektrum.de/magazin/das-holo ... sum/830304

(aber das ist viel komplizierter als das bisschen Urknall, man müsste dazu irgendwie einen Anti-De-Sitter Raum benutzen um ein Randall-Sundrum-Modell einer Branenkosmologie.... ähhh.... älso Stringtheorie und so was mit aufgerollten Dimensionen :D )

Äh, und nein, ich kann das nicht wirklich Theorhetische-Physik-Mäßig erklären. Irgendwo nach Feynman und der Hawking-Strahlung versteh ich auch nur noch, was Physiker meinen könnten, und fülle meine Wissenslücken mit Phantasie :D

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Re: Der Urknall usw.

#20

Beitrag von atemkristall » Fr 1. Dez 2017, 20:58

abendhirsch hat geschrieben:
Fr 1. Dez 2017, 17:49
atemkristall hat geschrieben:
Fr 1. Dez 2017, 15:29
Könnte man nicht jede Person, also auch Dich und mich, auch als "Eigenschafts-Muster" beschreiben, izento und alle?
Hei,
... Ich werde jetzt nicht noch irgendeine passende Stelle zum zitieren raussuchen ... muss noch in die Stadt ...
Irgendetwas (indianisches?) schwebt mir vor von allem - auch Menschen - als Energie in Bewegung ...
Meinst du so etwas mit "Muster"?
Ich mein eher wenig mit Muster. Das kam von izento...

Klingt ja alles ziemlich schick, lieber Kranich. Aber wenn man Personen als "Eigenschafts-Muster" beschrieben KANN, muss man es nicht. Man kann auch einfach von Personen sprechen. Das klingt nur nicht so toll... Und wenn wir dabei bleiben können, dann lösen sich vielleicht manche Gefechte, zum Beispiel Atheismus gegen Gott- und Götterglauben (s.o.) einfach in heiße Luft auf. Ist ja nur ein Verdacht. Aber weniger Quantennebel und Kosmologiegetöse und mehr ein Schrittchen nach dem anderen würde mir jedenfalls guttun. Und mit "Person" kenn ich mich besser aus, weil mir das näher ist.
Beste Grüße vom
atemkristall

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